Thomas H. Cook Das Buch ohne Geschichte: Biblio-Mysteries 13 (KNAUR eRIGINALS)

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Inhaltsangabe zu „Das Buch ohne Geschichte: Biblio-Mysteries 13 (KNAUR eRIGINALS)“ von Thomas H. Cook

Was wäre gewesen, wenn? Fünfzig Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs, den Zweiten hat es nie gegeben, sieht sich der 75-jährige bibliophile Buchsammler Franklin Altman, ein österreichischer Emigrant in New York, plötzlich einem Schulkameraden aus der Realschule in Linz gegenüber. Der Alte wirkt ziemlich heruntergekommen und seine rechte Hand zeigt alle Anzeichen einer Parkinson-Schüttellähmung. Er hat ein dickes, in Packpapier eingewickeltes Manuskript dabei, das er Altman überlässt und in dem er seine Lehren aus der Geschichte festgehalten hat. Dem Sammler kommt es vor wie aus der Zeit gefallen. Und das ist auch besser so ... In den Storys der Reihe "Bibliomysteries" geht es immer um Kriminalfälle, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser.

Was wäre, wenn es nur den 1. Weltkrieg gegeben hätte? Interessantes Spiel mit der Geschichte - die Umsetzung haut mich aber nicht vom Hocker

— parden
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    Das Buch ohne Geschichte: Biblio-Mysteries 13 (KNAUR eRIGINALS)

    parden

    WAS WÄRE WENN? Der 11. November ist ein Erinnerungstag für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. 1968 spielt diese Geschichte, und in New York finden zahlreiche Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Kriegsendes statt - zur elften Stunde des elften Tages des elften Monats endeten 1918 die Kriegshandlungen mit der Unterzeichnung der Waffenstillstandserklärung. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten hält der 75-jährige bibliophile Buchsammler Franklin Altman eine Rede, in deren Verlauf er der These widerspricht, dass der Lauf der Geschichte durch einen einzigen Menschen verändert werden kann. "Die römische Geschichte hätte denselben Verlauf genommen, wenn es Caesar nicht gegeben hätte", fügte Altman jetzt hinzu, "und Frankreich wäre auch ohne Napoleon denselben Weg gegangen (...) Auch wenn eine Nation nach einem Helden sucht, der ihr hilft, die Lebensfreude und den Glauben an sich selbst wiederzufinden, (...) entsteht Geschichte jedoch durch große Kräfte, nicht durch große Männer." Altman hat gut reden, denn schließlich hat es - trotz aller Befürchtungen - keinen Zweiten Weltkrieg gegeben. Nach dem Vortrag bleibt einer der Zuhörer sitzen und spricht den Redner an - wie sich herausstellt, haben beide in ihrer Jugend dieselbe Realschule in Linz besucht. Doch das Leben hat es mit dem alten Mann im Publikum offensichtlich nicht so gut gemeint wie mit Altman. Recht heruntergekommen wirkt er, und außerdem zittern Kopf und Gliedmaßen, was auf eine Parkinson-Erkrankung hindeutet. Bei einem gemeinsamen Essen, zu dem Altman den Fremden aus seiner Vergangenheit einlädt, spricht dieser viel aus der Zeit vor New York. Bitter ist er geworden, denn weder seine Kindheit war schön, noch die Erlebnisse im Krieg oder in der Zeit danach. Die Augen des Alten wurden kalt. "Es ist gefährlich, ein Volk zu erniedrigen. Ein Volk kann auf so etwas reagieren wie ein in die Enge getriebenes Tier." Altman nickte. "Das ist wahr. Und dann sucht es nach einem Helden. Das war der Inhalt meiner Rede heute Abend. Einen großen Führer. Aber ein Held kann die Geschichte einer Nation nicht verändern." Den ganzen Abend lang trägt der Fremde ein dickes, in Packpapier gewickeltes Bündel mit sich herum - ein Manuskript, wie er verrät. Etwas, das er geschrieben hat und das er mit sich führt, wohin er auch geht, denn es steht für den, der er mal war und für den, der er gerne geworden wäre. Doch an diesem Abend trennt er sich von seinem Lebenswerk und überlässt es Altman und seiner Sammlung deutscher Nachkriegslektüre. Und Altman beginnt zu lesen... Klar, ein interessantes Spiel mit der Geschichte treibt Thomas H. Cook hier: was wäre, wenn es den Zweiten Weltkrieg nicht gegeben hätte? Aber bereits nach dem Lesen des Klappentextes war zu erahnen, um wen es sich bei dem Alten aus dem Publikum handelte, so dass hier für mich der Überraschungseffekt fehlte. Auch waretete ich lange Zeit auf ein spannendes Ereignis, eine spannenden Wendung, weshalb ich eher besorgt die schrumpfende Zahl der noch zu lesenden Seiten beobachtete.  In flüssigem Schreibstil beschreibt diese Kurzgeschichte eine Möglichkeit von 'was wäre gewesen, wenn' - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dies war nun der letzte Band der Reihe (13 Folgen gibt es insgesamt), in der es immer um Kriminalfälle geht, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser. Insgesamt hat mir die Reihe ein großes Lesevergnügen bereitet! ☺ © Parden

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    Cridilla

    08. February 2016 um 05:08
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