Thomas Leif Beraten & verkauft

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Inhaltsangabe zu „Beraten & verkauft“ von Thomas Leif

Guter Rat ist teuer - aber nicht immer ist er seinen Preis auch wert. Zumindest in der Branche der Unternehmensberater. Thomas Leif enthüllt nach aufwendiger Recherche die Wahrheit über Inkompetenz, überdimensionierte Honorare, und den gefährlichen Einfluß der Berater auf Politik und Gesellschaft. Die Zahlen und Fakten werden noch ergänzt durch den Bericht einer jungen Bewerberin bei McKinsey, die den kompletten Ablauf der Rekrutierung verdeckt ermittelte.

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    Beraten & verkauft
    R_Manthey

    R_Manthey

    28. June 2015 um 16:39

    Wenn man das gleichnamige und recht umfangreiche Buch nicht selbst lesen möchte, dann kann man es sich in Auszügen mit diesem Hörbuch vorlesen lassen. Immerhin dauert die Lesung trotz der Kürzungen auch fast vier Stunden. Und spätestens nach der Hälfte der Zeit glaubt man sich eigentlich bereits vollständig informiert, weil sich da nämlich trotz immer neuer Informationen die Botschaft des Autors bereits hinreichend manifestiert hat. Sie lautet: Die paar großen Unternehmensberatungen wie Roland Berger, McKinsey oder Boston Consulting sind Blender. Ihre Beratungen sind völlig überteuert und bringen, wenn überhaupt, nur in der Hälfte der Fälle messbare Resultate. Leider geht es dem Autor wie allen Journalisten um die große Story und um spektakuläre Enthüllungen. Dafür nehmen sie leider oft auch Pauschalisierungen in Kauf, die einen Realitätstest nicht bestehen würden. In diesem Fall werden alle Unternehmensberater in Sippenhaft gesteckt. Doch neben den wenigen großen der Branche gibt es zahlreiche kleine und mittlere Beratungsunternehmen, die sich auf bestimmte Fragen des betriebswirtschaftlichen oder technischen Managements spezialisiert haben und sowohl in ihrer Herangehensweise als auch bei den Beratungsresultaten ganz anders dastehen als die in diesem Text angeprangerten Riesen. Die Lesung besteht aus drei Teilen auf drei CDs. Im ersten Teil (Der Beratermarkt. Hinter der chinesischen Mauer: Aus dem Innenleben der Berater-Szene) geht es zunächst ums Grundsätzliche und um McKinsey. Am Beispiel von McKinsey werden die verschiedenen Tricks beleuchtet, mit denen solche amerikanischen Beratungsfirmen arbeiten. Schafft man es bei McKinsey eingestellt zu werden, dann kann man es bei einem Anfangsgehalt von 50.000 bis 80.000 Euro pro Jahr und einem Auto weit bringen. Wer aus welchen Gründen auch immer dann doch aufgibt und in die Wirtschaft wechselt, ist für seinen ehemaligen Arbeitgeber danach ein hervorragender Brückenkopf für neue Aufträge. Eine wirklich interessante Nebengeschichte liefert der Bericht einer Journalistik-Studentin, die sich als Beraterin bei McKinsey bewarb und den ganzen Rekrutierungszirkus mitmachte. Jedem, der schon einmal das Innenleben von Strukturvertrieben kennengelernt hat, wird hier so manches bekannt vorkommen. Die zweite CD widmet sich dann dem Unternehmen von Roland Berger und der Beratung des damals von der SPD regierten Landes Niedersachsen. Von 1994 bis 2003 wurden dort 530 Millionen Steuergeld für die verschiedensten Beratungen aus dem Fenster geschmissen, behauptet der Autor. Am Ende der zweiten CD beginnt dann der zweite Teil (Berater, öffentliche Hand und Politik. Die Berater-Branche und die Ermittlungen des Bundesrechnungshofes). Um es kurz zu machen: Erwartungsgemäß lassen sich unnötige und unqualifizierte Beratungen im öffentlichen Bereich besonders gut verkaufen. Der Bundesrechnungshof konnte den Beratungsbedarf in den meisten Fällen nicht nachvollziehen. Mitte der letzten CD beginnt der dritte Teil (Die Reform von staatlichen Einrichtungen. Berater bei der Arbeit: Das Consulter-Paradies der Bundesagentur für Arbeit). Offenbart wird ein neuer Teil der unendlichen Geschichte der Geldverschwendung im öffentlichen Bereich. Wer sich gerne aufregt, bekommt hier dafür genug Material zur Verfügung gestellt. Fazit. Das Buch ist interessant und informativ, es hat aber auch seine Längen, die man sogar in den in diesem Hörbuch vorgestellten Auszügen bemerkt. Beleuchtet werden die Arbeitsweise und die dabei angewandten Tricks der wenigen großen Branchenriesen. Leider schert der Autor die gesamte Branche über den Kamm dieser wenigen Beartungskonzerne.

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