Thomas Glavinic Das Leben der Wünsche

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Inhaltsangabe zu „Das Leben der Wünsche“ von Thomas Glavinic

Stellen Sie sich vor, Ihre geheimsten Wünsche würden wahr. So ergeht es Jonas, dem ein Unbekannter eines Tages das Angebot macht: 'Ich erfülle Ihnen drei Wünsche.' Der Ehemann, Vater, Werbetexter und leidenschaftliche außereheliche Liebhaber lässt sich auf das Spiel ein. Bis seine Frau eines Abends tot in der Badewanne liegt. Unverwechselbar erzählt Thomas Glavinic die Geschichte eines ganz normalen Mittdreißigers, der genau das bekommt, was er sich wünscht. Und noch ein bisschen mehr. 'Aus diesem Panikraum gibt es kein Entkommen. Ein verstörender, ergreifender Roman, der sich, wie jedes Meisterwerk, auf vielen Ebenen lesen lässt.' Felicitas von Lovenberg in der ›FAZ‹

Ein gutes Buch ,Stil und Idee hervorragend , aber es bleiben zu viele Fragen offen und die Beantwortung bleibt komplett dem Leser überlassen

— Alanda_Vera
Alanda_Vera

201609

— claudiaaa
claudiaaa

Intressante Geschichte, sehr schlechtes Ende!

— Sumsi1990
Sumsi1990

Wunderbar kreative Idee und schön minimalistischer Schreibstil. Meiner Meinung nach blieben allerdings ein paar Fragen zu viel offen.

— letusreadsomebooks
letusreadsomebooks

Einzigartiger Schreibstil - ich liebe ihn!

— Malynaa
Malynaa

Dieses Buch ist wahrscheinlich zu intellektuell für mich. Es langweilte mich zusehends.

— scarlett_ohara
scarlett_ohara

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  • Komplexer Roman, mit zu vielen offenen Fragen

    Das Leben der Wünsche
    letusreadsomebooks

    letusreadsomebooks

    11. June 2016 um 20:03

    Während seiner Mittagspause wird der Werbetexter Jonas von einem Unbekannten in ein Gespräch verwickelt. Sein Angebot erscheint verrückt: „Ich erfülle Ihnen drei Wünsche“. Ohne das Angebot wirklich ernst zu nehmen, geht Jonas auf das Spiel ein.Nach und nach kommt es in seinem Leben zu scheinbar unerklärlichen Vorfällen. Sein zu klein gewachsener Sohn bekommt plötzlich einen Wachstumsschub und seine Aktien steigen. Und eines Abends findet er seine Frau tot im Badezimmer. Nach den ersten Seiten des Buchs Das Leben der Wünsche von Thomas Glavinic dachte ich zunächst, dass der Roman amüsant werden könnte. Die Beschreibungen des Treffens mit dem Fremden waren für mich eher lustig als mysteriös. Ich kann mich täuschen, aber ich glaube, im Märchen verströmt die Fee nie so einen Biergeruch. Hören Sie! Ein Mensch mit Goldkettchen, weißem Anzug und Bierfahne will mir drei Wünsche erfüllen. Doch nachdem sich nach und nach das Leben von Jonas teils dramatisch verändert, erhält die Geschichte eine ganz eigene Dynamik. Jonas wird klar, dass seine Wünsche das Leben zwar spannender machen, aber teils einschneidende Folgen für seine Mitmenschen haben können. Er merkt, dass sich nicht nur seine bewussten Wünsche erfüllen, sondern auch die unbewussten. So beginnt er sich mehr und mehr vor seinen eigenen Wünschen, die ihm selbst teilweise gar nicht bekannt sind, zu fürchten. Je mehr Wünsche sich erfüllen, desto mehr läuft Jonas Leben aus dem Ruder. Und ebenso wie sich die äußeren Dinge seines Lebens verändern, geht auch eine innere Wandlung in Jonas vor. Immer mehr Dinge, die er vorher überhaupt nicht beachtet hat, werden nun wichtig. Die Veränderungen in seinem Leben gehen eher langsam voran und sind nicht immer klar erkennbar. Ein wichtiges Thema in dem Roman spielen Jonas Beziehungen zu verschiedenen Frauen. Die Beziehung zu seiner Frau wirkt oberflächlich betrachtet glücklich, doch durch den gemeinsamen Alltag hat die Beziehung der beiden gelitten. Neben seiner Frau hat er eine Geliebte, die ebenfalls verheiratet ist und welche er nur selten sehen kann. Dazu kommt, dass seine Ex- und  beste Freundin unheilbar an Krebs erkrankt ist. Jonas Verhältnis zu diesen drei Frauen ändert sich, je mehr seiner Wünsche in Erfüllung gehen. Doch wird dem Leser nie klar, was auf seine Vorstellungen zurückzuführen und was vielleicht nur Zufall ist. Im Verlauf der Handlung kommt es zu immer dramatischeren Ereignissen wie mysteriösen Toden, Naturkatastrophen und anderen unerklärlichen Geschehnissen, welche in einem Zusammenhang mit Jonas stehen. Je mehr geschieht, desto größer werden auch sein innerer Konflikt und seine Unsicherheit. Zum Ende hin habe ich mich immer mehr gefragt, was überhaupt wirklich geschieht und was sich Jonas vielleicht nur einbildet oder erträumt. Hier liegt für mich auch ein Schwachpunkt des Romans. Vieles wird dem Leser überlassen, was natürlich spannend sein kann, aber ich finde, dass es der Autor übertreibt. Einige Dinge werden nur angedeutet und bleiben so im Ungewissen. Die vielen Gedanken und Fragen, die zwischen den Zeilen liegen, werden nur vom Leser gefunden, nicht aber vom Autor ausgesprochen oder erklärt. So überrascht es nicht, dass das Ende sehr offen gestaltet ist und von jedem anders interpretiert werden kann. Auf sprachlicher Ebene habe ich den eher reduzierten, fast schon minimalistischen Stil des Autors sehr genossen. Dass die Dialoge ohne Anführungszeichen geschrieben sind, wie von einigen Rezensenten bemängelt, hat mich in keiner Weise gestört. Ich glaube, dass wir in einer Art Computersimulation leben. Zumindest gefällt mir der Gedanke. Nein, er gefällt mir überhaupt nicht, aber ich finde ihn bemerkenswert. Das klingt vielversprechend. Und was heißt das? Dass unsere Vorstellungen von der Wirklichkeit womöglich falsch sind. Unser Religionsbergriff ist ein Missverständnis, weil er voraussetzt, dass Gott uns ähnlich ist. Das glaube ich aber nicht. Ich glaube, dass wir Computerchips sind, die nach dem, was wir als Tod bezeichnen, in ein Regal gelegt und bei Bedarf hervorgeholt werden, damit sich wer auch immer den Film unseres Lebens ansehen kann. Das Leben der Träume von Thomas Glavinic ist ein Roman, der viele Themen anspricht und von einer kreativen Grundidee ausgeht. Der einzige Kritikpunkt von meiner Seite ist, dass gerade am Ende zu viel offen bleibt und ich als Leser allein gelassen wurde. Ansonsten ist der Roman absolut empfehlenswert.

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  • Skurril und surreal

    Das Leben der Wünsche
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. March 2016 um 10:29

    „Das Leben der Wünsche“ ist ein Roman von Thomas Glavinic, welcher im April 2011 im Deutschen Taschenbuch Verlag erschienen ist. Es handelt sich um den zweiten Band der Jonas-Reihe. Erzählt wird die Lebensgeschichte von Jonas. Er ist verheiratet, Vater zweier Kinder, Werbetexter von Beruf und führt eigentlich ein ganz normales Leben. Eigentlich. Denn obwohl er jederzeit behaupten würde seine Frau zu lieben, unterhält er eine ziemlich rege aussereheliche Beziehung, die immer mehr Raum in seinem Handeln und Denken einnimmt. Eines Tages macht ihm ein völlig unbekannter Mann das Angebot, dass er ihm drei Wünsche erfüllen wird. Aber es müssen Wünsche sein, die er sich wirklich und wahrhaftig aus tiefstem Herzen wünscht. Jonas hält das zuerst für ausgemachten Blödsinn, stellt aber recht schnell fest, dass es fortan zu erheblichen, teils sehr dramatischen Veränderungen in seinem Leben und zu diversen Merkwürdigkeiten in seinem direkten Umfeld kommt. Sollte es also wirklich möglich sein, dass seine Wünsche in Erfüllung gehen? Thomas Glavinic hat mit „Das Leben der Wünsche“ zweifelsfrei einen Roman geschrieben, der die Leserschaft spaltet. Was sich sehr schön anhand der vielen, sehr unterschiedlichen Rezensionen und Meinungen erkennen lässt. Und genau diese Tatsache hat mich neugierig zu diesem Buch greifen lassen. Der Schreibstil ist in der Tat etwas gewöhnungsbedürftig. Das konsequente Weglassen von Anführungszeichen bei Dialogen zum Beispiel …. und davon kommen eine Menge vor …. scheint im ersten Moment dazu beizutragen, dass es unübersichtlich wirkt. Dies fällt jedoch nach der Einlesephase nicht mehr wirklich ins Gewicht. Viel mehr gestört hat mich, dass so viele Fragen, die in der Geschichte aufgeworfen wurden, am Ende nicht beantwortet werden. Es passiert nur sehr selten, dass ich nach Beendigung einer Lektüre nicht genau weiß, was genau mir eigentlich der Autor vermitteln wollte. Thomas Glavinic ist es gelungen, mir dieses Fragezeichen ins Gesicht zu projizieren. Zu Jonas, dem Protagonisten dieser Geschichte, fand ich nicht so recht Zugang. Trotz der wirklich dramatischen Geschehnisse, die sein Leben gehörig ins Wanken bringen, wirkt er erstaunlich flach und farblos auf mich. Sein Leben erscheint lediglich als eine Aneinanderreihung von Zufällen, Taten und Geschehnissen, durch die es sich tagtäglich zu wurschteln gilt. Ebenso erging es mir als Leser: Etwas zu vollgestopft und überladen war mir die ganze Handlung, alles plätscherte einfach so vor sich hin. Gleichbleibend grau, egal was auch gerade passierte. Die Einen mögen dies nun als höchste literarische Kost titulieren, wieder Andere finden, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Für meinen persönlichen Lesergeschmack liegt die „Wahrheit“ irgendwo dazwischen. Mein Fazit: Der Autor hat ein sehr interessantes Grundthema etwas skurril, aber keineswegs unlesbar umgesetzt. Vieles was Jonas erlebt, erscheint nicht nur ihm surreal, sondern hinterließ auch bei mir ein ebensolches Gefühl. Der Roman beantwortet nicht alle Fragen, lässt so dem Leser eigenen Raum zum Interpretieren und ist unter dem Strich betrachtet eine Abwechslung im belletristischen Bücherregal. Mir war dieses irgendwie „andere“ Leseerlebnis solide drei Sterne wert. 

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  • Das Leben der Wünsche

    Das Leben der Wünsche
    buchstabentraeume

    buchstabentraeume

    25. August 2015 um 16:34

    Was würde ich mir wünschen, wenn mir plötzlich ein wildfremder Mensch drei Wünsche anbieten würde? Würde ich mir überhaupt etwas wünschen oder würde ich den Menschen für verrückt erklären und davonlaufen? Wie mein Leben verlaufen könnte, wenn ich die drei freien Wünsche annehmen würde, zeigt mir das Buch "Das Leben der Wünsche" von Thomas Glavinic. Denn hier entscheidet sich der Protagonist Jonas dafür, die drei Wünsche anzunehmen. Dass er den Fremden trotzdem für verrückt erklärt, sei an dieser Stelle nebensächlich. Was wünscht man sich? Geld, Macht, Besitztümer? Doch Jonas strebt nach Höherem, nach Erkenntnis, Wissen, Wahrheit. Doch macht mir das den Protagonisten nicht viel sympathischer. Zu sehr überwiegt sein Egoismus, seine Unzuverlässigkeit, seine Egozentrik. Nicht nur, dass er seine Frau betrügt, nein, auch seine Kinder lässt er für seine Geliebte im Stich. Während zunächst alles danach aussieht, als wäre die Sache mit den Wünschen nur ein schlechter Scherz gewesen, geschehen langsam Dinge, die mich als Leser oft denken lassen, dass sich wohl doch ein Wunsch des Protagonisten erfüllt. Es beginnt zunächst ganz harmlos, die Aktienkurse steigen. Doch das könnte auch purer Zufall sein. Oder nicht? Doch plötzlich geschehen unheimliche Dinge, Menschen kommen zu Tode. Soll sich der Protagonist so etwas wünschen? Oder kehren sich seine Wünsche ins Gegenteil? Die Handlung wird bizarrer und surrealer, eine Unterscheidung zwischen Traum und Wirklichkeit ist an manchen Stellen nur schwer möglich. Unglücke geschehen und unterschwellig frage ich mich als Leser ständig, was das Geschehene mit den Wünschen des Protagonisten zu tun haben könnte. Der Schluss des Buches lässt mich etwas unbefriedigt zurück. Zu wenig Antworten werden mir auf meine Fragen geliefert und nicht auf alles kann ich mir als Leser selbst eine Antwort geben. An den Besonderheit des Autors, während der wörtlichen Rede keine Anführungszeichen zu setzen, gewöhnt man sich recht schnell, zumal jeder Person eine neue Zeile gewidmet wird. Dadurch lassen sich die Sätze den verschiedenen Personen gut zuordnen. Der Stil des Autors schwankt, abhängig davon, ob er als allwissender Erzähler von den Geschehnissen berichtet oder ob er uns mittels Dialogs an den Gefühlen der Protagonisten teilhaben lässt. Während er beschreibend und erzählend tätig ist, setzt er die Sätze aus Haupt- und Nebensatz zusammen, baut viele umschreibende Adjektive ein. Der Stil wirkt hier leicht und lebendig, dabei aber nicht zu flach oder banal. In der Dialogform beschränkt er sich hauptsächlich auf kurze und prägnante Hauptsätze, kurz und knapp laufen die Gespräche ab. Doch das zeigt, wie die Hauptpersonen zueinander stehen. Es sind keine tiefen Gefühle, keine lebendigen Beziehungen, die sie verbinden. Alles wird auf ein Mindestmaß beschränkt, so eben auch die Dialoge. Interessant finde ich, dass die Hauptcharaktere völlig ohne Beschreibungen des Autors auskommen. Man erfährt als Leser kaum mehr als ihren Namen und doch werden sie mir vertraut, allein durch ihr Handeln und Reden erklären sie sich mir. Bislang kannte ich den Autor noch nicht, doch das Vorwort von Wolfgang Tischer von literaturcafé.de macht neugierig auf manch anderes Buch des Autors.

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  • Was wünscht sich ein Mann, der 3 Wünsche frei hat?

    Das Leben der Wünsche
    harakiri

    harakiri

    20. March 2015 um 21:13

    Was wünscht sich ein Mann, der plötzlich 3 Wünsche frei hat? Glück, Gesundheit, Zufriedenheit? Nein: Dramatik und Besonderheit in seinem Leben, ein reiches Erbe, einen sinnvollen Tod. Doch wie das so ist mit den Wünschen: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die Wünsche von Jonas gehen so oder so ähnlich alle in Erfüllung: seine Aktienkurse steigen, sein kleinwüchsiger Sohn wächst plötzlich um mehrere Zentimeter, Jonas entgeht einem Flugzeugabsturz, doch plötzlich wendet sich das Blatt und alles kommt viel schlimmer als sich Jonas das in seinen Träumen gedacht hatte. Mich hat gestört, dass die wörtliche Rede ohne Anführungszeichen auskommen musste. Da hat man nicht immer gleich mitbekommen, dass sich jemand unterhält. Auch die pseudo-…. Ergüsse hab ich nicht immer verstanden und mir oft gedacht: dieser Absatz sagt mir jetzt gar nichts, den hätte man auch weglassen können. Z.B. die Fahrt mit dem Ruderboot mitten in der Nacht – war das jetzt nur geträumt oder hat er das wirklich erlebt? Sonst war das Buch recht flüssig zu lesen, hat auch viel Spaß gemacht und ich will jetzt auf jeden Fall auch noch das Vorgängerbuch Die Arbeit der Nacht haben.

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  • Schwer enttäuscht

    Das Leben der Wünsche
    scarlett_ohara

    scarlett_ohara

    09. November 2014 um 20:56

    Aufgrund einer Leseprobe hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an dieses Buch. Doch leider wurden diese in keinster Weise erfüllt. Der Anfang klang so vielversprechend. Was hätte man nicht alles aus der Grundidee machen können, von einem mysteriösen Fremden 3 Wünsche erfüllt zu bekommen. Doch ab da wird das Buch nur noch verwirrend und konfus. Ich habe bis jetzt nicht verstanden, welche Wünsche die Hauptfigur Jonas jetzt eigentlich hatte. Das Buch ist unterteilt in 3 Abschnitte. Im ersten strirbt Jonas´Frau, im zweiten passieren ganz viele Dinge (u.a. unerklärliche Überschwemmungen, der Tod des Geliebten von Jaonas´Frau, ein flotter Dreier mit seinem Arbeitskollegen und dessen Freundin, ein Techtelechtel mit einer Kollegin und die Trennung seiner Geliebten von ihrem Ehemann). Im dritten Teil wird seine todkranke Ex-Freundin wieder gesund. Was davon hat er sich jetzt wirklich gewünscht ? Diese Fragen werden bis zum Schluss nicht aufgelöst. Hinzu kommt, dass einen der Protagonist Jonas nicht wirklich berührt. Es bleibt eine Distanz zwischen Leser und Jonas; man mag sich nicht mit ihm identifizieren, weil er einfach nicht sympathisch ist. Auch hat er merkwürdige Visionen, von denen an nie weiß, ob das nun Wirklichkeit oder Traum ist. Und was mich am meisten gestört hat, waren die fehlenden Anführungszeichen. Das führte beim Lesen oft zu Verwirrungen. Auch der Schreibstil von Herrn Glavinic ist sehr gewöhnungsbedürftig. Mir kommt die Sprache sehr unterkühlt vor. Es entwickelt sich nicht wirklich ein Spannungsbogen; man möchte auch gar nicht richtig wissen, wie es weitergeht. Zum Schluss hat mich das Buch nur noch gelangweilt. Fazit: Dieses Buch scheint mir nur für Leser geeignet, die den intellektuellen Zugang dazu finden. Mir ist das leider nicht gelungen.

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  • Verwirrung pur

    Das Leben der Wünsche
    Schnuffelili

    Schnuffelili

    25. August 2014 um 20:02

    Jonas, die Hauptfigur, erschien mir sofort sympathisch, obwohl er seine Frau Helen seit längerer Zeit mit Marie betrügt. Doch er ist ein normaler, durchschnittlicher Typ, der sehr mitfühlend und liebevoll sein kann. Zu Beginn der Geschichte begegnet er einem Fremden, der ihm drei Wünsche erfüllen will. Jonas hält dies zuerst natürlich für einen schlechten Scherz, wünscht sich dann aber doch, dass alle seine Wünsche von nun an in Erfüllung gehen mögen. Er nimmt die Sache nicht wirklich ernst und geht nach Hause. Doch dann beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen: er findet seine Frau tot in der Badewanne, die Stadt wird überflutet, ein Flugzeug, in dem er hätte mitfliegen sollen, stürzt ab, …   Die Handlung wird zunehmend verwirrender. Gedanken, Taten und Gespräche werden an einigen Stellen nicht weiter erklärt. Geschehnisse, die anscheinend aus einem Traum stammen, entpuppen sich als real. Oft springt der Autor von einem Erlebnis zum nächsten, was es einem erschwert den „Roten Faden“ nicht zu verlieren. Positiv zu bemerken ist, dass die Personenanzahl gering gehalten wurde. Es gibt eigentlich keine unwichtigen Charaktere, doch passiert es trotzdem, dass man den einen oder anderen Namen schnell vergisst und wenn dieser dann im Laufe der Geschichte wieder auftaucht, kann man ihn nicht zuordnen.   Als grob störend empfand ich die fehlenden Satzzeichen bei der wörtlichen Rede, weil es den Lesefluss behindert. Die einfache Sprache und die kurzen Sätze sind jedoch, meiner Meinung nach, gut gewählt, denn sie bringen ein bisschen Ruhe in die Geschichte zurück und sind ein guter Gegensatz zu den vielen verrückten und aufwühlenden Ereignissen. Außerdem fand ich es sehr schade, dass es kein richtiges Ende gab.   Fazit: Auch wenn das Buch auf einer interessanten Idee basiert – Welche geheimen und dunklen Wünsche kann ein Mensch haben? Was passiert, wenn sie sich erfüllen? – hat es meinen Geschmack leider definitiv nicht getroffen. Ich hätte mir eine andere Herangehensweise gewünscht.

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  • Wehe, wenn Wünsche wahr werden

    Das Leben der Wünsche
    olli2308

    olli2308

    12. February 2014 um 14:02

    Wunscherfüllung einmal anders: als Gedankenexperiment, was wäre wenn alle unseren Wünsche, auch unsere bösen, in Erfüllung gingen? Stirbt dann die Frau, damit man mit seiner Geliebten ungestört sein kann? Gedeihen dann die Kinder prächtig, aber nur so, wie man sie haben möchte? Steigen dann die Aktien unaufhörlich, trotz gegenteiligem Trend an den Börsen? Werden wir dann von allen Menschen geliebt, von denen wir geliebt werden möchten, und verschwinden alle Menschen aus unserem Leben, die wir unsympathisch finden? Kommt immer genau das in unser Leben, was wir gerade brauchen? Halten wir soviel Glück auf einmal aus oder kommen wir nicht erst recht in eine Krise, weil wir soviel Glück gar nicht verkraften können und uns insgeheim wieder etwas mehr Unglück wünschen? Thomas Glavinic mutet seinem Hauptakteur Jonas, einem 35-jährigen Werbetexter mit einem Haus, einer Frau, zwei Kindern und einer Geliebten, viel zu. Bis er die gute Fee (hier einen Mann mit Goldkettchen und Bierfahne) trifft, die ihm drei Wünsche erfüllt, ist sein Leben langweilig, frustrierend und eintönig. Er wünscht sich, dass alle Wünsche in Erfüllung gehen, und bekommt bald mehr Abwechslung in seinem Leben, als er sich gewünscht hatte'. Ich wünsche allen spirituellen Menschen, die sich viele Dinge vom Universum wünschen, dass sie dieses Buch lesen mögen, denn es macht nachdenklich, auch weil es keine fertige Antwort liefert, sondern den Leser irritiert und ratlos zurücklässt. Es ist also keine Ratgeberliteratur, sondern eine ratlos machende Literatur. Das Buch, in einer nüchternen, sachlichen Sprache geschrieben, entwickelt einen suggestiven Charakter, der einen immer tiefer in die zunehmend irrealer werdende Welt des Protagonisten hineinzieht. Es ist aber auch eine Hommage an das Leben und Liebe, und zwar an das Leben, das wir gerade führen, mit allen schönen und schrecklichen Dingen, die nun mal alle gleichzeitig auf der Welt passieren. Auch wenn wir uns manchmal wünschen, wir wären in einer anderen Zeit, in einem anderen Land und in eine andere Familie hineingeboren, ist es dich gerade die Kunst, mit den Verhältnissen zurecht zu kommen, in denen wir uns gerade befinden. Wenn wir also mal wieder auf dem Opfertripp sind und uns so schrecklich unverstanden fühlen, einfach mal 'Das Leben der Wünsche' aufschlagen und nachlesen, was passiert, wenn alle Wünsche wahr werden'

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  • Das Leben der Wünsche

    Das Leben der Wünsche
    Alienor

    Alienor

    15. September 2013 um 15:54

    Jonas ist ein ziemlich durchschnittlicher Typ, verheiratet, zwei kleine Kinder, ein Job als Werbetexter, den er mehr pflichtbewusst als leidenschaftlich erfüllt. Die einzigen wahren Höhepunkte sind die wenigen vergönnten Stunden mit seiner ebenfalls verheirateten Affäre Marie, einer Frau, die er tatsächlich zu lieben scheint. Eines Tages spricht ihn aus heiterem Himmel ein Mann mitten im Park an und möchte ihm drei beliebige Wünsche erfüllen. Natürlich hält Jonas ihn für einen Spinner, doch schließlich fordert er, dass sich von nun an all seine Wünsche erfüllen mögen. „Ich dachte, mir werden nun alle Wünsche erfüllt! Was ist im Koffer? Ziehen Sie sich aus, stecken Sie sich eine Kinderschaufel in den Hintern und tanzen Sie über die Wiese! Los! […] Sie verstehen mich ganz falsch, sagte der Mann. Es geht nicht darum, was Sie wollen, sondern darum, was Sie sich wünschen.“ (S. 15)  Wie das tatsächlich gemeint ist, erfährt Jonas früher, als ihm lieb sein kann. Es geht hier nämlich auch um die innersten, geheimsten Wünsche, die man sich nicht einmal vor sich selbst eingestehen würde…Eine gute Idee für einen Roman, die an sich auch eindrucksvoll verarbeitet wurde. Thomas Glavinic führt tief hinein in die Abgründe der menschlichen Seele. Dazwischen fiebert man mit, was als nächstes geschehen wird. Und könnte es etwas mit Jonas zu tun haben, was sich da gerade abspielt? Das geht bis hin zu weltbewegenden Ereignissen, die hunderte von Kilometern entfernt stattfinden. Im zweiten Teil, nach einem wahrlich dramatischen Höhepunkt, verliert die Geschichte leider ein wenig an Schwung und wird zunehmend verworren. Der dritte und letzte Abschnitt war dann in meinen Augen vollkommen abgedreht. Man muss sich immer öfter die Frage stellen, was Realität ist und was sich (vielleicht?) nur in Jonas‘ Fantasie abspielt. Gut gemacht ist das auf jeden Fall und es gelingt dem Autor, sogar vom Grundtenor her fröhliche Szenen äußerst beklemmend wirken zu lassen. So endet dann auch folgerichtig alles in einer Katastrophe, die, denkt man länger darüber nach, auf unheimliche Art und Weise schlüssig erscheint. Insgesamt war mir „Das Leben der Wünsche“, vor allem gegen Ende, ein wenig zu verworren und düster. Schriftstellerisch hervorragend umgesetzt ist die Geschichte allerdings definitiv. Die Unsicherheit, die den Leser schrittweise packt, spiegelt sich beispielsweise in der fehlenden Kennzeichnung der direkten wörtlichen Rede wieder. So weiß man nie genau, wer spricht bzw. ob die Worte überhaupt gerade laut ausgesprochen wurden. Aus rein persönlichem Geschmacksempfinden gibt’s allerdings von mir „nur“ vier Sterne

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  • 3 Wünsche frei

    Das Leben der Wünsche
    harakiri

    harakiri

    21. July 2013 um 07:30

    Was wünscht sich ein Mann, der plötzlich 3 Wünsche frei hat?Glück, Gesundheit, Zufriedenheit? Nein: Dramatik und Besonderheit in seinem Leben, ein reiches Erbe, einen sinnvollen Tod.Doch wie das so ist mit den Wünschen: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.Die Wünsche von Jonas gehen so oder so ähnlich alle in Erfüllung: seine Aktienkurse steigen, sein kleinwüchsiger Sohn wächst plötzlich um mehrere Zentimeter, Jonas entgeht einem Flugzeugabsturz, doch plötzlich wendet sich das Blatt und alles kommt viel schlimmer als sich Jonas das in seinen Träumen gedacht hatte.Mich hat gestört, dass die wörtliche Rede ohne Anführungszeichen auskommen musste. Da hat man nicht immer gleich mitbekommen, dass sich jemand unterhält. Auch die pseudo-…. Ergüsse hab ich nicht immer verstanden und mir oft gedacht: dieser Absatz sagt mir jetzt gar nichts, den hätte man auch weglassen können. Z.B. die Fahrt mit dem Ruderboot mitten in der Nacht – war das jetzt nur geträumt oder hat er das wirklich erlebt?Sonst war das Buch recht flüssig zu lesen, hat auch viel Spaß gemacht und ich will jetzt auf jeden Fall auch noch das Vorgängerbuch Die Arbeit der Nacht haben.

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  • Rezension zu "Das Leben der Wünsche" von Thomas Glavinic

    Das Leben der Wünsche
    anyways

    anyways

    16. August 2012 um 16:01

    Der schwer egozentrische Jonas, Vater zweier Söhne und liebloser Ehemann, geht mit etwas alkohollastigem Kopf zu seiner zwangsverordneten Mittagspause im Freien. In dem von seinen Kollegen ebenfalls stark frequentierten Park trifft er einen merkwürdigen Fremden, der ihn anspricht und gleich drei Wünsche verspricht. Nach anfänglichem Zögern und abwägen bezüglich der Wahrheit dieser Aussage, geht Jonas auch gleich aufs Ganze und wünscht sich endlos viele Wünsche…. Soweit die interessante Idee eines Erwachsenenmärchens, die Clavinic desaströs umsetzt. Das Leben des Jonas klingt wie eine Tagebuchaufzeichnung in der der eigentliche Protagonist nur Statist ist. Den Schreibstil empfand ich ähnlich wie in einem Comic, indem es entweder zweidimensionale Personen mit Sprechblasen gibt oder eine Zusammenfassung der Handlungen. Genauso fühlte sich für mich das Lesen an, die Personen angefangen von der Ehefrau, Geliebten, freundschaftlich verbundenen Ex bis zu den vielen Kollegen waren blass, farblos und ohne Tiefgang. Gestört hat mich auch die immer wiederkehrende Erwähnung der Potenz des Protagonisten da tauchen unwillkürlich Klischees auf. Viele Sätze sind entweder belanglos, irreführend und weder zu Ende gedacht noch zu Ende geschrieben. Wenn das vom Autor als wahres Leben betrachtet wird kann ich dies nicht nachvollziehen. Gefallen hat mir die philosophische Ansicht des Jonas, der nicht an Gott sondern an die Liebe einer Frau denkt. Nur wenn er von einer Frau geliebt wird empfindet er eine Art von Seligkeit. Sehr schöne und tiefgehende Gedanken, die leider abrupt ad Absurdum geführt werden, denn der Protagonist scheint diese Seligkeit nur im Beischlaf zu finden. Vollkommen irreale Umsetzungen der vermeintlichen Wünsche, denn ob es tatsächlich welche sind, darüber lässt uns der Autor im Unklaren, finden statt. Mag sein das dieses Buch von den Berufsrezensenten hoch gelobt wird, mich hat es weder inspiriert noch bewegt, ich bin eher ratlos.

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  • Rezension zu "Das Leben der Wünsche" von Thomas Glavinic

    Das Leben der Wünsche
    crooks

    crooks

    11. March 2012 um 08:06

    Ein halbes Jahr nach Lesen des Buches kann ich mich kaum mehr an den Inhalt erinnern, ich weiss nur es war irgendwie kompliziert und schwer zu lesen. Ein eher intellektuell als emotionales Leseerlebnis ohne bleibenden Nachhall.

  • Rezension zu "Das Leben der Wünsche" von Thomas Glavinic

    Das Leben der Wünsche
    awogfli

    awogfli

    07. March 2012 um 12:01

    Die Story beginnt mit der typischen Geschichte von einem fremden Mann, der einem drei Wünsche gewährt - im Gegensatz zu den uralten Märchen muss aber kein Vertrag unterzeichnet oder die Seele verkauft werden. Der "Romanheld" ist dann auch noch so klug nur einen Wunsch zu verwenden, diesen dahingehend zu formulieren, dass jeder weitere Wunsch in Erfüllung geht und die restlichen Wünsche zurückzugeben. Was dann folgt ist wirklicher Horror denn nicht nur ausgesprochene Wünsche sondern auch geheime, die man sich nicht eingesteht, oder kurze Gedanken - alle Wünsche gehen in Erfüllung und meist nicht genau so wie man es beabsichtigt hat - es gibt mehrere Kollateraltote. Der Roman schwankt ständig zwischen einer bedrohlichen kafkaesken Welt und einer Idealwelt des totalen Glücks hin und her. Ein Chinesisches Sprichwort sagt - Was wünscht man seinen schlimmsten Feinden?: "Mögest Du in interessanten Zeiten leben" "Mögen alle Deine Wünsche in Erfüllung gehen" Sprachlich ausgezeichnetes Buch und von der Idee her sehr gut gelungen. Sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Das Leben der Wünsche" von Thomas Glavinic

    Das Leben der Wünsche
    beedy

    beedy

    25. January 2012 um 10:53

    Weißt du was dein Herz sich wünscht? Inhalt: ****** Jonas, Mittdreißiger, verheiratet, zwei Kinder, eine Geliebte, ein langweiliger Werbejob, beste Freundin bzw. Ex hat Krebs, desillusioniert und festgefahren. So lässt sich das Leben von Jonas, bis auf den Zeitpunkt an dem er einen seltsamen Mann trifft, schnell erklären. Der Mann verspricht ihm drei Wünsche die in Erfüllung gehen werden. Weil Jonas rational denkt, wünscht er sich nur, dass alles was er sich wünscht in Erfüllung geht. Die restlichen Wünsche könnte der Mann behalten. Jonas tut dies alles als Witz ab und schenkt dem Gespräch keine Bedeutung mehr. Doch langsam aber sicher passieren Dinge, von denen Jonas nicht einmal gewusst hat, dass er sich dies wünschen würde und sein Leben nimmt einen Lauf, das ihn bis an die Grenzen der Realität führt. Meine Meinung: ********* Das Buch begann für mich vielversprechend, doch mit zunehmender Seitenanzahl wurde das Buch für mich immer abstruser. Zu dem Charakter Jonas habe ich keinen Zugang gefunden. Sein Leben plätschert vor sich hin und er wirkt teilnahmslos. Nur die Treffen mit seiner Geliebten scheinen ein Highlight in seinem ganzen Leben zu sein. Man nimmt teil an seinem Leben und darf Fenstergucker spielen, bis auf das Fremdgehen, erhält man aber Zugang zu einem stinknormalen, langweiligen Leben. Als Leser wartet man auf den Teil, in dem Jonas endlich mal aus der Haut fährt und vor Wut einen Wunsch ausspricht, der gar nicht so wünschenswert wäre. Aber weit gefehlt. Nie verliert Jonas die Beherrschung, nie wünscht er sich etwas. Die Wünsche werden nicht ausgesprochen und es scheint sich um Herzenswünsche zu handeln, die Jonas nicht mal selbst kennt. Dies macht es aber dem Leser schwierig in die Gefühlswelt von Jonas einzutauchen und deshalb kratzt man nur an der Oberfläche. Mit einer fast schon stoischen Teilnahmslosigkeit nimmt Jonas alles hin und nicht mal er fragt sich, ob es wirklich sein Wunsch war, wie soll dann der Leser es wissen! Wie soll der Leser dann Zugang zu seiner Gefühlswelt bekommen? Für mich ist das Ganze undurchsichtig und mehr Emotion wäre wünschenswert gewesen. Zu was etwas wünschen, wenn es einem doch nicht interessiert? Während des Lesens hat Jonas auf mich abgefärbt, ich wurde selbst ganz teilnahmslos. So habe ich mich danach auch nicht mehr über die schnellen Wechsel gewundert. Vieles in der Handlung bleibt einfach in der Luft hängen. Erklärungen werden ausgespart. Es muss nicht immer alles zerredet oder zerschrieben werden, aber wenn man die ganze Zeit über keine Antworten bekommt, ist es bedrückend. Das Buch besitzt auch keinen Schluss und so bleibt man fragend zurück. Jonas driftet auch in das Surreale ab und hier wurde es zunehmend schwieriger für mich auch nur Ansatzweise einen Bezug zu der Geschichte herzustellen. Im Großen und Ganzen zieht sich die Teilnahmslosigkeit durch das Buch wie ein roter Faden. Ich konnte der Geschichte aber nicht wirklich was abgewinnen. Das Buch bekommt aber trotzdem nicht die schlechteste Bewertung, da ich einfach mit anderen Vorstellungen an das Buch herangegangen bin und es hat mich in eine andere Richtung entführt, als ich geglaubt habe. Dies ist halt mal das Risiko, wenn man auf Reisen mit einer Geschichte geht. Und so gesehen ist es nicht schlecht, nur sehr eigenartig. Ich scheine den tieferen Sinn aber nicht zu verstehen.

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  • Rezension zu "Das Leben der Wünsche" von Thomas Glavinic

    Das Leben der Wünsche
    HarryF

    HarryF

    28. September 2011 um 11:30

    Liegt's an der Sprache? Liegt's am unsympathischen Protagonisten oder doch an den Erwartungen an's Buch? Ich war auf jeden Fall enttäuscht, ich hatte mir eindeutig mehr vom Thema erwartet.

  • Rezension zu "Das Leben der Wünsche" von Thomas Glavinic

    Das Leben der Wünsche
    Toschi3

    Toschi3

    14. September 2011 um 10:14

    Faszinierend bizarr Jonas, verheirateter Familienvater mit Dauergeliebter, bekommt von einem seltsamen Mann ein Geschenk: drei Wünsche frei. Bei diesem Buch weiß ich nicht so richtig, wie ich es bewerten soll. Einerseits ist am Ende Ernüchterung: aus dem Geschenk sich erfüllender Wünsche hätten die meisten Autoren wohl eine völlig andere Geschichte entwickelt. Die habe ich fraglos auch erwartet. Aber der Autor zeichnet ein surreales Bild, verwirrende Entwicklungen, einen unglücklichen Protagonisten wenngleich alles hätte anders sein können. Das Buch ist auf eine merkwürdige Weise faszinierend. Obwohl ziemlich schnell klar wird, dass meine Vermutungen nicht erfüllt werden, treibt mich der klare und sachliche Schreibstil voran, möchte ich wissen, wie es weiter geht. Ich erhoffe eine Wendung im Sinne der erwarteten Handlung und bin doch mitgerissen von den nicht erfüllten Hoffnungen. Dem Vorwort ist zu entnehmen, dass dieses Buch so ist, wie es nur Glavinic-Kenner erahnen konnten. Vielen anderen wird es wohl wie mir gehen. Es ist faszinierend, und am Ende auf keinen Fall enttäuschend.

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