Thomas Hettche Der Fall Arbogast

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Inhaltsangabe zu „Der Fall Arbogast“ von Thomas Hettche

Das Schwurgerichtsurteil folgt dem Plädoyer des Oberstaatsanwalts: Lebenslanges Zuchthaus für einen „Lustmörder". Und nur Hans Arbogast weiß, was am ersten September 1953 wirklich geschah – am Abend jenes Spätsommertags, als die junge Anhalterin Marie Gurth zu ihm in sein Borgward Coupé stieg. Schuldig oder unschuldig? Der Fall Arbogast ist die Geschichte einer leidenschaftlichen Begegnung und lässt in eindringlichen Szenen einen beunruhigenden Kriminalfall wieder lebendig werden. Ein Stück deutscher Justiz- und Nachkriegsgeschichte aus den Jahren 1953 bis 1969, zwischen Schwarzwald und Tessin, Frankfurt und Ostberlin. Thomas Hettches berührender Roman erzählt von Liebesgeschichten, deren Kehrseite der Tod ist, von einem Vertreter für Billardtische, dem das Zuchthaus in vierzehn Jahren zur zweiten Haut wird, von Publizisten, Anwälten und von einer Gerichtsmedizinerin aus der DDR – von Menschen, die sich alle in den Fall Arbogast verstricken, in die bleibende Frage nach Unschuld oder Schuld.

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  • Eindringlich geschilderter Kriminalfall

    Der Fall Arbogast
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    05. July 2016 um 18:09

    Dieser Kriminalfall von Hans Arbogast,den in den 50ger Jahren verhandelt wurde,hat mich ziemlich beschäftigt! Wie hat sich doch das Ermitteln von Schuld und Unschuld bei einem Tötungsfall in den Jahren nach 1950 verändert,wo es noch keine DNA-Analyse und ähnliches gab ,wo nur das Wort des Richters zählte mit den wenigen nachprüfbaren Dingen von damals.Hans Arbogast wurde damals als Lustmörder zu lebenslangen Zuchthaus verurteilt,weil man bestimmte Details noch nicht genauer untersuchen konnte.Deutschland war noch zweigeteilt und dabei habe ich mir vergegenwärtigt,wie ich diese Zeit damals erlebt habe und das hat mich mehr beschäftigt als mir lieb war.Die Anhalterin Marie Gurth war nach dem Liebesakt mit Arbogast plötzlich tot und man konnte nicht genug entlastendes Material beibringen.Man holte sogar eine bekannte Pathologin aus Ost-Berlin,die diese etwas Sache klären konnte,aber nicht genug,denn Arbogast kam 14 Jahre ins Zuchthaus.Erst sehr viel später,als man schon bessere Aufklärungsmöglichkeiten hatte,was die Photobegutachtung anging,stellte es sich heraus,dass Marie Gurth während des Geschlechtsverkehrs mit Arbogast an einem Herzversagen gestorben ist und nicht an einer Strangulierung,die Arbogast vorgenommen haben soll.Danach wurde Arbogast endlich auf freien Fuss gesetzt und die psychischen Sc häden dürften beträchtlich gewesen sein.Dieser ganze Gerichtsprozess war eine anschaulich erzählte Geschichte der Entwicklung der Strafgerichtsbarkeit seit den 50ger Jahren.Gottseidank hat sich inzwischen eine Menge geändert,das muss mal sich mal klar machen!

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