Thomas Gsella

 4 Sterne bei 41 Bewertungen

Lebenslauf von Thomas Gsella

Thomas Gsella wurde am 19. Januar 1958 in Essen geboren. Bekannt ist er als deutscher Satiriker und Schriftsteller. Gsella arbeitete einige Jahre als Redakteur, später als Chefredakteur bei der Frankfurter Satirezeitschrift Titanic. Gsella schreibt heute für diverse Zeitungen und Rundfunksender und ist vor allem als Verfasser von komischer Lyrik bekannt. 2004 wurde er mit dem Joachim-Ringelnatz-Preis ausgezeichnet. Er ist Mitglied der Titanic Boy Group und lebt zusammen mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Aschaffenburg.

Neue Bücher

Fressgedichte

Erscheint am 06.11.2020 als Hardcover bei Zweitausendeins.

Alle Bücher von Thomas Gsella

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Cover des Buches Warte nur, balde dichtest du auch! (ISBN: 9783548373058)

Warte nur, balde dichtest du auch!

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Erschienen am 02.12.2009
Cover des Buches Nennt mich Gott (ISBN: 9783596179152)

Nennt mich Gott

 (4)
Erschienen am 01.06.2008
Cover des Buches Die Leiden des jungen Schiller (ISBN: 9783836301701)

Die Leiden des jungen Schiller

 (4)
Erschienen am 17.08.2009
Cover des Buches Kinder, so was tut man nicht (ISBN: 9783499245107)

Kinder, so was tut man nicht

 (3)
Erschienen am 02.05.2007
Cover des Buches Blau unter Schwarzen (ISBN: 9783832195434)

Blau unter Schwarzen

 (3)
Erschienen am 15.04.2010
Cover des Buches Komische Deutsche (ISBN: 9783570585061)

Komische Deutsche

 (4)
Erschienen am 21.05.2012
Cover des Buches Saukopf Natur (ISBN: 9783956141256)

Saukopf Natur

 (2)
Erschienen am 14.09.2016

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Neue Rezensionen zu Thomas Gsella

Neu

Rezension zu "Personenkontrolle" von Thomas Gsella

Lobeshymnen und bittere Ironie
Thomas_Lawallvor einem Jahr

Achtung: Personenkontrolle. Rette sich, wer kann! Thomas Gsella nimmt es sehr genau und sich alle Zeit der Welt. Dies alles aufzuschreiben würde aber jeden Rahmen sprengen, weshalb der Autor sich selbst auf das Wesentliche zusammenkürzt. Diesen Konzentraten, als "stern-Kolumnen" veröffentlicht, muss man jedoch gewachsen sein.

"Rassisten-Opa Gauland", zum Bespiel, bekommt eine fette Breitseite serviert, doch er ist wahrlich nicht allein. Thomas Gsella ballert aus allen verfügbaren Rohren. Nicht nur in Richtung AfD. Man möchte stehend applaudieren. 

Auch die Art und Weise, wie er den "Irren vom Bosperus" mit allerhand Liebenswürdigkeiten überhäuft, ist mehr als deutlich. In einem Falle sogar mit einem unmissverständlichen Aufruf versehen. Das ist heftig!

Aber wirklich liebenswürdig geht auch. Ja fast rührend. Und wer hätte es mehr verdient als beispielsweise Harry Rowohlt:

"Ein Leben ohne Harry ist
Zwar möglich, aber sinnlos."

Lobeshymnen und bittere Ironie halten sich also die Waage. Stinksauer kann der Autor sein, sich aber auch im Gegenteil verlieren. Gar nicht mal so wenige würdige Andenken hat er da verfasst. Doch ist er stets hellwach und auf der Hut. Jederzeit bereit, den Köcher mit den Giftpfeilen, wenn nötig, auszupacken.

Am Stück sollte dieses Büchlein nicht verschlungen werden. Dazu ist es viel zu schade. Zu später Stunde ein paar Zeilen machen eher Sinn. Den Tag vergehen lassen, das Hirn defragmentieren und sich voll auf die jeweiligen Personen konzentrieren. Je nach Verfassung passen sich dann bösartige Satire oder Loblieder der individuellen Stimmung an. 

Es lohnt auch unbedingt ein Zurückblättern. Wo waren jetzt nochmal die Zeilen über die schönsten Frauen der Welt "Der Rumpf ist Teflon/Elastan ...", den Mann, der es obenrum gern "pudelnackt" trägt, oder das lustige Suchspiel nach einem Reimwort für Söder ...?

 

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Rezension zu "Blau unter Schwarzen" von Thomas Gsella

Ein Fest für Gsellianer
Duffyvor einem Jahr

Thomas Gsella kommt aus der Titanic-Familie, war dort Chefredakteur und verfasste seine Kolumnen, Gedichte und Prosastücke auch für die Frankfurter Rundschau, Tagesspiegel und eine Reihe weiterer Schriftgutträger.

Ihn als Satiriker zu bezeichnen, wäre zu einfach. Er ist auch Dichter von meist komischen Gedichten und er ist ein wortverliebter und manchmal auch bissiger Kommentator. Böse Zungen behaupten, dass er manchmal etwas zu weit geht, doch das kann man ja abbügeln, indem man die berühmten Worte „Satire darf fast alles“ in die Räume wirft.

Gsella ist in erster Linie ein Schreiber mit sehr viel Phantasie und hat außerdem ein cool-heiße Schreibe. Er kann Sätze bis zum Exzess ausdehnen, er kann Pointen schreiben, die irgendwo im Text auftreten und Lachkrämpfe auslösen. Er kann eigentlich ziemlich viel, der Gsella und genau deswegen hat er eine treue Gefolgschaft, so wie Gernhardt, Sonneborn und wie sie alle heißen, da in der grauen Satireecke und seine Fans nennen sich Gsellianer.

Kurzgeschichten, Notizen, Kolumnen, Anmerkungen hat der Dumont-Verlag gesammelt und sie in Gsellas vorliegenden ersten Prosaband versammelt. Angeblich hat der Autor leichte bis mittelschwere Bearbeitungen vorgenommen, aber das kann ja jeder behaupten, dazu müsste man die Originale lesen und so weit wollen wir es ja alle nicht treiben. Das hier ist nicht die Uni.

Was aber zu bemerken bleibt: Vollrausch für die Gsellianer, Novizen dürfen sich wirkungsvoll anfixen lassen, um dann im Taumel der Süchte die komplette Sammlung aller Schriften zusammenzuklauben. Viel Spaß.

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Rezension zu "Saukopf Natur" von Thomas Gsella

Existenzialistische Zwickmühle
Thomas_Lawallvor 2 Jahren

Mit der Vergänglichkeit ist das so eine Sache. Nichts hat Bestand. Nichts ist von Dauer. Ein Glück nur, dass die Vergänglichkeit und das, was sie ausdrückt, ebenfalls vergänglich ist. Diese Frohbotschaft hat Thomas Gsella im wahren Leben allerdings noch nicht erreicht und deshalb hat er ihr, also der Vergänglichkeit, mindestens ein Gedicht gewidmet. 

In "Der Mairegen" bringt er es auf den Punkt: Frisch Verliebte ahnen schon wieder künftige Einsamkeiten. Das Jammertal hat rund um die Uhr geöffnet. Alles vergeht. "Und im Juni ist der Mai - vorbei."

Macht aber nichts, denn der Frühling ist ja sowieso "'ne blöde Kuh". "Der Frühling" taugt ja bekanntlich zu wirklich gar nichts. Am Meer ist er noch zu kalt "und zum Rodeln zu warm". Birken schlagen Allergiker in die Flucht und der Bauer mit seiner Gülle den Rest der Menschheit. "Es ist nicht auszuhalten."

Thomas Gsella formuliert mit sehr spitzer Feder eine Breitseite (nach der anderen) in Richtung Natur, die ein "Saukopf" ist. Seine Gedichte erheben trotz unmissverständlichem Ausdruck einen gewissen Anspruch, nämlich jenen, keine Angeberlyrik zu sein. Man benötigt also kein Germanistikstudium, um den Sinn seiner Verse zu enträtseln.

Er ist nicht einverstanden mit dem, was üblicherweise den Stempel der Natürlichkeit trägt, der eine Art Freibrief für den allgegenwärtigen Terror gegen die Krone der Schöpfung zu sein scheint.

Zum Beispiel "Das Wetter". Tagein tagaus sind wir dessen Diktat ausgeliefert:

"Wer Stellen ohne Wetter sucht,
Der findet praktisch nix."

Gut so, dass endlich einmal jemand sagt, "was gesagt werden muss". Besonders den Deutschen, die, wie niemand auf der Welt sonst, in die Natur geradezu "vernarrt" sind. Dem gilt es jetzt endgültig und nachhaltig Einhalt zu gebieten.

"Alles Schlechte kommt von der Natur", kann es deshalb nur folgerichtig heißen. Unter anderem plagen uns Hunger, Durst, Naturgewalten, schreckliche Tiere und vor allem "das quälende Überangebot von Schnittblumen."

Wir sollten uns das nicht länger gefallen lassen. Schließlich stecken wir in einer existenzialistischen Zwickmühle. Am Rande des Abgrunds sozusagen. Wir wissen ja noch nicht einmal was schlimmer ist, "Die Dunkelheit" oder "Die Helligkeit".

Ein Fazit für "Saukopf Natur" gibt es nicht. Eher ein Ratespiel vielleicht. Wie heißt "das weltweit blödeste Tier?" Na? Keine Idee? Da kann der Rezensent helfen: Wer suchet, der findet!

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Thomas Gsella wurde am 19. Januar 1958 in Essen (Deutschland) geboren.

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