Thomas Harding

 4,6 Sterne bei 16 Bewertungen

Lebenslauf von Thomas Harding

Thomas Harding ist Journalist und Autor und lebt heute mit seiner Familie in Hampshire/England. Er schrieb für Zeitungen wie ›The Guardian‹, ›The Sunday Times‹, ›The Independent‹ und die ›Financial Times‹. Er ist Mitbegründer eines Fernsehsenders in Oxford und gab lange Jahre eine vielfach mit Preisen ausgezeichnete Zeitung in West Virginia heraus.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Thomas Harding

Cover des Buches Sommerhaus am See (ISBN: 9783423349352)

Sommerhaus am See

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Erschienen am 22.06.2018
Cover des Buches Hanns und Rudolf (ISBN: 9783423280440)

Hanns und Rudolf

 (2)
Erschienen am 01.09.2014
Cover des Buches Future History 2050 (ISBN: 9783964280572)

Future History 2050

 (0)
Erschienen am 01.03.2020
Cover des Buches Sommerhaus am See (ISBN: 9783964280534)

Sommerhaus am See

 (0)
Erschienen am 01.03.2020
Cover des Buches The House by the Lake (ISBN: 9780099592044)

The House by the Lake

 (1)
Erschienen am 02.06.2016
Cover des Buches Blood on the Page (ISBN: 9781785151040)

Blood on the Page

 (0)
Erschienen am 25.01.2018

Neue Rezensionen zu Thomas Harding

Cover des Buches Die Villen am Griebnitzsee und ihre Geschichte (ISBN: 9783945543863)HEIDIZs avatar

Rezension zu "Die Villen am Griebnitzsee und ihre Geschichte" von Christoph Partsch

Herausragender Bild-Text-Band
HEIDIZvor einem Monat

Neulich war ich "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" - dies ist der Untertitel eines Buches aus dem Hause des Elisabeth Sandmann Verlages, welches sich mit den Villen am Griebnitzsee und ihrer Geschichte beschäftigt.

 

Es ist aber nicht nur das, was im Buch thematisiert wird, lebendig wird hiermit auch ein Stück weit deutsche Geschichte - die zwanziger Jahre, die Gründerzeit - wird lebendig und die Weltwirtschaftskrise spielt auch mit hinein. Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg .... bis hin zum Sozialismus und schlussendlich zur Wiedervereinigung mit ihren langwieriger Auseinandersetzungen um die Restitution der Grundstücke an die Erben der einstigen Eigentümer. Diese historischen Epochen hinterließen Spuren - das ist ganz klar, es gab glanzvolle Zeiten und schrecklich - und das alles wird im Buch in Wort und Bild erzählt.

 

Aktuell - mehr als 30 Jahre nach der Wende - kann man die Schönheit der Villen wieder sehen, sie wurden wieder hergestellt und diese Region um den Griebnitzsee zwischen Potsdam und Berlin ist somit einfach eine Oase, die ich mir unbedingt auch mal anschauen möchte.

 

Die verständlich informativen Texte sind mit zahlreichen historischen und aktuellen Aufnahmen sowie Abbildungen von Briefmaterial ... untermalt, sodass sie Text und Bild perfekt ergänzen und eine untrennbare wunderbare Einheit bilden.

 

Es wird in die Tiefe gegangen, man erfährt aber auch wirklich alles Interessante, was man zu den Villen und ihrer Geschichte sowie deren Bewohner wissen möchte. Entwürfe für die Villen sind zu sehen, Aufnahmen, wie sie damals und heute ausschauen

 

Leseprobe:
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Villa Urbig

Der Senior des deutschen Bankgewerbes, ein hervorragender Kenner der internationalen Finanzwelt, der über reiche Auslandserfahrung verfügt, die englische und französische Sprache vollkommen beherrscht und ein besonderes Verhandlungsgeschick besitzt, das er nicht zuletzt seiner beeindruckenden Eloquenz verdankt - es mag erstaunen, dass der Mann der so gerühmt wurde, aus kleinsten Verhältnissen kam und früh die Schule abbrach. ...

 

Dieses Buch ist rundherum eine gelungene Publikation, wer sich für dieses Thema interessiert, dem lege ich es unbedingt ans Herz. Der Band ist reicht illustriert und die Texte sind kompetent und alles andere als trocken geschrieben, wobei sie dennoch sachlichen Inhalt bieten und jede Menge Wissen vermitteln.

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Cover des Buches Sommerhaus am See (ISBN: 9783423280693)M

Rezension zu "Sommerhaus am See" von Thomas Harding

Wunderbar zu lesen
michael_lehmann-papevor 6 Jahren

Wunderbar zu lesen

„Dies ist nun also die Geschichte eines Holzhauses an einem See in der Nähe von Berlin“ Eine Geschichte von neun Zimmern, einer kleinen Garage, einer langgestreckten Grünfläche und einem Gemüsebeet“.

Wer nun aber Thomas Harding kennt und sein „Hans und Rudolf“ bereits gelesen hat, der ahnt, dass es nicht um einen Ort solch einfacher, äußerer Beschreibung nur geht, nicht um das Geschick eines kleinen Flecken Landes.

Sondern, was den Leser bewegt, was Zeitgeschichte darstellt von den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ausgehend bis in die Gegenwart hinein (1927 wurde das Haus von einer jüdischen Familie erbaut), dass ist natürlich das Erleben und Ergehen der Nutzer jenes Hauses, der jeweiligen Besitzer und der Zeiten, innerhalb derer sie im Haus waren. Mit Freunden, mal feiernd, mal konspirativ, mal entspannend, mal angespannt quasi „Geschichte atmend“.

Eine Geschichte, die zum einen den ruhigen Alltag in den „verschiedenen Deutschlands“ der Jahrzehnte aufzeigt, eine Geschichte, die aber auch Dramen wie Verrat und Mord erleben wird innerhalb und drum herum der fünf Familien, die in den Zeiten Besitzer und Nutzer des Sommerhauses waren.

Dabei kommt Harding sein ureigenstes Talent zu Gute, aus dokumentarischen Fakten und historischen Abläufen die einzelnen, für ihn wichtigen, Ereignisse romanhaft zu erzählen, den Figuren nicht nur ein äußeres Erleben nachzuzeichnen, sondern ein inneres Erleben zu geben und dies für den Leser lebendig vor Augen erstehen zu lassen.

Ereignisse, die gerade zu DDR Zeiten dramatisch sich zuspitzen konnten, denn das Haus lag direkt an der Grenze, die Mauer vor dem Fenster, der See war schon verbotenes Gebiet. Und wenn ein Haus in Flammen aufging (wie beim „Munkschen Haus“, Nachbarn, und die Grenzsoldaten sich rundweg weigerten, auch nur einen Finger zu krümmen, dann ist durch die Zeilen hindurch greifbar zu spüren, wie angespannt die Verhältnisse waren. Denen das brennende Haus bis auf den letzten Bohlen zum Opfer dann fiel in den 1970er Jahren.

Oder, in den Jahren des dritten Reiches, die allmähliche „Entvölkerung“, die Harding spannend und mitreißend schildert.

„Im November 1938 befanden sich zwar noch viele Siedlerhäuser in Groß-Glienicke im Eigentum jüdischer Familien, aber nur noch sehr wenige von ihnen lebten noch dort“.

Neben Phasen von langsamen, stetigen Entwicklungen des Lebens in und um das Haus herum lenkt Harding präzise den Blick auch auf die „umstürzlerischen“ Zeiten, jene Momente, in denen gefühlt von heute auf morgen alles anders wurde.

Dabei wachsen dem Leser die einzelnen Familien und deren Mitglieder durchaus in Teilen ans Herz (allein schon durch jene ganz andere „Kurzflucht“ aus der DDR, die im Buch geschildert wird) und Seite für Seite wächst das Verständnis für die Bedeutung dieses Ortes, den dieser auch in Hardings eigener Familie besitzt. Denn es ist auch das Sommerhaus seiner Familie, seiner Großeltern.

Eine anschauliche, persönliche, gut zu lesende Lektüre, in der die Zeit „von unten gesehen“ dem Leser nahe rückt und tiefen Eindruck hinterlässt, gerade auch in all der Alltäglichkeit, die Harding ebenso schildert, wie die aufregenden Momente.

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Cover des Buches Hanns und Rudolf (ISBN: 9783423280440)K

Rezension zu "Hanns und Rudolf" von Thomas Harding

Ein herausragendes Dokument geschichtlicher Ereignisse.
kvelvor 7 Jahren

Dieses Sachbuch enthält zwei Biografien in einem Buch zusammengefasst bzw. zusammengeführt:
Die sehr gut recherchierten Lebenswege der Beiden abschnittsweise und unabhängig von einander erzählt / berichtet.
Somit eine einmalige Gegenüberstellung zweier wichtiger Personen aus der NS-Zeit.


Inhalt:
Kapitelweise abwechselnd werden die Lebensläufe von Hanns Alexander und Rudolf Höss beschrieben; beginnend von ihrer Kindheit und ihrem Elternhaus.

Und wie sie jeweils die Lebensumstände und ihre mitgebrachte Persönlichkeit zu dem geformt haben, zu dem sie am Schluss geworden sind.


Rudolf Höss:
Aufgewachsen in einem lieblosen, strengen Elternhaus, in dem sehr viel Wert auf die Einhaltung von Regeln gelegt wurde.
Militärlaufbahn.
Er wurde mit immer größeren Organisationsaufgaben betraut .


Hanns Alexander:
Gut behütet aufgewachsen in einem liebevollen Elternhaus. Seine Familie ist gerade noch rechtzeitig aus Deutschland nach England geflohen.
Meldete sich freiwillig als Soldat, um gegen Deutschland zu kämpfen.
War dann maßgeblich an der Verfolgung und Inhaftierung der deutschen NS-Größen beteiligt, so dass sie ihrem Prozess zugeführt werden konnten.


Zitat aus dem Buch:

"... fing aber der Zoll in Berlin ein Paket ab, das zwei Kilo Zahngold enthielt. Einer der Lagerärzte von Auschwitz hatte es nach Hause geschickt." (S. 186)


Themen aus dem Buch:

Rudolf wollte immer alle Anforderungen erfüllen, die andere an ihn gestellt haben; er wollte Himmler gefallen; Himmler war für ihn eine Vaterfigur zu der er aufsah; er und Himmler verstanden sich gut; beide interessierten sich für landwirtschaftliche Themen; Rudolf war es gewohnt Befehle auszuführen.


Beispiel für Zwangsarbeit: Die IG Farben hat neben dem Konzentrationslager in Auschwitz eine Fabrik gebaut, in der die arbeitsfähigen Lagerinsassen arbeiten mussten.


Rudolf und seiner Familie ging es neben dem Konzentrationslager Auschwitz sehr gut: Sie lebten in einer Villa, hatten massenhaft Bedienstete (= Lagerinsassen) und sie bereicherten sich ungeniert an den Habseligkeiten, die den neu angekommenen Lagerinsassen weggenommen wurden.


Die SS-Angehörigen sollten sich nicht das Gold aneignen, das den Häftlingen in den Lagern geraubt wurde; diese Gold sollte in die Kriegskasse des Dritten Reiches fließen.


Meine Meinung:

Das Buch enthält sehr viele geschichtliche / historische Hintergrundinformationen.
Es ist sehr spannend und gut verständlich geschrieben und somit fließend zu lesen.
Der Autor berichtet neutral und ohne Wertung die recherchierten Informationen.


Die Persönlichkeitsentwicklungen, die beide im Laufe der Jahre verändert haben, sind für den Leser sehr gut nachvollziehbar beschrieben.


Fazit: Ein bedeutendes Zeitzeugnis - sehr lesenswert!


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