Thomas Hesse

 4 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Die Eule, Das Alpaka und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Thomas Hesse

Thomas Hesse, Jahrgang 1953, lebt in Wesel, ist gelernter Germanist, Kommunikationsberater und Journalist. Er war bis Ende 2014 in leitender Position bei der »Rheinischen Post« am Niederrhein tätig. Heute ist er freier Autor, Journalist und Publizist.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Das Alpaka

 (2)
Neu erschienen am 12.03.2020 als Taschenbuch bei Emons Verlag.

Alle Bücher von Thomas Hesse

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Buchformat:
Cover des Buches Die Eule9783863580094

Die Eule

 (4)
Erschienen am 12.12.2011
Cover des Buches Eulenblues9783897059306

Eulenblues

 (2)
Erschienen am 02.04.2012
Cover des Buches Der Käfer9783954515530

Der Käfer

 (2)
Erschienen am 12.03.2015
Cover des Buches Die Spinne9783954511525

Die Spinne

 (2)
Erschienen am 10.10.2013
Cover des Buches Mord vor Ort II9783897051881

Mord vor Ort II

 (1)
Erschienen am 01.11.2000
Cover des Buches Mord vor Ort9783897051508

Mord vor Ort

 (1)
Erschienen am 01.11.1999
Cover des Buches Das Alpaka9783740807931

Das Alpaka

 (2)
Erschienen am 12.03.2020
Cover des Buches Das schwarze Schaf9783954519903

Das schwarze Schaf

 (1)
Erschienen am 19.10.2016

Neue Rezensionen zu Thomas Hesse

Neu

Rezension zu "Das Alpaka" von Thomas Hesse

Leider eine Fehlentscheidung :-(
katikatharinenhofvor 2 Monaten

Es ist ein Kreuz mit den Alten – Stefan und Bine wollen endlich ihren Demeter-Hof vergrößern, doch sowohl Bines als auch Stefans Vater wollen mit dem neumodischen Kram nichts zu tun haben. Erst recht nicht, als vier süße Alpakas auf dem Biohof Einzug halten. Stefans Vater ist außer sich vor Zorn, denn nur Bares ist wahres und mit einem Alpaka ist seiner Meinung nach kein Geld zu verdienen. Als ein Fuß im Schweinekoben gefunden wird scheint klar zu sein, dass Stefan seinen Vater umgebracht und dort entsorgt hat. Das perfekte Verbrechen. Doch Kommissarin Karin Krafft glaubt nicht an die Kaltblütigkeit des Jungbauern.

 

„Das Alpaka“ von Hesse/Wirth ist ein Niederrhein-Krimi, der nicht so richtig  in Fahrt kommt und den Leser vor Begeisterung aus dem Sessel reißt. Auf den ersten 100 Seiten passiert nicht wirklich viel und man wird lediglich Zeuge der gegenseitigen Familienfehden.

Die brütende Sommerhitze im Buch laugt auch den Leser aus und die ganze Geschichte schleppt sich eher schlecht als recht durch die Seiten.

Erst als im Schweinekoben der abgerissene Fuß gefunden wird, kommt ein wenig Spannung auf, aber auch hier reißt es mich nicht von den Socken. Zwar werden hier einige falsche Fährten gelegt, aber wer geschickt kombinieren kann und aufmerksam gelesen hat, der weiß, zu wem der Fuß gehört und wer letztendlich der Täter ist. Leider ist es zu offensichtlich, denn mit seinem scheinheiligen Getue und dem Gutmensch-Gehabe verrät sich der Täter und es liegt auf der Hand, warum die Tat ausgeführt wurde.

Es fehlt an Spannung und Nervenkitzel – der Roman plätschert eher vor sich hin und die Figuren sind teilweise schon recht anstrengend. Sie bleiben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück und bedienen, gerade was die beiden Altbauern betrifft, ziemlich viele Klischees.

 Von den vielgepriesenen Alpakas gibt es wenig bis gar nichts zu lesen und ich frage mich, warum der Titel „Das Alpaka“ heißt, wenn es hauptsächlich um Schweinemast und Entsorgung von Gülle, Profit, Geldgier und Auskiesung am Niederrhein geht. Die süßen Tierchen dienen hier lediglich als Staffage und haben eine Rolle als Lückenfüller zugedacht bekommen.

Ich habe schon mitreissendere und spannendere Regio-Krimis gelesen – dieser hier gehört für mich in die Kategorie Fehlentscheidung ☹

 

Kommentare: 1
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Rezension zu "Die Eule" von Thomas Hesse

Ein Blick hinter die Fassade
sommerlesevor 2 Jahren

Thomas Hesse und Renate Wirth sind die Autoren des Krimis "Die Eule", dem 5. Band der Niederrhein Krimireihe aus dem Emons Verlag. Das Buch erschien 2010.


Was zunächst als gewalttätiger Anschlag auf eine friedlich wirkende Pilgergruppe beginnt, erweist sich bei näherer Untersuchung als viel tiefer gehend. Die Pilger gehören zu einer Sekte, die unter strengem Regiment geführt wird. Doch wo liegen die Verbindungen zu der Gruppe? War das ein Racheakt oder spielen hier andere Motive eine Rolle?

Karin Krafft versucht mit ihrer Truppe, Licht ins Dunkel zu bringen. Dabei ist ihre Mannschaft gerade personell nicht unbedingt gut aufgestellt. Sie musste einen langjährigen Mitarbeiter aus Altergründen verabschieden und der neue Kollege scheint nicht viel auf bestimmte Regeln Wert zu legen.


Dieser Krimi ist ziemlich diffizil, komplex und sehr durchdacht, denn die Hintergründe führen tief in die deutsch- deutsche Vergangenheit und bringen entsetzliche Einblicke in die skrupellosen Machenschaften der Mitarbeiter der Stasi und des Staatsapparates der DDR. Aber auch die Menschen hinter den verschiedenen Schicksalen haben so ihre dunklen Seiten, Republikflüchtlingen und ihren Familien haftete immer ein ganz besonderer Makel an und sie wurden nicht selten gegeneinander ausgespielt.


Der Krimi ist spannend zu lesen, die verwendete Sprache ist eingängig, sehr flüssig und der geschichtliche Hintergrund macht teilweise sehr betroffen. Welche Grausamkeiten sich hinter der deutsch-deutschen Mauer abgespielt haben, kann man nur erahnen. Aus Presse und Nachforschungen weiß man von den üblen Bespitzelungen, von psychischem Druck und Folter, doch die Sozialisten in der DDR haben sogar Hinrichtungen vollstreckt, die Todesurteile wurden erst 1987 abgeschafft.


Die Charaktere sind detailgenau und mit einigen interessanten Facetten ausgestattet, sie sind sehr überzeugend dargestellt. Neben den menschlichen Figuren, wie die der Ermittlerin Karin Krafft, haben manche Figuren harte Züge und sind sehr undurchsichtig. So erscheint die Leiterin der Glaubensgemeinschaft als strenge Frau, aber auch als heilsbringende Figur. Wird man so, wenn man jahrelange Unterdrückung und Bespitzelung erfahren hat?


Ich konnte gespannt in die Handlung eintauchen, sah die menschlichen Schicksale mit großer Betroffenheit und habe den raffiniert konstruierten Fall interessiert gelesen.



Ein gut durchdachter, raffiniert konstruierter Regionalkrimi, der sich mit der dunklen Seite der DDR auseinandersetzt und dieses Regime mal nicht mit einem Glorienschein zeigt, sondern mit der realistischen Wahrheit. Für Geschichtsinteressierte ist dieser Krimi ein besonderer Tipp.

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L

Rezension zu "Das schwarze Schaf" von Thomas Hesse

Gruseliges passiert am schönen Niederrhein
lila-lunavor 3 Jahren

 

"Die Blütezeit des Regionalkrimis ist vorbei", so formulierte es ein erfolgreicher Berliner Schriftsteller, der selbst viel Regionalkrimis verfasst hat. Lesenswert ist die Story, die in Wesel und am Niederrhein spielt dennoch.

Mit "Das schwarze Schaf" gibt das Autorenduo Hesse/Wirth einen herrlichen Einblick in die liebenswerten Menschen am Niederrhein und in ein Problem, von dem die meisten bisher kaum gehört haben, die Betuwe-Linie. Dabei handelt es sich um eine Bahnverbindung zwischen den niederländischen Nordseehäfen und dem westlichen Ruhrgebiet, auf der hauptsächlich Güter transportiert werden. Der Ausbau steht unter vehementer Kritik der Anwohner. Dass es da Gruppen gibt, die sich radikalisieren bleibt nicht aus.

Hängt das Verschwinden von Hauptkommissarin Karin Krafft damit zusammen? Jedenfalls ist die Chefin der Weseler Polizei spurlos verschwunden. Auf dem Rastplatz Hünxe-Ost an der A3 finden die Kollegen das Fahrzeug von Karin, daneben ihren Hund, der sich nicht von der Stelle rührt, eben ein ausgebildeter Polizeihund, der streng auf seinen Befehl gehorcht. Und da ist noch ein Blutfleck. Karins Blut? Einige Zeit später wird die geköpfte Leiche einer Frau gefunden, mit Karins Kleeblatt-Tätowierung auf dem Oberarm, der Kopf fehlt. Unter Hochdruck versuchen die Kollegen der Weseler Kommissarin den Fall aufzuklären, der immer verwirrenden wird.

Der spannend erzählter Krimi bietet kurzweilige Lektüre und ist nicht nur für die Leser ein Genuss, die in der Gegend leben. Regionalkrimi bedeutet ja nicht, dass es heimeln muss. Hier jedenfalls werden Probleme angesprochen, die überall in Deutschland auftreten können. Und "schwarze Schafe" gibt es auch überall. Finden sie heraus, wer das hier ist.

 

 

 

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