Thomas Jeier Wohin der Adler fliegt

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Inhaltsangabe zu „Wohin der Adler fliegt“ von Thomas Jeier

South Dakota, 1890: Als „Supervisor of Education“ versucht Elaine Goodale den Sioux-Indianern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Als einzige Frau, die ein öffentliches Amt bekleidet, macht sie sich viele Freunde, aber auch mächtige Feinde, und auch ihre Beziehung zu Charles Eastman, einem Indianer, stößt auf Empörung. Doch Elaine geht mutig und unbeirrt ihren Weg, bis zu jenem schicksalshaften Tag im Dezember 1890, als die Welt der Sioux beim Massaker am Wounded Knee endgültig zerbrach.

Schade, so ein toller Stoff, eine tapfere und mutige Frau und dann so langweilig und stellenweise schmalzig erzählt.

— Mrs_Nanny_Ogg
Mrs_Nanny_Ogg

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    Daniliesing

    Daniliesing

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  • Rezension zu "Wohin der Adler fliegt" von Thomas Jeier

    Wohin der Adler fliegt
    Thunderdreamer

    Thunderdreamer

    15. December 2012 um 16:52

    Es gab sie also auch damals schon... Menschen, die über den Tellerrand geblickt haben und anderen Kulturen nicht immer gleich feindlich oder überheblich gegenübergetreten sind. Einer dieser Menschen war Elaine Goodale, eine weiße Amerikanerin, die sich um die Belange der Ureinwohner ihres Landes gekümmert hat, die sich unermüdlich für eine Verbesserung der Lebensumstände auf den Reservationen eingesetzt hat. Eine Frau(!), die schon zur damaligen Zeit, gegen Ende des 19. Jahrhunderts erkannt hat, dass vor Allem Bildung nötig ist, um gleiche Chancen zu haben. Auch heute sollte man vielleicht einmal darüber nachdenken, denn der Gedanke ist aktueller denn je. Bemerkenswert ist meiner Meinung nach auch, dass es, bereits damals, gerade eine Frau war, die sich in dieser Hinsicht so engagiert hat. Zu einer Zeit, als die vorherrschende Meinung der Gesellschaft war, das Frauen an den Herd gehörten und für die Kinder sorgen sollten! Nun aber zur eigentlichen Handlung, denn der Autor Thomas Jeier beschreibt in seinem Buch nicht das gesamte Leben dieser bemerkenswerten Frau, sondern nur einen Teil davon. Die wahrscheinlich schicksalhafteste Zeit, sowohl für die Hauptperson, als auch für das Volk der Lakota( und der mit ihnen befreundeten Präriestämme). Elaine Goodale lebt zu dieser Zeit, in den späten achtziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts, mit den Lakota, denen ihr Interesse gilt. Sie arbeitet zunächst als Lehrerin, später als Verantwortliche für sämtliche Schulen auf den Reservationen, dort. Sie lernt die Gebräuche und die Sprache dieses Volkes kennen, akzeptiert, obwohl selbst überzeugte Christin, dass ihre Freunde ihrem alten Glauben treu bleiben und beobachtet das langsame Aufflammen der "Geistertanzbewegung", einer "neuen" Religion, die der indianische Prophet Wovoka verbreitet.Auch in ihrem Privatleben tut sich einiges, lernt sie in dieser Zeit doch ihren späteren Mann Charles Eastman kennen, einen auf den Schulen der Weißen erzogenen, sog. zivilisierten Dakota-Indianer. Im Buch werden viele interessante Ereignisse aus dieser Zeit erzählt, Zusammenhänge und politische Hintergründe beleuchtet und schließlich wird dem Leser ein wenig klarer sein, wieso der Konflikt zwischen Weißen und Lakota, an einem Ort, den man Wounded Knee nennt, zu einem traurigen Höhepunkt eskalieren musste. Das ist Geschichte vom Feinsten, wirklich zu empfehlen, nicht nur für ausgesprochene Indianerfans!

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  • Rezension zu "Wohin der Adler fliegt" von Thomas Jeier

    Wohin der Adler fliegt
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    09. February 2012 um 07:14

    Elaine Goodale, eine Frau zum Ende des 19. Jahrhunderts, die für die Rechte der Indianer kämpft. Sie ist Lehrerin und unterrichtet in den Day Schools die Kinder im Indianer-Reservat. Sie spricht die Sprache der Sioux fließend und kennt sich mit der Kultur und den Bräuchen der Indianer aus. Sie hat sich viele Freunde geschaffen, auch unter den Indianern, die sie respektieren. Um den Indianers zu helfen, verlässt sie für ein halbes Jahr das Reservat, um als "Supervisor of Education" (Schulrätin) zurückzukommen. In dem halben Jahr hat sich bei den Indianern vieles zum Nachteil entwickelt. Nachdem ihre Büffel von den Weißen abgeschlachtet wurden und ihnen unfruchtbares Land zum Leben zugeteilt wurde, können sie sich nicht mehr allein versorgen. Die Zuteilungen von lebensnotwendigen Nahrungsmitteln sind nunmehr auf ein Minimum eingeschränkt worden. Die Indianer gehen in Lumpen, die sie von den Weißen bekommen haben und hungern. Elaine fühlt sich nicht nur für die Bildung der Indianer zuständig, sie versucht auch zu helfen, dass sie menschenwürdig leben können. Das schafft ihr nicht nur Freunde. Männer, die vom Leben und von der Kultur der Indianer keine Ahnung haben, sitzen auf wichtigen Posten und sind nicht willens, sich von einer Frau belehren zu lassen. Als die "Geistertanz"-Bewegung aufkommt, suchen diese militärischen Beistand und tragen so zum Untergang der Indianer bei ... Thomas Jeier führt uns mit diesem Buch durch einen kleinen Abschnitt der amerikanischen Geschichte und gleichzeitig einem Lebensabschnitt der Lehrerin Elaine Goodale. Seit der großen Schlacht am Little Bighorn sind 14 Jahre vergangen und die Indianer sind gezwungen, in Reservaten, die ihnen die amerikanische Regierung zugeteilt hat, zu leben. Zusammen mit ihrem späteren Mann Dr. Charles Eastman, der selbst Indianer war und im Osten studieren durfte, versucht sie, das Leben der Indianer zu verbessern und ihnen zu helfen, wo sie nur kann. Der Leser lernt sie als knallharte Frau kennen, die sich für die Rechte der Indianer einsetzt, aber auch als poetische junge Frau, die schon in jungen Jahren Gedichte veröffentlichte. Sie behauptet sich nicht nur gegen böswillige Verleumdungen durch die Presse, sondern auch als Schulrätin. Mit einfachen Worten erzählt Thomas Jeier, wie eine bemerkenswerte Frau ihren Weg geht. Sehr detailliert erzählt er, wie es zum Massaker von Wounded Knee kam. Für das Buch gibt es eine Altersempfehlung von 14-15 Jahren, aber es ist nicht nur ein Jugendbuch, auch Erwachsene haben an dieser Lektüre ihre Freude. Ich kann dieses Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Wohin der Adler fliegt" von Thomas Jeier

    Wohin der Adler fliegt
    sunny94

    sunny94

    18. September 2011 um 12:31

    „Besorgte weiße Freunde drängten mich, niemals unbewaffnet mit Indianern zu reisen. Sie waren schlechte Psychologen und noch schlechtere Realisten. Ein Revolver in meinem Gepäck hätte mangelhaftes Vertrauen in meine Begleiter bedeutet und der Tatsache widersprochen, dass ich ihnen vollkommen vertraute und in ihnen die einzig wirkungsvolle Garantie für meine Sicherheit sah.“ Elaine Goodale Eastman Schon seit langem arbeitet Elaine Goodale als Lehrerin in der Sioux-Reservation. Ihr großes Ziel ist es, dass die Indianer die gleiche Ausbildung erhalten, wie die Weißen, damit sie später dieselben Chancen auf eine Arbeitsstelle bekommen. Dabei versteht sie sich nicht nur als Lehrerin, sondern nimmt unmittelbar am Leben der Indianer teil. Elaine wohnt teilweise sogar in einem Tipi. Sie ist eng mit der jungen Indianerin Weasel Woman befreundet, welche davon träumt, wie Elaine als Lehrerin zu arbeiten. Elaine reist an die Ostküste, um dort in Bibliotheken, Kirchen und anderen Institutionen Vorträge über ihre Tätigkeit zu halten. Während dieser Reise lernt sie ihren zukünftigen Ehemann den Indianer Charles Eastman kennen, der den Beruf eines Arztes ausübt. Als Resultat ihrer Reise wird sie befördert und kehrt als „Supervisor of Education“ in die Reservationen zurück. Dort muss sie feststellen, dass sich die Lebensbedingungen der Indianer erheblich verschlechtert haben. Viele Indianer suchen einen Ausweg aus dem Elend und schließen sich deshalb einer neuen Religion an, die besagt, dass der Messias Wovoka die Büffel zurückholen und die Weißen vertreiben wird. Ein wichtiges Ritual der Religion ist der „Geistertanz“, dem die Indianer mit steigender Intensität bis zur völligen Erschöpfung nachgehen, und der zudem von der Mehrheit der weißen Bevölkerung als Kriegstanz falsch verstanden wird. Die Ereignisse spitzen sich immer mehr zu und es kommt zur unausweichlichen Katastrophe. Das Buch wurde nach tatsächlichen Ereignissen geschrieben. Elaine Goodale und ihr Ehemann existierten wirklich. Auch das Geschehen in den Reservationen ist nicht erfunden. Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen. Man erfährt sehr viel über die Ereignisse der damaligen Zeit und auch die Bräuche und Sitten der Indianer. Am besten, finde ich zumindest, ist dem Autor die Darstellung der historischen Personen, über die ich vorher nichts wusste, gut gelungen. Die Sprache des Autors ist leicht verständlich, und somit werden auch jüngere Leser (ab etwa 12 Jahre) Freude an der Lektüre haben. Wer sich für die Geschichte der nordamerikanischen Indianer, ihre Lebensweise, Sitten und Gebräuche interessiert, sollte das Buch unbedingt lesen.

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  • Rezension zu "Wohin der Adler fliegt" von Thomas Jeier

    Wohin der Adler fliegt
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    11. April 2011 um 14:04

    Mit diesem überzeugenden Roman über das Leben der Pädagogin Elaine Goodale ist dem Schriftsteller Thomas Jeier erneut ein gutes und wichtiges Buch gelungen. Schon in früheren Veröffentlichungen hatte er sich engagiert und fundiert mit dem Leben und dem Schicksal der amerikanischen Ureinwohner beschäftigt. In seinem für Jugendliche wie für Erwachsene geeigneten Roman beschreibt Thomas Jeier nicht das ganze Leben von Eliane Goodale, sondern lediglich einen entscheidenden Anschnitt, als sie nämlich als „Supervisor of Education“ in South Dakota den Kindern der Sioux-Indianer eine Grundbildung vermittelt, die ihnen ein besseres Leben ermöglichen sollen. Sie stößt auf zahllose Widerstände und auch ihre Liebe zum dem Indianer Charles Eastman, der als einer der wenigen Indianer an der Ostküste studieren durfte, wird argwöhnisch beäugt. Doch sie geht mutig ihren Weg, eine beeindruckende Frauengestalt für ihre Zeit, bis das furchtbare Massaker am Wounded Knee auch ihr Leben verändert. „Wohin de Adler fliegt“ ist ein überzeugendes Geschichtsbuch in Romanform über ein dunkles Kapitel der Geschichte der USA und seiner Ureinwohner und gleichzeitig ein Porträt einer beeindruckenden Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.

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