Vorab: Ich kann jeden verstehen, dem es schwer fällt, Schindlers Liste komplett zu lesen.
Denn Schindlers Liste list sich weniger wie ein Roman, sondern vielmehr wie ein Sachbuch, das in Romanform aufgearbeitet wird.
Wer setzt sich schon hin, und liest einfach mal 300 Seiten im Brockhaus...
Auch mir fiel es mitunter schwer, dran zu bleiben. Aber die in dem Buch geschilderten Hintergründe habe ich in dieser Form noch niemals irgendwo gesehen, gehört oder gelesen. Nicht in der Schule, nicht in unzähligen Dokus, nicht in der Verfilmung, nirgends.
Das Buch erweitert den Horizont und öffnet einem auf schockierende Weise die Augen, was einem bis heute über die Schicksale der Juden nicht nur in Deutschland verschwiegen wird.
Schindlers Liste ist ein historisches Manifest und Dokument.
Mich hat, so schwer es auch wegen dem Inhalt und der Erzählweise zu lesen war, so viel wissen vermittelt und berührt, dass ich noch bevor ich das Buch zuende gelesen hatte, nach Krakau reisen musste, um die historischen Schauplältze vor Ort kennen zu lernen.
Krakau ist durch und durch geprägt von seiner Geschichte und ich kann es nur jedem empfehlen, selbst diese Reise anzutreten.
Das Buch, gerade weil es kein Vergnügen ist zu lesen, sollte in jeder höheren Jahrgangsstufe zur Pflichtlektüre werden.




















