Thomas Mann Über mich selbst

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Inhaltsangabe zu „Über mich selbst“ von Thomas Mann

Umfassen die Jahre von 1875 bis 1955, Thomas Manns Zeit, auch eine wahrhaft schicksalhafte Epoche der deutschen Geschichte, so hatte er doch eine »Abneigung gegen die Autobiographie« als ein geschlossenes, sein Leben nacherzählendes Buch. Er brauchte sie nicht, hat er sich selbst doch derart in all sein Schreiben eingebracht, daß man bei ihm mit gutem Recht von einer Identität von Werk und Person sprechen kann. Darüber hinaus hat er, wenn der Tag und die Stunde es erforderten, bereitwillig Auskunft gegeben über sich selbst, selten als Skizze seines Lebenslaufs, eher in Form eines weitgefächerten Vortrags oder Essays, als Erlebnis- oder Reisebericht, in Vignetten und Episoden von Angehörigen und Freunden, in Beantwortung von Rundfragen über die Voraussetzungen für seine Arbeit, über sein Verhältnis zu Religion, Musik oder zur Psychoanalyse. Thomas Mann verstand sich zeitlebens als kultureller Repräsentant seiner Zeit. Mit seinen Äußerungen über sich selbst gab er beredtes Zeugnis von der geistigen Lebensform seiner Generation.

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    Über mich selbst
    cosima73

    cosima73

    11. August 2012 um 19:02

    "Vielleicht liebe ich mein Leben nicht genug, um zum Autobiographen zu taugen." Diese Worte stammen von dem Mann, der eigentlich nichts anderes tat, als über sein Schaffen und sein Leben zu schreiben, wenn auch meist in einem literarischen Werk oder Essay verpackt. Das vorliegende Buch enthält Reden, Lebensläufe und Aufsätze Thomas Manns, welche einen unverhüllten Blick auf sein Wirken zulassen. Sie zeigen einen Menschen, der sein Leben ganz dem Schreiben unterordnet. Sie zeigen aber auch einen Menschen, der trotz seines Erfolgs an sich zweifelt, getrieben ist vom Wunsch und der Sehnsucht nach Achtung und Anerkennung. "Denn selten wohl ist die Hervorbringung eines Lebens – auch wenn sie spielerisch, skeptisch, artistisch und humoristisch schien – so ganz und gar vom Anfang bis zum sich nähernden Ende, eben diesem bangen Bedürfnis nach Gutmaching, Reinigung und Rechtfertigung entsprungen, wie mein persönlicher und so wenig vorbildlicher Versuch, die Kunst zu üben." Thomas Mann zeigt seinen Zuhörern und Lesern seine Zeit, seinen Werdegang, seinen Tagesablauf und sein Schreiben. Dabei ist immer zu bedenken, dass er ein Bild von sich darlegt, welches er darlegen will, dass er dieses mit dem Werkzeug zeichnet, welches er meisterhaft beherrscht: der Sprache. Und es ist ein Bild, das all die stilistischen Mittel auch trägt, die sein Werk ausmachen: Ironie, Humor, Prägnanz, Detailtreue – alles auf die Wirkung ausgerichtet, die beim Empfänger gewünscht ist. So mag das Bild vielleicht nicht immer ganz realistisch sein, es fehlen die Seiten, die verschwiegen werden wollen und glänzen die, welche präsentiert werden sollen, trotzdem spricht gerade das für die Authentizität des Berichts, denn genau so war er: ein Zauberer mit der Sprache, welcher immer die Worte aus dem Hut zaubert, die das Gegenüber erstaunen lassen. Thomas Mann lebte zum grossen Teil für sein Schreiben und er sah dieses Schreiben als eine Form von Dankbarkeit: "Wir werden daran gewahr, dass Produktivität aktiv gewordene Empfänglichkeit ist, Dankbarkeit für das Leben, für das Glück und das Leiden, das es dem schöpferischen Menschen reichlicher spendet als anderen." Fazit: Thomas Mann beleuchtet sein Leben, sein Schaffen, einzelne Werke und gibt dem Leser somit Einblicke in sein Schaffen und die Motivationen, die hinter diesem stehen. Absolut lesenswert.

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