Thomas Käsbohrer

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Die vergessenen Inseln, Sturm. und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Thomas Käsbohrer

Thomas KäsbohrerDie vergessenen Inseln
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Die vergessenen Inseln
Die vergessenen Inseln
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Erschienen am 10.04.2018
Thomas KäsbohrerSturm.
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Sturm.
Sturm.
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Erschienen am 12.12.2017
Thomas KäsbohrerEinmal München - Antalya, bitte.
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Einmal München - Antalya, bitte.
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Erschienen am 01.07.2015
Thomas KäsbohrerGewitterSegeln. Seemannschaft und Grenzerfahrung.
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GewitterSegeln. Seemannschaft und Grenzerfahrung.
Thomas KäsbohrerEinmal München - Antalya, bitte.
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Einmal München - Antalya, bitte.
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Erschienen am 01.03.2017
Thomas KäsbohrerEin Sommer lang Sizilien.
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Ein Sommer lang Sizilien.
Ein Sommer lang Sizilien.
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Erschienen am 01.01.2017

Neue Rezensionen zu Thomas Käsbohrer

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sommerleses avatar

Rezension zu "Die vergessenen Inseln" von Thomas Käsbohrer

Interessante Reisereportage, die Historie und persönliche Abenteuer eines Seglers vorstellt
sommerlesevor 5 Monaten

"Die vergessenen Inseln" von Thomas Käsbohrer ist ein persönlicher Erlebnisbericht, der sich wie ein Roman liest. Das Buch erscheint im PenguinVerlag.


Thomas Käsbohrer fühlt sich dort am wohlsten, wo nur noch Himmel, Wind und Wasser sind. Neun Monate im Jahr verbringt er auf dem Segelschiff und trotzt der Unwirtlichkeit des Meeres. Für »Die vergessenen Inseln« reist er durch das Mittelmeer, steuert große Eilande wie Sizilien an, aber auch fast vergessene wie Palagruža. Auf jeder Insel entdeckt er eine Geschichte, die über den Ort hinausweist und zeigt, warum unsere Welt so wurde, wie sie ist. Käsbohrer erzählt von dem Abenteuer, allein auf offener See zu sein, er bringt uns die Sehnsucht nach Weite nahe, die wir alle in uns tragen, und verdichtet seine Reise zu einer Geschichte der Welt, die so noch nicht erzählt wurde. (Klappentext)Dieses Buch ist eine Mischung aus Roman und Erlebnisbericht des literarischen Segelfans Thomas Käsbohrer. Er hat lange Zeit als Verleger in einem Buchverlag gearbeitet und hat stets von einer großen Reise geträumt. Mit seinem Schiff Levje hat er sich diesen Traum erfüllt und segelte durch das Mittelmeer. Neben nautischen Informationen stellt er seine persönlichen Erfahrungen und historische Einblicke in diesem Buch vor. Er schreibt auch für die
Zeitschrift YACHT und hat den Blog Mare Blu.


Dabei bekommt man als Leser seine eigenen Erfahrungen auf hoher See hautnah mit, wie er alleine den Gewalten des Meeres und den Gefahren von Stürmen ausgesetzt ist, diesen trotzt und welche Erlebnisse und Gedanken ihn dabei begleiten.

Er verbindet auf seiner Mittelmeerreise aber auch historische Hintergründe mit seinem eigenen Erleben. So taucht man in die Steinzeit ein, erlebt längst versunkene Inseln und Urlaubs-Inseln, die früher andere Namen trugen, und sieht die Griechen und Römer besiedeln, kämpfen und werkeln.


Stets verbindet er aktuelle Anekdoten und Hintergründe mit diesen historischen Anfängen. Wir erfahren von Lepra-Inseln, entdecken Kitesurf Hotspots, erleben Soldaten im 2. Weltkrieg auf Rhodos, sehen Thunfischer in Aktion und hören vom Leben der Jackie O. Auch von Flüchtlingsbooten und Schwammtauchern ist in diesem Buch die Rede.


Seine Berichte sind absolut vielfältig und sehr interessant. Es ist für jeden etwas dabei, man lernt, hört und staunt beim Lesen.
Daneben bekommt an genaue Abläufe und Vorgänge an Bord geschildert, erfährt von den vielen nötigen Handgriffen beim Segeln, von Nautik und von der nervenzehrenden Situtation bei Nacht auf See im Sturm. Seine Ängste scheinen nicht besonders stark zu sein, denn er trotzt allen Gefahren und meint auf See weniger Angst zu haben als an Land.


Ich habe einige zu detailgenaue Schilderungen des Segelns überflogen, dafür bin ich nicht die richtige Zielgruppe. Man muss sich etwas einlesen, dann bekommt man ein Gefühl für den Erzählstil des Autors. Denn er springt von Insel zu Insel, segelt natürlich dorthin und springt von Vergangenheit zu Gegenwart hin und her.
Es geht von Sizilien nach Malta, von dort nach Kreta, nach Venedig und Mallorca und zwischendurch auf türkische Inseln. Leicht verwirrend das Ganze, aber man folgt gebannt und sieht die Abenteuer im Laufe der Geschichte plötzlich in einem anderen, viel kleineren Blickwinkel.

Im Grunde zieht Thomas Käsbohrer eine Route, die der Geschichte des Mittelmeeres folgt. Von den ersten Ansiedlungen zu Christi Geburt, von den ersten Kreuzzügen bis zur heutigen Zeit mit den Flüchtlingsströmen. Hier erlebt man die Historie im Zeitraffer und saust mit dem kleinen Segelboot dahinter her.


Dieses Buch ist die richtige Lektüre für gestandene Seefahrer, Segler und Weltenbummler. Aber auch Historiker werden ihre Freude an den verschiedenen Stationen haben. Ich habe einige Geschichten und die historischen Begebenheiten nicht alle gleich interessiert gelesen. Doch insgesamt bin ich sehr angetan von diesem besonderen Buch. Gut zu lesen und mit vielen persönlichen Eindrücken anschaulich untermalt.


Eine interessante Reisereportage mit vielen gelungenen Einblicken und den historischen Bezügen.

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Schwamms avatar

Rezension zu "Die vergessenen Inseln" von Thomas Käsbohrer

Die Reise beginnt ...
Schwammvor 6 Monaten

Der Autor

Thomas Käsbohrer arbeitete viele Jahre als Verleger in einem Buchverlag. Doch dieses Leben schenkte ihm nicht die Erfüllung, nach der er sich sehnte. Daher beschloss er, seinen normalen Beruf an den Nagel zu hängen und seinen Traum zu verwirklichen. Mit seinem Schiff Levje segelt er seither quer über das Mittelmeer. Seine Erfahrungen schreibt er unter anderem für die Zeitschrift YACHT und seinem eigenen Blog Mare Blu. Und wenn er mal nicht gerade mit seinem Boot unterwegs ist, lebt er südlich des Starnberger See.

 

Worum geht es?

Thomas Käsbohrer segelt mit seinem Schiff Levje regelmäßig über das Mittelmeer und entdeckt Inseln, die in Vergessenheit geraten sind, typische, bekannte Urlaubsinseln und Inseln, deren Namen im Laufe der Jahrhunderte mehrmals wechselten. Und wann immer er an einer Insel anlegt, nimmt er uns mit auf die Geschichten der Insel, zeigt uns Leute des Alltags, erzählt uns von seinen Erlebnissen fernab der Zivilisation auf dem offenen Meer und teilt uns sogar seine persönlichen Ängste mit.

 

 

Fazit

Als ich den Buchtitel Die vergessenen Inseln und die Informationen darüber las, war ich erst einmal sehr angetan. Ein Buch über Inseln, die man nicht kennt, die man vergessen hat oder die es womöglich eigentlich gar nicht mehr kartografisch gibt. Aber bereits zu Beginn hat man ein bisschen Schwierigkeiten in das Buch zu kommen, da erst einmal das nautische im Vordergrund steht. Man lernt das Schiff Levje kennen und irgendwie beginnt die Geschichte mit einer Insel.

Eine kleine Geschichte über die Insel, warum Thomas Käsbohrer dort anlegt, wie er hinkam und einige Anekdoten seiner Reise dorthin. Dann plötzlich ist man verwundert. Man springt in der Zeit. Plötzlich liest man geschichtliche Hintergründe über die Inseln. Wir beginnen weit vor Christi Geburt. Und das Springen nimmt kein Ende. Eine andere Insel. Eine andere Reiseanekdote. Ein anderer geschichtlicher Background. Das wirkt seltsam. Auch die Sprünge an sich. Wir springen von Sizilien nach Venedig, von Mallorca nach Kreta, um dann zwischenzeitlich auf einer der türkischen Inseln zu landen und kaum in deren Vergangenheit vertieft, finden wir uns erneut in Sizilien wieder. Das wirkt leicht verstörend. 

Aber warum? Weil wir falsch denken. Das wird einem aber erst ziemlich spät bewusst. Wir lesen keinen Reisereport eines Segeltörns „einmal rund um das Mittelmeer“, sondern wir lesen Geschichten, die über einen langen Zeitraum gesammelt wurden. Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter, kaum eine Jahreszeit fehlt, in der Thomas Käsbohrer nicht einer dieser Inseln besucht hatte. Und die Sortierungen seiner Geschichten haben letztlich einen tiefgründigen Sinn. Denn er nimmt uns mit durch die Geschichte des Mittelmeers. Von den ersten Bevölkerungen, über Christis Geburt, entlang der ersten Kreuzzüge bis zur Neuzeit und deren Tragödien im Mittelmeer auf dem Zenit der Flüchtlingsbewegungen. Alle seinen Geschichten sind zeitlich geordnet und deshalb landen wir immer wieder auf den gleichen Inseln, nur in einer anderen Epoche.

Spätestens jetzt, wo dem Leser das klar geworden ist, teile ich dem Buch meine absolute Begeisterung. Denn die Geschichten sind authentisch, man bekommt eine Vielzahl von geschichtlichen Ereignissen, Hintergrundwissen, tiefgründige Zusammenhänge und letztlich ein gesammeltes Werk der wichtigsten Ereignisse im Mittelmeer und all das, aus der Sicht eines einzelnen kleinen Seglers namens Thomas Käsbohrer. Er fesselt den Leser an seine Geschichten, an die Inseln, er zeigt uns deren Seiten, die einem sicherlich verborgen geblieben wäre.

Daher ist Die vergessenen Inseln wirklich eine gelungene und überraschende Reisereportage eines mutigen Mannes, der die Chance und den Mut ergriffen hat, genau diese Reisen zu beginnen.

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