Schindlers Liste

von Thomas Keneally 
4,4 Sterne bei265 Bewertungen
Schindlers Liste
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Neue Kurzmeinungen

Leseratte2007s avatar

Mir fehlen die Worte. Das Buch hat mich geschockt, abgeschreckt und zu Tränen gerührt. Sollte jeder gelesen haben!!!

Jassi1993s avatar

Uneingeschränkt Beeindruckend!!

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Inhaltsangabe zu "Schindlers Liste"

„Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganz Welt“ – die Geschichte des Oskar Schindler. Oskar Schindler, Industriellensohn aus Mähren, Liebhaber schöner Frauen, brillanter Geschäftsmann, gutaussehender blonder Deutscher – dieser Mann übernimmt 1939 in Krakau eine Emailfabrik, in der ausschließlich Juden arbeiten. Schon nach kurzer Zeit erfreut er sich bester Kontakte zu den Nazis. 1942, bei der Auflösung des Krakauer Gettos, sieht er mit an, wie Juden auf offener Straße erschossen werden. Sein Entschluss steht fest: Er wird sich für die Juden einsetzen, um sie vor dem KZ zu retten. 1944 schließlich fordert er mit seiner legendären Liste Arbeitskräfte für seine Fabrikumsiedlung an: Über tausend Juden stehen darauf, und sie entgehen dem sicheren Tod. Die Geretteten schmieden ihm aus eigenem Zahngold einen Ring, in den sie den Talmud-Spruch gravieren: „Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt.“ Gründlich recherchiert und spannend aufbereitet, schildert das Buch ein bewegendes Stück Geschichte, ergänzt von einem Anhang mit Unterrichtsanregungen für den Einsatz in der Schule. Im Februar 1994 wurde die Verfilmung des Buches durch Steven Spielberg mit dem Golden Globe für besten Film, beste Regie und bestes Drehbuch und kurz darauf mit 7 Oscars ausgezeichnet.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570300046
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:351 Seiten
Verlag:cbt
Erscheinungsdatum:01.04.2002
Das aktuelle Hörbuch ist am 03.11.2004 bei Random House Audio erschienen.

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    Leseratte2007s avatar
    Leseratte2007vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Mir fehlen die Worte. Das Buch hat mich geschockt, abgeschreckt und zu Tränen gerührt. Sollte jeder gelesen haben!!!
    „Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganz Welt“ – die Geschichte des Oskar Schindler.

    Darum geht es (Klappentext):

    Oskar Schindler, Industriellensohn aus Mähren, Liebhaber schöner Frauen, brillanter Geschäftsmann, gutaussehender blonder Deutscher – dieser Mann übernimmt 1939 in Krakau eine Emailfabrik, in der ausschließlich Juden arbeiten. Schon nach kurzer Zeit erfreut er sich bester Kontakte zu den Nazis. 1942, bei der Auflösung des Krakauer Gettos, sieht er mit an, wie Juden auf offener Straße erschossen werden. Sein Entschluss steht fest: Er wird sich für die Juden einsetzen, um sie vor dem KZ zu retten. 1944 schließlich fordert er mit seiner legendären Liste Arbeitskräfte für seine Fabrikumsiedlung an: Über tausend Juden stehen darauf, und sie entgehen dem sicheren Tod. Die Geretteten schmieden ihm aus eigenem Zahngold einen Ring, in den sie den Talmud-Spruch gravieren: „Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt.“

    Meine Meinung:

    Ich finde es ziemlich schwierig ein Buch mit dieser schwierigen und tiefergreifenden Thematik zu bewerten, deswegen werde ich dies auch nicht tun.
    Ich finde die Thematik ist sehr wichtig und jeder sollte dieses Buch gelesen haben oder sich zumindest mit dieser Thematik befassen. Es ist ein dunkles Kapitel in der Geschichte und zu solchen Gräueltaten sollte es nie wieder kommen, deswegen sollte jeder aufgeklärt werden. Der Schreibstil und der Aufbau waren sehr eindringlich und haben Schindlers Leben gut zusammengefasst. Auch die Umstände der Judenverfolgung kamen heraus und ich bin immer noch geschockt, obgleich ich schon ein paar Bücher mit dieser Thematik gelesen habe und schon ein paar Sachen wusste.
    Ich habe an manchen Stellen Tränen geweint und bin immer noch berührt von der Geschichte Schindlers, die auch zeigt, dass nicht alle weggesehen haben und dass es auch Personen gibt, die sich gewehrt und geholfen haben.

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    Dorfwolfs avatar
    Dorfwolfvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine beeindruckende Geschichte über eine beeindruckende Person.
    Beeindruckend

    Schinders Liste gehört zu den beeindruckendsten Geschichten des zweiten Weltkriegs. Wenn man beim Lesen, das Buch mal zu Seite legt und sich vor Augen haltet, wie Schindler in gewissen Momenten handelt und sich selbst fragt ob man gleich gehandelt hätte, kenne ich keinen der es ihm gleichgemacht hätte.

    Das Buch verdeutlicht Schindlers taten und lässt somit deren Gewicht erkennen. Es verdeutlicht die Zustände und Ungerechtigkeiten, welche es in jenen Jahren in Europa gab.

    Die Geschichte ist jedem zu empfehlen, egal ob er sich über den Holocaust interessiert oder nicht. Das Buch verdeutlicht wie schlimm diese Zeit für die Opfer war.

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    -Leselust-s avatar
    -Leselust-vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gehört eindeutig in die Kategorie "Sollte man gelesen haben". Ein sehr wichtiges Thema, dass man nicht vergessen sollte.
    Wer auch nur ein einziges Leben rettet, der rettet die ganze Welt (Vers aus dem Talmud)

    Kurzmeinung: 

    Gehört eindeutig in die Kategorie "Sollte man gelesen haben". Ein sehr wichtiges Thema, dass man nicht vergessen sollte, ist hier sehr gut aufgearbeitet, ohne zu beschönigen aber auch ohne zu sehr emotional zu werden. 

    Klappentext: 
    Oskar Schindler. Deutscher Industrieller, Geschäftsmann mit List und Verstand - ein Held ohne Heiligenschein. Er lebt in der Erinnerung von 1300 jüdischen Arbeitern, die Polens Konzentrationslager verlassen konnten, weil er eine Besessener war, ein Mann, der bereit war, für eine waghalsige phantastische Rettungsaktion alles zu riskieren. 

    Inhalt: 
    Oskar Schindler, Bonvivant, Spekulant und Charmeur, ein Industriellensohn aus Mähren, Liebhaber schöner Frauen, brillanter Geschäftsmann, Parteimitglied, gut aussehender blonder Deutscher - dieser Mann übernimmt 1939 in Krakau eine "arisierte" Emailfabrik. Seine Arbeiter sind Juden, sie haben es gut bei ihm. Binnen kurzem ist Schindler mit jedem wichtigen Nazi in Krakau "befreundet", er macht grosszügige Geschenke, arrangiert ausschweifende Feste, besticht, wo es sich lohnt. 1942, bei der Auflösung des Krakauer Ghettos, sieht er mit an, wie Juden zusammengetrieben und auf der Strasse erschossen werden. Er sagt später dazu: "Seit damals musste jedem denkenden Menschen klar sein, was geschehen würde. Und ich nahm mir fest vor, das zu verhindern." Schindler verhindert es in den nächsten Jahren mit allen Mitteln. Er wird zur Hoffnung vieler, die vor allem unter der unglaublichen Willkür des KZ- Kommandanten Göth leiden. Und wenn er auch gegen den organisierten Massenmord nichts tun kann, so schafft er es doch, Personen, die er irgendwie für seinen Betrieb reklamieren kann, noch aus den Transportzügen und den Todeszellen der KZs herauszuholen. Ende 1944 scheint dies alles zusammenzubrechen. Sämtliche Lager um Krakau sollen aufgelöst, ihre Insassen nach Auschwitz gebracht werden. Und noch einmal hat Schindler Erfolg. Er bekommt die Genehmigung, seine Fabrik und seine Arbeiter nach Brünnlitz in Mähren überzusiedeln. Über tausend Juden stehen auf der Liste, sie entgehen dem sicheren Tod. Die Geretteten schmieden ihm aus eigenem Zahngold einen Ring, in den sie den Talmud-Spruch eingravieren: "Wer ein einziges Leben rettet, der rettet die ganze Welt." 

    Meinung: 
    Wow, was für ein Buch. Es hat mich wirklich sehr bewegt und ich konnte davon nicht zu viel am Stück lesen, musste immer mal wieder Pausen machen und etwas anderes lesen. Es ist auf jeden Fall ein besonderes Buch. Ich hab schon einiges über die NS Zeit gelesen. An diesem Buch hat mir besonders gefallen, dass es eine gewisse Distanz zu den Ereignissen bewahrt, was es ein bisschen erträglicher macht, darüber zu lesen. Generell hat es eigentlich mehr die Form eines historischen Berichts. Es werden viele Zahlen und Fakten genannt und man erfährt einiges an Hintergrundwissen. Das Buch beruht auf Interviews, offiziellen Dokumenten und den Berichten der Zeitzeugen. Es ist untergliedert in viele kleine Episoden, wenn die verschiedenen Personen ihre Begegnungen mit Schindler schildern. Dennoch liest es sich flüssig und Keneally schafft es gut, einen Bogen zu spannen und die einzelnen Berichte gut zu verbinden. Durch diese Form des Schreibens entsteht einerseits der Eindruck des Glaubhaften, andererseits aber schafft es die erwähnte Distanz zum Geschehen. Das habe ich als sehr angenehm empfunden. In anderen Romanen über die NS- Zeit baut man eine enge emotionale Beziehung zu den Protagonisten auf, was besonders bei diesem Thema dann sehr belastend sein kann. Ich finde, das Thema ist schon aufwühlend genug, ohne das dies durch besonders emotionale Schreibstile verstärkt werden müsste. 

     Ich wusste vorher nicht sehr viel über Schindler und hatte ihn so als klassischen "Helden" abgespeichert. Zitat: "Dieser Bericht möchte vermeiden, aus dem lebenslustigen Schindler einen Heiligen zu machen" (S.301) Und das ist auch gelungen. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Schindler auch Parteimitglied war und ein großes Hakenkreuz am Kragen trug. Auch stellt das Buch klar, dass Schindler am Anfang mit seiner Fabrik große Gewinne machen konnte, dadurch, dass die Juden dort wie Sklaven arbeiteten. Aber es wird auch klar, dass selbst Schindler als Parteimitglied vorher keine Vorstellung von dem Ausmaß des Grauens und der Gewalt hatte. Heute liest man von KZs und Vernichtungsanlagen als Tatsachen, aber damals waren solche grauenvollen Dinge sich bestimmt nur schwer vorzustellen. Es kommt dann zu dem sehr schicksalhaften Moment, wo Schindler eine willkürliche Erschießung der Juden im Krakauer Ghetto beobachtet. "Seit damals musste jedem denkenden Menschen klar sein, was geschehen würde. Und ich nahm mir fest vor, das zu verhindern, soweit es in meiner Macht stand." Und was er danach alles für "seine Juden" getan hat, ist wirklich großartig. Den Parteileuten gegenüber brachte er zwar immer das Argument, er brauche ja seine ausgebildeten Arbeiter, um Waffen für die Wehrmacht herzustellen, doch eigentlich ging es ihm nur darum, möglichst viele Leben zu retten. Wie sehr er sich von jedem Profit- Gedanken gelöst hatte ist deutlich daran zu sehen, dass seine letzte Fabrik eigentlich nur zum Schein Fabrik war, aber eigentlich ein sicheres Lager für seine jüdischen Arbeiter. Die Fabrik produzierte nämlich kaum etwas, und wenn, dann nur mangelhafte Ware. "Jetzt weiß ich, dass mit meinen Granaten kein armes Schwein ins Jenseits befördert wird" (Schindler, S. 294)

     Einen interessanten Aspekt, über den ich vorher nie nachgedacht hatte fand ich auch, dass die Massenvernichtung nicht nur aus moralischen Gründen kaum zu glauben war, sondern weil es auch aus kriegsführerischer Sicht völlig irrational war. In Kriegszeiten dringen an der Front benötigte junge Männer, Waffen, Bahnwagons etc. zu verwenden, um einen unbewaffneten und ungefährlichen "Feind" zu bekämpfen. Aber wie verquer diese Logik der SS Leute war, kommt in dem Buch an vielen Stellen deutlich zutage. Zitat: "Den meisten [Juden] bedeutet der Stacheldraht nur ein Requisit, anhand dessen sie sich überzeugen konnten, dass sie gegen ihren Willen hier [im Lager] waren" (S.145) oder als Göth schildert, wie er sich nach der Erschießung einer Jüdin beschwingt fühlt. "Das dies eine krankhafte Reaktion war, hätte er nicht geglaubt. Er meinte, so fühle man sich nun mal nach einer rechtschaffenen Tat." (S.149) 
    Auch die Grausamkeit des Machtmissbrauch, der oft unerwartet an so große Macht gekommenen jungen Männer wird deutlich. Was mich auch sehr schockiert hat ist die Tatsache, dass kurz vor Kriegsende, als die Niederlage schon abzusehen war, die SS nicht etwa ihre grausamen Taten eingestellt haben, sondern im Gegenteil besonders viel gemordet haben und Beweise vernichteten, indem sie Leichen verbrannten. Wie sehr waren die SS Leute in ihrem Wahn, dass sie in Schindler keinen Helden sahen, sondern einen braven Parteigenossen, der unschuldig vom "jüdischen Virus" befallen war - einer Mischung aus Bazillen und Hexerei. 

     Auch über das Schicksal der Juden ist mir wieder viel bewusst geworden. Was sie für unvorstellbare Grausamkeiten erlebt haben. Die absolute Hilflosigkeit, wenn man sich an keine Regeln halten kann, nichts Schutz bietet und man sich einfach willkürlichen Tötungen gegenübersieht. "Wer beim Appell aufgerufen wurde, wusste nicht, was er zu erwarten hatte - eine Brotration oder eine Kugel" (S.301) Das Leben in den Lagern, dass man eigentlich gar nicht Leben nennen kann... "Hier [in Ausschwitz] war die Moral nicht nur außer Kraft gesetzt, sie war förmlich umgekehrt worden. [...] wo Wörter das Gegenteil dessen bedeuten, was sie ausdrückten. Die Keller hießen Desinfektionsräume, die Gaskammern Bäder [...]" (S. 273). Und wie im schrecklichen Lager- Alltag kaum für zwischenmenschliche Regungen Platz ist. "Wer denkt schon an Komplimente, wenn die Läuse in Scham- und Achselhaaren kribbeln? Man machte kurzen Prozess, das galt für die Frauen nicht weniger als für die Männer" (S. 202) Unvorstellbar, wie das erlebte die Überlebenden verändert haben muss. Selbst nach der Befreiung haben viele Juden die Lager nicht verlassen mögen. "Was für eine Gedanke - einfach zum Tor hinaus und nach Brünstig einkaufen gehen. Nicht wenige waren unfähig, diesen Gedanken zu fassen" (S. 330) 

    Insgesamt bietet das Buch auf jeden Fall sehr viel Stoff zum Nachdenken. Da sind die großen Fragen um Moral, Schuld, Vergebung, Rache. In seiner Abschiedsrede an die Juden in seinem Lager ruft Schindler sie dazu auf, zwischen Schuldlosen und Schuldbeladenen zu unterscheiden. Sie sollen nicht alle bestrafen, für etwas, was eine kleine Personengruppe im Namen des deutschen Volkes getan habe. Viele Deutsche seien nicht damit einverstanden gewesen oder haben gar nichts davon gewusst. Und auch das natürlich wieder ein schwieriges Thema, über das man viel nachdenken und diskutieren kann. 
    Womit ich mich auch länger beschäftigt habe, ist die Frage nach Pragmatismus versus Idealismus. Was ist "besser": Dem Regime offen seine Verachtung zu zeigen und dafür dann vielleicht erschossen zu werden, ohne ein einziges Leben gerettet zu haben? Oder wie Schindler als Parteimitglied mit den SS Leuten lieb Kind zu sein, mit Ihnen zu trinken, ihnen Geschenke zu machen und dafür mehr als 1000 Leben zu retten? Zitat: "An dem jeweiligen Charakter dieser beiden Männer [Schindler und dem SS Mann Bosko] gemessen, war der Abscheu, den sie gegen das System empfanden gleich groß, auch wenn Bosko ihn zeigte, indem er die Uniform ablegte und Schindler, indem er sein Parteiabzeichen ansteckte um Göth Cognac zu bringen." (S. 187) 

     Ich kann die Lektüre nur jedem empfehlen. Ich finde es sehr wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Mit all dem Wissen, was wir über diese Zeit haben, ist es mir unbegreiflich, wie es in Europa überhaupt rechtsgerichtete Parteien in Parlamenten geben kann. Und leider ist diese Problematik ja im Moment wieder sehr aktuell. Meiner Meinung nach, sollte man nie aufhören, die NS Zeit aufzuarbeiten und darüber zu lesen, damit wir aus diesem schrecklichen Abschnitt der Geschichte lernen können.

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    dominonavor 4 Jahren
    doch lieber den Film schauen?

    Manchmal tut es ganz gut, eine Schilderung auf geschichtlicher Basis zu lesen. Es fehlt hier nicht unbedingt an Gefühl, aber das wie ist einfach schnörkellos und manchmal zu neutral. Schindler hat sich als Person, die er war in eine Menge Gefahren gestürzt, um Menschenleben zu retten und wie genau es dazu kam, wird hier nachvollziehbar dargestellt. Mich hat auch erstaunt, wieviel Glück im Spiel war.

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    DerFraggels avatar
    DerFraggelvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Zivilcourage, wie wir sie heute selten finden
    Gelebte Zivilcourage

    Ich möchte mich ganz knapp halten, weil vieles zu diesem Buch schon gesagt&geschreiben wurde.

     

    Das Handeln von Oskar Schindler soll uns allen ein Beweis dafür sein, dass der dumme Ausspruch „Alleine kann ich sowieso nichts ändern.“ völliger Unsinn ist. Wenn „Schindlers Liste“ eine Lehre hat, dann geht es um Zivilcourage.

     

    Diese Botschaft ist heute umso wichtiger. Wenn man einmal schaut, was auf unseren Straßen so alles passiert und wie oft Menschen zuschauen anstatt einzugreifen und auf ihre Weise zu helfen, dann ist klar, warum ich das schreibe. Eigentlich wünsche ich mir, dass es mehr Oskar Schindler in unserer Welt geben würde. Oder das ein bisschen von ihm in uns allen stecken würde. Dann waäre das wohl eine bessere Welt.

     

    Schindler war selbstlos, hat das teuerste was er hatte (sein Leben!) riskiert, um Menschen vor dem sicheren Tod zu retten. Immer in der Gefahr lebend, dass er auffliegen kann. Bedroht, manchmal verzweifelt, hat er seinen Kurs beibehalten. Meine Hochachtung hat er sicher.   

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    sternblutvor 4 Jahren
    "Schindlers Liste" - ein irgendwie neutraler Bericht über einen großartigen Mann

    Oskar Schindler ist vermutlich einer der menschlichsten Nationalsozialisten auf der Welt gewesen. Während des Krieges wurde ihm schmerzlich bewusst, welch unmenschliches System hinter Hitler, Himmler und Co. steckt, besonders während der sehr gewaltsamen Auflösung der Judenghettos. Er beschließt, sein Möglichstes zu tun, um so viele Juden wie möglich vor der Exekution zu schützen und verwendet dafür massive Mittel. Als seine Emaillefabrik geschlossen wird, ersucht er eine Möglichkeit, eine andere Fabrik zu öffnen, die “seine Juden” am Leben erhalten soll. Durch sein Verhalten wird er nicht nur von der jüdischen Gemeinde, sondern auch von anderen Menschen als Held gesehen, denn wer nur ein Menschenleben rettet, der rettet die ganze Welt.

     

    Ich liebe ja den Film. Ich kann zwar nicht verstehen, wieso er ab 12 freigegeben ist, aber das ist eine Sache, die ich lieber behandeln möchte, wenn ich den Film bei Gelegenheit nochmal anschauen und rezensieren werde. Deswegen lieber zum Buch, das ich schon ewig in meinem Regal stehen, aber nie gelesen habe. Nun ergab es sich, dass ich das Buch ausgesucht bekommen habe und damit ein Grund vorlag, es endlich auch mal zu lesen.

    Grundsätzlich muss ich erstmal sagen, dass ich irgendwie erstmal so gar keine Ansprüche an das Buch hatte. Ich kannte eben den Film und wusste deswegen, was inhaltlich auf mich zukommen würde, ohne aber eine Ahnung zu haben, wie das Buch aufgemacht sein würde. Da kam es mir ganz recht, dass der Autor gleich zu Beginn angibt, wieso er gerade die Form des Romans gewählt hat. In dem Moment entstand in meinem Kopf ein Bild, wie das Buch in etwa sein könnte, weil er eben betont hat, dass die gewählte Form die einzig sinnvolle sei. In der Hinsicht hat mich das Buch enttäuscht, denn im Grunde handelt es sich mehr um einen historischen Bericht. Von einem Roman hatte es meiner Meinung nach überhaupt nichts, weswegen ich wahrscheinlich die ganze Zeit nicht wirklich von der gefühlten Distanz dem Buch gegenüber weggekommen bin.

    Gegenüber einem Roman hatte die Form, die Keneally letztendlich gewählt hat, natürlich den Vorteil, dass sehr sehr viel Hintergrundwissen dargelegt wird. Es wird nicht nur das Leben Schindlers von seiner Geburt bis zu seinem Tod chronologisch geschildert, sondern auch Geschichten der Schindlerjuden aufgenommen, grobe Eckdaten aus dem Leben der anderen nationalsozialistischen Akteure dargestellt oder bestimmte Motive hinterfragt. Man bekommt einen sehr genauen Einblick in das Leben nicht nur der Juden, für die sich Schindler in irgendeiner Form verantwortlich gefühlt hatte, sondern auch derer, die nicht solches Glück hatten und in anderen Lagern hausten. Es wird teilweise mit Zahlen um sich geworfen mit dem Hinweis darauf, dass diese bekanntlich niemand zu dieser Zeit wirklich gewusst hatte. Auch finde ich gut, dass Keneally gleich zu Beginn sagt, dass er sich an die überlieferten Fakten hält und höchtens bei den Gesprächen eigene Rekonstruktionen einbringt – so können wir uns wirklich ein Bild von der Realität machen, auch wenn er immer wieder verschiedene Versionen von Geschichten gegenüberstellt oder Theorien und Überlegungen einwirft, die nicht als bewiesen gelten können.

    Trotz des universellen Wahrheitsgehaltes des Berichtes hat mir der emotionale Bezug irgendwie gefehlt. Ich bin weiß Gott nicht unmenschlich und habe ein ziemlich großes Herz, das sich mit den Sorgen der Menschen und der Zerstörung der Welt verschrieben hat. Wenn ich den Film gesehen habe, da habe ich einen solchen Schmerz verspürt und gleichzeitig eine solche Rührung über diesen Mann, der sich entgegen jeder Vernunft so für “seine Juden” eingesetzt hat. Das fehlte mit hier bei dem Buch einfach. Es wirkte einfach die eine sachliche und absolut nüchterne Darstellung der Ereignisse ohne jede Wertung, die bei mir zwar einen Eindruck bezüglich der Grausamkeit hinterlassen konnte, aber nicht in Form von Mitleid, Scham oder sonstigen Gefühlen, sondern durch die Zahlen allein. Die Zahlen zeigen auf, wie grausam das System war. Mehr kam für mich bei diesem Buch allerdings nicht wirklich rüber.

    Ich möchte nicht grausam zu diesem Buch sein. Wirklich nicht. Ich liebe die Geschichte. Die Inhalte, die Keneally hier rüberbringt, sind meiner Meinung nach wirklich wichtig, um den Menschen zu zeigen, dass sowas nie wieder passieren darf, aber auch, dass es sich sehr wohl lohnen kann, sich gegen das herrschende System zu stellen und dass ein einzelner mehr bewirken kann als man denkt. Kein Mensch ist heilig, keiner perfekt – aber wenn man nur weiß wie und wenn man sich wirklich für etwas einsetzen möchte, dann ist es durchaus möglich, etwas zu erreichen, das die Welt als Wunder empfindet. Was Schindler in seinem Leben geschafft hat, das sollte als Beispiel für jeden Menschen gelten.

    Dennoch hat mir die Form des Buches irgendwie den Inhalt ein bisschen madig gemacht. Dazu einige Fehler seitens der Sprache, die es teilweise wirklich anstrengend gemacht haben, den Sätzen zu folgen bzw. einen genauen Sinn darin zu sehen, weil manche Worte irgendwie gar nicht in den Satz gepasst haben… Die äußere Form hat die innere für mich leider irgendwie kaputt gemacht. Dazu habe ich mir immer wieder eine Frage gestellt: Schindlers Liste – ein Jugendbuch? Ich kann ja irgendwie verstehen, dass die historischee Begebenheit, innerhalb welcher sich der Roman abspielt, etwas ist, dessen sich auch die Jugend bereits bewusst sein sollte, aber die doch sehr neutralen Beschreibungen wären meiner Meinung nach etwas zu nüchtern, um einen emotionalen Nutzen daraus zu ziehen und sich davon wirklich abschrecken zu lassen.

     

    Es ist wirklich selten, wenn es diesen Fall überhaupt schon einmal gab, dass ich sage, dass mir der Film besser geallen hat als das Buch. Das Buch ist unglaublich informativ und stellt uns den Menschen Schindler und seine Taten wirklich ausreichend und in einem Maße vor, das der Film nicht erreichen kann. Doch mir hat das Gefühl gefehlt. Die ganze Zeit war ich vom Geschehen distanziert, konnte mich nicht mit den Charakteren freuen oder wirklich schockiert sein, dafür was alles zu neutral. Als Bericht oder historische Abhandlung kann das Buch bestimmt viel über die Zeit und über Menschen, die sich gegen das Regime gestellt haben, aussagen, doch als Roman, wie der Autor anfangs so groß behauptet hat, ist das Buch für mich auf emotionaler Ebene absolut durchgefallen. Sehr schade, da habe ich doch ein bisschen mehr erwartet.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Kurzmeinung: So viele Grausamkeiten, dass einen sich fast der Magen umdreht, wie können Menschen nur so sein....
    Rezension zu "Schindlers Liste" von Thomas Keneally

    So viele Grausamkeiten, dass einen sich fast der Magen umdreht. Wie können Menschen nur so sein.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Schindlers Liste" von Thomas Keneally

    Ein Buch, an das ich mit gemischten Gefühlen herangegangen bin. Wenn man aber interessiert an der deutschen Vergangenheit ist, gehört dieses Buch einfach dazu.
    Ich war fasziniert von Oskar Schindler, trotz seiner Vorurteile. Wie er es geschafft hat, über 1000 Juden vor dem Tod zu retten. Und dies mit einfachen Mitteln.
    Ein Stück Geschichte, informativ und lehrreich verpackt.

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    Moni 3007s avatar
    Moni 3007vor 9 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Pflichtlektüre über den menschenunwürdigen Holocaust.
    Rezension zu "Schindler's Liste" von Thomas Keneally

    Auf der Suche nach guten Geschäften übernimmt Oskar Schindler eine Fabrik in Krakau. Dort erlebt er den Terror der Nazis gegen die Juden. Um wenigstens seine jüdischen Arbeiter vor der Deportation ins Konzentrationslager zu schützen, nutzt der Industrielle seine brillanten Kontakte zu den Machthabern und wagt ein riskantes Spiel.

    Ich habe mich sehr intensiv mit dem grausamen und menschenunwürdigen Holocaust im zweiten Weltkrieg beschäftigt und zahlreiche Bücher - auch von betroffenen Juden - gelesen. Ich werde demnächst auch diesbezüglich Bücher vorstellen.
    Nun zurück zu Schindlers Liste.
    Das Buch wurde erstklassig für mich von Steven Spielberg verfilmt und nur aufgrund dieses Filmes wurde Oskar Schindler weltweit bekannt. Dies war seine einzige gute Tat und Projekte, die er danach anpacke, gingen alle schief.
    Er wurde verarmt von seinen geretteten Juden begraben.

    Das Buch ist natürlich wesentlich umfangreicher und detailreicher. Mich hat das Buch sehr beeindruckt und ist für mich auch eine Pflichtlektüre, wenn man sich u.a. für den Holocaust und den zweitern Weltkrieg interessiert. Ich war sehr von dem Buch berührt und gerührt. Das Buch ist natürlich sehr beklemmend. Er hat wirklich Mut bewiesen!

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    K
    Kleiner Harlekinvor 9 Jahren
    Rezension zu "Schindlers Liste" von Thomas Keneally

    Ein packendes Buch, das mit Absicht nicht als Roman, sondern eher als Dokumentation zu betrachten ist - denn alles ist wahr und genaustens recherchiert, nichts ist fiktiv, weder die Folter, noch die Konzentrationslager und das Leiden. Wer sich über die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung im 2. Weltkrieg informieren will, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

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