Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

von Thomas Mann 
3,9 Sterne bei249 Bewertungen
Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
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Positiv (174):
MackieMesser229s avatar

Ach ja, da werden Erinnerungen an den Deutschunterricht wach.. lohnt sich aber auch außerhalb der Schule zu lesen.

Kritisch (20):
hanas avatar

ich komme einfach nicht weiter...was finden alle an dem Buch...das ist überhaupt nicht witzig

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Inhaltsangabe zu "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull"

Thomas Mann krönt sein umfangreiches Romanwerk mit der Hochstaplergeschichte von Felix Krull. Die sprachliche Eleganz dieser fiktiven Autobiographie, ihre ironische Doppelbödigkeit erweisen ebenso wie Krulls Handeln, dass er »der Gott der Diebe« ist. Ein Tausendsassa, der jeder neuen und unerwarteten Situation gewachsen ist. Kein anderes Werk hat Thomas Mann über einen so langen Zeitraum beschäftigt wie der Krull-Roman. Begonnen 1910, erschien der Roman 1954 und begleitete damit beinahe das gesamte schriftstellerische Leben des Autors. Im Rahmen der ›Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe‹ wurde der Text, unter Berücksichtigung sämtlicher Überlieferungen im Nachlass, vollständig neu ediert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783100483430
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:452 Seiten
Verlag:S. FISCHER
Erscheinungsdatum:23.08.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.02.2009 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    SandraWers avatar
    SandraWervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Einen Mann zu lesen lohnt sich, ist aber nicht unbedingt leicht!
    Mann ist ein Perfektionist, ein Meister in seiner Sache

    In dem Buch geht es, wie der Titel schon sagt um den Hochstapler Felix Krull. Es wird seine Lebensgeschichte erzählt, besonders die Ereignisse, die ihn in seinem Aufstieg als Hochstapler vorantrieben.

    Angefangen in der Kindheit, mit Diebstählen von Kleinigkeiten, schreitet er in seiner Karrierebahn voran und überspringt hier oft mehrere Stufen, bis er am Ende ein feiner Adeliger wird oder besser gesagt in seine Rolle schlüpft.

    Besonders wichtig für seinen Aufstieg sind sein gutes Benehmen, Höflichkeit und poetische Ausdrucksweise. Kein Mensch zweifelt an seiner Existenz als Adeliger. So nimmt das Buch seinen Lauf und einige Dinge passieren, manche interessanter und manche weniger interessant, meines Erachtens.

    Mann ist ein Perfektionist, ein Meister in seiner Sache. Er trifft zwar nicht immer meinen Geschmack, aber ich würde es nicht übers Herz bringen, ihm weniger als 5 Sterne zu geben. Das Lesen war für mich nicht immer leicht. Die Sprache ist doch sehr verschachtelt und oft wird Seitenlang über etwas berichtet, dass für mich uninteressant erscheint und so meine Aufmerksamkeit abschweift. Nichts desto trotz sind dann wieder Stellen, bei denen ich so richtig in die Geschichte und die Atmosphäre der Handlung eingetaucht bin.

    Einen Mann zu lesen lohnt sich, ist aber nicht unbedingt leicht!

    Zitate:

    „Ich kann aber nach wiederholtem eindringlichem Nachdenken nicht umhin, mein träges und wiederwilliges Verhalten bei meiner Geburt, diese offenbare Unlust, das Dunkel des Mutterschoßes mit dem hellen Tage zu vertauschen, in Zusammenhang zu bringen mit der außerordentlichen Neigung und Begabung zum Schlafe, die mir von klein auf eigentümlich war.“ (S.10)

    „Meine wachsende Abneigung gegen dies feindselige Institut noch besonders zu begründen, erachte ich für überflüssig. Die Bedingung, unter der ich einzig zu leben vermag, ist Ungebundenheit des Geistes und der Phantasie, und so kommt es, dass die Erinnerung an meinen langjährigen Aufenthalt im Zuchthause mich weniger unliebsam brührt als diejenige an die Bande der Knechtschaft und Furcht, in welche die scheinbar ehrenvollere Disziplin des kalkweißen, knastenartigen Hauses drunten im Städtchen die empfindliche Knabenseele schlug. Stellt man zum Überfluss meine Vereinsamung mit in Rechnung, deren Ursprünge ich auf früherem Blatte aufgedeckt habe, so wird es nicht wundernehmen, dass ich früh darauf sann, dem Schuldienst nicht nur an Sonn- und Feiertagen zu entkommen.“ (S. 37 Schule)

    „Liebenswürdig ist nur der Verlangende, nicht der Satte“ (S. 56)

    „Das Wort ist der Feind des Geheimnisvollen und ein grausamer Verräter der Gewöhnlichkeit.“ (S. 117)

    …ein Gedanke, der mich zuweilen beschäftigte, wenn ich gerade, im Speisesaal oder in der Halle, die Hände mit der Serviette auf den Rücken, einige Minuten müßig stand und die von den Blaufräcken umschwänzelte und verpflegte Hotel-Gesellschaft überblickte. Es war der Gedanke der Vertauschbarkeit. Den Anzug, die Aufmachung gewechselt, hätten sehr vielfach die Bedienenden ebensogut Herrschaft sein und hätte so mancher von denen, welche die Zigarette im Mundwinkel, in den tiefen Korbstühlen sich rekelten – den Kellner abgeben können. Es war der reine Zufall, daß es sich umgekehrt verhielt – der Zufall des Reichtums; denn eine Aristokratie des Geldes ist eine vertauschbare Zufallsaristokratie. (S. 231)

    "Mich verlangte nach keiner Beschäftigung, keiner Lektüre. Zu sitzen und zu sein, was ich war, - welcher Unterhaltung sonst noch bedurfte es?" (S. 267)

    „Mutter und Tochter, - auch damit hat es eine greifende Bewandtnis. Ein Geschwisterpaar, gut, es hat gleichfalls oft großen Zauber. Aber Mutter und Tochter, ich sage es frei- und möge es auch etwas fiebrig klingen-, geben doch das reizendste Doppelbild ab auf diesem Sterne.“ (S. 320)

    „Schreiben ist kein Selbstgespräch. Folge, Besonnenheit und ein unüberstürztes Heranführen an den Gegenstand sind dabei unerlässlich.“ (S. 383)

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    tigggers avatar
    tigggervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Schein oder Sein? Kann ich Klassik-Fans nur empfehlen!
    Schein oder Sein?

    Ich habe dieses Buch damals im Deutsch-LK gelesen und war eine der wenigen, die es gerne tat. Mit diesem Buch hat sich mir das Klassik-Genre eröffnet. Trotz der langen Sätze, die Thomas Mann geschrieben hat, konnte ich diesem Buch etwas Gutes abgewinnen. Gerade diesen Schreibstil fand ich sehr interessant (und plötzlich habe ich in meinen Texten auch viel längere Sätze geschrieben, zum Leidwesen meines Lehrers).

    Für mich war gerade die Besprechung des Buches während des Unterrichts sehr wichtig und aufschlussreich. Ohne eine solche Besprechung und Austausch mit anderen wären mir doch leider zu viele Dinge entgangen, die das Buch auf die tiefere Sicht erst interessant machen.

    Leider ist es schon länger her, aber deutlich hängen geblieben ist: Schein und Sein? Dieses Buch heißt nicht umsonst: Bekenntnisse des Hochstaplers...

    Felix Krull führt ein interessantes und ausgeklügeltes Doppelleben, indem der Schein und das Sein seines Ichs eine zentrale Rolle einnehmen. Er spielt seinen Mitmenschen etwas vor und zeigt sich von einer Seite, die er anderen präsentieren will.

    Ich kann diesen Roman Klassik-Fans nur weiter empfehlen, denn dieser Roman ist mir in sehr guter Erinnerung geblieben.

    Kommentare: 1
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    PaulTemples avatar
    PaulTemplevor 6 Jahren
    Rezension zu "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Sprecher

    Der Leser erhält auf die unvergleichliche mannsche Art Einblick in das Leben eines gewissen Felix Krull, der es mit Charme und Gerissenheit versteht, vom arm,en Sohn eines insolventen Schaumweinfabrikanten in die Verkleidung eines hochangesehenen Adeligen zu schlüpfen. Sprachlich wie immer auf sehr hohem Niveau, voller Ironie und Anspielungen, lässt Thomas Mann seinen Protagonisten von diversen Abenteuern erzählen, stets amüsant und für mannsche Verhältnisse sehr verständlich zu lesen. Zum Schluss hin wurde es mir persönlich spannungsmäßig etwas erlahmend, dennoch besticht der Roman auf ganz eigene Weise. Felix Krull begleitete Thomas Mann mehr als 40 Jahre lang. Begonnen im Jahr 1910, fanden die letzten Ergänzungen 1954 statt - und dennoch ist es beim Fragment geblieben. Ein Klassiker!

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    W
    Wulf_Rehdervor 6 Jahren
    Rezension zu "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Sprecher

    Thomas Manns Wende zum Glück
    Fast jedes Jahr im Herbst geschieht ein kleines Wunder in der Bücherwelt. Feuilletons der grossen Zeitungen holen tief Atem, lassen die Bestseller links liegen und präsentieren in gedämpften Superlativen ihrem Lesepublikum ein Buchzwillingspaar in einem eleganten, schwarz lackierten Schuber. Gefeiert wird dann der neuesten Textband der GKFA, flankiert von einem Kommentarband – zwei leinengebundene, fadengeheftete Bücher mit feinseidenen Lesebändchen. Seit 2001 ist die Grosse Kommentierte Frankfurter Ausgabe von Thomas Manns Werken im Durchschnitt jährlich um einen Zwilling angewachsen. Auch mit dem Band „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ samt Kommentar hat der S. Fischer Verlag wieder ein verlegerisches Prachtstück vorgelegt, das die Feuilletonredaktionen jubeln lässt: Es gibt also doch noch richtig gute altmodische Bücher!

    Während der Schuber noch im Postauto hierher unterwegs ist, versuche ich zu erraten, wie die Herausgeber die schillernde Krull-Figur in den Griff bekommen. Da ist zunächst der junge Felix, aus „liederlichem Hause“ zwar, aber doch schon ein hübscher Kostümkopf, dessen kleine Diebereien verzeihlich sind, weil er ein Sonntagskind und Günstling des Lebens ist, auf den rohe Bezeichnungen wie „Dieb“ gar nicht anwendbar sind. Klingt das nicht nach einem Schelmenroman oder nach der unmoralischen Chronik eines Künstlers als Charlatan? Beweist die berühmte Musterungsszene Felix’ Talent zur Täuschung oder ist sie eine Kritik des dummen Militärwesens? Da Felix alsbald zum (falschen) Marquis de Venosta avanciert und sogar einen Orden gewinnt, ist der Roman deshalb eine Parodie des deutschen Bildungsromans und eine burleske Nachahmung des Goetheschen „Wilhelm Meister“, gar eine Karikatur von „Dichtung und Wahrheit“? Reisen bildet, nach Paris ist Lissabon die nächste Station. Im Zug dorthin erhält Felix eine Schopenhauerische Privatlektion von Professor Kuckuck, der mit seinen Sternenaugen tief in die Geheimnisse von Seele und Sein blicken kann. Zur Bildung gehört neben der Naturphilosophie aber auch eine sorgfältige Erziehung im Fach Erotik, die Felix sozusagen von der Pieke auf lernt: seine erste Lehrerin ist das vollbusige Zimmermädchen Genovefa im elterlichen Haus. Auf diese Elementarschule folgen höhere Studien in der fortgeschrittenen ars amandi unter der Leitung der erfahrenen Rozsa, die kühn ist und „hochbeinig nach Art eines Füllens“. Als Felix der gurrenden Schriftstellerin Madame Houpflé durch sein fachmännisches Können (und seine knabenhaften Hermes-Beine) eine grosse Freude macht, aber die inständige Werbung Lord Kilmarnocks in einer ergreifenden Szenen ausschlägt, da hat der gerade Zwanzigjähriger längst in eroticis graduiert. Also ein erotischer Roman, in dem sich der fast achtzigjährige Thomas Mann gleichzeitig in der Poetin Houpflé, dem schottischen Lord und dem liebeskundigen Felix Krull verjüngt widerspiegelt? Damit letztlich eine verklausulierte Psycho-biographie Thomas Manns, die Summa seines Lebens im Gewand höherer Heiterkeit? Verwegener ist der Gedanke, dass Felix ein bewusst komödiantischer Gegenentwurf zum tragischen Doktor Faustus ist, der nicht lieben durfte und sich seine Genialität vom Teufel erkaufte um den Preis seiner Seele, während Felix ganz ohne Gott und Teufel auskommt und beseelt wird von „einem grossen Lebens- und Liebesdrang“.

    Nun sind die Bücher endlich da, der beleibte Kommentar doppelt so dick wie der Textband und fünfmal so schwer wie mein Taschenbuch aus dem Jahr 1965 mit dem Klappentext von Heinz Winfried Sabais: „Ein kunstvolles Rankenwerk von kaustischem Witz und feiner Skurrilität, von derber Komik und volltönendem Humor.“

    Als der Roman 1954 erschien, wurde er mit enthusiastischem Applaus empfangen, von den Grössen der Zunft (Sieburg, Luft, Rychner, Haas, Lukács) genauso begeistert gepriesen wie von den Redakteuren Hinz und Kunz der lokalen Zeitungen. Es war, als hätte Thomas Mann unverhofft einem Publikum, das zwischen Vergangenheitsbewältigung und Wirtschaftswunder ein etwas spiessiges Leben führte, ein wunderbar glänzendes, dazu kulturell so bedeutendes Geschenk gemacht. Die Herausgeber Thomas Sprecher und Monica Bussmann (unter Mitarbeit von Eckhard Heftrich) dokumentieren aber auch sehr ausführlich, dass dieses heiteres Rankenwerk aus feinen Scherzen und geistreichem Amüsement nur einen Teil der Leserreaktionen beschrieb. Kritischere Besprechungen warnten, dass das „ironisch-geistreich-parodistische Spiel“ des Protagonisten Felix nicht die Grundlage einer christlich-moralen Existenz sein könne, dass hier vielmehr Nihilismus und Gottlosigkeit gepredigt werden. Mancher fand den Stoff leer, eigentlich ein „Nichts“ (Joachim Kaiser), wenngleich liebenswert und erholsam. Auch der Mann-Kenner T. J. Reed hielt die Bekenntnisse letztlich für leichtgewichtig. Erst viel später, 1982, hat Hans Wysling in „Narzismus und illusionäre Existenzform“ Felix Krulls Bekenntnisse auf fast 600 Seiten zu einem literarischen Schwergewicht erklärt, in dem sich Mythologie, Philosophie, Autobiographie und vielsagende Spuren des Gesamtwerkes Thomas Manns aufweisen lassen.

    Zwischen der „Entstehungsgeschichte“, mit der jeder Kommentarband der GKFA beginnt, und den herrlich altmodisch so genannten Paralipomena, sowie den Notizen und Materialien, die sich auf dem langen Schreib-Wege angesammelt haben, steht das Herzstück der Edition, ein akribisch recherchierter, philologisch fundierter textkritischer Apparat: der Stellenkommentar. Hier werden nicht nur sprachliche und inhaltliche „Stellen“ vertieft und erläutert, sondern man lernt auch Neues. Zum Beispiel, dass Felix sich in früheren Text-Fassungen nicht nur der besinnungslosen Vernarrtheit des jungen Fräuleins Twentyman erwehren musste, sondern auch der Annäherungen ihrer ebenfalls betörten Eltern Mrs. und Mr. Twentyman! Es ist Erika Manns Redaktion zu verdanken, dass eine derartig verzwickte Situation der letzten Romanseite als fulminanter Höhepunkt vorbehalten blieb, und zwar mit unendlich attraktiveren Teilnehmern: der süssen Zouzou und ihrer schönen Mutter Maria Pia Kuckuck.

    Alle Herausgeber der GKFA-Bände vollführen einen delikaten Balance-Akt auf dem Grad zwischen Information und Interpretation, vor allem in den Kapiteln „Entstehungsgeschichte“ und „Rezeptionsgeschichte“. Da sie „Essays“ sein sollen und deshalb eine persönliche Auseinandersetzungen der Autoren mit einem Thema nicht ausschliessen und einen weiten methodischen Spielraum erlauben, in dem Gedankenexperimente stattfinden dürfen, fallen sie je nach Autorengeschmack und Temperament unterschiedlich aus. Hermann Kurzke zum Beispiel hielt sich mit seiner Neu-Interpretation der „Betrachtungen eines Unpolitischen“ (und polemischen Grüssen an Andersdenkende) von Anfang an nicht zurück. Dagegen wahren die Kommentatoren hier ihre Neutralität, besonders in der „Rezeptionsgeschichte“: sie ist prall gefüllt mit Zitaten, alle gleichberechtigt nebeneinander – eine Aufzählung, die vollständig aber (leider?) nie kontrovers sein will. An einer Stelle wagen sich die Herausgeber aber doch etwas hervor. Der kulturpolitischen Hintergrund für die Krull-Rezeption in der Adenauer-Ära wird in sympathischer Offenheit „miefig, muffig, spiessig, freudlos und prüde“ genannt und man freut sich schon auf weiteres Feuerwerk. Aber dann verstecken sich die Autoren doch lieber vorsichtig hinter einem Zitat aus einem Buch von Doering-Manteuffel.

    Besonders gut gelungen sind die kurzen Leitfäden, die im Stellenkommentar den drei sog. „Bücher“ der Bekenntnisse vorangestellt sind. Ganz ausgezeichnet zum Beispiel die Skizze „Kosmischer Schein“ über Professor Kuckucks Allsympathie und, merkwürdig verwandt mit diesem erotischen Verhältnis zum Kosmos, der Abschnitt „Glück“, ein Schlüsselbegriff, der für Thomas Mann am Ende seines Lebens den Abschied von Schopenhauers Todesmetaphysik bezeichnete und sein tiefes Einverständnis mit „Goethes erotischem Verhältnis zum Leben“ signalisierte. In dieser autor-biographischen Wende liegt für mich das Schwergewicht der „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“.

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    dangerousheros avatar
    dangerousherovor 6 Jahren
    Rezension zu "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann

    Wie wir alle wissen, sind Bücher die man in der Schule lesen muss, meistens kompliziert und total langweilig. Grad für die Personen, die alte Literatur einfach nicht leiden können. Dazu gehöre teilweise auch dazu. Doch bei Felix Krull ist das was anderes.
    Wieder mussten wir ein Buch lesen und wieder habe ich es nicht getan, jedoch dieses Buch wollte ich nach der deutsch Klausur komischerweise lesen, weil sie interessanter wurde für mich. Thomas Mann hat das Buch sehr kompless verfasst und erzählt das Leben über eines Hochstaplers die mit verschiedenen Facetten ist, jedoch am Ende sich selbst eine Falle stellt. Es ist sehr humorvollverfasst, dass muss man auch noch sagen natürlich. Ein super Schelmenroman, die ich euch empfehlen kann, ich bereue es sehr, dass ich es in der Schulzeit nicht gelesen habe.

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    Denise93vor 9 Jahren
    Rezension zu "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann

    Ich habe dieses Buch in der Schule gelesen und es kommt vielleicht im Abitur næchstes Jahr dran. Neben lustigen Szenen aus der Kindheit, anzugliche Sexszenen mit jungen und alten Damen und einer interessanten wissenschaftlich-philosophischer Szene wird das Buch immer langweiliger und anstrengender. Thomas Mann ist zwar ein erfolgreicher Autor und seine Sprache ist ausgezeichnet; doch warum læsst er das Buch mit einem Orgasmus endenn warum sind so viele Sexszenen und nur eine richtig schlaue Szene im Buch, wenn er doch einen Knuller landen wollte, wenn er als schlauer Autor und zweiter Gøthe in die Geschichte eingehen wollte?

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    Magdas avatar
    Magdavor 10 Jahren
    Rezension zu "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann

    Ich wusste nicht, dass die "Pflichtlektüre" so faszinierend sein kann, reines Vergnügen

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    Jens65s avatar
    Jens65vor 10 Jahren
    Rezension zu "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann

    „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" kann man zu Recht zu einem der Meisterwerke von Thomas Mann zählen. Die Erzählungen in Ich-Form des Felix Krull tragen einen durch dessen junge Jahre, geboren als Sohn eines Schaumweinfabrikanten, der aufgrund der qualitativen Minderwertigkeit seines Produktes in Konkurs geht, der dann in Frankfurt tagein tagaus entlang den Schaufenstern schlendert um sich die Waren und Menschen seiner Zeit zu begutachten, arbeitet dann in einem edlen Pariser Hotel um später selbst als angeblicher Aristokrat durch die Welt zu reisen. Dieser Felix Krull fälscht die Unterschrift seines Vaters um eigentlich ganz ohne Grund von der Schule fernbleiben zu können, einfach des Spaßes wegen, er simuliert einen Epilektiker, um dem Wehrdienst zu entkommen und ist ganz allgemein ein redegewandter Zeitgenosse. Der Leser wird diese Person einfach zum schmunzeln finden, es ist dies nicht ein Hochstapler mit bösen Absichten der andere Menschen schaden will, nein er ist, ein Edelmann, oder glaubt dies wenigstens zu sein. Diese Buch ist das reinste Vergnügen. Es sei jedem an's Herz gelegt.

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    mattis avatar
    mattivor 10 Jahren
    Rezension zu "Erläuterungen zu Thomas Mann. Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Stefan H. Kern

    Na ja, ich stehe diesem Buch irgendwie mit geteilter Meinung gegenüber, klar ist es ein Klassiker und er war auch ganz nett, gehört jetzt aber nicht zu meinem bevorzugten Gengre.

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    Tequilas avatar
    Tequilavor 10 Jahren
    Rezension zu "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann

    Man muss Thomas Manns Stil wohl generell mögen, um seinen etwas abgewinnen zu können...was ich tue. ;) "Bekenntnisse..." wurde von Mann nie beendet, ist aber auch ohne Ende ein sprachlich und inhaltlich schönes Buch.

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