Joran überfällt mit 2 Freunden eine Tankstelle. Dafür bekommt er 7 Jahre Knast. Als er nach seiner Entlassung auf der längst verfallenen Tankstelle nach der versteckten Beute sucht, findet er in einem Schacht die Leiche seines damaligen Freundes...
Die gesamte Handlung spielt sich hauptsächlich in der verlassenen Tankstelle statt. Joran trifft dort auf zwei weitere Personen. Da ist zum Einen Charu, eine lost-places-Fotografin und zum Anderen Edda, ein Mädchen im Schlafanzug und Gummistiefeln. Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive von Charu und Joran, später dann auch aus Eddas Perspektive. Alle Drei haben ein Geheimnis, das sie sich gegenseitig langsam offenlegen und das sie verbinden wird.
Der Ausgangspunkt der Geschichte hat mir gut gefallen. Durch die Erzählung aus 3 unterschiedlichen Perspektiven ergeben sich allerdings viele Wiederholungen. Zudem beschränkt sich Charus Perspektive zunächst stark auf lost-places und social-media-Aktivitäten. Das alles verlangsamt den Handlungsschwung und geht zu Lasten der Spannung. Diese baut sich erst zum Ende des Buches auf. Und ganz zum Schluß hat der Autor noch einen echten Knaller für den Leser bereit. Das ist gut gemacht und sehr überraschend.
Der Klappentext verspricht maximale Spannung auf minimalem Raum. Das ist aus meiner Sicht stark überzogen. Aufgrund des guten Schlusses vergebe ich aber dennoch 4 Sterne.
Thomas Knüwer

Lebenslauf
Thomas Knüwer, Jahrgang 1983, lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Hamburg.
Sein Verlagsdebüt “Das Haus in dem Gudelia stirbt” ist 2024 im Pendragon Verlag erschienen. Der ungewöhnliche Krimi um eine 81-jährige Frau inmitten einer verheerenden Flut gewann den Deutschen Krimipreis 2024 und den Stuttgarter Krimipreis 2025. Zudem wurde er für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.
Zuvor hat Knüwer mehrere Bücher im Selbstverlag veröffentlicht, die unter anderem für den Selfpublisher Buchpreis nominiert wurden.
Neben dem Schreiben ist Knüwer als Geschäftsführer einer internationalen Kreativgruppe tätig und entwickelt seit über zwanzig Jahren vielfach ausgezeichnete Werbung und Kommunikation.
Im Frühjahr 2026 erscheint sein kommendes Buch bei Droemer.
Neue Bücher
Alle Bücher von Thomas Knüwer
Giftiger Grund
Das Haus in dem Gudelia stirbt
Das kurze Leben einer immer wieder Sterbenden
Ventadorn
Crime Between the Pages
Das Haus in dem Gudelia stirbt: Kriminalroman
Ventadorn
20 Trends für 35
Neue Rezensionen zu Thomas Knüwer
Die Meinungen gingen tatsächlich sehr sehr weit auseinander und ich muss leider sagen, dass es mich nicht überzeugen konnte 🫤
Zuerst aber wie immer das Positive, was mich hat das Buch nicht abbrechen lassen. Der Schreibstil war definiv in den Bann ziehend und auch die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man ruckzuck durchfliegt.
Leider fehlte mir allerdings die Spannung, die ich auch bei einem Kriminalroman erwarte. Ich hatte ebenso mehr Lost Place Thematik erwartet, da ich dies wirklich sehr spannend finde, aber hier zu kurz kam 🤷♀️
Die Charaktere waren mir eher unsymphatisch und ich fand Sie zu naiv - dafür, dass es zumindest Teilweise Erwachsene Menschen sind. Das Geheimniss rund um Edda sorgte mal kurz auch bei mir für Rätselstimmung, aber mir war dann leider relativ schnell klar was es mit Ihr auf sich hat.
Das Ende war mir dann iwie zu plötzlich und schnell aufgelöst.
Die Story und auch die Charaktere hatten für mich eher Jugendbuch Vibes. Es gibt bestimmt Leser, die auch von Charakteren emotional besser abgeholt werden, aber für mich war es diesmal leider nicht so 🫥
"Giftiger Grund" ist ein Krimi der etwas anderen Art. Wer hier einen klassischen Kriminalroman mit der typischen Ermittlungsarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft erwartet, wird vermutlich enttäuscht, denn diese Ermittlungsarbeit sucht man in "Giftiger Grund" vergebens.
Stattdessen besticht die Handlung dadurch, dass die Erzählperspektive die Sicht der Figuren einnimmt, die in irgendeiner Art und Weise eine Verbindung zu dem Verbrechen haben. Dadurch ermöglicht der Autor einen ganz anderen Blick auf die Hintergründe eines Verbrechens. Man ist sehr nah dran am Geschehen und beschäftigt sich viel mit der Frage, wie ein Mensch überhaupt so ein Verbrechen begehen kann. Für mich war das auch ein interessanter Einblick in menschliche und gesellschaftliche Abgründe.
Thomas Knüwer schreibt extrem dicht, flüssig und spannend, sodass ich mit der Lektüre in kürzester Zeit fertig war. Ich war von der Handlung sehr gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Mir hat auch die Lost-Places Atmosphäre extrem gut gefallen, die der Autor toll einfängt und beschreibt.
Die drei Protagonisten haben alle ihre Ecken und Kanten und waren für mich authentisch.
Mich hat die Geschichte auch nach dem Lesen noch lange beschäftigt, denn die Lektüre hat bei mir doch so einige Fragen aufkommen lassen, die über das Gelesene hinausgehen. Ich finde es toll, wenn einen die Handlung eines Buches so mitnimmt, dass man auch nach dem Lesen noch weiterdenken muss.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
Gespräche aus der Community
An einer verlassenen Tankstelle, mitten in der Nacht treffen Joran, Charu und Edda aufeinander – und finden eine Leiche. Thomas Knüwers neuer Krimi ist eine außergewöhnliche Geschichte über menschliche Abgründe, Schuld und Sühne. Wir suchen für unsere Leserunde 50 Leser*innen, die Lust auf eine Mischung aus beklemmender Atmosphäre, psychologischer Tiefe und gesellschaftlicher Relevanz haben.
„Der Roman lässt einen auch insgesamt nicht so schnell los.“
Das geht mir auch so. Über das Thema „Resozialsierung“ habe ich mir bisher wenig Gedanken gemacht.
Ein fesselnder Kriminalroman über Liebe und Verlust. Über Stärke und Schuld. Über Jahrzehnte hinweg.
Das beschauliche Dorf Unterlingen ist wie leergefegt: Wegen einer Sturmflut sind alle Bewohner geflohen. Alle...außer die alte Gudelia. Sie wird ihr Haus nicht den Wassermassen überlassen. Sie wird das Geheimnis, das sie darin verborgen hat, schützen - koste es, was es wolle.
Hier nun meine Rezension, die ich auch noch ein wenig gestreut habe:
Danke, dass ich hier mitlesen durfte.
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