Die Jefferson-Bibel

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Inhaltsangabe zu "Die Jefferson-Bibel"

Thomas Jefferson, der dritte Präsident der USA, gilt als hauptsächlicher Verfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Er verstand sich als Christ, wobei er die Bibel größtenteils als Märchenbuch betrachtete. Also machte er sich daran, das Neue Testament auf seinen wahren Kern zu reduzieren, indem er alle Passagen ausließ, die von übernatürlichen Phänomenen berichten. Dadurch wurde er zu einem frühen Vertreter der historischen Jesusforschung.
Der Journalist Tobias Huch hat sich früh und intensiv mit der Jefferson-Bibel befasst. Fast zweihundert Jahre nachdem das Original erschienen ist, legt er nun die erste modernisierte deutsche Übersetzung in Buchform vor und bietet somit jedem die Möglichkeit, diesen wichtigen Text zu entdecken.

Aufgrund seines humanitären Engagements für die Kurden wird der Autor und Journalist von nationalistischen Türken und Islamisten immer wieder angefeindet und auch bedroht. Ein Shitstorm in Form einer Flut an haltlosen 1-Sterne-Rezensionen (zumeist unverifizierte Käufe) war daher leider zu erwarten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783742305725
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:144 Seiten
Verlag:riva
Erscheinungsdatum:12.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor 6 Monaten
    "Ihr könnt nicht zugleich Gott dienen und dem Mammon"

    So steht es im Kapitel III, Vers 24, dieser sogenannten Jefferson Bibel. So heißt es auch in der Original-Bibel, denn der dritte Präsident der US, Thomas Jefferson, entwickelte seine Bibel aus verschiedenen Ausgaben dieses Originals in verschiedenen Sprachen. Nichts macht den Abstand der heutigen katholischen Kirche von Jesus deutlicher als dieser Satz, denn die sogenannte Weltkirche ist ein gigantisches Unternehmen von hoher Profitabilität. Sie weiß dies allerdings gut zu verstecken.

    Thomas Jefferson hielt sich für einen Christen, so liest man es auf der Rückseite dieser Ausgabe, und er wollte die das Neue Testament von allen übernatürlichen Phänomenen befreien. So endet seine Bibel (Kapitel XVII, Vers 64) auch mit: "Und sie wälzten einen großen Stein vor den Eingang des Grabs und entfernten sich." Von der angeblichen Auferstehung, die erst Jahrzehnte nach der Kreuzigung Jesu in den sogenannten Paulusbriefen erstmals erwähnt wurde, ist bei Jefferson keine Rede. Für die Christen jedoch ist die Auferstehung ein Urgrund ihres Glaubens. Die sogenannte Jefferson-Bibel wurde zu Lebzeiten Jeffersons nicht veröffentlicht und spielte auch etwas später noch keine Rolle. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde Jeffersons Version des Neuen Testaments bekannt.

    Sie gilt heute in den USA als eine Art Standardwerk der Jesus-Forschung. Das kann man für etwas übertrieben halten, denn Jefferson ging es nicht um solche Dinge, sondern wohl lediglich um eine kurze Zusammenfassung der Lehre des Jesus Christus für den persönlichen Gebrauch. Natürlich kommen die sogenannten Schriftgelehrten, die Jesus in der Bibel kritisiert, nun daher und sprechen von einer Anmaßung. Da Jefferson seine Bibel-Version nicht veröffentlichte, geht eine solche Kritik völlig ins Leere. Das Neue Testament ist auch nicht Gottes Wort (wie etwa der Koran), sondern besteht aus den Erzählungen der Evangelisten, die erst Jahre nach dem Tode von Jesus niedergeschrieben und später immer wieder auch durch Übersetzungen verändert wurden.

    Jefferson ging es offensichtlich nur um "das Leben und die Moral des Jesus von Nazareth". Daraus wollte er Kraft und Sinn für sein eigenes Leben und Wirken gewinnen. Wer also ähnlich wie Jefferson denkt, der wird in seiner Bibel den "wahren Kern des Neuen Testaments" finden, wie es bereits im Untertitel dieses Buches heißt. Man kann es auch anders ausdrücken: Die Jefferson-Bibel enthält die Original-Lehre des Jesus von Nazareth völlig losgelöst von allen Glaubensaspekten. Nun kann man trefflich darüber streiten, ob das richtig oder falsch ist. Wenn Jesus jedoch (wie man sowohl aus dem Neuen Testament als auch aus der Jefferson-Bibel entnehmen kann) zu seinen Lebzeiten die Massen elektrisiert hat, dann doch wohl nicht, weil er schon damals als Heiliger galt, sondern weil er die Menschen mit seinen Worten und Taten überzeugte.

    Meine Bewertung dieses Textes bezieht sich allein auf die Tatsache, dass man in diesem Werk genau diesen Aspekt des Neuen Testaments völlig unabhängig von allem wie auch immer deutbarem Übernatürlichen nachlesen kann. Insbesondere wird dabei mehr als deutlich wie weit sich die heutige katholische Kirche von Jesus entfernt hat. Ob es sich bei dieser deutschen Ausgabe der Jefferson-Bibel um eine gute Übersetzung handelt, kann ich nicht beurteilen, da ich das amerikanische Original nicht kenne, das offenbar oft gelesen bei vielen Kritikern in der heimischen Bibliothek steht.

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