Thomas Krüger Erwin, Mord & Ente

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Inhaltsangabe zu „Erwin, Mord & Ente“ von Thomas Krüger

Der Auftakt einer neuen fantastischen Krimiserie mit Erwin Düsedieker und seiner Laufente Lothar Erwin Düsedieker ist ein herzensguter Mensch, doch er gilt als beschränkt: Der Sohn des ehemaligen westfälischen Dorfpolizisten Friedhelm Düsedieker stapft gern mit Gummistiefeln an den Füßen und Papas alter Dienstmütze auf dem Kopf über Äcker und Wiesen. Begleitet von Lothar, seiner treuen Laufente. Ein Polizist könnte Erwin nie sein. Eines Tages aber strauchelt er in einen Kriminalfall mit geradezu höllischen Dimensionen und muss ihn lösen – zusammen mit Lothar, der sich im Zuge des Abenteuers als wahre Ermittlungsente entpuppt …

In der Einfachheit der Gedankengänge von Ente und Erwin schon ganz witzig, aber mehr ein Herumstolpern und -stochern im Ackerboden und Wald

— Schokolatina
Schokolatina

Kriminalkomödie auf ostfälische Art

— KerstinMC
KerstinMC

Wunderbarer Krimi mit kreativer Idee und kreativem Ermittlerduo! :-)

— Mono-chan
Mono-chan

Ein mit einem skurrilen Humor gesegneter Krimi, der einen aufgrund des ungewöhnlichen Ermittlerduos und tollem Spannungsbogen mitreißt!

— Misteringreen
Misteringreen

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— Regine64
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  • Äwinn, Lothar & Humor

    Erwin, Mord & Ente
    Ritja

    Ritja

    09. November 2015 um 18:47

    Regionalkrimis sind schon immer etwas speziell.  Erwin kommt aus dem Westfälischen und hat es seinem Dorf Bramschebeck nicht leicht. Er gilt als nicht ganz so klug und etwas sonderbar, aber wer sich etwas mehr mit Erwin beschäftigt, wird feststellen, dass er sehr wohl sein Image zu nutzen weiß. Er lebt in einem alten Haus, was früher mal die Wache war und hat hier sein ganz eigenes Refugium geschaffen. Es gibt einen Raum, um den ihn die leidenschaftlichen Leser beneiden werden. Es ist eine Bibliothek im Wintergarten mit einer vergoldeten freistehenden Badewanne. Hier liest, denkt und entspannt sich Erwin. Doch bald schon wird es brenzlig für ihn. Denn es werden Knochen gefunden und Lother, Erwin ganz wunderbare Laufente, eigentlich ein Erpel, findet noch ein paar alte verklebte Papierschnipsel, die Erwin auf eine heiße Spur bringen.  Wenn man sich erstmal an die ganzen doch gewöhnungsbedürftigen Namen wie Wimmelböcker, Thiesbrummel, Bartelweddebüx, Jasperneite und Co. gewöhnt hat, kann es mit dem westfälischen Dialekt so richtig losgehen. Ich musste manche Stelle laut lesen, um alles zu verstehen und konnte dann mir das Schmunzeln nicht verkneifen. Herrlich schräge Dialoge im feinsten westfälisch zwischen Äwinn und Arno Wimmelböcker.  "Und wass dass? Nee, nä?"  "Bücher", sagte Erwin. "Bücher? Nee!" "Doch" sagte Erwin. "Sind Bücher." "Mönsch, Äwinn! Richtich zum Lesn?" "Jou", sagte Erwin. "Sone Bücher."  (S.298) Erwin mag man oder nicht. Er ist etwas langsam, hat seine Rituale, liebt Asia Orchidee für den gestressten Herrn und seine Laufente Lothar. Gemeinsam ermitteln sie in alle Richtungen und stoßen bald in ein Wespennest. Die Geschichte ist witzig, anders und doch spannend. Die Thematik ziemlich nah an der Realität und der Schreibstil gut zu lesen. Wer also schon immer mal einen etwas eigenen Krimi lesen wollte, ist hier gut aufgehoben. Bitte nicht nach ein paar Seiten aufgeben, es wird spannend und man gewöhnt sich sogar an den Dialekt ;-).

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  • Krimilesung mit Dinner

    Erwin, Mord & Ente
    KerstinMC

    KerstinMC

    03. May 2015 um 12:36

    04.05.15 https://kerstinskartenwerkstatt.wordpress.com/?p=3463&preview=true Am 20.01.15 durfte ich den Autor Thomas Krüger bei der Lesung mit Dinner in Lohne kennenlernen. Wie schon erwähnt, hatte ich vorher nichts von ihm gehört oder gelesen und wurde von seiner Art vorzulesen direkt in den Bann gezogen. Die Hauptperson Erwin Düsedieker ist nach meiner Meinung ein Intelligenter Man mit sozialer Inkompetenz. Von Kindesbeinen an wird er vom ganze Dorf gehänselt, insbesondere von seinem Vater. So wird Erwin eher als Dorfdepp behandelt und von allen unterschätzt. Als Knochenfunde in Versloh-Bramschebeck auftauchen fängt Erwin im Hintergrund gemeinsam mit Lothar, seiner Laufente, an zu ermitteln. Weitere Details zum Inhalt möchte ich nicht vorweg nehmen. Es sei nur schon so viel gesagt, die Lösung lässt wirklich bis zu den letzten Seiten auf sich warten. Der Kriminalroman besitzt einen gelungenen Spannungsbogen. Die Namen der Orte und Personen sind anfangs gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich eingelesen hat unterstützen die Namen nur den westfälischen Humor. Sehr amüsant finde ich die Unterhaltungen von Arno und Erwin im westfälischen Dialekt. Da muss man einfach schmunzeln und ist gewillt laut mit zu lesen. Ich bin schon gespannt auf das zweite Buch mit Erwin und Lothar, ich musste meinen Vorsatz bei der Lesung nur ein Buch zu kaufen brechen und habe gleich beide mit genommen. Nächste Woche Montag folgt also der zweite Teil.

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  • Toller, pointierter Ostwestfalenkrimi

    Erwin, Mord & Ente
    Kidakatash

    Kidakatash

    11. June 2014 um 10:36

    In seinem 300 Seiten langen Kriminalroman Erwin, Mord und Ente erzählt Thomas Krüger die Geschichte eines lange zurückliegenden Mordes im (fiktiven) ostwestfälischen Dörfchen Bramschebeck, der zum Fall für Erwin Düsedieker und seine Ermittlungsente Lothar wird. Erwin ist ein echt schräger Charakter, der mit Papas Polizeimütze auf dem Kopf herumläuft (und sogar in der Badewanne sitzt), und das, obwohl (oder auch gerade weil) sein Vater schon lange tot ist. Sein genaues Alter habe ich nicht im Buch gefunden, allerdings schätze ich ihn auf um die 60, denn er lebt von seiner Rente und dem Erbe seiner Mutter in seinem Elternhaus. In seiner Jugend wurde er immer mit "Spasti" gehänselt, und er weiß, dass er als der Dorftrottel gesehen wird. Trotzdem möchte er diesen Fall lösen, der da auf einmal in seinem Dörfchen auftaucht - und das unter vollem Körpereinsatz! Der Autor hat eine tolle Art, den Leser an Erwins Gedanken teilhaben zu lassen. Die seltsame Art, Schlüsse zu ziehen, belustigt manchmal und ist in jedem Fall bewundernswert! Erwin geht immer von seinem eigenen Erfahrungshorizont aus und hat keinen Zugang zu neueren Technologien wie dem Internet, wodurch seine Schlussfolgerungen noch mehr Pepp bekommen. Die ostwestfälische Mundart mit den zum Teil sehr wortkarten Dialogen trifft pointiert den Ton der Dörfer hier (ja, ich gestehe, ich bin Ostwestfälin!) und so manches Mal fühlte ich mich an die alten Menschen aus meiner Umgebung erinnert. Auch die Namen der Dörfer, Wege und Personen passen wunderbar hierher und gleichzeitig auch zur Geschichte, weshalb ich mich sehr darüber freute, als ich hörte, dass Thomas Krüger im November eine Fortsetzung veröffentlichen wird. Seine Art, Geschichten zu spinnen, gefällt mir sehr! Die aberwitzige Geschichte um Erwin und Lothar hat mich sehr gefesselt, sodass ich den Roman in einem Stück gelesen habe. Krügers feinsinnige Art zu erzählen liegt mir sehr und es steckt mehr in und hinter Erwin, als man auf den ersten Blick vermutet. Dieser Kriminalroman war jede Leseminute wert und erhält daher 5 von 5 Punkten!

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  • Dorftrottel, Ermittlungsente und ein Kriminalfall - spannend? Ja!

    Erwin, Mord & Ente
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. May 2014 um 23:24

    Erwin gilt in Versloh-Bramschebeck in Westfalen als Dorftrottel.Warum?Weil er es liebt, mit seiner Ermittlungsente Lothar über die Felder zu streifen - in Gummistiefeln, Trainingshose, Parka und der alten Polizeimütze seines verstorbenen Vaters.Dann werden die Knochen einer Frau gefunden und Erwin verbeißt sich!Inhalt: Erwin Düsedieker ist ein herzensguter Ments, doch er gilt als beschränkt. Der Sohn des ehemaligen westfälischen Dorfpolizisten Friedhelm Düsedieker stapft gern mit Gummistiefeln und papas alter Dienstmütze über Äcker und Wiesen. Begleitet von Lothar, seiner treuen Laufente. Ein Polizist könnte Erwin nie sein. Eines Tages aber strauchelt er in einen Kriminalfall von geradezu höllischen Dimensionen.---------------------------------------------------------------------------------------Wenn er gerade nicht durch die Gegend spaziert, dann liebt Erwin es, in seiner vergoldeten Badewanne zu liegen und über die Bücher nachzudenken, die im Wintergarten rund um die Wanne in ihren Regalen stehen.Dabei erscheinen vor seinem inneren Auge nicht die geschriebenen Worte, sondern Bilder, die er damit verbindet.Die Leute im Ort halten ihn für zurückgeblieben, dabei ist Erwin nur anders, hat er doch nie gelernt, sich auszudrücken. Immer unterdrückt von den Eltern, konnte er sich nicht zu einer eigenständigen Person entwickeln – so der Irrglaube.Denn in Erwin steckt ein wacher Verstand, der zwar anders funktioniert, doch dafür einwandfrei und so war klar, dass er, gemeinsam mit seinem treuen Begleiter Lothar, irgendwann in einen Kriminalfall stolpern würde.Die gefundenen Knochen am Waldrand von Jasper Thiesbrummels Acker wecken seine Neugier und als Lothar auch noch einen Fetzen Papier findet, erwacht Erwins Spürsinn.In seiner eigenen Art fängt er an, den Hinweisen zu folgen. Dabei wendet er sich auch an seine Freundin Anni, die den örtlichen Tante-Emma-Laden betreibt. Ihre Reaktion fällt merkwürdig aus.So macht er sich mitten in der Nacht auf den Weg, sich den Fundort mit Lothar nochmal genauer anzusehen. Und gerät mitten in den Ausbruch von Thiesbrummels Schweinen.Doch seine Ermittlungen waren vorher von Erfolg geprägt: mehrere Papierschnipsel und ein paar verrostete Handschellen.Dann stirbt Anni. Allerdings hat sie Erwin in ihrem Testament bedacht und bringt ihn dadurch auf die richtige Spur – eine Spur, die in die Vergangenheit führt – auch in die Vergangenheit von Erwins Vater.---------------------------------------------------------------------------------------Erwin ist jemand, den man schon nach den ersten Sätzen einfach ins Herz schließen muss!Sehr genau charakterisiert Thomas Krüger den eigenwillig denkenden Mann, der bei allen nur als geistig minderbemittelt gilt. Keiner nimmt ihn wirklich ernst, dabei verbirgt sich hinter der Maskerade ein wacher Geist.Erwin möchte auch gar nicht für voll genommen werden. Er fühlt sich in seiner Rolle als Aussenseiter wohl und genießt seine geheime Bibliothek, die er im ehemaligen Wintergarten eingerichtet hat. Am liebsten in seiner vergoldeten Luxus-Badewanne, die er sich dort hat installieren lassen.Für ihn ist Lothar nicht nur eine Laufente, sondern sein treuer Freund, der ihm stets zur Seite steht und ihn in seinen Ermittlungen unterstützt – eben eine wahre Ermittlungsente!Die Gedanken die er sich über Lothar macht, helfen ihm dabei, manche Zusammenhänge besser zu verstehen.Doch nicht nur Erwin ist facettenreich, auch alle anderen Prota- und Antagonisten passen in diesen Krimi, in die Gegend, in der er spielt.Zum Schluss wird es rasant und obwohl man vielleicht in der ersten Sekunde denkt – NEIN! – so ist der Plot trotzdem glaubwürdig und könnte genau so stattfinden.Falls ihr jetzt neugierig geworden seid, wünsche ich euch viel Spaß mit Erwin und Lothar. Thomas Krüger arbeitet auch schon fleißig an der Fortsetzung “Entenblues”, die im November 2014 erscheinen soll.---------------------------------------------------------------------------------------Mehr über Thomas Krüger – und wie er auf Erwin & Lothar gekommen ist – erfahrt ihr in seiner Autorenvorstellung. Bis Sonntag, 11. Mai 2014 könnt ihr dort auch noch 3 Bücher/Hörbücher von “Erwin, Mord & Ente” gewinnen.Gelesen wird das Buch von Dietmar Bär, der es allein durch seine Stimme schafft, Erwin zum Leben zu erwecken – ich kann es euch nur empfehlen!

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  • Witzig, skurril und herrlich anders

    Erwin, Mord & Ente
    coala_books

    coala_books

    24. November 2013 um 07:40

    Erwin Düsendieker hat so seine ganz besondere Sicht auf die Dinge. Von anderen eher belächelt, lebt er glücklich und zufrieden in der alten Polizeistation seines Vaters mit seiner Laufente Lothar und einer Badewanne in der Bibliothek. Als eines Tages jedoch auf des Nachbars Feld Menschenknochen gefunden werden, stolpert Erwin tollpatschiger Weise in die Ermittlungen. Mit seiner naiv-bezaubernden Art begibt er sich auf die seine ganz eigene Suche und unterstützt durch seine Laufente, die einen unbeschreiblichen Spürsinn entwickelt, kommt er dabei der Wahrheit näher, als ihm lieb ist. Witzig und mit einer großen Portion Landscharm, vermag das Buch sogleich zu überzeugen. Die Charaktere sind herrlich überspitzt gezeichnet und Erwin ist zwischen all diesen etwas ganz besonderes. In vielen lustigen und komischen Situationen wird er dabei von seiner treuen Laufente Lothar begleitet, welche zu Weilen fast menschlich anmutet und die besonders innige Beziehung der beiden nur unterstützt. Die vielen liebevollen und lustigen Details machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem. Der Kriminalfall ist hinter dieser ganzen komisch-skurrilen Maskerade jedoch alles andere als flach, sondern besticht durch Aktualität und Tiefsinn. Lothar hat sich mittlerweile sicherlich in so manches Leserherz geschnattert und weitere Abenteuer werden innigst erwartet.

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  • Thomas Krüger - Erwin, Mord & Ente

    Erwin, Mord & Ente
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. November 2013 um 17:30

    Kurzbeschreibung:  Der Auftakt einer neuen fantastischen Krimiserie mit Erwin Düsedieker und seiner Laufente Lothar Erwin Düsedieker ist ein herzensguter Mensch, doch er gilt als beschränkt: Der Sohn des ehemaligen westfälischen Dorfpolizisten Friedhelm Düsedieker stapft gern mit Gummistiefeln an den Füßen und Papas alter Dienstmütze auf dem Kopf über Äcker und Wiesen. Begleitet von Lothar, seiner treuen Laufente. Ein Polizist könnte Erwin nie sein. Eines Tages aber strauchelt er in einen Kriminalfall mit geradezu höllischen Dimensionen und muss ihn lösen – zusammen mit Lothar, der sich im Zuge des Abenteuers als wahre Ermittlungsente entpuppt... *Quelle* Zum Autor:  Thomas Krüger, geboren 1962 in Ostwestfalen, arbeitete zunächst als Journalist für Tageszeitungen und Magazine. Heute ist er Hörbuch- und Kinderbuchverleger, Autor von Kinderbüchern (Jo Raketen-Po) und zahllosen Sonetten – u.a. an Donald Duck. Mit Erwin, Mord & Ente legt er seinen ersten Krimi vor und betritt mit der Figur der "Ermittlungsente" Lothar völlig neues Terrain. Thomas Krüger lebt mit seiner Familie in Bergisch Gladbach bei Köln. Meinung:  Der geistig zurückgebliebene Erwin Düsedieker lebt mit seiner Laufente Lothar in einem kleinen idyllischen Dorf in Ostwestfalen. Er gestaltet sich seine Tage, indem er quer durch die Wälder spaziert, immer ausgestattet mit seinem alten Parka, Gummistiefeln und der Polizeimütze seines verstorbenen Vaters Friedhelm, der der Dorfpolizist war. Keiner im Ort nimmt Erwin wirklich ernst, seine einzigen Bezugspersonen sind Anni Twassbrake, die den örtlichen Tante Emma-Laden führt und Arno, ein ebenfalls etwas zurückgebliebener Aushilfsarbeiter. Alles könnte so idyllisch sein, doch dann werden plötzlich auf einem Acker menschliche Knochen gefunden und Erwin, der eigentlich nie Polizist sein wollte, sieht sich unversehends mitten in den Ermittlungen, die tatkräftig von Lothar, seiner über alles geliebten Laufente, unterstützt werden. Die beiden geraten in einen wahren Strudel aus alten Geheimnissen, gefährlicher Kumpanei und merken bald, dass im Dorf doch nicht alles so idyllisch zugeht wie angenommen... Ich habe Erwin, Mord & Ente zufällig bei den skoobe-Neuerscheinungen entdeckt, und als ich die Kurzbeschreibung las, wusste ich sofort, dass das ein Buch für mich sein könnte. Und ich wurde belohnt! Wie auf dem Cover bereits zu erkennen, sagt der Schauspieler Dietmar Bär dazu: "Ein fantastisch verrücktes Buch!" Ich kann mich seiner Meinung nur anschließen. Zwar hatte ich anfangs ein bisschen Schwierigkeiten, Erwins Gedankengängen zu folgen, doch entwickelte sich dieser recht infantile Mann zu einem wahren Helden dieser Geschichte und zeigte sich viel schlauer, als alle Dorfbewohner (inklusive mir als Leser) dachten. Unterstützt wird er von seiner Laufente Lothar, die sich sehr mutig zeigt und gerne überall die Nase vornean hat. Ein wirklich erfrischendes Duo, was sich Thomas Krüger da erdacht hat! Natürlich sind auch massig Nebencharaktere in Form der Dorfbewohner vorhanden, die nicht nur mit skurrilen Namen aufwarten, sondern auch von ihrer Art her dieser Skurrilität in nichts nachstehen. Diese alle auseinanderzuhalten war am Beginn etwas kompliziert, legte sich aber schnell. Die Handlung selbst schreitet recht gemächlich voran, passend zur Lebensart von Erwin und den anderen Bewohnern, und somit sollte der Leser hier mitnichten einen Krimi erwarten, der vor Action oder Spannung nur so trieft. Ich möchte ihn eher mit dem englischen Pendant vergleichen: Wer z.B. die "Inspector Barnaby"-Reihe kennt und mag, der wird auch mit Erwin, Mord & Ente seine wahre Freude haben, denn die Charaktere sind allesamt etwas schrullig, sprechen oftmals in einem recht einfachen Dialekt, aber wuchsen mir sofort ans Herz, da sie so eine gewisse Ruhe und Unerschütterlichkeit in ihrer kleinen eigenen Welt ausstrahlen. Die Lösung des Falles konnte mich überraschen und war definitiv schlüssig. Leider war mir das Buch nur viel zu kurz, und ich hoffe, dass sich daraus eine Reihe etablieren wird. Erwin & Lothar haben es wirklich verdient, noch ein paar weitere Fälle auf ihre ganz eigene Art zu ermitteln und ich könnte mir hierfür sogar eine TV-Verfilmung vorstellen. Dietmar Bär als Erwin - das wär's!!! Fazit:  Erwin & Lothar - ein Ermittlerduo der ganz eigenen Art, das mir viel Lesespaß bereiten konnte! Ich hoffe, dass Thomas Krüger für die beiden recht bald einen neuen Fall parat hat.

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  • Entenstark!

    Erwin, Mord & Ente
    pelznase

    pelznase

    12. November 2013 um 14:43

    Wenn man sich das Cover dieses Buchs anschaut, dann dürfte klar sein, dass ich daran nicht vorbeikam. Die Ente in der Wanne ist ja so niedlich! Auch die Tatsache, dass der Krimi in Westfalen spielt, machte mich neugierig. Westfälin, die ich bin. “Erwin, Mord & Ente” ist für mich ein besonderer Krimi. Erstens wegen Erwin, der alles andere als ein typischer Ermittler ist. Nicht nur, dass er gar kein Polizist ist, aber trotzdem mit der Polizeimütze seines Vaters herumläuft, er ist zudem von eher schlichtem Gemüt und ziemlich naiv. Bei den meisten Einwohnern seines Orts Versloh-Bramschebeck gilt er gar als beschränkt! Zweitens ist er meist in Begleitung seiner Laufente Lothar (mein Liebling, na klar!) unterwegs. Auch das ist in Krimis sicher nichts Alltägliches! Trotzdem mochte ich dieses ungewöhnliche Gespann sofort. Auf Erwin und sein Denken muss man sich aber einlassen können. Das fiel mir anfangs etwas schwer, später war es dann gar kein Problem mehr. Da merkt man erst, wie kompliziert man selber oft denkt! Als im Dorf Knochen gefunden werden, ist Erwins Neugier geweckt. Was ist dort geschehen? Woher kommen die Knochen? Steckt ein Verbrechen dahinter? Er macht sich daran, Nachforschungen anzustellen. Auf die ihm eigene, oft naive, aber doch sehr gründliche Art. Ich muss sagen, ich war einige Male wirklich beeindruckt! Denn Erwin hat natürlich von solch modernen und fortschrittlichen Dingen wie zB dem Internet keine Ahnung. Er zieht stattdessen Bücher zu Rate, verlässt sich bei Beobachtungen ganz auf sein Gedächtnis und untersucht Papierfetzen mit einer Lupe. Das hat etwas von einem altmodischen, sehr klassischen Krimi, und genau deshalb war es für mich etwas Beosnderes. Wegen Erwins Vorliebe für Bücher auch etwas besonders Schönes! Und spannend geht es allemale zu! Da muss Erwin sich mit seinen altmodischen Ermittlungsmethoden nicht hinter den modernen Kollegen verstecken. Der Fall um die Knochen selber ist Geschmackssache. Ich persönlich habe für Krimis, deren Auflösung in eine gewisse deutsche Vergangenheit führen, wenig bis gar nichts übrig. Für mich ging es deshalb hier nur in Ordnung. Wenn die Wurzeln eines Falles in der deutschen Vergangenheit liegen sollen, kommt man an dieser Zeit wohl nur schlecht vorbei. Wen solche Hintergründe nicht stören, der wird sich daran sicher nicht stoßen. Besonders getröstet hat mich ein gruseliges bis ekliges Element am Ende. Sowas mag ich dann wieder ausgesprochen gerne! Und man kann bis zum Schluss prima mitknobeln, was hinter dem Knochenfund steckt. Auch sowas finde ich immer toll! Die Geschichte spielt in einem kleinen westfälischen Dorf. Ich habe ein großes Faible für Regionalkrimis, aber Regiokrimis aus Westfalen konnten mich bislang nicht begeistern. Dann kamen Erwin und Lothar, und schon war bewiesen: solche Krimis funktionieren auch hier! Ja, hier gibt es solch einsame Kaffs! Und ja, der Westfale ist mitunter eigebrötlerisch und stur! Und ja, wir reden hier so! Ältere Leute mehr, die jüngeren weniger. Aber auch ich habe viele Ausdrücke wiedergefunden, die zu meinem Sprachgebrauch gehören. Es gehört für mich zu solchen Krimis, dass solche Eigeschaften deutlich aufgezeigt werden. Das verleiht ihnen einen eigenen Charakter und oft kann man darüber gut schmunzeln. Ich habe einige Male wirklich lachen müssen und hatte dabei nie das Gefühl, dass die Westfalen hier irgendwie vorgeführt oder schlecht gemacht werden. Ich habe unerwartet lange für das Buch. Das liegt vor allem an Thomas Krügers ungewöhnlichen und auch gewöhnungsbedürftigem Schreibstil. Der liest sich nicht gerade flott weg. Er passt aber gut zu Erwin und sein Denken, in das man sich auch erst einfinden muss. So naiv wie Erwin wirkt, er ist auf seine Art durchaus zu komplexen Denkvorgängen in der Lage. Die müssen wir aber erst für uns auf die Reihe kriegen, denn wir denken ja doch anders. Uns kommen sie oft sogar seltsam vor. Somit konnte sich die Geschichte einfach nicht lesen wie jeder 0815-Krimi sonst. Ich bin ganz verliebt in Lothar! Und die Wanne spielt im Buch ebenfalls eine wichtige Rolle. Damit passt das Covermotiv wirklich gut zum Buch. Und ein Hingucker ist es durch Lothar auf jeden Fall! Im vorderen Deckel findet man eine Karte der Gegend, in der der Krimi spielt. Und im rückwärtigen Deckel…hach! Fazit:  “Erwin, Mord & Ente” ist kein Krimi von der Stange! Erwin ist durch sein schlichtes Wesen ein Ermittler, wie ich ihn noch in keinem Krimi erlebt habe. An ihn und sein Denken muss man sich gewöhnen, dafür mag man ihn von der ersten Seite an. Lothar ist das Salz in der Suppe, mein Liebling und obendrein eine fähige Ermittlungsente. So gesehen ist die Geschichte ganz schön schräg, aber Erwins erster Fall hat es trotzdem  in sich und kann leicht mit anderen Krimis mithalten. Ein feiner Blick auf westfälische Dörfer und ihre Bewohner laden zum Schmunzeln und hier und da zum an-die-eigene-Nase-fassen ein. Mir hat der Krimi viel Spass gemacht!

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  • Auf Erwin und Lothar muss man sich einlassen!

    Erwin, Mord & Ente
    IlonGerMon

    IlonGerMon

    05. November 2013 um 22:07

    Ein Roman, der das Label Kriminalroman auf dem Cover trägt und doch nur sehr bedingt ein Krimi ist. Ein Roman, der seinen Charme und seine Qualität erst beim zweiten Hinschauen erkennen lässt. Ein Roman, mit dem ich mich anfangs schwer getan habe und der mich dann doch sehr berührt hat. Erwin Düsedieker lebt in Versloh-Bramschebek, einem frei erfundenen Ort in Ostwestfalen. Er wohnt dort in seinem Elternhaus, das zu Zeiten seines Vaters nicht nur der Wohnsitz der Familie war, sondern diesem auch als Polizeiwache diente. Erwins Eltern sind lange tot, behalten hat er das Haus und die alte Polizeimütze seines Vaters. Diese trägt er mit Stolz durchs Dorf, aber auch nicht immer. Da gibt es an manchen Tagen sehr feine Unterschiede. Erwin ist bescheiden im Denken, die Bewohner sehen in ihm den „Dorftrottel“ und gehen teilweise auch so mit ihm um. Nur Anni nicht, Anni weiß es besser und Anni vermacht ihm ein Buch: Die Sturmhöhe von Emely Bronte. Erwin tut sich schwer mit der Lektüre, aber er kämpft sich durch – und er macht sich so seine Gedanken über den Roman. Gedanken, die ich in ihrer Einfachheit sehr berührend finde. Und die doch so wahrhaftig und richtig daherkommen. Mit seiner Laufente Lothar ist Erwin fast täglich im Dorf unterwegs und so verwundert es nicht, dass er unversehens mitten in einen Kriminalfall stolpert. Auf dem Acker eines Bauern hat man menschliche Knochen gefunden, doch welche Dimensionen dieser Fund annehmen wird, ahnen weder die ermittelnde Polizei noch die Leser. Annis Hinweise und das Buch liefern letztlich Lösungshinweise für das Jahrzehnte zurückliegende Verbrechen. Aber bevor es soweit ist, muss Erwin noch ganz tief hinabsteigen - in die Vergangenheit seines Vaters. Auf Erwin muss man sich einlassen, dann erlebt man ein großes Lesevergnügen. Einschränkungen möchte ich nur zwei machen. Mir waren die erfundenen Namen für Menschen und Orte etwas sehr überzeichnet, das machte die Lektüre anfangs etwas mühsam. Und – Lothar hat  zwar Konturen, kam mir aber etwas zu selten zum Zuge.

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  • Kriminalroman zwischen Gummistiefeln und Laufente

    Erwin, Mord & Ente
    Maddy75

    Maddy75

    03. November 2013 um 19:29

    Erwin und Lothar, seine treue Laufente bilden ein unzertrennliches Paar. Sie leben friedlich zusammen in Verloh-Bramschebeck, bis eines Tages auf einem benachbarten Bauernhof Knochen gefunden werden. Jetzt erwachen in Erwin, dem sog. „Dorftrottel“, wahre kriminalistische Talente. Zusammen mit seiner Laufente geht er auf die Suche nach der Vergangenheit. Der Roman war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da mir der Dialekt und die ortsansässigen Namen etwas Schwierigkeiten bereiteten. Aber nach den ersten Seiten hatte ich mich dem Schreibstil des Autors angepasst und der Roman könnte seine etwas schräge Wirkung voll entfalten. Ich bin gern mit Erwin in Gummistiefeln und Trainingshose über die Felder gefolgt und besonders Lothar habe ich in mein Herz geschlossen. Wer also einen etwas anderen Kriminalroman mit Witz und Charme lesen möchte, dem lege ich genau dieses Buch ans Herz! *** von 5 Sternen!

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  • Herrlich schräg ...

    Erwin, Mord & Ente
    maclatz

    maclatz

    21. October 2013 um 21:16

    Skurile Figuren und einige wirklich überraschende Ideen. Laufente, Ost-Westfalen, Badezusätze und Trecker - dazu passen erstaunlich gut Dante, die Sturmhöhe und längst vergessen geglaubte Seilschaften. Ich hatte endlich mal wieder richtig Spaß an einem Krimi. Ohne Gemetzel, dafür mit Hirn.

  • Skurriler Krimi mit Laufente

    Erwin, Mord & Ente
    utaechl

    utaechl

    14. October 2013 um 17:29

    Inhalt: Erwin Düsedieker lebt mit seiner Laufente Lothar im idyllischen Bramschebeck. Er ist geistig zurückgeblieben, spaziert mit der Dienstmütze seines Vaters, des ehemaligen Dorfpolizisten, durch den Ort und wird nicht wirklich ernst genommen. Als jedoch eines Tages Überreste einer Frau gefunden werden, kann er zeigen, dass in ihm und seiner Ermittlungsente Lothar mehr steckt, als so manchem lieb sein dürfte. Setting und Stil: Thomas Krüger nutzt den fiktiven Ort Bramschebeck samt Umgebung perfekt für sich. Ostwestfalen und seine Einwohner erwachen mit allen ihren Macken, dialektischen Eigenheiten und Weltsichten zum Leben und man fühlt sich sofort dazugehörig. Diese sehr bildliche und detailreiche Sprache ist durchgängig vorhanden. Thomas Krüger erlaubt es sich, seine Charaktere und die Handlung langsam, dem Gemüt der Einwohner angepasst, zu entwickeln. Ein Stil, der dem Leser liegen muss, da er ansonsten unter Umständen schnell die Geduld mit dem Buch verlieren könnte. Charaktere: Erwin ist ein sehr eigener Charakter, den man im Verlauf des Krimis immer mehr kennen und schätzen lernt. Er hat eine Tiefe, die man nicht erwartet und die einen erfrischend zum Nachdenken und Philosophieren bringt. Anfangs weiß man wenig über ihn und selbst am Ende ist noch vieles im Dunklen. Erwins Schwächen werden durch seine Laufente Lothar ausgeglichen. Diese stürmt zielstrebig voran, sieht Spuren, wie nur Laufenten sie sehen können und ist an Mut kaum zu übertreffen. Definitiv die heimliche Hauptperson, die jedem ans Herz wachsen wird. Die restlichen Dorfbewohner sind schön schräge und unterschiedlich, so wie man sie sich durchaus in einem Dorf vorstellt. Die Bösen kristallisieren sich erst mit der Zeit heraus, weisen einiges an Überraschungen auf und stellen für Erwin eine angemessene Herausforderung dar. Geschichte: Eine skurrile Geschichte, die den Leser hier erwartet. Ermittelt wird nicht durch die Polizei, sondern durch den Mann mit der Polizeimütze seines Vaters. Der Mord, der vielleicht gar keiner ist, liegt lange zurück und bei der Lösung ist definitiv der Weg das Ziel. Man erlebt Erwin und seine Sicht auf die Welt, wie andere mit ihm umgehen, was sie von ihm halten. Er nutzt seine Situation so gut er kann, wird unterschätzt und hat den besten Partner, den man sich wünschen kann. Überraschend, unvorhersehbar, amüsant und nie langweilig. Fazit: Dieser etwas andere Kriminalroman ist definitiv nicht für jeden etwas. Als Leser sollte man Liebe zur deutschen Sprache besitzen, Zitate und Anspielungen mögen und sich auf eine Sichtweise einlassen, die man sonst selten in Büchern findet. Sind diese Voraussetzungen zumindest zum Teil vorhanden, so kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Es bringt von Anfang bis Ende Spaß, sich in Erwins Welt entführen zu lassen. Ein Buch zum Zurücklehnen und Genießen, dessen Fortsetzung zum Glück schon geschrieben wird.

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