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krimielse

vor 6 Monaten

Eine neue Leserunde im Rahmen "SuB-Aufbaus mit Niveau" von Buchrättin im Mai ist "Pfaueninsel" von Thomas Hettche

Jede/r, die/der mitmachen möchte, ist herzlich willkommen!

Ach ja:
Es gibt keine Bücher zu gewinnen, wir lesen bitte alle mit eigenem Exemplar.
Die Seitenangaben zur Abschnittseinteilung beziehen sich auf die gebundene Ausgabe, doch durch die Kapitelbenennung sollte es auch mit anderen Ausgaben kein Problem sein.

Der Link zur Challenge ist hier:
https://www.lovelybooks.de/thema/SuB-Aufbau-mit-Niveau-Die-literarische-Runde-2017-1354267593/

Autor: Thomas Hettche
Buch: Pfaueninsel

Buchraettin

vor 6 Monaten

Plauderecke

Danke schön fürs Erstellen:) liebe Krimielse:)

Apfelgruen

vor 6 Monaten

Plauderecke

Hallo, ich habe gestern die Challenge und darüber diese Leserunde entdeckt und werde auch gerne mitlesen! :-) Hab mir das Buch eben aus der Bücherei ausgeliehen.

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vor 6 Monaten

Leseabschnitt 1: Kapitel 1 bis 3 (bis Seite 100)

Ich habe nun auch die ersten drei Kapitel gelesen. Anfang hatte ich auch meine Probleme in die Geschichte hereinzukommen, und musste mich auch erst an den Schreibstil gewöhnen. Habe nun aber die ersten 100 Seiten seit gestern gelesen und muss sagen, die Szenerie, die beschriebenen Figuren, allen voran natürlich Marie und ihr abgeschottetes Leben auf der Insel nehmen mich schon gefangen.
Ich bin froh, dass ich über Pfingsten viel Zeit habe, am Stück zu lesen, denn ich kann mir vorstellen, dass man schlechter reinkommt, wenn man immer mal nur kürzere Abschnitte liest, der Schreibstil ist definitiv nicht ganz einfach.

Es kündigt sich ja nun eine große Veränderung auf der Insel an, ich bin mal gespannt, worauf das hinausläuft. Und Gustavs Gefühlswelt gegenüber Marie kann ich auch noch nicht ganz einordnen - mir scheint es, als ob er schon in recht jungen Jahren doch ehrliche Gefühle für sie hatte, deswegen aber über sich selbst entsetzt ist, da es ihm als unnatürlich und nicht richtig erscheint.

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vor 6 Monaten

Plauderecke

Ich bin schon ganz schön spät, werde aber parallel zum Lesen hier auch noch ein paar Kommentare hinterlassen. Vielleicht stoßt ihr ja doch noch mal zu mir dazu :-)

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vor 6 Monaten

Leseabschnitt 2: Kapitel 4 bis 6 (Seite 101 bis Seite 194)
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Puh! Also, bei der Geschichte um Gustav und Marie hat der Autor mich irgendwie verloren.
Was ist das jetzt mit den Beiden? Gustav kommt zurück, das Verhältnis der beiden bessert sich und er bittet sie um Entschuldigung für sein Verhalten der letzten Jahre. Marie genießt seine Zuwendung und es kommt, wie es kommen musste - die beiden landen miteinander im Bett. Aber im gleichen Moment erkennt Marie, dass das wohl der Anfang von etwas noch Schlechterem ist.

Verstanden habe ich, dass Gustav sich irgendwie wünscht, Marie lieben zu können (allein schon aufgrund der Erinnerung an die unbeschwerte Kindheit), sich aber von ihr gleichzeitig abgestoßen fühlt. Während sie miteinander schlafen, begehrt er ihren Körper, solange er ihn nicht ansieht, was er "triumphierend" (!) bemerkt. (S. 192). Irgendwie hängt es alles mit seiner Sichtweise zusammen, dass Marie ein Tier ist (animalisch, von Lust getrieben), während er selbst sich als Pflanze sieht ("Pflanzen begehren nicht. Und sie fügen keinem ein Leid zu." , S. 188).
Aber was da so richtig los ist - große Fragezeichen.

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vor 6 Monaten

Leseabschnitt 2: Kapitel 4 bis 6 (Seite 101 bis Seite 194)
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Sehr interessant fand ich auch den Ausflug des Berliner Kunstvereins auf die Insel (ab S. 130). Hier unterhalten sich zwei nicht näher benannte Mitglieder über die "Gestalten, die keine ordentlichen Klassen der Schöpfung sind", womit Marie sowie der "Riese" Carl Ehrenreich Licht gemeint sind. Hierbei verdeutlicht sich sehr die ablehnende Haltung Außenstehender gegenüber Menschen, die nicht der Norm entsprechen und hier ganz klar als "Überbleibsel einer alten Zeit" beschrieben werden, in der Könige sich solche Skurrilitäten "hielten", um sich daran zu ergötzen.
Außerdem wird auch die fiktive Märchenfigur Peter Schlemihl erwähnt, der hier jedoch als reale Figur auftritt und bei Marie erstmals das Interesse an der Welt jenseits der Inselgrenzen erwecken zu scheint.

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vor 6 Monaten

Leseabschnitt 3: Kapitel 7 bis 9 (Seite 195 bis Seite 282)
@Apfelgruen

Das mit den Fakten-Aufzählungen hätte es für mich auch nicht unbedingt gebraucht, ich störe mich aber auch nicht wirklich daran.

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vor 6 Monaten

Leseabschnitt 3: Kapitel 7 bis 9 (Seite 195 bis Seite 282)
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In Kapitel 7 hatte ich einen Hänger – hier ging es mir irgendwie so gar nicht vorwärts, ich konnte mich weder mit Marie, noch mit irgendjemandem sonst identifizieren. Aber ab Christians Tod, verschuldet durch Gustav, kam wieder etwas mehr Zug in die Geschichte. Wie dramatisch – bevor das Kind von Marie und Gustav auf die Welt kommt, sind die beiden für immer durch den Tod von Maries Bruder entzweit. Dass allerdings Maries Schwangerschaft keine gute Wendung in der Geschichte werden würde, habe ich mir von Anfang an gedacht – zu sehr spürt man Gustavs tief sitzende Abscheu ihr gegenüber, auch wenn er behauptet, sich vielleicht selbst vormacht, sich nicht vor ihr zu ekeln, - er lehnt ihr Wesen grundsätzlich ab, was auch wieder durch seine Einteilungen in Pflanze (er selbst) und Tier (Marie) deutlich wird.

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vor 6 Monaten

Leseabschnitt 3: Kapitel 7 bis 9 (Seite 195 bis Seite 282)
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Apfelgruen schreibt:
(Und dann wieder diese abartige Sexszene *nerv*

Diese zum Teil sehr expliziten Sexszenen, insbesondere die, in der König Friedrich Wilhelm III Marie in das Zimmer von Gräfin Liegnitz führt, die gerade mit diesem wunderlichen Apparat zugange ist, deute ich so, dass Außenstehende Marie als so anders und „monströs“ empfinden, dass sie ihr gegenüber gar keine Hemmungen haben – sie scheinen Marie tatsächlich als „Ding“ zu empfinden, dass sie für ihre lüsternen Neigungen benutzen können.

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