Thomas Hettche Woraus wir gemacht sind

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Inhaltsangabe zu „Woraus wir gemacht sind“ von Thomas Hettche

Ein Land vor dem Krieg. Eine Reise ins Ungewisse. Eine Ehe, die der Tod bedroht. Es sollte nur eine kurze Reise nach New York werden, aber es wird ein langer Trip ins Herz der USA. Mit der atemberaubenden Spannung eines Thrillers erzählt Hettche von dem deutschen Intellektuellen Niklas Kalf, dessen Frau entführt wird, und der seinen Elfenbeinturm verlassen muss und eingeholt wird von der politischen, gesellschaftlichen Realität. Schließlich steht die Entführung in direktem Zusammenhang mit Kalfs Forschung. Nur hat er das Material nicht, das die Entführer verlangen. Er handelt nicht, er lässt sich treiben, bis es fast zu spät ist … Nominiert für die „Shortlist“ des Deutschen Buchpreises.

Überfrachteter, verschwurbelter und an den Haaren herbeigezogener Plot mir schrägen Bildern. Wie kam der auf die Shortlist?

— Beust
Beust

Hat mich eher enttäuscht.

— Giraffenhals
Giraffenhals

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  • Rezension zu "Woraus wir gemacht sind" von Thomas Hettche

    Woraus wir gemacht sind
    Obadja

    Obadja

    17. February 2012 um 16:25

    Der Klappentext ist ja oben ersichtlich - im Inhalt weiß ich nicht mehr, dafür ist das Lesen zu lange her. Von der Sprache her ein großartiges Buch, in dessen Sätze man fast versinken möchte. In dieser Hinsicht finde ich Thomas Hettche großartig. Allerdings gibt es in der Mitte des Buches einen Burch, der die ganze Geschichte nunmehr nur als surreal und unwirklich erscheinen lässt und was nach meiner Meinung zum ersten Teil auch nicht so passt.

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  • Rezension zu "Woraus wir gemacht sind" von Thomas Hettche

    Woraus wir gemacht sind
    Chant

    Chant

    22. June 2008 um 13:46

    Liebe ist kein Gefühl - Ein Kriminalroman in Zeiten der Postmoderne Wie würde Michael aus Houellebecqs „Elementarteilchen“ wohl darauf reagieren, wenn sein Bruder Bruno entführt würde und die Entführer fordern: Gib uns den Schlüssel für einen weiteren Bestseller, wir wissen du hast ihn! Ja, genau. Er würde sich erst einmal hinsetzen und tagelang die Heizung anstarren. Dann würde er zu dem Entschluss kommen dass er nicht hat, was die Entführer wollen, und er rein garnichts tun kann. Vielleicht würde er genau wie Niklas Kalf, der (Anti-)Held des Romans „Woraus wir gemacht sind“ von Thomas Hettche, sich zunächst ein ruhiges Versteck suchen und dort monatelang grübeln: Über sich selbst, Kunst und Kultur, alte Naziverbrechen, Europa, Amerika und unsere Vorstellungen davon. Stellen wir uns weiter vor, es wäre nicht Michaels Bruder, sondern seine Frau entführt worden, wie bei Kalf. Seine Frau Liz, die sein Kind trägt und die er über alles liebt. Nun, monatelang von ihr getrennt würde sein Geist irgendwann anfangen, den auf Dauer unerträglichen Schmerz über ihre Mißhandlung zu vergessen, ein natürlicher Verdrängungs-Effekt würde einsetzen. Er würde eine intelligente, sexy Frau namens „Asia“ kennenlernen und mit ihr in einem Wohnwagen irgendwo im Nirgendwo vögeln. Aber Thomas Hettche, bekannt geworden u.a. durch seinen Roman „Der Fall Arbogast“ (2001, in 10 Sprachen übersetzt), ist nicht Michel Houellebecq. Seine Hauptfigur, Niklas Kalf, scheint ähnlich durchsichtig, introvertiert und vergeistigt wie Michael, ein Biograph, Beobachter. Für sein Buch über den jüdischen Emigranten Eugen Meerkaz fliegt er mit seiner Frau Liz nach Amerika, und als sie zwischen Sightseeing und Frühstücksbuffet entführt wird, erwischt es ihn wie ein lähmender Schock. Aber Niklas Kalf bleibt nicht in der perspektivlosen Starre stecken; nach Monaten des Abwartens und Beobachtens findet er heraus, worauf es in Amerika ankommt, und folgt einem Traum: Dem Traum vom Happy End. Heldenhaft fährt er zusammen mit einer verurteilten Mörderin nach Los Angeles und bietet dem erstaunten Auge des Lesers einen hollywoodreifen Showdown um das Leben seiner Frau. Thomas Hettche begnügt sich nicht damit, Amerika durch reine Landschafts- und Kulturbeschreibungen erfahrbar zu machen, die man in jedem Reiseführer zu lesen bekommen könnte. Er führt den Leser mitten hinein in das „Herz des Imperiums“, nach Marfa, Texas, und lässt ihn seiner alten, zur Tatenlosigkeit verdammten Haut überdrüssig werden, um offen zu sein für die Träume, die Amerika zu bieten hat. Symptomatisch tritt der Teufel persönlich in wechselnder Gestalt alter Filmhelden auf, um Kalf die Unterschiedslosigkeit von Traum und Realität zu predigen. Thomas Hettche schreibt sehr sinnlich, flüssig und mit Sinn fürs Detail. Hoher literarischer Anspruch trifft Sujets, die man eher bei Trivialliteratur vermutet hätte. Die Geschichte wirkt dadurch oft unrealistisch, wodurch sie sich selbst als Fiktion zu erkennen gibt und dem Leser zeigt, woraus wir gemacht sind: Aus Geschichten wie dieser.

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  • Rezension zu "Woraus wir gemacht sind" von Thomas Hettche

    Woraus wir gemacht sind
    KaBe

    KaBe

    21. January 2008 um 00:27

    September 2002: Niklas Kalf und seine Frau Liz reisen für ein paar Tage nach New York. Er arbeitet an einer Biographie über Eugen Meerkaz, ein jüdischer Emigrant und Wissenschaftler. Am dritten Tag ihrer Reise verschwindet die schwangere Liz: Sie wurde entführt. Die Entführer fordern, dass Niklas geheimes Forschungs-Material von Eugen Meerkaz beschaffen soll. Die Suche nach Informationen führt von New York über die Kleinstadt Marfa in der texanischen Wüste bis nach Los Angeles. Thomas Hettche macht aus Niklas Kalf keinen strahlenden Helden. Im Gegenteil: Wochenlang verharrt er in Marfa, apathisch, einen Tag nach dem anderen verbringt er im gleichen Trott. Es scheint, als ob er seine Frau, das ungeborene Kind und die Entführung vergessen will. Man möchte ihn wach rütteln, damit die Suche endlich in Gang kommt. Das übernehmen dann die Entführer, denen Niklas eindeutig zu langsam ist. Sie übernehmen die Initiative. Nach einem tragischen Vorfall flüchtet er aus Marfa, nun hat ihn die Verzweiflung eingeholt. Er kann sich nicht mehr vor der Situation verstecken. Jetzt muss er handeln! Niklas kämpft gegen den Tod, gegen die lähmende Angst und für die Liebe. Er kämpft für seine Frau und das Kind. Thomas Hettche ist es gelungen, sich abzuheben von den üblichen Thrillern und Krimis, die einen mit High Speed durch die Seiten bringen und deren Helden sich vom Bürohengst zum Superman verwandeln. Und das meist innerhalb einer Seite. Niklas Kalf dagegen bleibt Mensch. Er ist in dieser extremen Situation hoffnungslos überfordert und handelt auch so. In „Woraus wir gemacht sind“ überzeugt Thomas Hettche durch seine bildhafte, detaillierte und dennoch klare Schilderung der Orte und Menschen. Ein besonderer Roman für diejenigen unter euch, die mal Ruhe brauchen im hektischen Krimi- und Thrilleralltag. Spannend ist es trotzdem! Thomas Hettche „Woraus wir gemacht sind“, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch für €. K. B. für Radio Aktiv

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  • Rezension zu "Woraus wir gemacht sind" von Thomas Hettche

    Woraus wir gemacht sind
    landscape

    landscape

    06. October 2007 um 22:10

    Hettche wollte zuviel und vergaß über allem etwas zu häufig Liz Kalf, die Frau der Hauptfigur. Sie ist der "rote Koffer" nach Hitchcock-Manier, von der man nichts weiß, die aber immer wieder aus dem Hut gezaubert wird, wenn mal wieder etwas Thrill benötigt wird. Ansonsten vertreibt er sich Dostojewski und Ovid lesend die Zeit in pittoresken Gegenden der USA und wartet auf Hinweise, die via mail oder von Killern und Emigranten übermittelt in seinen Schoß fliegen. Der Versuch, einen David Lynch-Roman zu schreiben, ist mißglückt - skurrile Nebenschauplätze, geographische Verweise und die undurchsichtige Verschwörung, als deren Opfer er erscheint, nebeln mehr zu, als dass sie dem Roman helfen. Er hat durch den Titel seine Intention in Blockbuchstaben abgesetzt, aber die Suche nach seinem europäischen Sein oder auf die Rolle, die das Individuum im Welttheater einnimmt, bleiben unklar. So bleibt man etwas hilflos zurück und weiß nicht recht, was man damit jetzt anfangen soll.

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  • Rezension zu "Woraus wir gemacht sind" von Thomas Hettche

    Woraus wir gemacht sind
    Zauberfee

    Zauberfee

    15. November 2006 um 16:37

    Der Anfang des Buches liest sich sehr spannend und vielversprechend. Gegen Mitte fand ich es allerdings sehr schleppend, langweilig und unrealistisch.