Thomas Glavinic

 3.8 Sterne bei 1,025 Bewertungen
Autor von Das Leben der Wünsche, Die Arbeit der Nacht und weiteren Büchern.
Thomas Glavinic

Lebenslauf von Thomas Glavinic

Bevor Thomas Glavinic als Schriftsteller sein Geld verdiente, arbeitete er als Werbetexter, Bergbauer und Taxifahrer. Schon in der Schule behauptete er selbstsicher, dass er Schriftsteller werden würde. Seine Eltern unterstützen ihn kaum bei der Erfüllung seines Traums, sie fanden er solle etwas solides lernen. Vor seinen ersten Roman, schrieb er neun andere, die aber alle im Müll gelandet sind. Thomas Glavinic veröffentlichte seinen Debütroman "Carl Haffners Liebe zum Unentschieden" im Jahre 1998. Das Buch ist sehr autobiografisch, den auch Glavinic spielte schon als kleiner Junge Schach und war sehr erfolgreich. Sieben Werke später, die teils hochgelobt, teils schaf kritisiert wurden, lebt er mit Frau und Sohn in Wien. Sein Buch "das bin doch ich" ist sehr besonders. Der Protagonist heißt so wie Thomas Glavinic. Auch andere Personen in dem Buch sind Persönlichkeiten aus Österreich, vor allem aus Wien. Thomas Glavinic Biografie ist geprägt von seinem ereignisreichen Leben und seiner Art, bewusst als Künstler anzuecken und auch zu provozieren. Mit seinem Buch “Das Leben der Wünsche” war er sogar auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2009. Er hat auch schon zahlreiche andere Preise für seine Werke erhalten.

Alle Bücher von Thomas Glavinic

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Das Leben der Wünsche

Das Leben der Wünsche

 (210)
Erschienen am 01.04.2011
Die Arbeit der Nacht

Die Arbeit der Nacht

 (175)
Erschienen am 01.10.2008
Das größere Wunder

Das größere Wunder

 (134)
Erschienen am 01.04.2015
Der Kameramörder

Der Kameramörder

 (132)
Erschienen am 23.11.2017
Das bin doch ich

Das bin doch ich

 (117)
Erschienen am 23.11.2017
Wie man leben soll

Wie man leben soll

 (82)
Erschienen am 01.07.2010
Carl Haffners Liebe zum Unentschieden

Carl Haffners Liebe zum Unentschieden

 (37)
Erschienen am 01.02.2006
Lisa

Lisa

 (44)
Erschienen am 01.10.2013

Neue Rezensionen zu Thomas Glavinic

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BrittaRoeders avatar

Rezension zu "Die Arbeit der Nacht" von Thomas Glavinic

Verstörender Existenzialismus
BrittaRoedervor 4 Monaten

Thomas Glavinic ist ein Autor, der seine Leser gerne dahin schickt, wo es weh tut. Immer wieder lässt er seinen Dauer-Protagonisten Jonas extreme Situationen aushalten. Mal muss er den Mount Everest besteigen („Das größere Wunder“), mal den Südpol erreichen („Jonas Komplex“), mal wird Jonas von einem Tsunami hinweggespült („Das Leben der Wünsche“).

Doch kein Extrem ist so nachhaltig existenziell wie das Erlebnis, welches er seinem Protagonisten in „Die Arbeit der Nacht“ zumutet.

Denn eines Morgens erwacht Jonas in einem absoluten Albtraum. Er ist völlig allein. In einer äußerlich intakt gebliebenen Welt ist er plötzlich der einzige Mensch. Eine Robinsonade der besonderen Art nimmt ihren Anfang.

Erklärungen liefert Glavinic keine und so tappt der Leser gemeinsam mit dem immer verzweifelter werdenden Protagonisten bis zum Ende völlig im Dunkeln. Die Absurdität des Szenarios ist Programm, denn genau darum wirkt die plötzlich eines jeden (Realitäts-)Sinns beraubte Welt so hoffnungslos.

Mit erbarmungsloser Präzision zeichnet Glavinic  auf 400 gnadenlos langen Seiten die Auswirkungen seines Gedankenexperiments an Jonas auf, der wie eine Laborratte völlig unverschuldet den grausamen Versuchsbedingungen ausgesetzt wird.

Was passiert, wenn der Mensch völlig alleine ist?

Wie überlebt man ohne andere?

Woher nimmt Mensch den Sinn seines (Über-)Lebens?

Glavinic wirft Jonas völlig auf sich selbst zurück und entblößt so den verletzlichen Kern des Menschseins. In einer Welt ohne Hoffnung und Liebe kann es kein Überleben geben.

Dieser verstörend wirkende Roman ist nichts für zartbesaitete Gemüter und doch ist seine Botschaft ebenso klar wie lebensbejahend. Nur in der Gemeinschaft gibt es Hoffnung.


Kommentare: 3
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Isis99s avatar

Rezension zu "Der Kameramörder" von Thomas Glavinic

Der Kameramörder
Isis99vor 7 Monaten

Alles beginnt wie in einem normalen Buch, er fährt mit seiner Frau Verwandte in der Steiermark besuchen, weil Ostern vor der Tür steht. Doch da beginnt es schon seltsam zu werden, weil er seine Frau nie beim Vornamen nennt, sie wird immer nur "meine Lebensgefährtin" genannt. Nach und nach tauchen Informationen über einen Mörder auf, der die Kinder eines Feuerwehrmannes gekidnappt und danach zum Selbstmord gezwungen hat. Ein Kind kann fliehen und soll Aufschluss darüber geben , wer so eine grausame Tat vollführen konnte. Das Ende, kam für mich ziemlich abrupt. Ich habe dieses  Buch im Unterricht lesen müssen und hoffe, dass ich die Bilder wieder aus meinem Kopf bekommen  kann.
Das offene Ende gestaltet diesen Roman zu einem nie enden wollenden Mord, der einen nie mehr gehen lässt.
An den passiven Schreibstil und die Emotionslosigkeit muss man sich erst mal gewöhnen. Kleiner Tipp wenn ihr etwas ängstlich seid, so wie ich, dann nicht vor dem Schlafengehen lesen ^^
Aber für alle Krimi und Mordgeschichten Fans ist es ein absolutes Muss!!!

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wbetty77s avatar

Rezension zu "Das bin doch ich" von Thomas Glavinic

Ein nichtssagendes Buch
wbetty77vor 8 Monaten

Die Handlung des Romans „Das bin doch ich“ ist schnell erzählt. Ein Schriftsteller hat einen Roman beendet und wartet darauf, dass seine Agentin einen Verlag dafür findet. Die Zeit des Wartens verbringt er mit Computer spielen, essen gehen und Alkohol trinken. Seine Frau und er leben nicht mit, sondern nebeneinander her. Auch mit seinem kleinen Sohn beschäftigt er sich selten. So etwas wie Familienleben findet in dem Roman nicht statt und man fragt sich, was die Eheleute verbindet oder je verbunden hat. Im Prinzip lebt der Erzähler in den Tag hinein, gibt Geld aus, das er nicht hat und verfolgt die Erfolgsgeschichte, die dem Roman seines Freundes Daniel Kehlmann wiederfährt.
Manch eine Situation ist in dem Roman charmant erzählt, wer allerdings auf spannende Einblicke in den Literaturbetrieb oder andere Höhepunkte wartet, wird enttäuscht. Der Roman plätschert so vor sich hin. Spätestens ab der Hälfte des Buches war ich genervt von der Oberflächlichkeit des Erzählers ebenso wie von seinen ständigen Trinkgelagen, seinem Hypochonder Getue und seinem verantwortungslosen Umgang mit Geld. Ich habe auch nicht verstanden, warum er ständig Essen gehen muss und seine Zeit nicht seiner Familie widmet.
Für mich ein langweiliges, zumeist überflüssiges Buch. Meine Erwartungen wurden enttäuscht.

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Gespräche aus der Community

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Hallo, da ich sehr gerne österreichische Gegenwartsliteratur lese und auch von Thomas Glavinic schon einige Bücher gelesen habe, die mir, vor allem durch seinen sich immer ändernden Schreibstil, ausgesprochen gut gefallen haben, habe ich beschlossen jetzt "Wie man leben soll" zu lesen. Ich denke, dass dem Buch gerade jetzt und im letzten Monat auch durch seine Verfilmung nochmal einiges an Aufmerksamkeit zu Teil wurde und fände es insofern äußerst spannend das Buch in der Gruppe zu lesen sich immer wieder über inhaltliche Fragen, etc. austauschen zu köbnnen. Wenn sich jemand für das "Projekt" interessiert und gern einer meiner Mitlesenden sein möchte, freue ich mich über jeden Kommentar. Falls ihr Änderungen, eigene Ideen oder sonstige Anmerkungen habt, können wir das Unterfangen selbstverständlich auch gern gemeinsam nochmal durchdenken! ich freu mich auf ein gemeinsames Lesen!!! glg lena
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Zusätzliche Informationen

Thomas Glavinic wurde am 01. April 1972 in Graz (Österreich) geboren.

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