Thomas Jeier Das große Buch der Indianer

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Inhaltsangabe zu „Das große Buch der Indianer“ von Thomas Jeier

Weitsichtige Häuptlinge, tollkühne Krieger, stolze Frauen und geheimnisvolle Schamanen. In spannenden Berichten werden Geschichte und Kultur dieser "Native Americans" lebendig, kämpfen legendäre Anführer wie Crazy Horse, Geronimo und Pontiac noch einmal gegen den "weißen Mann". Die mythenumfangene Welt der Indianer in einem reich bebilderten Buch über die wichtigsten nordamerikanischen Stämme und Kulturkreise. Ein einzigartiger Lese- und Nachschlageband. (Quelle:'Fester Einband/30.01.2008')

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  • Die Indianer Nordamerikas im Überblick

    Das große Buch der Indianer
    SiCollier

    SiCollier

    01. August 2016 um 14:21

    Geschichtsbücher erzählen selten die Wahrheit. (Seite 192)Meine Meinung„Geschichtsbücher erzählen selten die Wahrheit.“ (S. 192) Das sagt der indianische Begleiter Ron Hawks zum Autor beim Besuch des Massengrabes der Ermordeten des Massakers vom 29. Dezember 1890 am Wounded Knee. Denn die Geschichtsbücher werden in der Regel von den Siegern geschrieben - und berichten demzufolge meist aus deren Sicht. In diesem Buch wird die Geschichte allerdings eher aus Sicht der Unterlegenen erzählt, und da sieht manches dann ganz anders aus. Etliche „Schlachten“ (sic!) werden da zu dem, was sie seinerzeit waren: pures Abknallen von Frauen und Kindern durch die US Army. Nicht nur ein Mal, immer wieder geschah es, bis hin zum Massaker am Wounded Knee. Dieses „markierte die endgültige Niederlage der nordamerikanischen Indianer und machte noch einmal deutlich, mit welcher Konsequenz die amerikanische Armee den Völkermord an der roten Rasse betrieb.“ (S. 268)In einzelnen Kapiteln erzählt Thomas Jeier die Geschichte der Stämme, der weithin bekannten wie auch von eher unbekannten. So verschieden die Stämme waren, eines ist allen gemeinsam. Egal, ob sie die Weißen freundlich oder feindlich empfingen, ob sie mit ihnen kooperierten oder sie bekämpften: am Ende stand der Untergang ihres gewohnten Lebens und der Zwang, in ein Reservat zu ziehen - dort auf Gedeih und Verderb den Agenten und den amerikanischen Behörden ausgeliefert. 371 einseitig gebrochene Verträge (vgl. S. 284) sprechen eine deutliche Sprache.Durch die Einteilung nach Stämmen läßt sich das Buch sowohl fortlaufend als auch „lexikonartig“ lesen. Die Sprache ist zwar weithin nüchtern, aber niemals trocken, so daß sich das Buch sowohl kapitelweise als auch fortlaufend gut und fast schon romanartig lesen läßt.Wenn man sich in der Thematik schon etwas auskennt, oder Western gelesen bzw. gesehen hat, werden einem immer wieder bekannte Gestalten und Ereignisse begegnen. Michael Blake hat in seinem Roman „Der Tanz des Kriegers“, der Fortsetzung zu „Der mit dem Wolf tanzt“, das Ende der Comanchen geschildert. Wie sehr er sich dabei an die historischen Ereignisse hielt, kann man hier in diesem Buch nachlesen (vgl. S. 209). An meine Jugend fühlte ich mich erinnert, als auf S. 223 von einem gewissen Thomas J. Jeffords und dem Apachenhäuptling Cochise die Rede war. „Der gebrochene Pfeil“ mit James Stewart kam mir da sofort in den Sinn, der seinerzeit noch als „Der gute Jugendfilm“ immer mal wieder im Kino zu sehen war. Besonders interessant an dem Buch sind auch die zahlreichen, meist historischen, Fotos, die bedeutsame Orte zeigen oder auch „einfache Indianer“ in ihrem täglichen Leben. Sie wollten nichts weiter, als in Frieden leben, aber Macht-, Land- und Profitgier der weißen Einwanderer drängten sie aus ihren angestammten Lebensräumen immer weiter zurück. Erschreckend wird dies, wenn man die damaligen wirtschaftlichen Interessen betrachtet - und etwa mit den heutigen vergleicht, die in Bezug auf die Globalisierung angeführt werden. Die Ähnlichkeiten lassen für viele Menschen nichts Gutes erwarten.„Alle Dinge sind lebendig, die Bäume, die Felsen, das Gras, sogar das Holz des Tisches, an dem wir sitzen. Wir sind ein Teil der Natur, das vergessen die meisten Weißen. Die Erde ist unsere Mutter. Wenn wir sie zerstören, töten wir uns selbst. Das Leben ist ein heiliger Kreis. Die Weißen haben ihn zerstört.“ (S. 132) Diese Worte von Ron Hawks, einen spirituellen Führer der Lakota, sollten eine Mahnung sein, den Kreis nicht weiter zu zerstören. Sonst bedeutet es vielleicht auch unseren Untergang.Mein FazitGeordnet nach Stämmen stellt Thomas Jeier bekannte und unbekannte indianische Nationen im Überblick vor.

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  • Rezension zu "Das große Buch der Indianer" von Thomas Jeier

    Das große Buch der Indianer
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    04. June 2011 um 11:35

    "Das große Buch der Indianer" hält, was es auf dem Klappentext verspricht: Ein einzigartiger Lese- und Nachschlageband. Das Werk bringt dem Leser auf mehr als 300 Seiten die Indianer näher und stellt klar, dass es "die Indianer" gar nicht gibt, sondern dass sie eine Vielzahl von Völkern darstellen, die sehr unterschiedlich sind, auch wenn sie von vielen nur als eine Einheit wahrgenommen werden. Das Buch ist in 12 Kapitel aufgeteilt. Die ersten zehn beschäftigen sich mit den verschiedenen Stämmen, die nach bestimmten Gesichtspunkten zusammengefasst wurden (z.B. Kapitel 1 - Die ersten Amerikaner - Anasazi, Pueblos, Hopi oder Kapitel 8 - Die Adler des Südwestens - Apachen, Navajos). Die letzten beiden Kapitel widmen sich der Gegenwart und der Zukunft der heutigen Indianer und geben Tipps für Ausflüge in das Indianerland. "Kaum ein Volk fasziniert die Menschen so sehr, wie die Indianer." (Seite 112) Die ersten zehn Kapitel erstrecken sich auf ca. 5/6 des Buches und geben somit einen umfassenden Überblick über 29 verschiedene Stämme. Dabei geht der Autor auf jeden erdenklichen Aspekt ein: Das Leben der Häuptlinge, der Krieger, der Frauen und Kinder, die Rituale, ihr Lebens als Einheit mit der Natur, die Vergangenheit mit all ihren Traditionen und natürlich auch der Kontakt der jeweiligen Stämme mit dem weißen Mann. Die Geschichten sind nicht nur informativ, sondern auch interessant und spannend geschrieben. Jeder, der sich für Indianer begeistern kann, wird von diesem Buch gefesselt werden. Das Werk ist aufgrund seiner objektiven Berichterstattung teilweise aber auch traurig, schockierend und brutal, zumindest wenn man auf der Seite der Indianer im Kampf gegen den weißen Mann steht. Dieses sorgt aber auch dafür, dass die ehrliche, umfassende Präsentation überzeugen kann. "Die Gemeinschaft war bei den Prärieindianern wichtiger, als der einzelne Mensch. Reich war nicht, wer am meisten besaß, sondern wer am meisten verschenkte." (Seite 126) Der Aufbau und die Struktur des Buches gefallen mir sehr gut. Die einzelnen Seiten sind übersichtlich und schön gestaltet. Der Text wird durch hervorgehobene Sätze oder Passagen aufgelockert. Besonders toll haben mir die zahlreichen Fotos, Karten und Zeichnungen gefallen. In der Regel gibt es auf jeder Doppelseite 2-3 Abbildungen, die immer hervorragend zum jeweiligen Text passen und das Buch somit auch zu einem optischen Highlight werden lassen. "In den dreihundert Jahren, die wir gegen die Weißen gekämpft haben, ist kein einziger Indianer weiß geworden." (Seite 274) Da mich das Buch komplett überzeugen konnte, freue ich mich auch schon sehr auf "Das große Buch des Wilden Westen", welches ebenfalls von Thomas Jeier geschrieben wurde und im September im Ueberreuter Verlag erscheinen wird. Die Covergestaltung hat sich dabei am Buch der Indianer orientiert, was mich sehr freut. Fazit: Das Werk trägt zu recht den Namen "Das große Buch der Indianer" und ist ein großartiges Nachschlagewerk, welches ich uneingeschränkt empfehlen kann. Broschiert: 303 Seiten Verlag: Ueberreuter (Januar 2011) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3800016136 Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

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