Thomas Lawall Nach dem Regen

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Inhaltsangabe zu „Nach dem Regen“ von Thomas Lawall

Seine Gedichte sind rein autobiografischer Natur und geben einen Einblick in sein bewegtes Leben. Sie erzählen von dunklen Zeiten, aber auch von glücklichen Tagen, von tiefstem Fall und dem mühsamen Weg zurück, sowie von der ständigen Auseinandersetzung mit dem Unvermeidlichen ... Und was nicht in Worte zu fassen ist, hat der Autor in Schwarz-Weiß-Fotos festgehalten. Damals, als es noch analoge Kameras gab ... Nach dem Regen ______________ Gedanken prasseln auf die Straße Jeder Tropfen ein Wort Es regnet ganze Bücherregale vom Himmel Gedanken waschen Blumen und klopfen an mein Fenster Ich gehe hinaus Der Regen läuft mir die Wangen hinunter Die Himmelsworte vermischen sich mit meinen Tränen Bald bricht die Sonne hinter schwarzen Wolken hervor Die Götter holen sich dann ihre Worte zurück (Für Paula P.)

Das ist ganz offensichtlich ein 2. Weihnachtsfeiertag der besonderen Art. Gleich mit zwei Rezensionen wurde ich von Lexi und Volpina reich beschenkt. VIELEN DANK!

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  • Rezension zu "Nach dem Regen" von Thomas Lawall

    Nach dem Regen
    rallus

    rallus

    03. November 2010 um 19:49

    Gedichte sind immer schwer zu rezensieren. Mir liegt ein kleiner Gedichtband vor. Der Deckel zeigt mir ein verdeckten Blick auf das Meer, entspannt, ruhig. Nach den ersten Seiten schon packt mich ein Gefühl von Vergangenheit, Kindheit. Dies verstärken die grobkörnigen Schwarzweiß Bilder. Der Dichter hat für seine Gedichte ein freies Format gewählt, die Versform pro Gedicht ist gleich, es reimt sich nicht. Gedichte kann man nicht nebenbei lesen, oder in einem Zuge wie Krimis; viele lese ich und denke drüber nach; lese sie noch einmal, versuche mich hineinzuversetzen, einen neuen Aspekt zu erfassen. Der Inhalt ist sehr intim, Thomas Lawall erzählt von seinen Gefühlen, seinen Erlebnissen, seinen Träumen, Hoffnungen und Wünschen. Insgesamt lässt sich über alle Gedichte ein Muster ziehen und mich dem Autor etwas näher kommen. Die Bilder verstärken die Imagination der Worte noch. Gedichte müssen in mir einen Gedanken formen, Bilder, mich mit ihren Worten in etwas Bekanntes oder Unbekanntes führen. Leider gelingt Thomas dies nur phasenweise. Seine ersten Gedichte sind die stärksten, an manchen habe ich Tage überlegt, sie wie einen alten Whisky in meinem Ohr zergehen lassen. "Vakuum" - dieses "Ich warte", ist ein kleines Nachschwingen ein verharren. "Ganz tot" macht mir die Schmerzlichkeit des Todes und des eigenen Universums bewusst. "Nach dem Regen" spielt leichtfüßig, barfuss im Regen, tänzelt an den Worten, Regentropfen entlang. Mein Lieblingsgedicht aber ist "Greifbare Nähe" wo ich am ehesten den Dichter sehe, wo ein Gedanke dieses Kleinod umfasst und in knappen Worten umreißt und sich dieser Gedanke vom Blatt löst um in mir aufzugehen. Meistens jedoch finde ich diese Blase nicht, der Dichter dreht mir zu viele Pirouetten, als ob er alles in eins fassen will - und scheitert. Manches ist auch nach vielem Lesen recht platt geraten, bei manchem gutem Anfang wie in "Wenn die Blätter fallen" wird die offene Form störend, ja zerreißt meine Gedankenblase. Doch was bin ich der ich hier eines Anderen persönliche, intime Momente beschreibe, ja ihnen noch eine Wertung zukomme. Möge sich jeder eine eigene Meinung machen. Ein kleiner Gedichtband, der durch die, vom Autor selber geschossenen, Schwarzweiß Bilder, aufgewertet wird.

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  • Rezension zu "Nach dem Regen" von Thomas Lawall

    Nach dem Regen
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    11. October 2010 um 13:14

    "Nach dem Regen" vom Autor Thomas Lawall ist ein kleiner Gedichtband, erschienen im Holzheimer Verlag. Die Gedichte sind mal kurz, mal etwas länger, handeln vom Ursprung der Welt, von Zeit und Vergänglichkeit und sind doch nicht so persönlich, dass man sich wie ein Voyeur vorkommt. Gedichte ermöglichen ja immer einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt des Autors, was ihn bewegt, beschäftigt und manchmal auch belastet. Bei vielen Autoren hatte ich oft das Gefühl zu stören, teilzuhaben an Privatsphäre, was mir nicht zusteht. Hier ist es anders. Die Gedichte sind nicht so persönlich, dass man nicht versteht, worum es sich handelt, auch die Gedichte, die der Autor für Mitmenschen schrieb, sind für jedermann verständlich und interessant. Interessant deswegen, weil der Autor es versteht, viele unveränderliche Dinge, wie beispielsweise der Zerfall von Gebäuden, das Dahinfliessen der Zeit oder die Entstehung des Universums mal auch aus völlig anderer Perspektive, dabei zwinkernd mit einem humorigen Ansatz, zu zeigen. Ich hatte grossen Spass, die Gedichte zu lesen. Sie sind sehr unterhaltsam, spannend und leicht zu lesen, dabei regen sie durchaus zum Nachdenken an, machen aber nicht schwermütig. Besonders gut gefielen mir auch die schwarzweissen Fotos des Autoren, der ja auch als Fotograph arbeitet. Passend zu den Gedichten ausgesucht lockern sie den Gedichtband auf eine einzigartige Weise auf. Obwohl ich den Gedichtband schon las, greife ich immer wieder zu dem Buch, nur um mir die Fotos nochmal anzusehen und lese dabei doch immer wieder ein Gedicht erneut. Damit kein Buch, das man gelesen zum Verstauben in den Schrank stellt, sondern ein Gesichtband, an dem man immer wieder Freude hat.

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  • Rezension zu "Nach dem Regen" von Thomas Lawall

    Nach dem Regen
    chili81

    chili81

    09. March 2010 um 18:33

    Zuallerst: Der Autor hat hier nicht nur seine Gedichte veroeffentlicht, sondern das Buch mit wunderschoenen Schwarz-Weiss-Bildern verfeinert. Diese geben dem Buch eine ganz besondere Note. Einige der Gedichte sind wirklich wunderschoen und haben mich sehr nachdenklich gestimmt. Bei anderen habe ich allerdings denn tieferen Sinn nicht erfasst. Da die Gedichte rein autobiografischer Natur sind (Hinweis stand auf dem Einband) habe ich mir dennoch versucht vorzustellen, was Herrn Lawall durch den Kopf ging und in welcher Situation er sich befunden haben koennte als er diese Gedichte geschrieben hat. Bei manchen ist hierzu ein Hinweis zu lesen bzw. ist klar zu erkennen welche Lebenssituation gerade angestanden hat. Definitiv setzt sich der Autor kritisch mit sich und seiner Umwelt auseinander. Aufgefallen ist mir jedoch die sehr traurige, fast schon ins melancholische gehende Grundstimmung bei vielen der Werke. Wer selbst nicht in einer so guten Verfassung ist sollte vielleicht die Finger davon lassen. Jemand der sich jedoch gerne Gedanken zum Leben macht: Ran an die Buletten. Denn Tiefgang haben die Gedichte des Autors allemal.

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  • Rezension zu "Nach dem Regen" von Thomas Lawall

    Nach dem Regen
    elRinas

    elRinas

    09. March 2010 um 00:49

    "Nach dem Regen" von Thomas Lawall ist eine Sammlung autobiografischer Lyrik, ungereimt aber gut strukturiert. Mangels chronologischer Angaben, allein aus der Reihung, aus Titel und Inhalt der Gedichte ist eine gewisse Entwicklung zu erkennen, mehrere Auf und Abs im Leben des Autors. Trennungen, Verluste, neue Hoffnung, dennoch Zweifel und Unsicherheit Auch wenn die Metaphern bisweilen überraschen, ja mitunter positiv bizarr erschienen, bleibt die Sprache immer grundlegend verständlich... (Das finde ich angenehm, ich rätsle nicht gerne allzu an Texten herum um mich dann etwa zu verspekulieren) Gern hätte ich ihm noch mehr Lichtblicke gegönnt, mehr Sonnenstrahlen am Horizont, mehr Vision... T.L. scheint der Auf/Ausbruch aus einer spürbar depressiven Grundstimmung nicht zu gelingen. Selbst die an den Schluss des Buches gesetzten Gedichte Vorwärts, Zeit ohne dich, Zeitstrom bleiben in ihrer Dynamik seltsam unentschlossen, vage und schwebend.- Kein billiges happy-end, kein Aufschwung im Sinne von Hab Sonne im Herzen obs stürmt oder schneit oder: Der nächste Frühling kommt bestimmt etc. Wie bei Lyrik oft, wirkt nicht jedes Gedicht jedermann/frau gleich ansprechend oder genießbar, vielleicht erst nach mehrmaligem Versuch - aber ich empfinde großen Respekt vor dem Mut des Autors sowohl euphorisch Gestimmtes als auch depressives Fragen in Gedichtform auszudrücken. Ich erlebe das Buch als Bestätigung, da ich auf ähnliche Weise mein Leben zu reflektieren gewohnt bin, es vielleicht auch mal in Gedichtform zu versuchen, ja als Einladung und Ermutigung dazu... 2010-03-08 elRinas, Salzburg

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  • Rezension zu "Nach dem Regen" von Thomas Lawall

    Nach dem Regen
    anette1809

    anette1809

    03. March 2010 um 22:04

    Dieser Gedichtband überzeugt durch die stimmungsvolle Kombination von Gedichten, die laut Klappentext rein biographischer Natur sind, und den außergewöhnlichen Momentaufnahmen, die der Autor in Schwarz-Weiß-Fotos festgehalten hat. Die kurzen Gedichte und Gedankengänge laden ein zum Träumen und Nachdenken. Sie handeln von Leben und Tod, Glück und Unglück, Kennenlernen und Abschied nehmen. Man liest aus jeder einzelnen Zeile heraus, dass Thomas Lawall seine Gefühle und Erfahrungen in diese Gedichte "hineingeschrieben" hat, deshalb verstehen sie so tief zu berühren. Dieser Gedichtband ist ein Buch zum immer mal wieder in die Hand nehmen, nachlesen, neu entdecken und sich in den Bildern verlieren. Die Gedichte sind zeitlos und verstehen es den Leser direkt anzusprechen und sich selbst darin zu finden.

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  • Rezension zu "Nach dem Regen" von Thomas Lawall

    Nach dem Regen
    Lerchie

    Lerchie

    08. February 2010 um 15:51

    Ich habe diese Gedichte gelesen, obwohl ich eigentlich kein Leserin von Gedichten bin. Aber irgendwie bin ich neugierig darauf geworden und habe es nicht bereut. Die Gedichte sind, wie auf der Rückseite steht, autobiographischer Natur. Man hört heraus ob der Autor traurig, verzweifelt war. Aber auch wenn er glücklich war. Eines hat mir sehr gut gefallen: Endgültiger Sieg. Es erinnerte mich an ein anderes, welches ich vor Jahren mal gelesen habe, das aber ein ganz anderes Thema hat. Neben dem Gedicht in dem Buch ist ein passendes Bild: Ein Torbogen, eine Treppe, zugewachsen mit Efeu ebenso die Mauern. Das Gedicht beschreibt, was man beim Anblick des Bildes empfindet, und so war es bei dem, von mir genannten Gedicht auch. Ein Bild, und dann die Gedanken, die der Schreiberin bei dem Anblick durch den Kopf gingen. Die Gedichte haben mir sehr gut gefallen. Für jeden, der ab und zu einen besinnlichen Moment braucht – und wer braucht das eigentlich nicht? – wären sie das Richtige. Ich denke, ich habe sie nicht zum letzten Mal gelesen.

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  • Rezension zu "Nach dem Regen" von Thomas Lawall

    Nach dem Regen
    LEXI

    LEXI

    26. December 2009 um 10:17

    Dieser Gedichtband von Thomas Lawall besticht schon allein durch seine Optik: schlichte Gestaltung, ein aussagekräftiges Schwarz-Weiß-Foto und ansprechende Farbgestaltung des Einbands – dadurch verführt das Büchlein den Leser in Sekundenschnelle dazu, es zu öffnen, sich darauf einzulassen und in die Welt des Autors zu versinken. Die Gedichte selber sind kleine Fenster, die es uns erlauben, einen winzigen Blick in diese Welt zu erhaschen. Worte. Lediglich Worte. Jedoch Worte, die so viel bewegen, auslösen, offenbaren. Emotionsbeladene Gebilde aus Sätzen, aneinander gereihte Silben, mit denen Thomas Lawall so viel zu erzählen und auszudrücken vermag. Geschichten, die das Leben schrieb. Keine kunstvoll kreierten Phrasen, nein, man spürt regelrecht, dass es sich vielmehr um Momentaufnahmen eines Lebens handelt – des Lebens von Thomas Lawall. Exzellent! Ich möchte mich hiermit beim Autor für das vorliegende Buch bedanken, das mich einen Teil meines Lebensweges begleiten und mein Gefühlsleben bereichern wird. DANKE, Thomas Lawall.

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