Thomas Hussung

 5 Sterne bei 7 Bewertungen

Alle Bücher von Thomas Hussung

Der Brückentroll

Der Brückentroll

 (5)
Erschienen am 26.09.2016

Neue Rezensionen zu Thomas Hussung

Neu
Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Der Brückentroll" von Thomas Hussung

Eine gefühlvolle Geschichte über Toleranz, Freundschaft und den Mut offen gegenüber anderen zu sein
Kinderbuchkistevor 4 Monaten

Eine Geschichte über Toleranz, Ausgrenzung, Angst vor Fremden, Vorurteilen und wirklicher Freundschaft
für Kinder ab 5 Jahren

Die Bilder mögen für den ein oder anderen düster wirken. Der Titel Brückentroll sogar etwas seltsam oder befremdlich.
"Das soll ein Kinderbuch sein?" hörte ich neulich in einer Bahnhofsbuchhandlung jemanden sagen.
Ja, es ist ein Kinderbuch, was nicht heißt, dass es nicht auch eine Geschichte für Erwachsene ist und wenn man mich fragt sollte man es vielen Erwachsenen vorlesen, denn Kinder sind oft wesentlich offener als ihre Eltern. Für mich sind die kleinen mit ihrer Unbefangenheit, ihrer Neugierde wesentlich erwachsener im Wesen als einige Erwachsene und so wunderte es mich nicht, das unsere Lesekinder dieses, leider etwas kleinformatige, Bilderbuch gleich in ihr Herz geschlossen haben. Die Bilder sind keineswegs duster und Trolle für Kinder wie Erwachsene im Grunde Wesen, die man schnell lieb gewinnt.
Zugegebenen Thomas Hussungs Illustrationen sind anders wie die meisten Bilderbuchillustrationen aber gerade das ist ja das schöne, was Kinder auch so lieben. Kein verniedlichter Einheitsbrei sondern charaktervolle, ausdrucksstarke Zeichnungen, die wirklich Bände sprechen so lebendig sind sie.
Nun aber genug der Vorrede kommen wir zum Buch und der wundervollen Geschichte.
Der gewissenhafte Zugbrückenwärter sitzt Tag ein Tag aus in seinem Zugbrückenwärter Häuschen. Die meisten der Kinder werden solch eine Brücker überhaupt nicht mehr kennen und so ist ihnen auch die Arbeit eines Zugbrückenwärters vermutlich gänzlich unbekannt- Ein klein wenig erinnert es von innen  an ein Eisenbahnwärterhäuschen. Viele Knöpfe, einige Schalthebel ansonsten recht trist wie die Arbeit eines Zugbrückenwärters, der zu bestimmten Zeiten veranlassen muss die Brücke hochzuziehen. Doch eines Tages entdeckt der Wärter unter seiner Brücke einen seltsamen Brückentroll.
 Wir können uns denken, wie der Brückenwärter reagiert. Das da jemand unter seiner Brücke wohnt, das geht gar nicht. Der Ansicht ist nicht nur er sondern auch die Bürger der Stadt und sogar der Kapitäne, die mit ihren Schiffen durch die geöffnete Brücke fahren. Doch im Gegensatz zur Bevölkerung zeigt der selbst recht einsame Beamte Mitgefühl mit dem Troll ( er kann auch schon so einem nett drein schauenden Wesen böse sein?) und duldet ihn zunächst einmal, sehr zum Ärger der anderen unter der Brücke.
Die beiden freunden sich an. Die vielen bunten Knöpfe und Hebel im Zugbrückenwärterhäuschen interessieren ihn.Doch die Wiederständen werden größer, der Zugbrückenwärter gerät selbst in die Schusslinie der aufgebrachten Menschen und so muss der Troll weichen. Aber kann man einen traurigen, weinenden Troll wirklich endgültig weg schicken? Noch dazu wo die beiden sich langsam angefreundet hatten. Der Zugbrückenwärter gerät in einen ziemlichen inneren Konflikt. Eigentlich ist klar, der Troll gehört zu ihm unter die Brücke, doch wie erklärt er das den anderen, die den Troll nicht da sehen möchten. Wie kann es gelingen nicht selbst ins Abseits zu geraten. Er möchte doch von allen gemocht werden und nicht wegen der Freundschaft zu einem Troll plötzlich angefeindet oder gemieden werden. Soll er dem Druck der Menschen tatsächlich nachgeben?
Nein, das geht nicht. Es muss eine andere Lösung geben.
Kurzerhand wird der Schlafplatz des Trolls umbaut. Wie ein Häuschen unter der Brücke, sogar mit eigenem Briefkasten. Mehr noch der Wärter stellt ihn als Helfer ein. Ob das die aufgebrachte Bevölkerung beruhigt?
Es ist en so wundervolles Buch, das die Kinder sofort ins Herz geschlossen haben. Klar der Troll mit den großen runden Glupschaugen und den unförmigen Gesichtszügen, den muss man einfach ins Herz schließen aber auch die ausdrucksstarke durchaus sympathische Illustration des Zugbrückenwärters kommt bei den Kleinen gut an.
Was in meiner inhaltlichen Darstellung jetzt noch fehlt sind die vielen wundervollen, teilweise übermütigen und witzigen Situationen die die beiden neuen Freunde zusammen erleben, den mit dem Troll kommt auch das triste Beamtenleben wieder in Wallung. Ein wenig als hätte der Troll ihn aus einem Dornröschenschlaf geweckt.
Nicht alles was geschieht und was die beiden erleben finden wir im Text. Gekonnt sielt der Bilderbuchmacher mit Informationen, die es nur in der Erzählung gibt und Geschichten, die nur über die Bilder erzählt werden.
Eine fantastische, spannende Einheit, in der es immer von viel Raum für eigene Entdeckungen und Interpretationen gibt.
Thematisch bietet das Buch viel. Es ist eine wundervolle Freundschaftsgeschichte, die so stark wird das sie scheinbare Grenzen überwindet. Einer muss den Anfang machen, menschlich sein, zeigen, dass das scheinbar Fremde gar nicht so fremd ist und vor allem das man nicht ausgrenzen sondern integrieren muss. So hat der Troll Dank seines neuen Freundes seinen Platz gefunden. Das Leben der beiden ist reicher geworden und die anderen?


Kommentieren0
0
Teilen
lehmass avatar

Rezension zu "Der Brückentroll und die Zugbrückentrollwohngemeinschaft" von Thomas Hussung

Ein spannende Geschichte zum Thema Freundschaft, Eifersucht und Angstüberwinden
lehmasvor 9 Monaten

Der Brückentroll wird von einem seltsamen Geräusch geweckt. Da steht doch tatsächlich ein zweiter Troll unter seine Brücke und er will auch noch hier wohnen! Ob das dem Zugbrückenwärter und den Anwohnern recht ist? Der neue Troll ist auch noch nachtaktiv und glaubt, er würde zu Stein werden, wenn er sich in die Sonne wagt. Der Brückentroll ist verunsichert und berät sich mit seinem Freund, dem Zugbrückenwärter, bei einer Tasse Tee. Gemeinsam überzeugen sie den neuen Troll, dass Sonne überhaupt nicht schädlich für Trolle ist. Und so genießt der Neue die Sonne und schläft nachts und hat neue Freunde gefunden. „Friede, Freude, Eierkuchen“ könnte man jetzt denken, wäre da nicht die Eifersucht, die sich so langsam in das Herz des Brückentrolls schleicht und ihr Gift lässt ihn zu einer bösen Lüge greifen.

„Zugbrückentrollwohngemeinschaft“ ist doch mal ein tolles Wort, mit dem man bei „Hangman“ sicher gute Gewinnchancen hat, den Ratenden an den Galgen zu bringen. In der gesamten Geschichte finden sich immer wieder solche Zungenbrecherworte – ein wahre Herausforderung für Vorleser und ein Riesenspaß für die Kids, wenn man sich wieder mal verspricht. Ein wunderbares Sprachtraining für Groß und Klein! Hinzu kommen die drolligen Trollbilder von Thomas Hussung, die vor allem meinen großen Räuber sehr gut gefallen haben. Diese Trolle sehen auch gar nicht böse aus, sondern eher witzig.

Das Buch hat ein eher kleineres Format, was meiner Handtasche beim letzten Arztbesuch sehr gefallen hat, aber bietet dennoch jede Menge Text in einer Schriftgröße, die keine Augenschmerzen verursacht. Übrigens spitzte hier nicht nur der große Räuber die Ohren, sondern auch gleich noch alle anderen Patienten im Wartezimmer des Arztes, zumindest interessierte sich keiner der Wartenden für die ausliegenden Zeitschriften. Zurück zum Text: Hier wurde auch der Redetext der Trolle unterschiedlich bunt eingefärbt, was es dem Vorleser leichter macht, jeder Figur eine eigene Stimme zu verleihen. Das mag nur eine Kleinigkeit sein, aber als Vorleser weiß man diese Details sehr zu schätzen.

Fazit: Ein spannende Geschichte zum Thema Freundschaft, Eifersucht und Angstüberwinden mit genial gezeichneten Figuren!

Kommentieren0
3
Teilen
Seelensplitters avatar

Rezension zu "Der Brückentroll und die Zugbrückentrollwohngemeinschaft" von Thomas Hussung

Ein toller Nachfolger
Seelensplittervor 9 Monaten

Meine Meinung zum Kinderbuch:

Der Brückentroll

und die Zugbrückentrollwohngemeinschaft


Aufmerksamkeit:

Diesen Punkt findet ihr auf meinem Blog.


Inhalt in meinen Worten:

Der Brückentroll wird von seltsamen Geräuschen geweckt und als er genauer hinsieht, steht da doch glatt ein anderer Troll an seinem Briefkasten, ja was wird denn das? Nun da steht doch mein Name drauf, nein da steht meiner darauf, tja und so freunden sich die beiden Trolle mehr oder weniger an.

Jedoch hat der neue ein Problem, er mag nicht in die Sonne, weil er Angst hat zu Stein verwandelt zu werden, doch das versteht nun der Brückentroll nicht, denn das kann gar nicht passieren, aber einen Schrecken bekommt er und so rennt er schnell zu seinem Freund und Kollegen dem Brückenwächter.

Was das alles auslöst und warum Lügen manchmal ganz schön fiese Wege gehen kann, das erzählt euch der Brückentroll.


Wie ich das gelesene empfand:

Ich war sehr gespannt auf diese Geschichte, denn bisher hat mich kein Buch aus dem Hause Edition Pastorplatz enttäuscht. Ich war sehr gespannt, was dieses mal passiert und war überrascht, welche Wendungen dieses Buch genommen hat.


Themen in der Geschichte:

Es geht einerseits um das liebe Thema Angst, was und wie kann man diese austricksen oder gar beikommen, ohne das die Angst überhand nimmt? Hier finde ich toll, das der Troll einfach selbst erleben muss, das Sonne ihm nichts weiter macht, außer ihn zu wärmen, tja wäre da mal die gemeine Lüge des Brückentrolles nicht, diese tat er auch nur, weil er richtig eifersüchtig war, denn der Brückentroll also der neue kann viel besser Teetrinken, viel mehr helfen und ach was ihm da nicht alles einfällt, und deswegen will er gemein sein, und dem Troll schaden, nur das er letztlich sich selbst geschadet hatte und einen Brief empfing, wo seine vermeintliche Kündigung drin war.

Ob es diese Kündigung gab oder nicht, das darf euch das Buch schon selbst verraten, aber die Themenauswahl dieses mal finde ich genial.

Denn sind wir mal ehrlich, wer handelt nicht aus Eifersucht richtig dumm? Wer hat nicht schon mal gedacht, dem zeig ich das ich viel besser bin als er und brachte sich damit zu Ende selbst in Gefahr?

Lehrreich und doch lustig ist dieses Buch, mit einer Prise Sarkasmus und einem klitzekleinen Blick in den Spiegel, so das dieses Kinderbuch definitiv KEIN reines Kinderbuch ist, sondern auch für Erwachsene durchaus ein bisschen ein Spiegel sein kann.

Einfach toll, und genau deswegen liebe ich die Bücher aus dem Verlag.


Illustrationen:

Ich finde es so cool, wie dieses Buch gestaltet ist, bei manchen Seiten muss man einfach schmunzeln, und manche Gefühle sind so genial im Buch dargestellt, das ich einfach nur allein schon wegen den Bildern das Buch liebe.


Empfehlung:

Dieses Buch ist ab fünf Jahren gut geeignet, und ich würde sagen, bis zu 120 Jahren ;) also für jung und alt. Jeder wird etwas besonderes aus diesem Buch mitnehmen und sich vielleicht selbst ertappt fühlen bei der ein oder anderen Schandtat.


Bewertung:

Dieses Buch ist so goldig, und ich musste zweimal so laut auflachen, das sogar meine Meerschweinchen einfach schnell in das Haus geflitzt sind, obwohl sie gerade in der Sonne sich sonnten, das ich einfach nicht anders kann als der Botschaft und der Illustrationen des Buches fünf Sterne zu geben.

Kommentieren0
40
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 7 Bibliotheken

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks