Thomas Harris Hannibal: Roman (Hannibal Lecter 4)

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Inhaltsangabe zu „Hannibal: Roman (Hannibal Lecter 4)“ von Thomas Harris

Hannibal Lecter ist zurück Clarice Starling steckt in einer Krise, seit sie eine Drogendealerin erschossen hat. Doch dann wird sie wieder auf Hannibal Lecter angesetzt, der vor sieben Jahren aus dem Hochsicherheitstrakt entflohen ist. Währenddessen träumt sein großer Gegenspieler Mason Verger von Rache und benutzt Clarice als menschlichen Köder, um an Hannibal Lecter heranzukommen.

<3 <3 <3

— 23GZamasu
23GZamasu
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    Hannibal: Roman (Hannibal Lecter 4)
    Monika_Grasl

    Monika_Grasl

    15. April 2017 um 18:29

    Hannibal bildet den Finalen Band rund um den Doktor Hannibal Lecter.   Was ist also zu diesem Buch zu sagen? Ganz klar rückt die titelgebende Figur diesmal in den Fokus der Handlung. Der Autor baut den Inhalt in mehrere Teilabschnitte auf, die durch ein Drachensymbol und einem jeweiligen Innentitel gegliedert sind.   Im ersten Abschnitt erfährt der Leser, wie es mit Clarice Starlings Karriere nach dem Buffello Bill Fall weiterging. Dabei wird eines deutlich: Starling hat sich in ihrem Verhalten nicht verändert. Sie ist noch genauso schnell mit ihrem Mundwerk wie in Schweigen der Lämmer und zudem nicht gewillt sich von einer Gruppe Männer einschüchtern zu lassen. Auf was das im Laufe der Handlung hinausläuft kann man förmlich greifen und wartet nur darauf, dass der große Knall folgt. Zeitgleich fügt der Autor neue und altbekannte Figuren zusammen, ohne das sich diese gegenseitig das Rampenlicht streitig machen. Eindrucksvoll kommt dabei vor allem Mason Verger um die Ecke. Einerseits könnte man mit ihm Mitgefühl entwickeln, im Handumdrehen wird er durch seine Handlungen dermaßen abstoßend, dass man sich fragt, welcher Zweck mit dieser Figur erfüllt werden sollte. Die Antwort darauf findet sich recht schnell und im Handumdrehen landet man in Italien. Was hier vorherrschend ist, ist Korruption und die Angst vor einem Monster, das umgeht. Lassen wir dies so stehen kommen wir zur eigentlichen Figur, die der Autor mit uns einlädt näher kennenzulernen: Hannibal Lecter. Auf seinen Füßen dürfen wir Florenz erkunden und zugleich in seinen Gedächtnispalast eintauchen. Wie schon in den Vorgängerbüchern schafft es der Autor immer wieder aufs neue Ecken und Kanten bei den Figuren hervorzuzaubern. Man denkt bereits alles zu kennen und zu wissen und wird doch immer wieder aufs neue überrascht. Zeitgleich treibt sich die Story von den Charakteren gestützt vorwärts und man rast förmlich auf das Ende zu. Gegen das Ende hin wird es dann unverhofft ruhiger. Es überkommt einem beinahe das Gefühl das man eine Verschnaufpause erhält, ebenso wie Starling. Schön wären an diesem Punkt einige ausführlichere Gespräche gewesen, die dem Leser eine bessere Erklärung für das eigentliche Ende geliefert hätten. Sicherlich werden gewisse Dinge angedeutet, aber das lässt einen doch ein wenig unbefriedigt zurück. Sei's drum. Die letzten Seiten schüren beim Lesen noch mal einen Moment darauf, wie es weitergehen könnte.   Fazit: Das Buch beginnt rasant und dieser Eindruck ändert sich bis kurz vor dem Schluss nicht. Man sollte das Buch keinesfalls mit dem Film vergleichen. Insbesondere was das Ende anbelangt. Zudem die die Figuren und die beschriebenen Szenerien ausgeschmückt und manchmal vielleicht ein wenig überladen, doch beim Lesen selbst fällt das nicht weiter ins Gewicht. Mag sein, dass einige Stellen am Ende ausführlicher hätten beschrieben werden können, aber auch so wird rückblickend klar, warum der Autor sich für diesen Schluss entschieden hat.

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  • Lesenswert ja - trotzdem schwächstes Buch der Reihe

    Hannibal: Roman (Hannibal Lecter 4)
    Elbenwind

    Elbenwind

    17. September 2016 um 20:12

    INHALT Um Clarice Starlings FBI-Karriere steht es nicht gut, seit sie bei einem missglückten Einsatz eine Drogendealerin erschossen und einige Kollegen verloren hat. Doch dann wird sie wieder auf den vor sieben Jahren aus dem Hochsicherheitstrakt entflohenen Kannibalen Hannibal Lecter angesetzt, der sich in der Zwischenzeit unter einer neuen Identität in Florenz aufhält. Doch der italienische Kriminalinspektor Rinaldo Pazzi, der das rätselhafte Verschwinden eines Museumskurators aufklären soll, entdeckt bei seinen Nachforschungen Hinweise, dass es sich bei dem neuen Museumskurator Dr. Fell um Hannibal Lecter handeln könnte. Währenddessen träumt Mason Verger, Sadist und schwerreicher Erbe eines Schweinebarons, von Rache, nachdem Hannibal Lecter ihm die Wirbelsäule gebrochen hat und sein Gesicht von Hunden zerfleischen ließ. Durch Bestechung baut er ein weltweites Informationsnetz auf, um Hannibal auf die Spur zu kommen. Doch er weiß, dass er nur durch Clarice Starling als Köder an den genialen Psychopathen herankommen kann für den er sich eine besondere Form der Rache überlegt hat. Er will ihn lebendig an eigens dafür abgerichtete Wildschweine verfüttern. ZUM BUCH Während sich die Figur Hannibal Lecter in den ersten beiden Romanen auf eine (für die Handlung sehr wichtige) Nebenrolle beschränkt, konzentriert sich der dritte Teil nun ganz auf ihn! Der Autor geht sehr detailreich auf Hannibals Vorlieben für gutes Essen, teuren Wein, Literatur und Musik ein. Besonders beeindruckt hat mich dabei die hervorragende Recherche des Autors, die auch bei der Beschreibung von Florenz und seinen Einwohnern zur Geltung kommt. Für den Spannungsaufbau sorgt ein regelmäßiger Wechsel der Erzählperspektiven (immer durch einen Er-Erzähler), der mir schon in den anderen Romanen des Autors gut gefallen hat. Hannibal Lecter löst zwiespältige Gefühle aus: Er ist ein richtiges Ungeheuer und trotzdem wird er durch seine schon fast übermenschliche Genialität zum Sympathieträger. Thomas Harris hat kreative Einfälle, wenn es um blutrünstige Szenen geht. Das kann so manchen sensibleren Leser etwas aus der Fassung bringen. Mit den letzten 50 Seiten des Buches (ab „Teil VI – Ein langer Löffel“) kann ich mich absolut nicht anfreunden. Das Ende hat den darin verwickelten Charakteren an Glaubwürdigkeit genommen, da ihr Verhalten aus der Luft gegriffen wirkt! Möglicherweise habe ich die Charaktere auch falsch eingeschätzt. Nach drei gelesenen Hannibal-Büchern würde mich das aber sehr enttäuschen. Ich kann auf jeden Fall gut verstehen, dass das Ende in der Verfilmung stark abgeändert wurde. (Sollte jemand das Buch-Ende kennen, mich würde deine Meinung dazu sehr interessieren!) FAZIT 3 von 5 Punkten Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und punktet durch den Schreibstil des Autors. Trotzdem kann „Hannibal“ die hohen Erwartungen nach „Roter Drache“ und „Das Schweigen der Lämmer“ nicht erfüllen und leidet vor allem unter dem für mich nicht nachvollziehbaren Ende.

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