Thomas Gsella

 4 Sterne bei 39 Bewertungen

Lebenslauf von Thomas Gsella

Thomas Gsella wurde am 19. Januar 1958 in Essen geboren. Bekannt ist er als deutscher Satiriker und Schriftsteller. Gsella arbeitete einige Jahre als Redakteur, später als Chefredakteur bei der Frankfurter Satirezeitschrift Titanic. Gsella schreibt heute für diverse Zeitungen und Rundfunksender und ist vor allem als Verfasser von komischer Lyrik bekannt. 2004 wurde er mit dem Joachim-Ringelnatz-Preis ausgezeichnet. Er ist Mitglied der Titanic Boy Group und lebt zusammen mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Aschaffenburg.

Alle Bücher von Thomas Gsella

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Warte nur, balde dichtest du auch!

Warte nur, balde dichtest du auch!

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Erschienen am 02.12.2009
Nennt mich Gott

Nennt mich Gott

 (4)
Erschienen am 01.06.2008
Die Leiden des jungen Schiller

Die Leiden des jungen Schiller

 (4)
Erschienen am 17.08.2009
Kinder, so was tut man nicht

Kinder, so was tut man nicht

 (3)
Erschienen am 02.05.2007
Komische Deutsche

Komische Deutsche

 (4)
Erschienen am 21.05.2012
Saukopf Natur

Saukopf Natur

 (2)
Erschienen am 14.09.2016
Blau unter Schwarzen

Blau unter Schwarzen

 (2)
Erschienen am 15.04.2010

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Neue Rezensionen zu Thomas Gsella

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Rezension zu "Saukopf Natur" von Thomas Gsella

Existenzialistische Zwickmühle
Thomas_Lawallvor 4 Monaten

Mit der Vergänglichkeit ist das so eine Sache. Nichts hat Bestand. Nichts ist von Dauer. Ein Glück nur, dass die Vergänglichkeit und das, was sie ausdrückt, ebenfalls vergänglich ist. Diese Frohbotschaft hat Thomas Gsella im wahren Leben allerdings noch nicht erreicht und deshalb hat er ihr, also der Vergänglichkeit, mindestens ein Gedicht gewidmet. 

In "Der Mairegen" bringt er es auf den Punkt: Frisch Verliebte ahnen schon wieder künftige Einsamkeiten. Das Jammertal hat rund um die Uhr geöffnet. Alles vergeht. "Und im Juni ist der Mai - vorbei."

Macht aber nichts, denn der Frühling ist ja sowieso "'ne blöde Kuh". "Der Frühling" taugt ja bekanntlich zu wirklich gar nichts. Am Meer ist er noch zu kalt "und zum Rodeln zu warm". Birken schlagen Allergiker in die Flucht und der Bauer mit seiner Gülle den Rest der Menschheit. "Es ist nicht auszuhalten."

Thomas Gsella formuliert mit sehr spitzer Feder eine Breitseite (nach der anderen) in Richtung Natur, die ein "Saukopf" ist. Seine Gedichte erheben trotz unmissverständlichem Ausdruck einen gewissen Anspruch, nämlich jenen, keine Angeberlyrik zu sein. Man benötigt also kein Germanistikstudium, um den Sinn seiner Verse zu enträtseln.

Er ist nicht einverstanden mit dem, was üblicherweise den Stempel der Natürlichkeit trägt, der eine Art Freibrief für den allgegenwärtigen Terror gegen die Krone der Schöpfung zu sein scheint.

Zum Beispiel "Das Wetter". Tagein tagaus sind wir dessen Diktat ausgeliefert:

"Wer Stellen ohne Wetter sucht,
Der findet praktisch nix."

Gut so, dass endlich einmal jemand sagt, "was gesagt werden muss". Besonders den Deutschen, die, wie niemand auf der Welt sonst, in die Natur geradezu "vernarrt" sind. Dem gilt es jetzt endgültig und nachhaltig Einhalt zu gebieten.

"Alles Schlechte kommt von der Natur", kann es deshalb nur folgerichtig heißen. Unter anderem plagen uns Hunger, Durst, Naturgewalten, schreckliche Tiere und vor allem "das quälende Überangebot von Schnittblumen."

Wir sollten uns das nicht länger gefallen lassen. Schließlich stecken wir in einer existenzialistischen Zwickmühle. Am Rande des Abgrunds sozusagen. Wir wissen ja noch nicht einmal was schlimmer ist, "Die Dunkelheit" oder "Die Helligkeit".

Ein Fazit für "Saukopf Natur" gibt es nicht. Eher ein Ratespiel vielleicht. Wie heißt "das weltweit blödeste Tier?" Na? Keine Idee? Da kann der Rezensent helfen: Wer suchet, der findet!

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Rezension zu "Komische Deutsche" von Thomas Gsella

Ganz große Kunst
Holdenvor 2 Jahren

Der ehemalige Titanic-Chefredakteur Gsella zieht so ziemlich jeden durch den Kakao, der in der deutschen Bundesrepublik was zu sagen hat, von Mappus bis Sarrazin, und er wechselt dabei schön zwischen hintergründiger Ironie und lautem Kalauer. Inhumanität wird gebrandmarkt, und die Aufdringlichen werden auch aufdringlich abgewatscht. Am schönsten war für mich der Vorschlag, wer doch bitte im Sinne von Alfred Nobel einen Preis stiften solle, um das eigene verursachte Grauen wiedergutzumachen. Lieber RTL, bitte Barth rausschmeißen und Gsella einstellen, vielleicht wird aus ihm ja noch ein Mista.

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Rezension zu "Saukopf Natur" von Thomas Gsella

Schwein gehabt
StMoonlightvor 2 Jahren

Die Gedichte haben, für mich, verschiedene Stufen. So gibt es prägnante die, trotz oder auch gerade wegen, ihrer Kürze, zum Nachdenken anregen und längere, hinter denen einfach kein Sinn stehen mag. Bei einigen dachte ich „Wow“, bei anderen war ich mir sicher, dass ich bereits in der Grundschule bessere Lyrik geschrieben habe. Gedichte zu bewerten ist eben einfach immer sehr schwierig, denn in dem Moment, als den Autor die Muse küsste, erschien es ihm sicher richtig, seine Gedanken in Worte zu fassen. Doch für manch anderen, in diesem Fall den Leser (mich), ergeben diese „Gedanken“ nicht immer Sinn.

Doch halt! Soll dieses Buch überhaupt einen Sinn ergeben? Immerhin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um Satire handelt. Egal, ob nun mit oder ohne Sinn, der Schreibstil ist angenehm und alle Gedichte zumindest zur Zerstreuung geeignet.

Die enthalten Zeichnungen sind wirklich toll, humorvoll dargestellt und passend zum folgenden Kapitel. Leider gibt es diese Bilder auch nur dort: Am Anfang der Kapitel. Hier hätte ich mir Bilder zu den einzelnen Gedichten gewünscht, um alles ein wenig aufzulockern.

Insgesamt ein etwas durchwachsenes Büchlein, welches aber wunderbar für zwischendurch geeignet ist. Einfach mal zum Innehalten, zum Nachdenken, aber auch zum Schmunzeln.

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Thomas Gsella wurde am 19. Januar 1958 in Essen (Deutschland) geboren.

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