Thomas Josef Wehlim Kapitulationen

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Inhaltsangabe zu „Kapitulationen“ von Thomas Josef Wehlim

21 kleine Welten »Wann werde ich schlafen? Wann essen, mich waschen, für ein sauberes Hemd? Es ist keine Zeit mehr für all dies.« Diese Sätze hat Thomas J. Wehlim einer seiner Kurzgeschichten vorangestellt. Sie spiegeln, was den Autor antreibt: Unruhe, ausgelöst durch das Chaos dieser Jahre, gepaart mit dem Schreibzwang eines 45-Jährigen. Dieser Erzählband schöpft nicht aus Alltagsgeschichten, sondern aus Ausnahmezuständen des Lebens. Thomas Joseph Wehlim beschreibt wie ein Kind, das von nichts weiß und deshalb alles sagen darf. Als hätte er sich vorgenommen, uns zu erinnern. Nicht nur thematisch zerrt er alles hervor, was wir bei den abendlichen Fernsehspielen vergessen wollen und vergessen haben. ›Kapitulation‹ in jeder Geschichte. Die Spezies Mensch gespiegelt, da, wo keiner mehr hinschaut. Die Geschichte vor der Geschichte. Die Geschichte hinter der Schlagzeile. Da wird es persönlich, und die in den Medien erzählte Story tritt ins reale Leben ein, wird fassbar und dadurch noch ungeheuerlicher. Nicht nur das Baby, das in seinem Zimmer verhungert, auch die Mutter bekommt ein Gesicht. Der Afghanistankämpfer bekommt eine Familie, ein Haus, einen Garten. Die Kurzgeschichten von Wehlim sind nicht nur kurz. Sie sind komprimiert. Kein Schnörkel oder Abschweifen. Bei der Lektüre lassen sie keine Pause zu. Aber man sollte sich hüten, das Buch an einem Abend zu lesen. Zu viele Themen, die zum Nachdenken anregen. Vielleicht zu viele in einem Band. Von den Sexualpraktiken der letzten Erdenbewohner, die (anscheinend) in einem Raumschiff durchs All trudeln, bis zu dem römischen Feldherren Nero Claudius Germanicus, der stellvertretend für die Väter aller Jahrhunderte, fern von zu Hause, um seinen Sohn bangt. Der Leipziger Fhl-Verlag wollte auf keine der Geschichten verzichten. 21 Erzählungen auf 150 Seiten, unterteilt in vier Kategorien: ›Alltägliche Tage‹, ›Große enge Welt‹, ›Geschichte und andere Störfaktoren‹, ›Die Minderheit des Ichs‹. Mit der letzten Überschrift zitiert der Autor aus seinen Prosa Zyklen. Wehlim ist 1966 in Witten an der Rohr geboren. In Mainz studierte er Mathematik. 1996 kam er mit seiner Frau und zwei Kindern nach Leipzig. Seit fast 20 Jahren reicht er Geschichten und Gedicht bei Verlagen ein - mit kleinen Erfolgen. Ab und zu ein Gedicht, eine Kurzgeschichte in einer Literaturzeitschrift. 2011 dann der Durchbruch: Im Januar bekam er den zweiten Preis beim 13. Literaturwettbewerb ›Irseer Pegasus‹. Das Deutsche Literaturarchiv Marbach klopfte an, und wird nun regelmäßig ein Update von seinem Blog machen. Und es erscheinen zwei Bücher. Nach dem Roman ›Die Tage des Kalifats‹ in der Edition Rugerup, einem Schwedischen Verlag, nun der Erzählband ‹Kapitulationen‹ im Leipziger fhl-Verlag.

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  • Rezension zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    lexxi2k

    lexxi2k

    21. December 2012 um 20:38

    Kapitulationen von Thomas-Josef Wehlim ist ein Buch mit 21 Kurzgeschichten. In den Geschichten geht es um Krieg, Rache, Familie und anderen Geschichten rund um Menschen die aufgegeben haben. Jede Geschichte wird auf unterschiedliche Art erzählt. Werden in manchen lange und ausführliche Sätze verwendet, findet man auch Geschichten mit kurzen Sätzen, die teilweise sehr abgehakt wirken. Die einzelnen Geschichten sind sehr interessant obwohl ich ehrlich gesagt zugeben muss, dass sie mir zum größten Teil nicht gefallen haben. Im Grunde geht es dabei immer um Menschen die irgendwann aufgeben. Waren einige Geschichten noch nachvollziehbar, fand ich andere einfach nur unwirklich und musste mit dem Kopf schütteln.

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  • Leserunde zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    fhl_verlag_leipzig

    fhl_verlag_leipzig

    Mal wieder Lust auf Erzählungen – auch solche, ohne „Happy End“? Macht mit bei unserer Leserunde zu „Kapitulationen”, einem Erzählband von Thomas Josef Wehlim! In 21 Geschichten umreißt Wehlim das Scheitern und die Kapitulation – mit unaufgeregtem Stil, ganz ohne Pathos. Für alle, die gern auch mal etwas „Abseits des Mainstreams“ lesen möchten. Der Autor wird während der gesamten Leserunde für eure Fragen zur Verfügung stehen. Bewerbt euch bis zum 10.10. um 20 Leseexemplare!   Was genau erwartet euch in „Kapitulationen“? Die Kapitulationen, von denen das Buch erzählt, sind vielfältig: Ein Mann unterliegt der Rache seiner depressiven Ehefrau, Bush betet auf der Verbrennungsstation um Satisfaktion, ein deutscher Feldwebel ergibt sich seinen Afghanistan-Flashbacks, eine junge Mutter opfert für ein bisschen ›Liebe‹ ihr Kind. Thomas Josef Wehlim erzählt von Kapitulationen der Geschichte und Gegenwart aus der Perspektive der Beteiligten und verleiht ihnen so eine persönliche Dimension. Gleichzeitig schafft er mit knapper, nüchterner Sprache eine scheinbar objektive Distanz – in diesem Spannungsfeld entwickeln die Erzählungen ihren Sog und zeichnen ein verstörendes Bild unserer Gesellschaft und der menschlichen Existenz. Wer ist Thomas Josef Wehlim? Thomas Josef Wehlim wurde 1966 in Witten / Ruhr geboren. Er verbrachte Kindheit und Jugend im Rheinland und studierte Mathematik in Mainz. Wehlim lebt und arbeitet seit 1996 mit seiner Familie in Leipzig. Er schreibt Prosa, Lyrik und Theaterstücke. Seine Texte wurden in zahlreichen Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht, er erhielt den zweiten Preis des ›Irseer Pegasus‹ im Jahr 2011 für Kurzprosa. Presse: „Der Glaube ist wohl der trügerischste von allen. Er lebt ja von der eigenen Kapitulation. Ein kleines Päckchen Geschichten also, das auch zum Nachdenken anregt. Nicht über die Fehler der Welt. Sondern über die gar nicht leichte Kunst des Rückzugs und der Kompromisse. Kapitulieren muss man erst in Sackgassen. Aber irgendwie werden die Helden der Menschheit ja meistens nach der stupiden Fähigkeit auserkoren, mit Hurra-Gebrüll in Sackgassen führen zu können. Auch darüber könnte man nachdenken bei Gelegenheit. “ (Leipziger InternetZeitung, 06.12.2011)  >>>Hier geht es zur Leseprobe<<< Der fhl Verlag wünscht allen Bewerbern viel Glück und eine interessante, diskussionsreiche Leserunde!

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  • Rezension zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. November 2012 um 03:03

    Das Buch ist eine Sammlung von 21 Kurzgeschichten, die teilweise ähnliche Themen behandeln, aber dennoch einzigartig sind. Es geht um Menschen in schwierigen Situationen oder an Wendepunkten ihres Lebens. Sehr schön finde ich die verschiedenen Schreibstile, die sehr bildlich und individuell auf die jeweilige Geschichte abgestimmt sind. Eine Geschichte ist beispielsweise ohne Punkt und Komma geschrieben, und zwar wirklich. Satzzeichen gibt es da nur am Ende eines Absatzes, wodurch die Verwirrung des Erzählers sehr gut dargestellt ist. Über manche Geschichten muss man zwar etwas länger nachdenken oder sie sogar mehrmals lesen, um sie zu verstehen, aber trotzdem ist das Buch unterhaltsam. Es ist eben nichts, was man mal eben so zwischendurch liest. Im Gegenteil, es lohnt sich, etwas mehr Zeit zu investieren und die Geschichten hinter den Geschichten und zwischen den Zeilen zu erfassen. Mit der ein oder anderen Geschichte konnte ich nicht so viel anfangen, die meisten haben mir aber gefallen und mich auch nachdenklich gestimmt. Wer leichte Kost für zwischendurch sucht ist hier falsch, aber jedem, der Denkanstöße und Geschichten zum Nachdenken und Interpretieren mag, kann ich dieses Buch unbedingt empfehlen.

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  • Rezension zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    conneling

    conneling

    19. November 2012 um 22:57

    Kapitulationen von Thomas-Josef Wehlim ist ein Buch mit 21 Kurzgeschichten, welches in vier Unterkapitel aufgeteilt ist. In den Kurzgeschichten handelt es sich um Themen wie Krieg, Verzweiflung, Rache, Kindesmissbrauch, alles sehr düster, beklemmend und teilweise verstörend und nichts für zwischendurch. Die Art von Thomas-Josef Wehlim zu schreiben hat mir gut gefallen, sprachlich wirklich gut gelungen, allerdings muss man in der Stimmung für diese Geschichten sein, die lange nachklingen und auf jeden Fall Geschmackssache sind. Man weiß jedoch vorher um was für Geschichten es sich bei Kapitulationen handelt, das Cover dazu finde ich sehr passend und gut ausgewählt. Spezielle Kurzgeschichten die zum nachdenken anregen und sehr gut geschrieben sind, empfehlenswert für jeden der Kurzgeschichten gerne liest mit schwieriger Thematik.

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  • Rezension zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. November 2012 um 14:26

    Geschichten von und über Kapitulationen, die unter die Haut und mitten ins Herz gehen, aber nicht auf eine herzergreifende Art und Weise, sondern auf herzzerreißende Art im negativen Sinne. Die Geschichten sind traurig, kalt, grausam und voller Gewalt. Man empfindet Ekel, Trauer, Angst und Mitleid für all die gescheiterten Personen in den Kurzgeschichten. Thomas Josef Wehlim schreibt nicht nur mit vielen unterschiedliche Stilen seine 21 Geschichten, sondern auch mit viel Wissen über die Geschichte unserer Welt, in der die Kapitulation schon vieles verursacht hat, was uns heute noch bewegt und beeinflusst. Kapitulationen gibt es nicht nur im Krieg, sondern auch in Partnerschaften, in der eigenen Seele oder im Herzen. Mit großer sprachlicher Gewalt hat mich Thomas Josef Wehlim berührt und zum Nachdenken gebracht, warum einige Menschen nichts anderes können als aufzugeben, ob das nun ihr eigenes Leben oder das anderer Menschen betrifft.

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  • Rezension zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. November 2012 um 21:04

    Beeindruckende Kurzgeschichten * "Kapitulationen" von Thomas-Josef Wehlim ist eine Sammlung voll von tiefgründigen und nachdenklich stimmenden Geschichten. Seine Geschichten sind vier Oberbegriffen zugeordnet, die da wären: Alltägliche Tage, Große enge Welt, Geschichte und andere Störfaktoren und Die Minderheit des Ichs. Ich finde diese Einordnung der einzelnen Geschichten sehr interessant und auch ziemlich passend, man merkt, dass sich hier Gedanken gemacht wurden und nicht einfach drauf los geschrieben wurde. * Der Schreibstil ist wirklich toll, jeder Geschichte angepasst und sehr bildlich - auch wenn man sich viele Situationen, die in den Geschichten vorkommen am liebsten gar nicht vorstellen möchte. Denn wie der Titel "Kapitulationen" es schon sagt, geht es um Niederlagen und Verluste. Manchmal einzelner Menschen, manchmal eines Volkes oder einer Regierung. * Die ein oder andere Geschichte mag mal etwas schwer verständlich sein, wie zum Beispiel "Einbahnstraßen", aber im großen und ganzen, weiß man als Leser worauf Herr Wehlim hinauswill. So gehört zum Beispiel die Erzählung "Sieverths Tor" zu einer meiner liebsten, auch wenn es ein sehr unschönes Thema behandelt - einen Reaktorunfall. Aber auch über solche Themen muss gesprochen werden, mehr denn je, und ich persönlich finde, dass "Kapitulationen" auch ein wenig ein literarischer Aufschrei und Aufruf an den Menschen ist seinen Kopf zu benutzen und sich für seine Welt und Umwelt einzusetzen. * "Kapitulationen" stimmt nachdenklich, lässt deine Gedanken kreisen und kann den Leser einfach nicht kalt lassen. "Kapitulationen" ist vieles, aber eines bestimmt nicht: Mainstream! Lasst euch von den Sätzen und Ausführungen von Thomas-Josef Wehlim beeindrucken - eine klare Kaufempfehlung!

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  • Rezension zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    Blaustern

    Blaustern

    13. November 2012 um 20:41

    „Kapitulationen“ ist eine Sammlung von 21 Kurzgeschichten in vier Kapiteln. Die Themen reichen von Bürokratie, Krieg, Kindesmissbrauch, verzweifelter Liebe, Rache bis zum krankhaften psychischen Verhalten der Menschen und ihren Kapitulationen in allen möglichen Lagen des Lebens, die jedem Menschen passieren können. Dabei spielen die Geschichten aber nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in weiter Vergangenheit, während der Kriege und sogar in der Zukunft. Je nach der Unterschiedlichkeit des Themas ist auch der Schreibstil gehalten. So sind einige Geschichten kurz und bündig geschrieben, bei anderen fehlen Punkt und Komma. Bei einigen Geschichten fand ich es sehr schwer, einen Faden zu finden, während mir andere wieder sehr gut gefielen. Für mich war der Favorit „Germanicus, A.D.15“. Das Buch ist ziemlicher Hardcore und nichts zum schnellen Durchlesen. Es regt eher zum Nachdenken an, und oftmals muss man die Geschichte sogar ein zweites Mal lesen, um sie überhaupt zu begreifen. Es sind keine Geschichten mit Happy End, viele davon mit einem entsetzlichen Ende.

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  • Rezension zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. November 2012 um 23:50

    Ein Buch ohne Happy End mit Einblick in die menschlichen Abgründe gefällig? Dann sind Thomas Josef Wehlims Kurzgeschichten in "Kapitulationen" genau das Richtige! Das Buch umfasst 21 Erzählungen in vier Kapiteln. Inhaltlich ist es sehr breitgefächert und natürlich Geschmackssache, ob man über Themen wie Krieg, Gewalt, Kindermissbrauch, Verzweiflung und Rache etwas lesen möchte. Mein Highlight war die Geschichte "Einbahnstraßen", die sich der behördlichen Willkür widmet. Wehlims Geschichten reichen von der Vergangenheit bis in die Zukunft. Sprachlich sehr versiert -oft sehr sachlich und nüchtern- entführt der Autor den Leser in eine Welt der Kapitulationen, wie der Titel schon nahelegt. Insgesamt ist das Buch für jeden geeignet, der auch vor harter Kost mit persönlichen und gesellschaftlichen Problemen nicht zurückschreckt! Sicher kann man das Buch nicht in einem Rutsch lesen, da es zum Nachdenken anregt und die Geschichten erst irgendwie verarbeitet werden müssen. Manches muss man vielleicht auch zwei- oder dreimal lesen, um alles zu verstehen.Manche Geschichte gefällt auch zwischendurch weniger, aber insgesamt ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. October 2012 um 13:45

    Das Buch erhält 21 Erzählungen die in vier Abschnitte unterteilt sind. Die Erzählungen behandeln die unterschiedlichsten Themen die einem in die Abgründe der menschenlichen Seele führen, darunter Krieg, Rache und Kindesmissbrauch. Der Sprachstil des Autors vermag den Leser in die unterschiedlichsten Situationen sofort hineinzuversetzen und die unterschiedlichen Perspektiven nachzuvollziehen. Obwohl die Geschichten sehr schwere Kost sind, bleibt der Stil sachlich, sodass der Leser sich seine eigenen Emotionen blieben kann. Man könnte das Buch in einem Rutsch durchlesen, ich empfehle aber sich die Kurzgeschichten einzuteilen um jede einzelne Geschichte auf sich wirken zu lassen. Einige Geschichten haben mir mehr andere nicht ganz so gut gefallen, dennoch ist es beeindruckend durch die Kürze der einzelnen Geschichten so viel Kontext zu vermitteln. Das Cover ist passend zum Inhalt gewählt.

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  • Rezension zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    PoldyEsther

    PoldyEsther

    28. October 2012 um 10:03

    Das Buch "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim umfasst 21 Erzählungen, die in verschiedene Unterkapitel unterteilt sind. Die Erzählungen arbeiten inhaltlich die unterschiedlichsten Themen auf, darunter Krieg, Kindermissbrauch, Verzweiflung allgemein, Rache und vieles mehr! Aus sprachlicher Sicht sind alle Geschichte sehr gelungen. Bei Betrachtuing des Inhalts muss man ganz klar sagen, dass diese Geschmackssache sind. Mir persönlich haben die Erzählungen über Kindesmissbrauch gar nicht gefallen. Es fiel mir schwer, diese zu lesen. Am meisten beeindruckte mich die erste Geschichte "Cyber Advocate" sowie "Germanicus, A.D. 15". Somit ist "Kapitulation" durchaus ein Buch für jeden Leser, der sich nicht mit leichter Kost zufrieden gibt, sondern sich mit gesellschaftlichen und persönlichen Problemen der Protagonisten auseinander setzen möchte! Nur muss der Leser dann auch damit rechnen, dass die Erzählungen von Zeit zu Zeit verstörend sind!

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  • Rezension zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. October 2012 um 15:57

    Gestaltung Optisch gefällt mir das Buch ziemlich gut. Es hat was sehr trostloses an sich, passt also sehr zu der Thematik. :) Meinung Die Thematik des Buches hat mich sehr interessiert und da ich erst kürzlich die Freude an Kurzgeschichten für mich entdeckt habe, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Das Buch war allgemein, was auf Grund der Thematik logisch ist, sehr hoffnungslos. Viele der Geschichten haben einen mit einem beklemmenden Gefühl zurück gelassen. Und letztendlich haben auch viele davon einen sehr berührt. Die Thematik der Geschichten ist immer sehr unterschiedlich, mal geht es um Kindesmissbrauch, Kindesentführung, Krieg, Rache.. Es sind Themen die auch in den Medien immer wieder aufkommen, hier aber mal aus einer vollkommen anderen Sicht dargestellt. Eine tolle Vielfalt an Geschichten hat sich hier zusammen getan, jede von ihnen hat seine eigene Aussage und zu jeder macht man sich auch im nachhinein viele Gedanken, zu der einen mehr zu der anderen weniger. ;) Klar mir haben nicht alle gefallen, bei einigen erschloss sich mehr der Sinn nicht ganz und andere wiederum konnten mich von der Thematik her einfach nicht packen. Letztendlich habe ich bei 21 Geschichten allerdings auch nicht erwartet, dass ich alle in den Himmel loben würde, weshalb ich das auch gar nicht als Kritikpunkt werten möchte. Das würde die Wertung dieses durchaus lesenswerten Buches unverdient herunterziehen, es waren nämlich einige tolle Geschichten dabei, die mich nicht nur durch die Thematik für sich gewinnen konnten, sondern vor allem durch die ungewöhnliche Art diese Geschichten zu erzählen, meiner Meinung nach hat der Autor hier großes Talent bewiesen. Jede Geschichte ist anders geschrieben, jede Geschichte wird anders erzählt und bis auf einigen Ausnahmen, kommt man dennoch wunderbar in jede einzelne von ihnen hinein. Es fällt größtenteils einfach sehr leicht, sich dem geschriebenen anzupassen auch wenn dieses manchmal recht ungewöhnlich daherkommt. :) Zu manchen Geschichten hätte ich gerne noch mehr erfahre, einige hatten durchaus Potenzial mehr zu werden als "nur" eine Kurzgeschichte, aber ein Glück hat man seine Fantasie mit der man sich die Geschichte selbst zurecht spinnen kann. Fazit Ein sicherlich spezielles Buch, mir hat es aber sehr gut gefallen. Ich kann dieses Buch ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen, man sollte sich nur mit Kurzgeschichten anfreunden können. ;)

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    Kapitulationen
    Babscha

    Babscha

    25. October 2012 um 21:11

    Es gibt im Leben viele Möglichkeiten und Anlässe zu kapitulieren. Der Autor beschreibt hier in seinen, nennen wir sie Kurzgeschichten, nur einige. Aber die sind durchweg interessant. Exemplarische Szenen und Schlaglichter einfach aus dem normalen Leben gegriffen, so wie´s jedem anderen auch passieren könnte, dann wieder Geschichten, die einfach in tatsächliche historische und heutige zeitgeschichtliche Zusammenhänge „eingebaut“ werden (aber sich durchaus so zugetragen haben könnten). Bis hin zu abstrusen Geschichten mit echtem aha-Faktor. Und hier scheitern sie, im Kleinen wie im Großen. Der Mensch als Spielball seiner Schwächen und Unzulänglichkeiten genau so wie in seiner Abhängigkeit von Zufall und Schicksal. So ist Leben, genau. Ein ungewöhnliches, insgesamt lesenswertes Buch mit starken und schwächeren Geschichten, das dem Leser noch mal recht drastisch verdeutlicht, wie wenig Einfluss der Einzelne letztlich überhaupt darauf hat, in welchen Bahnen sich sein Lebensfluss so dahin schlängelt.

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  • Rezension zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    sofie

    sofie

    25. October 2012 um 12:20

    Den Leser von „Kapitulationen“ erwarten vier Abschnitte mit jeweils fünf bis sechs Kurzgeschichten zu unterschiedlichsten Themen. Es geht um Gewalt, Verbrechen, Krieg, zerstörte Existenzen, geplatzte Träume. Die Geschichten spielen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Einige sind sehr realitätsnah, andere eher im Bereich Science-Fiction anzuordnen. Der Stil ist oft sehr sachlich und nüchtern. Jede der Geschichten hat außerdem ihren eigenen Stil, trotzdem zieht sich durch alle auch die Handschrift des Autors. Das fand ich besonders beeindruckend und machte das Buch sehr abwechslungsreich. Insgesamt ist „Kapitulationen“ aufgrund seiner Thematik und auch aufgrund des Stils keine leichte Kost. Man kann es sicher nicht in einem Zug durchlesen, manche der Kurzgeschichten muss man erst einmal setzen lassen oder noch einmal lesen. Man darf auf jeden Fall keine Happy Ends erwarten und sich auch nicht von den geschichtlichen Themen abschrecken lassen. Meine persönliche Lieblingsgeschichte ist „Einbahnstraßen“, eine wunderbar skurrile Geschichte über die Willkürlichkeit von Behörden. Insgesamt kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!

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  • Rezension zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    mabuerele

    mabuerele

    23. October 2012 um 20:25

    Die Anthologie enthält 21 Erzählungen. Alle beschäftigen sich mehr oder weniger mit dem Thema Kapitulation. Sie sind in vier Themen unterteilt. In „Alltägliche Tage“ geht es um zwischenmenschliche Probleme. Auch der Bürokratismus spielt eine Rolle. „Große enge Welt“ enthält Erzählungen, die zeigen, wie auch entfernte Probleme auf uns durchschlagen. Die Erzählungen zu „Geschichte und andere Störfaktoren“ waren eindeutig meine Favoriten. Im letzten Abschnitt stand dann das krankhafte Verhalten Einzelner im Mittelpunkt. Die Geschichten sind von unterschiedlicher Qualität. Eines aber ist allen gemeinsam. Meiner Meinung nach ist dem Autor sehr gut gelungen, Stil und Inhalt in Einklang zu bringen. Einige Erzählungen zeichnen sich durch kurze, prägnante Sätze aus, bei anderen Themen folgt der Text fast ohne Punkt und Komma. In jedem Fall unterstützen diese Stilelemente den Inhalt. Die Kapitulation vor der Bürokratie geschieht zum Beispiel in der Sprache der Bürokraten. Während ein paar wenige Geschichten in sich abgeschlossen wirken, lassen die meisten breiten Raum für die Phantasie des Lesers. Dabei lassen viele Erzählungen in die Abgründe unserer Gesellschaft und der menschlichen Seele blicken. Das Cover der Ruine, großformatig besprayt, passt zum Inhalt. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es ermöglicht interessante Einblicke in unsere Welt, die durch ihre Kürze beeindrucken.

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  • Rezension zu "Kapitulationen" von Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    23. October 2012 um 16:58

    gemischte Meinung. Nun habe ich mich wieder auf das Abendteuer Kurzgeschichten eingelassen. Dabei ist mir bewusst, dass es recht schwierig ist, eine gute Kurzgeschichte zu fassen. Und diese hier sind doch ein bisschen speziell. Einige Geschichten haben mir unglaublich suuuper gefallen. So war ich von der Mutter, die ihr Kind für Liebe/Sex opfert absolut begeistert!! Auf der anderen Seite waren da auch einige Geschichten, wie zum Beispiel "Einbahnstraße", die mir weniger gefallen haben oder ich nicht so ganz verstanden habe. Sehr gut hat mir gefallen, dass der Autor für die einzelnen Geschichten in verschiedene Perspektiven gewechselt hat. So unterscheiden sich diese zum Teil sehr in Sprache und Atmosphäre.

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