Thomas Kniesche

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Thomas KniescheBüchermorde – Mordsbücher
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Büchermorde – Mordsbücher
Büchermorde – Mordsbücher
 (13)
Erschienen am 01.09.2016

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Rezension zu "Büchermorde – Mordsbücher" von Thomas Kniesche

Ein Fest für Bibliophile
Igelmanu66vor 2 Jahren

»Im Detektivroman muss es ganz einfach eine Leiche geben, und je toter sie ist, desto besser.«

 

Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Welt der Büchermorde. Hierbei handelt es sich nicht nur um Morde, die in Büchern geschehen, sondern auch um solche im Umfeld von Büchern, beispielsweise in Bibliotheken. Ebenfalls zählen zu den Büchermorden solche, die wegen eines Buchs verübt wurden oder bei denen das Buch selbst in irgendeiner Art zur tödlichen Waffe wurde.

 

Der Autor, ein in den USA lehrender Professor of German Studies und leidenschaftlicher Krimi-Leser, hat sich ausführlich mit dieser Thematik befasst. Der Leser kann sich auf seine Ergebnisse freuen, die in passende Kapitel unterteilt sind. Da heißt es zum Beispiel „Warum Bibliophile morden“, „Buchhändler sind die besten Detektive“, „Das Buch als Waffe“ oder „Bildung schützt vor Blutdurst nicht“. Die einzelnen Kapitel können unabhängig voneinander gelesen werden, bauen nicht aufeinander auf. Das hat den Vorteil, dass man sich immer mal zwischendurch eins gönnen kann ;-)

Ich habe einiges Neue erfahren, beginnend bei den verschiedenen Erscheinungsformen der Bibliomanie (ich hatte zuvor noch nie von „Bibliotaphen“ gehört) bis zu Berichten über Menschen, die für ein Buch bereit waren zu töten. Jede seiner Ausführungen begleitet der Autor mit reichlich Belegen, was beim Lesen eine Fülle von Literaturtipps nach sich zieht. Im Anhang werden alle besprochenen Bücher noch mal aufgeführt und außerdem gibt es Empfehlungen für weiterführende Sachliteratur zu den einzelnen Themenbereichen. Das Buch selber ist mit gerade mal 144 Seiten so umfangreich ja nicht, kann aber gut als Ausgangspunkt für eine weiterführende Recherche genutzt werden.

Kleiner Kritikpunkt von meiner Seite: Die vorgestellten Bücher werden manchmal so ausführlich besprochen, dass eine Lektüre eigentlich nicht mehr notwendig ist. Als Beispiel möchte ich hier „Die Akademiemorde“ aufführen. Alle wichtigen Handlungsstränge werden aufgezählt einschließlich der Auflösung – ich war froh, dass ich es bereits gelesen hatte. Auch zu „Der Name der Rose“ wird die Auflösung verraten, allerdings weist der Autor schon in der Einleitung darauf hin, dass er sich manchmal gezwungen sah, dies zu tun. Daher hier meine Empfehlung: Wer „Die Akademiemorde“ noch nicht kennt, meide das Kapitel 3. Und bei wem „Der Name der Rose“ noch auf der Leseliste steht, das Kapitel 4.

 

Fazit: Dieses Büchlein ist ein Fest für Bibliophile. An einigen Stellen sorgt nur der Sachbuchcharakter dafür, dass zu viel gespoilert wird.

 

»Am Ende schließt sich der Kreis, der eingeleitet wurde mit der Frage nach der Popularität von Büchermorden im Zeitalter des Büchertodes. Glaubt man … kann dieser Büchertod nie absolut sein, das Buch kann zwar durch andere Datenträger ergänzt und vielleicht auf weite Strecken ersetzt werden, es kann aber nicht mehr gänzlich aus unserem Leben verschwinden. Das Buch wird uns weiter faszinieren, es wird weiter – und jetzt erst recht – ein Objekt der Begierde sein, es wird weiter fatale Leidenschaften auslösen und weiter auf die verschiedensten rätselhaften Weisen in Mordgeschichten verwickelt sein.«

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Kaitos avatar

Rezension zu "Büchermorde – Mordsbücher" von Thomas Kniesche

Interessanter Ausflug in die Geschichte des tödlichen Buches.
Kaitovor 2 Jahren

Wer liest, mordet nicht? Irrtum! Unzählige Kriminalromane beweisen das Gegenteil. Thomas Kniesche spürt in diesem Kompendium der ebenso faszinierenden wie tödlichen Verbindung von Buch und Bluttat nach.

Auf den etwas über 100 Seiten erläutert Thomas Kniesche die Verbindung von Mord und Buch. Als Anschauungsmaterial dienen dabei Klassiker aus dem Genre Krimi von Autoren wie Agatha Christie, Arthur Conan Doyle oder Umberto Eco.
Er schafft es seine Erklärungen unterhaltsam und interessant zu Papier zu bringen. Darunter sind Ausführungen zum Thema "Das Buch als Waffe", "Buchhandlung und Bibliothek als Tatort" und "Bibliothekare, Bibliomane und Bibliophile als Täter".

Man erfährt vieles aus der Geschichte und der Frühzeit des Kriminalromans, vergessene Autoren werden zitiert und das Genre beleuchtet. Neuere Autoren oder Werke sind eher selten vertreten. Aber auch wenn man die Klassiker bereits recht gut kennt, kann man hier noch ein paar "neue" Titel und Autoren kennen lernen.
Bei so "wenig" Seiten bleibt aber zu bedenken, dass dieses Büchlein natürlich nicht alles beleuchten kann, was es über Krimis und Büchermorde zu erfahren gibt.

Leser, die sich noch eingehender mit der Materie beschäftigen wollen, finden ein ausführliches Literaturverzeichnis.
Mancher Leser könnte durch die Fülle an Informationen gerade zu erschlagen werden. Trotzdem ist dieses Buch vor allem für jene Interessant, die nicht nur gerne Krimis lesen, sondern auch über Krimis.

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dorlis avatar

Rezension zu "Büchermorde – Mordsbücher" von Thomas Kniesche

Rezension zu "Büchermorde – Mordsbücher" von Thomas Kniesche
dorlivor 2 Jahren

In „Büchermorde – Mordsbücher“ beleuchtet Thomas Kniesche die mörderischen Seiten der Bücherwelten.

Thomas Kniesche geht in diesem Büchlein nicht nur der Frage nach, warum Kriminalromane so beliebt sind, sondern stellt auch Varianten der Bibliomanie vor und macht den Leser mit historischen Büchermördern bekannt. Der Autor erklärt, warum so manch Bibliophiler vor Mord nicht zurückschreckt und Buchhändler die besten Detektive sind. Er erläutert den Einsatz von Büchern als Mordwerkzeug und legt dar, warum eine Bibliothek als Tatort eine ganz besondere Atmosphäre innehat. Und auch auf die Verbreitung der digitalen Medien und dem damit möglicherweise einhergehenden Aussterben des Buches kommt der Autor zu sprechen.

Thomas Kniesche gibt zu den jeweiligen Kapiteln passende Buchtipps und wirft zudem einen intensiven Blick hinter die Kulissen einiger Romane der Kriminalliteratur.

Die interessanten und vielfältigen Informationen rund um die Verbindungen zwischen Buch und Verbrechen haben mir sehr gut gefallen. Die gut verständlichen Inhalte sind spannend, informativ und unterhaltsam, hätten allerdings für meinen Geschmack etwas ansprechender präsentiert werden können. Statt eines fortlaufenden Textes und vielen kleinen Abbildungen (Bluttropfen, Fingerabdrücke, Fußspuren, Mordwerkzeuge etc.) hätte ich mir eine übersichtlichere Gestaltung innerhalb der Kapitel gewünscht. Auch die im Anhang zu findenden Anmerkungen und Ergänzungen hätten mir als Fußnoten an entsprechender Stelle im Buch besser gefallen.

„Büchermorde – Mordsbücher“ ist ein spannendes Sachbuch - sehr empfehlenswert für alle, die sich etwas ausführlicher mit den zahlreichen Verknüpfungen zwischen Buch und Bluttat beschäftigen möchten.

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Gespräche aus der Community

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LambertSchneiders avatar

Hallo liebe Bücherfreunde,

ist schon mal aufgefallen, dass viele Verbrechen in Verbindung mit Büchern stehen – sowohl fiktional als auch in der Realität? Man denke nur an Agatha Christies ›Die Tote in der Bibliothek‹. Thomas Kniesche begibt sich in seinem neuen Buch »Büchermorde – Mordsbücher« auf einen mörderischen Streifzug durch die Geschichte des Kriminalromans. Er beobachtet Buchhändler auf Verbrecherjagd, entdeckt tote Kritiker und enthüllt heimliche Machenschaften auf dem Hochschul-Campus. Dabei beantwortet er unter anderem die Fragen, warum der Mord in einer Bibliothek ein beliebtes Motiv im Kriminalroman ist und wie Bücher und Morde miteinander in Verbindung stehen.

 

Neugierig geworden? Wenn ja, dann bewerbt Euch bis zum 12.9.2016 für unsere Leserunde und beantwortet folgende Frage: Bei welchem fiktionalen Ermittler würdet ihr gerne mal die Bibliothek unter die Lupe nehmen? Verratet uns doch auch noch, auf welchen Plattformen Ihr eure Rezension veröffentlichen wollt und gewinnt eines von 10 Leseexemplaren!

Wir sind gespannt auf Eure Antworten und freuen uns auf eine spannende Leserunde! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit eigenem Exemplar herzlich eingeladen!

Liebe Grüße,

euer Team vom Lambert Schneider Verlag

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