Thomas Müller Zürcher Denkmalpflege 21. Bericht 2011-2012

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Inhaltsangabe zu „Zürcher Denkmalpflege 21. Bericht 2011-2012“ von Thomas Müller

Der 21. Band der Reihe der Zürcher Denkmalpflege vermittelt einen facettenreichen Einblick in die Tätigkeit der kantonalen Fachstelle. Im Zeitraum 2011–2012 konnten zahlreiche Restaurierungen abgeschlossen werden. Die Mehrheit wurde mit namhaften Finanzmitteln aus dem eigens dafür eingerichteten Fonds unterstützt. Den Auftakt macht ein Artikel zum Werkstoff Eternit und dessen Verbreitung im Kanton Zürich. Auslöser war der 2014 erfolgte Abbruch des 1920 von der Seidenweberei Stehli in Obfelden errichteten sog. Eternithauses. Der bestehende Schutz als Teil des Industrieensembles musste zuvor aufgrund der lebensgefährdenden Asbesthaltigkeit des Eternits aufgehoben werden. Das Schwergewicht bilden 35 ausführliche Texte zu Einzelbauten und Ensembles, die in einer Zeitspanne von mehr als 500 Jahren entstanden sind. Die monografisch vorgestellten Objekte aus dem gesamten Kantonsgebiet stehen in ihrer typologischen Vielfalt exemplarisch für herausragende Werke unserer historischen Baukultur. In systematischer Form folgen der bauhistorischen Zeittafel die Renovationsund Restaurierungsberichte samt Dokumentations- und Quellenanhang. Rund 110 Kurzberichte zu denkmalpflegerisch begleiteten Massnahmen und zu zahlreichen Abbrüchen von bemerkenswerten Bauten runden den Band ab. Einen typologischen Schwerpunkt bilden sechs restaurierte Sakralbauten, drei reformierte (Horgen, Küsnacht, Stäfa) und drei katholische (Turbenthal, Winterthur, Zürich-Hard) sowie zwei Pfarrhäuser, die zum Teil in spätmittelalterliche Zeit zurückreichen. Die öffentlichen Bauten vertritt neben dem Bezirksgebäude Bülach und dem Kindergarten in Elgg das baukünstlerisch herausragende, aufwändig restaurierte Palais Rechberg am Zürcher Hirschengraben aus der Zeit des Rokokos, das heute als Repräsentationssitz der Zürcher Regierung dient. Erstmals vorgestellt wird mit der instand gestellten Badeanlage «Im Moos» der Architekten Haefeli Moser Steiger ein öffentliches Freibad. Prominent vertreten sind verschiedene herausragende Wohn- bzw. Geschäftsbauten des 20. Jahrhunderts, u. a. das Wohnhaus «Friedheim» in Affoltern a.A., die Villa «Grünenberg» samt Parkanlage in Wädenswil, die Villa «Im Düggel» und die Villa Streiff, letztere beide in Küsnacht. Wiederum gelangen auch verschiedene Bauernhäuser, Bürgerhäuser und Schloss bauten (Hirzel, Berg a. I.) sowie industriegeschichtlich bedeutende Ensembles, Anlagen oder Infrastrukturbauten zur Darstellung. Dazu zählen das Kraftwerk Eglisau in Glattfelden, die abgebrannte ehemalige Spinnerei Zinggeler samt Villa und Springbrunnen in Richterswil, die Instandstellung des Streichwehrs beim Kraftwerk in Ottenbach oder die sog. Blacktenbrücke bei Bauma. Schliesslich ergänzen drei Kleinbauten den Band, die Speicher in Mettmenstetten, Uster und Winkel. Schmerzlich zu beklagen sind einige Abbrüche, darunter das sog. Schrämlihaus in Turbenthal oder der 1641 errichtete Bohlenständerspeicher in Seeb (Gde. Winkel).

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