Thomas Hürlimann Vierzig Rosen

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Inhaltsangabe zu „Vierzig Rosen“ von Thomas Hürlimann

Wir kehren zurück zur außergewöhnlichen Familie Katz - bereits bekannt aus der Novelle Fräulein Stark -, begleiten sie vom Zweiten Weltkrieg bis in die Zeit ihres Aufstiegs. Marie Katz, die talentierte Pianistin, liiert sich mit dem aus einfachen Verhältnissen stammenden Max Meier, der sich an die Spitze der Regierung hocharbeiten will. Eine Erfolgsgeschichte, an dem die klug im Hintergrund operierende Frau ihren wesentlichen Anteil hat. Sie verfügt über den notwendigen Stil, er hat den Willen und die Kraft. Vierzig Rosen sind das Symbol ihrer Liebe, einer Liebe, die manch große Belastung auszuhalten hat.

fesselnd, atmosphärisch dicht, spricht das Herz und den Verstand an, historisch interessant

— bibliobarb
bibliobarb

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  • Vierzig Rosen

    Vierzig Rosen
    Skrutten

    Skrutten

    01. June 2013 um 20:00

    Ein wirklich sehr schöner Titel - und für dieses Buch zu einem Teil auch Träger des Spannungsbogens. Sehr beeindruckend, wie es dem Autor mit seinem typischen Stil gelingt, das ganzes Leben einer Frau einfühlsam zu erfassen (soweit einem Mann so etwas überhaupt gelingen kann ...). Ich habe dieses Buch gar mit einer Prise Ehrfurcht gelesen, denn die Schilderungen von Höhen und Tiefen eines ganzen Lebens erzeugen bei mir oftmals genau dieses Gefühl. Auch wenn sich einige Themen in "Der große Kater" wiederholen - ein gelungener Roman!

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  • Buch im Kleinformat

    Vierzig Rosen
    Skrutten

    Skrutten

    28. March 2013 um 08:01

    Überraschender Weise erhielt ich den Roman im Kleinformat über www.tauschitcket.de . Nach den ersten Seiten werden die Zeitsprünge deutlich und ein eher gesetzter Stil ("Schweizer Stil"?) sticht hervor. Der Autor vermag jedoch eine Spannung zu erzeugen - ich bleibe dran! Geschildert wird das Leben der Tochter eines Bekleidungsfabrikanten, die diverse Schicksalsschläge wie den frühen Tod der Mutter erleidet.

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  • Rezension zu "Vierzig Rosen" von Thomas Hürlimann

    Vierzig Rosen
    kirara

    kirara

    19. August 2011 um 23:14

    Es tut mir Leid, ich finde das Buch so langweilig, dass ich aufgehört habe es zu lesen. Vielleicht lese ich es irgendwann weiter, wenn ich nichts mehr anderes zu lesen finde.

  • Rezension zu "Vierzig Rosen" von Thomas Hürlimann

    Vierzig Rosen
    CamCam

    CamCam

    13. February 2011 um 15:58

    ein etwas chaotischer, verstrickter Roman über das Leben einer, die immer 2 Seiten hatte, nie ganz sich selbst war.
    Nie konnte sie verwirklichen, was sie wirklich wollte, und doch kann man nicht sagen, dass ihr Leben schlecht war.

  • Rezension zu "Vierzig Rosen" von Thomas Hürlimann

    Vierzig Rosen
    glowinggloom

    glowinggloom

    17. August 2009 um 21:24

    Der Vater von Marie Katz hält es für erforderlich, sie in einem Klosterinternat zu verstecken. Man lebt zwar in der Schweiz, kann sich aber nicht sicher sein, ob das 3. Reich das Land nicht okkupiert und die Familie ist jüdischer Abstammung. Das Leben im Kloster ist physisch wie seelisch eiskalt. Es wird nicht geheizt, die Oberin begrüßt den eliminatorischen Antisemitismus Hitlers, die Schülerinnen dürfen Worte wie Menstruation nicht benutzen, dieses wird hier „weibliche Erniedrigung“ genannt. Als Marie mit Grippe auf der klösterlichen Krankenstation liegt, behandelt man die Patientinnen lediglich mit Abführpulver. Als die junge Orgelnonne, mit der sie auf einem Zimmer liegt, ob dieser Behandlung „in die Seligkeit des Herrn eingeht“, begreift Marie, daß sie handeln muß. Ein Militärarzt wird eingeschaltet, sie bandelt mit einem Soldaten an und provoziert dadurch den Rauswurf aus dem Kloster. Nach dem Krieg studiert Marie Klavier, trifft sich abends mit politischen Avantgardisten, um die Sowjetunion zu bewundern und fährt am Wochenende nach Hause, wo sich die Beziehung zu Max entwickelt. Dieser strebt nun eine Karriere als konservativer Politiker an. Sie findet ihn begehrenswert, er sie auch, und zum beruflichen weiterkommen, braucht er sowieso eine präsentable Familie und eine Frau mit Stil. Man heiratet. Am Morgen ihres Geburtstages trifft Jahr für Jahr ein Strauß mit Rosen in der Anzahl ihrer Lebensjahre bei Marie ein. Ab ihrem 40. Geburtstag verzichtet Max jedoch auf das Weiterzählen, von nun an schickt er immer 40 Rosen, sie soll immer 40 bleiben. Aber die Zeit läßt sich denn doch nicht aufhalten. Thomas Hürlimanns Sprache ist meist kurz und prägnant, die Geschichte wirkt auf originelle Weise verdichtet, fast skizzenhaft, und ist in dem folgenden Beispiel wie eine Karrikatur von leidenschaftlichem Sex („...und kaum waren sie im Zimmer, zog sich von der Türschwelle bis zum Bett eine Spur der Begierde, seine Hose, ihre Bluse, sein Hemd, ihre Nylons, seine Socken, ihr Hüftgürtel, mein Liebster, meine Liebste, Kuß Kuß Kuß, komm komm komm, ja ja ja!“). Der Wortschatz des BRD´lers erfährt durch den schweizer Autor eine Erweiterung. Dort wird ein brennendes Auto von der Feuerwehr schamponiert, bei der Schlummermutter kann es vor dem Einnachten noch Frittutensuppe geben, Öfen sprazzeln, Scheren quappen, im Schilf quorrt und quarrt es und was ein Pucci, ein Jupon, eine Postiche oder ein Lavabo sind, muß ich noch nachschlagen. Die zeitgeschichtlichen Hintergründe und die Geschichten um die Familie Katz, über vier Generationen, sind interessant und spannend erzählt. Der Erzählton ist zwar unglaublich unsentimental aber dennoch berühren die Schicksale von Marie und ihren Leuten; erzählen sie doch von Liebe und Vergänglichkeit. Hier noch eine kleine Leseprobe (Die Maman hatte ein Gelöbnis eingelöst und war zum Christentum konvertiert, damit hatte Maries jüdischer Papa wohl so seine Probleme): Neun Monate später, am 29.August 1926, gebar Maman ihr zweites Kind, ein Mädchen. In St.Oswald, der Stadtkirche, wurde es auf den Namen der Gottesmutter getauft, und Luise behauptete steif und fest, Papa habe an der heiligen Taufe leibhaftig teilgenommen, allerdings im Verborgenen, hinter einer Säule versteckt. Ob es stimmte? Marie war skeptisch. Ihren Namen nahm Papa nicht ein einziges Mal in den Mund. Meine Kleine nannte er sie oder meine Siebenschöne, mein Augapfel, mein Leben, mein Kind. Eines Abends jedoch, da sie wieder im Pavillion saß, diesmal allein, trat er überraschend vor sie hin und sagte: Ich bin so glücklich, daß du wieder gesund bist, Marie. Dann faltete er das Plaid und bot ihr den Arm, um sie wie ein Kavalier über die Uferwiese zu führen. Sie spürte, wie ihr Tränen über die Wangen rannen. Vor lauter Freude. Marie! Papa hatte sie zum ersten Mal Marie genannt, Marie...

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