Thomas Lehr 42

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Inhaltsangabe zu „42“ von Thomas Lehr

... und die Zeit stand still

Es ist der 14. August 2000. Eine Gruppe von Besuchern des Genfer Kernforschungszentrums CERN besichtigt den unterirdischen Teilchenbeschleuniger. Als die 70 Besucher wieder ans Tageslicht treten, scheint ganz Europa in einen Dornröschenschlaf verfallen zu sein. Die Zeit ist stehen geblieben, um 12 Uhr 47 Minuten und 42 Sekunden. Was ist geschehen? Die verstörten Besucher bewegen sich wie in einer »Fotografie« der Welt.

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  • Thomas Lehr | 42

    42

    Bookster_HRO

    26. September 2017 um 14:20

    INHALT: Am 14. August 2000 um 12:47:42 Uhr bleibt die Zeit stehen. Alles erstarrt: die Menschen, das Wasser, selbst Flugzeuge und Vögel kleben unbewegt in der Luft. Eine Gruppe von 70 Besuchern der Forschungseinrichtung CERN bei Genf sind die einzigen Menschen, die von dem Zeitstopp nicht betroffen sind. Seither hängen sie zwischen den Augenblicken fest und irren durch eine Welt im Dornröschenschlaf. Während die CERN-Forscher in Genf bleiben, um an der Lösung des »Problems« zu arbeiten, trennen sich die Übrigen in kleine Gruppen, um ihr Glück zu finden. Alle sollen die vergehenden Tage zählen und in genau einem Jahr wieder am CERN erscheinen, um über die Fortschritte der Wissenschaftler informiert zu werden. Doch bei einem Treffen bleibt es nicht. Die Jahre vergehen als ein ewiger Tag, ohne dass ein Ausweg gefunden wird. Inzwischen macht jeder seine eigenen Erfahrungen in der »Unzeit«, und nicht wenige verlieren in ihr den Verstand. Dann, nach fast fünf Jahren, tickt die Zeit für kostbare drei Sekunden weiter! Das bleibt natürlich nicht unbemerkt und alle (verbliebenen) »Chronifizierten« kehren nach Genf zurück, um an einem finalen Experiment teilzunehmen. FAZIT: Keine leichte Kost, was aber nicht negativ sein muss. Thomas Lehr schreibt sehr dicht und wortreich, in langen verschachtelten Sätzen und einer guten Prise Humor. Die Seiten sind eng bedruckt mit nur wenigen Absätzen und kaum wörtlicher Rede, was den Lesefluss etwas hemmt. Wirklich schwierig waren die Szenen in denen es um die physikalischen Beschreibungen ging (unten ein Beispiel), da wurde es für mich manchmal zu wissenschaftlich. Interessanter waren dagegen die Einzelschicksale in der Dornröschenwelt. »Elektronen wurden durch Erhitzung aus Metalldrähten gemolken, auf der Hundert-Meter-Kurzstrecke linear angepeitscht, in den ersten Ringbeschleuniger mit 600 Meter Umfang geschossen, bei 3,5-Giga-Elektronenvolt rasend entlassen, jedoch nur, um auf dem 7-Kilometer-Kreis des SPS noch mehr an Besinnung zu verlieren, damit sie mit gesträubtem Haar, zusammengespressten Augenliedern und flatternden Backen bei 21 GeV im 26-Kilometer-Ring des großen LEP zur finalen Unfallgeschwindigkeit kurz unterhalb von Zeh (c) getrieben wurden, gebündelt in praktischen 250-Billionen-Stück-Packungen und vier Strahlen, die sich an acht Punkten kreuzten und zwar 45000-mal pro Sekunde, so abgefeimt und listig aber doch, dass es fast alle schafften, im letzten Moment den Billionen Geisterfahrern aus der Gegenrichtung innerhalb der engen Tunnelröhre auszuweichen, abgesehen von dem einen angetrunkenen oder juvenilen Trottel alle zwei Sekunden, den es dann in den monströsen Prüfmanschetten von OPAL, ALEPH, L3 oder DELPHI in die aberwitzigsten Stücke riss, die Kerne der Kerne der Kerne, auf die man es abgesehen hatte, denen die Feldkräfte der erdgrößten Magneten auflauerten, um sie auf ihren lichtschnellen Fluchten aus der Fassung zu bringen, in den Zwiebelschichten der Spurengeräte ihre einst ehrlichen Prallbahnen zu schmerzlichen und mathematisch heimtückischen Schleifen, Parabeln, Zykloiden, Kardioiden, Spiralen zu zwingen, so kunstvoll gewunden wie Frauenhaar auf einem Dürer-Stich.« (S.60) Der Ich-Erzähler zum Beispiel sucht seine Frau, die zum Zeitstopp gerade Urlaub an der Ostsee macht. In wochenlangen Gewaltmärschen wandert er in der ewigen Sommerhitze von Genf über München und Berlin nach Stralsund, nur um herauszufinden, dass sie ihn in Florenz betrügt. Also geht er nach Italien – er hat ja Zeit. Oder: Eine Gruppe von Menschen räumt ein Dorf in den Alpen frei (stellt alle Erstarrten in die Kirche) und gründet eine sektenartige Gemeinschaft mit im Zeitstopp geborenen Kindern. Eine teilweise anstrengende aber lohnende Lektüre. Ein Autor, den ich im Blick behalten werde – vier Sterne. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • Rezension zu "42"

    42

    Flickercat

    27. November 2015 um 20:53

    Eine Besuchergruppe kehrt von ihrer Tour in den unterirdischen CERN-Anlagen an die Erdoberfläche zurück – und muss feststellen, dass die Zeit stehen geblieben ist. Bis auf sie selbst ist sämtliches Leben auf der Erde um 12:47 Uhr an diesem Sommertag eingefroren. Ein Unfall? Ein höherer Plan? Das Grübeln darüber löst nicht die Probleme, die sich nach dem ersten Schock nur allzu deutlich abzeichnen… Zuerst möchte ich eine Warnung aussprechen: Im Vorfeld habe ich im Zusammenhang mit diesem Buch irgendwo die Bezeichnungen „Physik-Krimi“ und „Science-Fiction-Thriller“ gelesen, und beide wecken vollkommen falsche Erwartungen an dieses Buch. Wer Action, klare Handlungsstränge und ein normales bis zügiges Erzähltempo schätzt, ist hier definitiv falsch! Was die Betonung auf „Physik“ betrifft, so muss ich zugeben, auf dem Gebiet eher ziemlich wenig Ahnung zu haben. Ich habe „42“ demnach nicht auf die physikalischen Aspekte oder deren Glaubwürdigkeit hin gelesen, sondern die Ausgangslage einfach mal als gegeben hingenommen und mich von der Atmosphäre tragen lassen. Schon die ersten Seiten stimmen auf die Art und Weise ein, wie Thomas Lehr den Leser durch diesen Roman zu führen gedenkt. Es gibt durchaus eine Handlung, aber beim Lesen nimmt man sie wie durch einen Filter wahr. Im Vordergrund: Die Sprache. Lehr schreibt in oft (sehr) langen Sätzen voller bildhafter Metaphern und Wortspiele. Immer wieder springt der Protagonist, der aus der Ich-Perspektive heraus berichtet, zwischen verschiedenen Zeitpunkten hin und her (das verlangt eine gewisse Aufmerksamkeit), und auf Action und große Spannungsmomente wartet man vergebens. Für viele Leser machen vor allem diese Punkte – den Rezensionen nach – das Lesen des Buchs geradezu unmöglich. Für mich hingegen haben sie in diesem Kontext sehr gut funktioniert. Ich hatte keine Probleme, den Sätzen zu folgen (es gab nur vereinzelt mal Stellen, an denen ich nicht verstanden habe, worauf Lehr da gerade hinauswill, und das lag nicht an der Satzlänge) und fand die im Vordergrund stehende Sprachakrobatik ziemlich passend. Sie steht wie ein Filter zwischen den Gedanken des mutterseelenallein umherstreifenden, manchmal dem Wahnsinn nahen Protagonisten und der fassungslos machenden Welt um ihn herum. Die teilweise zynischen, manchmal auch witzigen Beschreibungen und Wortspiele lösen eine beklemmende Wirkung aus und verdeutlichen die Apathie und die Distanziertheit, die sich über alles und sogar zwischen die verbliebenen „Chronifizierten“ gelegt hat. Verschiedene Theorien zu dem, was passiert ist, kommen ebenso zur Sprache wie die Auswirkungen der Situation auf die Psyche der Gezeiteten (inklusive Allmachtsfantasien und Vergewaltigungen, also Vorsicht, wenn ihr da empfindlich seid). Das meiste davon klang für mich nachvollziehbar und hat in mir immer wieder die Frage aufgeworfen, wie ich mich an Stelle der Charaktere wohl verhalten hätte. Zum Ende hin zieht das Erzähltempo dann doch noch an und es wird tatsächlich auch spannend. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich das Ende 100%-ig verstanden habe. ;-) Die Szenerie hat mich nach dem Lesen noch mehrere Tage lang verfolgt und ich hatte in der Stadt mehrfach die Situation, dass ich versucht habe mir vorzustellen, wie es wäre, wenn um mich herum plötzlich alles erstarren würde... Für mich ein ungewöhnliches, beklemmendes Buch mit Nachwirkung, das mir überdurchschnittlich gut gefallen hat – allerdings kann ich aus den oben genannten Gründen keine allgemeine Empfehlung aussprechen. ;-)

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  • Ich habe es versucht..... mehrfach sogar!!!

    42

    Soeltjer

    30. June 2014 um 07:58

    Die Thematik des Buches ist sehr spannend und wird bestimmt auch mit einer fesselnden Handlung wiedergegeben. Problem ist nur, dass man diese Handlung so gut wie gar nicht wahrnimmt, da man damit beschäftigt ist unendlich lange Schachtelsätze zu zerlegen und auf ihre Aussage zu sezieren. Oftmals hat man am Ende eines Satzes den Anfang schlicht vergessen. Ich komme mit diesem Schreibstil einfach nicht klar! Die als "poetisch" angekündigte Sprache blockiert mir schlichtweg den Zugang zur Story. Schade.....

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  • Strange Sache

    42

    BettinaR87

    16. January 2014 um 07:51

    Eine Rezension soll zunächst ja ein eindeutiges Urteil beinhalten. Das geht in diesem Fall leider nicht: Ich weiß einfach nicht, was ich von dem Buch halten soll. Einerseits ist es ein interessantes Szenario und der Autor brabbelt ja nicht nur vor sich hin, sondern verwendet auch "intelligente" Metapher und Gleichnisse wie das Pfeil Paradox von Xenon von Elea. Trotzdem ist ein großes Teil des Texts einfach "Geschwafel". Nach einigen Jahren ist das grundlegende Szenario immer noch das gleiche, die ganzen Ortswechsel sind nicht ganz nachzuvollziehen und wenn es dann zu den Vergewaltigungen kommt, will man eigentlich gar nicht weiterlesen. Wie kann man das Thema so neutral abhandeln?! Um alle Referenzen zu verstehen, muss man vermutlich auch einiges von Physik verstehen - was bei mir einfach nicht der Fall ist. Ungünstig. Alles in allem bleibt ein riesiges Fragezeichen, wenn die letzte Seite ausgelesen ist. 42 ist halt doch nicht die Antwort auf alles.

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  • Rezension zu "42" von Thomas Lehr

    42

    Eglfinger

    25. January 2013 um 18:35

    Unweit von Genf liegt das Kernfoschungszentrum CERN. Als an einem Sommertag eine Besuchergruppe aus dem Fahrstuhl tritt, ist Europa in einen Dornröschenschlaf gefallen. Die Zeit steht still. Nur für 70 "Chronofizierten" geht das Leben weiter. Kann man in dieser Un-Zeit überleben? Was sich auf der Rückseite als Hightech-Thriller liest, soll laut Daniel Kehlmann "Eine spannende, hochintelligente Fantasie, geschrieben in einer poetischen Sprache, die ihresgleichen sucht." sein. Ich kann nur hoffen, dass ihresgleichen auf ewig sucht und nicht findet. So einen irrsinnigen Schreibstil habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen und hoffe, dass ich ihm auch nie wieder begegne. Dem Text fehlt es an Inhalt, Tiefgang, Unterhaltung, Humor und Spannung. Es geht einfach nicht voran, wie die Zeit, die stehengeblieben ist. Das einzig spannende ist, ob der nächste Satz länger und inhaltsloser ist als der vorangegangene. In den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts hätte man wahrscheinlich gesagt, der Autor muss auf LSD gewesen sein. Auf Seite 152 hab ich es aufgegeben. Schade, denn als ehemaliger begeisterter Physikstudent, der auf dem zweitem Bildungsweg die technische Hochschulreife gemacht hat und auch schon mal in CERN als Besucher war, hatte ich mich auf einen Hightech-Thriller gefreut. Schade auch, dass das dem Autor hätte gelingen können, da ihm Begriffe aus der Teilchenphysik, wie Quarks und Antiprotonen, durchaus bekannt sind. Für die Idee alleine würde ich 4 Sterne geben, aber aufgrund seines Schreibstils und der Inhaltslosigkeit des Textes, fällt es mir schwer auch nur einen Stern zu geben. Null Sterne wären hier angebracht und nur aufgrund Ermangelung eines Kamins werde ich es zur Hälfte gelesen wieder zurück ins Regal stellen.

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  • Rezension zu "42" von Thomas Lehr

    42

    CatherineMiller

    28. May 2011 um 18:16

    Fad bis äußerst langweilig in der Handlung, kaum Tiefgangl. Man hat den Eindruck, dass sich der Autor sehr gerne selbst schreiben liest und das Buch auch genau darauf abzielt. Umständlich, langatmig und sich selbst verwirrend sind für mich die treffenden Ausdrücke, um die Sätze zu beschreiben, die sich über gefühlte hundert Meter auf der Seite ziehen und einfach nicht zum Ende kommen wollen. Von der "unglaublichen Wortgewalt" mit der der Schriftsteller beworben wird, habe ich bis zum Schluss nichts gemerkt. Der Basis-Plot wäre an sich äußerst interessant, allerdings scheitert jedes Aufkommen von Spannung an der Umsetzung. Der Autor überträgt hier eindeutig die Schmerzen des Protagonisten durch seinen Schreibstil auf den Leser. Nur habe ich hier leider keine Lust, die Empfindungen mitzuerleben, sondern wollte das Buch einfach nur beenden und dann nie wieder anfassen, außer um daraus zu zitieren, was ich NICHT mag.

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  • Rezension zu "42" von Thomas Lehr

    42

    Kalif

    19. May 2011 um 16:29

    42 von Thomas Lehr ist eine intellektuelle Katastrophe. Da bleibt also für die gesamte Welt, d.h. Menschen, Fauna und Flora die Zeit stehen, bis auf eine zusammengwürfelte Gruppe, die sich nun in dieser eingefrorenen Welt zurechtfinden, organisieren und vor allem mit ihrer isolierten Existenz abfinden müssen. Die Männer der Gruppe, darunter der Ich-Erzähler, machen ausgiebigen Gebrauch von der Gelegenheit, sämtliche der Frauen zu vergewaltigen, die ihnen vor dem Zeitstillstand vermutlich entnervt die kalte Schulter gezeigt hätten. Soweit, so schlecht: Als Unterhaltung ist das Buch ungenießbar, da stinkend langweilig, unwahrscheinlich zäh geschrieben und handlungsmäßig dünn. Als philosophischer Diskurs ist es hochgradig ermüdend und bietet statt Erkenntnisgewinnen seitenlange Redundanzen. Als Science-Fiction ist der Stoff abgeschmackt, u.a. existiert ein italienischer Comic aus den 70er Jahren, der das gleiche Thema (und die gleichen Allmachtsphantasien) behandelte. Als Erotik ist das Ganze ungefähr so ansprechend wie ein Gang-Bang-Porno, als Satire ist es unverständlich. Fazit: Wer dümmliche Männer-Phantasien mit viel Selbstbetrachtung und pseudo-wissenschaftlichem Geschwurbel lesen möchte, ist hier gut bedient. Alle anderen sollten um Thomas Lehrs 42 einen Bogen machen - je größer, desto besser.

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  • Rezension zu "42" von Thomas Lehr

    42

    Phil Decker

    06. July 2010 um 09:39

    Habe mich bis Seite 100 durch das Buch gekämpft und dann aufgegeben. Weder die Personen noch die wirre Handlung ist an mich gegangen. Auch wenn es noch so schön geschrieben ist, Unterhaltung, bißchen Satire, Erotik und Spannungsfäden gehören für mich auch zu einem guten Buch. Vielleicht wäre es ja noch gekommen, ich hatte nur keine Lust mehr weiterzulesen.

  • Rezension zu "42" von Thomas Lehr

    42

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. February 2010 um 18:52

    Leider bin ich bei dem Buch nicht sehr weit gekommen. Die Inhaltsangabe auf der Rückseite war vielversprechend. Eine Gruppe von 70 Leuten besuchen den Teilchenbeschleuniger in der Schweiz. Dann gibt es einen Unfall und die Zeit auf der Erde steht plötzlich still. Alles ist erstarrt. Alles, bis auf die 70 Besucher, die nun ganz allein in einer Welt sind die sich nie verändert und nichts sich bewegt... *** Leider war der Inhalt dann etwas enttäuschend. Wahnsinnig lange Beschreibungen und philosophische Ausschweifungen haben den Lesefluss doch sehr behindert. Das Ganze lässt sich mit einem Satz zusammenfassen: "Komm endlich zum Punkt!!!"

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  • Rezension zu "42" von Thomas Lehr

    42

    rallus

    25. January 2010 um 08:01

    Die Idee ist beklemmend; Die Zeit bleibt stehen nur nicht für eine kleine Gruppe, die die Welt - zu Fuß - bereist und sich von den Mittagstischen der Restaurants ernährt. Die Bilder die Thomas Lehr entwirft werden noch lange in mir stecken, auch weil sie teilweise sehr abwegig ausgeschmückt werden. Die Ausführung des Romans bleibt in den sehr verschachtelten, den Lesefluss hemmenden Nebensätzen und Andeutungen hängen. Ungewöhnlicher schwer lesbarer Science Fiction.

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  • Rezension zu "42" von Thomas Lehr

    42

    Oryx

    17. June 2008 um 12:08

    interessanter Gedankengang

  • Rezension zu "42" von Thomas Lehr

    42

    Steerpike

    25. September 2007 um 21:28

    An einem strahlenden Augusttag bleibt um 12 Uhr 47 und 42 Sekunden die Zeit stehen. Von diesem Phänomen ausgenommen ist nur eine Gruppe von 70 Menschen, die, als die Zeit aus den Fugen geriet, das Genfer CERN besuchten und die sich in einer unbeweglichen und stillen Welt ohne Elektrizität und ohne fließendes Wasser wiederfinden. Allein in den flexiblen "Chronosphären", die die 70 "Chronifizierten" umgeben, und die sich in der Art von Luftblasen zu umfangreicheren Gebilden verschmelzen lassen, sind akustische Kommunikation und freie Bewegung möglich. Geschildert wird diese Situation in nicht chronologischer, episodenhafter Abfolge von dem Münchner Wissenschaftsjournalisten Adrian. Zu Anfang versuchen die Chronifizierten oder "Zombies", wie sie sich bald nennen, gemeinsam der Arretierung der Zeit auf den Grund zu gehen. Ist irgendein Unfall im CERN schuld an ihrer Lage? Werden sie von einer außerirdischen Macht als Versuchskaninchen gehalten? Ist die Zeit tatsächlich stehen geblieben oder sind sie durch eine Falte im Zeitgefüge in einen einzelnen Moment gerutscht, während im Universum, wie sie es kannten, der Zeitstrom weiter fließt? Mit der nur noch für sie vergehenden Zeit werden solche Fragen immer unwichtiger. Die Chronifizierten versuchen einen Ort auf den ihnen zugänglichen Landmassen zu finden, der nicht vom Zeitinfarkt betroffen ist, doch wohin sie kommen, überall nur Nicht-Chronifizierte, "Fuzzies", die von den "Zombies" bald mißbraucht, beraubt, getötet werden. Und dann läuft nach fünf Jahren ununterbrochenen Mittags der Zeitstrom um unbegreifliche drei Sekunden weiter. Haben die chronifizierten Mitarbeiter des CERN, hat irgendjemand sonst einen Ausweg aus diesem Alptraum gefunden? Das können Adrian und die übrigen Zombies nur herausfinden, indem sie sich auf den Weg zurück nach Genf machen... Thomas Lehr ist kein Unbekannter unter den deutschsprachigen Gegenwartsliteraten. Vor einigen Jahren erzielte er mit "Nabokovs Katze" bereits einiges Interesse in den Feuilletons. Doch erst mit "42" gelang ihm nun der Durchbruch: Dieses Buch landete im vorletzten Jahr auf der Shortlist für den erstmals vergebenen Deutschen Buchpreis. Mir ist das eher unverständlich geblieben. Das Buch zieht sich auf den ersten 200 Seiten wie Kaugummi. Der Roman braucht unheimlich lange, um ein wenig ins Rollen zu kommen, zunächst werden endlose Seiten mit langatmigen Beschreibungen der Fuzzies und der erstarrten Welt gefüllt, die irgendwann einfach kein Interesse am Erzählten mehr tragen. Erschwert wird die Lektüre durch die betont anstrengende Sprache, da gehen Metapherngewitter in einer lyrisierenden Sprache auf die Leser nieder, da ziehen sich Sätze über viele Zeilen hin und da wird auch gerne Mal mitten aus einer Episode in eine gesprungen, die sich zu einem ganz anderen "chronifizierten" Zeitpunkt abgespielt hat. All das wirkt sehr gewollt. Natürlich, Zeit ist irrelevant geworden und im Grunde spielt die ganze Handlung um 12 Uhr 47 und 42 Sekunden - und natürlich in den drei Sekunden, die urplötzlich noch einmal vergehen. Aber macht es wirklich Sinn diesen einfachen Sachverhalt zum obersten Gestaltungsprinzip des Romans zu erheben? Ab Teil 4 bzw. Seite 200 wird der Text dann doch noch einigermaßen spannend, als Adrian auf seinem Rückweg nach Genf einige andere Zombies trifft und so Gelegenheit entsteht, ein wenig über die verschiedenen Strategien zu berichten, mit denen die Chronifizierten versucht haben, sich in ihrer verrückten Lage einzurichten. Insgesamt können aber diese Passagen das Buch nicht retten, Geschwätzigkeit überdeckt über weite Strecken die manchmal auftauchenden, nicht uninteressanten Überlegungen zur Zeit und ihrem Fehlen, die aber auch zu konturlos und wirr bleiben, um eine wirklich fesselnde Lektüre sicherzustellen. Hinzu kommt, dass das Buch nicht besonders gut lektoriert ist, Tippfehler häufen sich ein wenig zu sehr und am unangenehmsten, weil obstinat wiederholt, fällt auf, dass bis in den Klappentext hinein behauptet wird, die Zeit sei in der 42. Sekunde der 47. Minute der 12. Stunde dieses Sommertags stehen geblieben... Ob die physikalischen Theorien korrekt dargestellt sind, kann ich nicht beurteilen, da müsste jemand mit mehr Sachverstand ran. Literarisch ist das ein ziemlich unverdaulicher Brocken mit sehr eingeschränktem intellektuellen Nährwert. Aber eines muss man dem Buch lassen: Es hat ein wirklich schönes Cover.

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  • Rezension zu "42" von Thomas Lehr

    42

    anushka

    28. July 2007 um 09:24

    Schweren Herzens habe ich mich entschlossen, das Buch nach nicht mal 100 Seiten abzubrechen. Vor lauter bildgewaltiger Sprache und Aneinanderreihungen von Metaphern ist die Geschichte selbst überhaupt nicht mehr erkennbar. Leider kommt keinerlei Spannung auf, zumindest nicht bis zu diesem Punkt. Die Sprache ist schwierig zu verstehen. Man kann hier kaum von Lesevergnügen sprechen. Schade eigentlich, denn die Idee und der Klappentext klangen vielversprechend.

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  • Rezension zu "42" von Thomas Lehr

    42

    Jeami

    04. July 2007 um 12:23

    Mit Abstand das schlechteste Buch das ich jeh gelesen habe. Enttäuschend.

  • Rezension zu "42" von Thomas Lehr

    42

    Felixvz

    16. April 2007 um 13:04

    Sehr philosophisch, ab und zu vielleicht etwas "over the top"... Auch spannend, wenn man sich erst einmal an den zum Teil sehr verwirrenden Erzählstil gewöhnt hat.

    Fazit: Schwer zu lesen, aber die Mühe Wert!

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