Thomas Grasberger Grant

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Inhaltsangabe zu „Grant“ von Thomas Grasberger

Das Geheimnis des Südens Fünf Buchstaben, ein Lebensgefühl. Der Grant gehört zu den Wesensmerkmalen der Alpenanrainer. Vom Bodensee bis Wien, von München bis Klagenfurt. Jeder, auch im Norden, kennt die Symptome: Maulfaulheit, grimmiger Blick und eine gehörige Portion Weltschmerz. Aber Achtung! Grant ist mehr als schlechte Laune. Grant ist tiefer und komplexer. Ein Blues – traurig, bitter und voller Zärtlichkeit. Grant bedeutet Widerstand gegen den Gute-Laune-Terror der Berufsoptimisten und Dauerlächler, der Ja-Sager und Handlanger einer globalen Konsum- und Verblödungsmaschinerie. Kurzum: Grant ist gelebte Philosophie. Grant tut Not. Wer den Süden wirklich verstehen will, kommt um dieses Buch nicht herum.
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  • Auch für Baiern eine unterhaltsame Wochenendlektüre

    Grant

    melli_2897

    12. August 2016 um 11:42

    Thomas Grasberger eröffnet Außenstehenden ein großes Stück der bairischen Lebensphilosophie. Mit seinem Buch gibt er Einblick in die Welt des Grants, der sicherlich nicht nur reine Schimpferei beinhaltet, sondern vielmehr - wie der Untertitel bereits verspricht - den "Blues des Südens". Eine sehr treffende Umschreibung, wie ich finde. Die Einführung in diesen komplexen Gemütszustand wird getragen von der Etymologie des Grants sowie den typischen Sagen und Geschichten, die dem Baiern schon von Kindesalter an bekannt sind. Dazu kommen noch Kurzbiographien wahrer Grant-Künstler - darunter mein ganz persönlicher Favorit: Gerhard Polt. Auch wenn man die zitierten Passagen in und auswendig kennt, ist es trotzdem schön, sie eingebunden in die verschiedenen Kapitel dieses Buches zu sehen. Überraschenderweise sind es nicht nur Kabarettisten und die Lieblings-Grantler der Nation, die einen Platz im Buch finden. Auch die Theorien bekannter Soziologen, wie Norbert Elias und Niklas Luhmann, werden geschickt als Referenzen eingebaut. Insgesamt ergibt sich das Bild einer kulturell wertvollen Wochenendlektüre, bei der die Zielgruppe eher außerhalb des bairischen Gebiets liegt. Für jemanden, der selbstverständlich immer einen Kerschgeist für den Boandlkramer daheim hat, mögen manche Passage etwas langweilig scheinen. Dennoch kann ich das Buch als kleine Hommage an die eigene Kultur durchaus empfehlen.

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