Buddenbrooks

(2016)

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Inhaltsangabe zu „Buddenbrooks“ von Thomas Mann

'Es ist eine hervorragende Arbeit, redlich, positiv und reich', urteilte S. Fischers Lektor Moritz Heimann nach der Lektüre des Manuskripts über Thomas Manns ersten Roman, seinen wohl am meisten gelesenen, am meisten verbreiteten. ›Verfall einer Familie‹ – sein Untertitel scheint ihn einzureihen in eine bestimmte Gattung, aber 'der Zug zum Satirischen und Grottesken', der darin steckt, hebt ihn zugleich davon ab, gibt ihm einen eigenen Charakter, eigene Wirkung bis in die Gegenwart. Thomas Mann erzählt nur wenig verschlüsselt die Geschichte seiner Familie und ihrer Stellung in der Vaterstadt Lübeck, soweit er sie nachvollziehen, in Einzelheiten überblicken konnte, ja sogar noch miterlebt hat. Verwandte, Honoratioren und markante Persönlichkeiten seiner Jugend werden integriert. Den meisten Raum nimmt das Leben Thomas Buddenbrooks ein, 'ein modernes Heldenleben'; sein Sohn Hanno wird einen langen Strich unter die Genealogie der Familie setzen und sich rechtfertigen mit den Worten: 'Ich glaubte. ich glaubte. es käme nichts mehr.' In denmehr als hundert Jahren seit seinem ersten Erscheinen hat der Roman unzählige Menschen in seinen Bann gezogen und hat bis heute nichts an Charme und Aktualität eingebüßt.

Ein Klassiker! Die Geschichte der Familie Buddenbrook gibt weitreichende Eindrücke in die Welt des 19. Jahrhunderts. Leider sehr zäh!

— Regenblumen
Regenblumen

gute Sprache, jedoch wie ich finde eher zähe Geschichte

— Julo
Julo

Hat mich sehr gefesselt!

— Ilkamaria
Ilkamaria

Ein Stück literarisches Kulturgut.

— Anmara
Anmara

Zu weit weg von der Zeit, kann mich nicht hineinversetzen. Leider wenig Spaß gemacht

— Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer

Familiengeschichtsschreibung als Gesellschaftsgemälde. Grandios gelungen.

— HansiJ90
HansiJ90

Ich musste es für die Schule lesen, hat mir trotz Längen recht gut gefallen. Die Thematik der sozialen Stände wird interessant aufgezeigt.

— Linja
Linja

Für Menschen, die Familien-Sagen lieben, sicherlich empfehlenswert. Für mich eher langweilig, trotz beeindruckender Sprache!

— Hazel93
Hazel93

Etwas schwere, deutsche Literatur, aber meiner Meinung nach ein absolutes Muss.

— Gluehwuermchen7
Gluehwuermchen7

Einfach klasse.

— Goalie1
Goalie1

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ein grandioses Werk.

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  • Tolle Figuren, aber viel Bla bla

    Buddenbrooks
    j125

    j125

    Inhalt:Im Jahr 1835 zieht die Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook in eine große Villa. Im Laufe der Jahre begleitet man die einzelnen Familienmitglieder in guten und schlechten Zeiten, sei es Krankheit, Heirat oder Tod. Der Untertitel „Verfall einer Familie“ fasst das Buch im Grunde schon gut zusammen.Meine Meinung:Der Deutsch-LK musste diesen Klassiker in der Schule lesen, dem ich aber (zum Glück) nicht angehört habe. Ich bin also eigentlich nie mit dem Buch in Berührung gekommen, bis meine Mutter es auf Empfehlung ihres Chefs gelesen hat. Ihr hat es gut gefallen und daher ist es dann auch auf meinen SuB gewandert.Zu Beginn war ich felsenfest überzeugt, dass das Buch nichts für mich ist. Die ersten etwa 80 Seiten waren mir zu langatmig, weil es endlose Beschreibungen des Hauses und der Personen gibt. Danach hat mich dann aber interessiert wie es mit den Personen weitergeht. Zwar ist mir keiner wirklich sympathisch, aber das muss auch gar nicht sein. Es genügt schon, dass sie eigensinnige und ausgereifte Charaktere sind, sodass man unbedingt wissen will, wie es ihnen ergeht.Leider hat der Spaß nicht so lang angehalten, weil es irgendwann doch wieder langatmig wurde. Zwar haben mich die Charaktere noch immer interessiert, weshalb ich auch nicht abgebrochen habe, aber ich hab nur noch quergelesen. Es gab so viel blabla in den einzelnen Sätzen, das einfach für den Fortgang der Geschichte nicht wichtig war. Ansonsten konnte man der Handlung allerdings gut folgen und ich hatte auch wenige Verständnisprobleme, was ja manchmal bei Klassikern vorkommen kann.Fazit:Tolle Figuren, aber durch das viele Blabla ist das Buch leider sehr langatmig.

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    • 3
  • Der LovelyBooks Lesesommer 2016

    Lesesommer
    nordbreze

    nordbreze

    In guter alter Tradition starten wir auch in diesem Jahr wieder in die sommerliche Jahreszeit mit unserem großen LovelyBooks Lesesommer! Ihr dürft euch dieses Mal wieder auf spannende Aufgaben und viele tolle Buchtipps freuen. Jede Woche findet ihr auf unserer Aktionsseite eine neue Verlosung mit großartigen Büchern für die Sommerzeit.Erneut möchten wir mit euch 10 Wochen lang über fesselnde Sommerlektüren diskutieren, Fotos austauschen und neue Bücher entdecken. Wir werden euch im Laufe des Lesesommers verschiedene Aufgaben stellen, die ihr bis zum 7. August in beliebiger Reihenfolge bearbeiten könnt. Für jede Aufgabe könnt ihr Punkte sammeln – bei einigen Aufgaben gibt es auch Extra-Punkte zu ergattern. Auf unserer Übersichtsseite findet ihr außerdem jede Woche neue Buchtipps und könnt sommerliche Buchpakete gewinnen!Wer bis zum Ende des Lesesommers am 7. August die meisten Punkte gesammelt hat, der gewinnt eine literarische Wochenendreise nach Verona (Anreise und 2x Übernachtung inkl. Frühstück)! Dort könnt ihr auf den literarischen Spuren von Romeo und Julia wandeln!Außerdem gibt es für die Plätze 2 - 5 je ein schönes Buchpaket mit neuem Lesestoff. Zusätzlich verlosen wir noch unter allen Teilnehmern 5 weitere Buchpakete unabhängig von der erreichten Punktezahl.Wenn ihr teilnehmen möchtet, dann meldet euch gleich hier im Thema "Ich bin dabei!" an und stellt euch gerne ein bisschen vor. Wer noch überlegt, ob er mitmachen möchte, der kann gern auch später noch einsteigen!Wenn ihr über Twitter, Instagram oder Facebook über den Lesesommer berichtet, darüber plaudert oder Fotos teilt, freuen wir uns, wenn ihr den Hashtag #LBlesesommer verwendet!Wir freuen uns auf viele sommerliche Buchtipps, sonnige Lesestunden – egal ob im Urlaub am Strand oder daheim auf dem Balkon – und natürlich aufs Lesen wundervoller Bücher!P.S.: Alle Blogger unter euch dürfen sehr gern die Grafik, die ihr hier oben im Thema findet, in ihrem Blog verwenden, falls ihr zur Aktion einen Blogbeitrag schreiben möchtet!

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  • Eure Lieblingsbücher der S. FISCHER Verlage

    nordbreze

    nordbreze

    Beglückt uns mit euren Lieblingsbüchern der S. FISCHER VerlageBuchliebhaber, Leseratten, Schmökerkönige - Wir lieben Bücher und das kann man auch sehen - volle Bücherregale wohin man sieht. Das weckt natürlich unsere Neugierde! Macht ein Foto von euren Lieblingsbüchern aus den S. FISCHER Verlagen und postet es hier in diesem Thema. Dafür erhaltet ihr das "Lieblingsbuch"-Abzeichen im FISCHER Leseclub. Es ist egal, ob es sich bei den Büchern um alte oder neue Titel handelt, ob ihr nur einen Lieblingstitel aus den S. FISCHER Verlagen habt oder ob ihr gleich ein ganzes Regalbrett dafür reserviert habt. Hauptsache ihr macht ein tolles Foto und lasst uns an euren Lieblingsbüchern teilhaben! Ihr seid noch nicht Mitglied im FISCHER Leseclub? Das muss sich schnell ändern! Mehr Infos findet ihr hier. Bitte beachtet, dass das Foto maximal 1 MB groß sein darf, damit der Upload klappt und wir einen Teil der Bilder in einem Facebook-Album vorstellen werden. Euer Abzeichen wird nach dem Hochladen nicht automatisch vergeben, sondern wir werden dies regelmäßig händisch tun.

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    • 434
  • Das war: Thomas Mann!

    Buddenbrooks
    HansiJ90

    HansiJ90

    13. February 2016 um 17:12

    Thomas Mann erstellt mit Buddenbrooks ein Gesellschafts- und Sittengemälde erster Güte. Zunächst ist der Umfang des auf Gotteslob-Seiten gedruckten Werkes noch einschüchternd, wenn man sich jedoch eingefunden hat möchte man nur noch mehr davon und wünscht sich die Seiten wären noch dünner.Besonders positiv fällt die Charakterzeichnung in diesem Werk auf aber auch der unglaublich abwechslungsreiche und experimentelle Erzählstil wussten mich zu überzeugen! Ein MUST-read der deutschen Literaturgeschichte.

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  • Buddenbrooks: Verfall einer Familie

    Buddenbrooks
    Fabula

    Fabula

    Man sagt, Thomas Mann erzähle mit seinem Gesellschaftsroman 'Buddenbrooks' (1901) ein wenig verschlüsselt die Geschichte seiner Familie. Es ist die Geschichte einer wohlhabenden und angesehenen Kaufmannsfamilie, wohnhaft in Lübeck, die nach der vierten Generation verfällt. Gegliedert ist der Roman in elf Teile, die zum Teil an jemanden gewidmet wurden. Mit seinen 759 Seiten ist das Buch ein 'ziemliches Stück Arbeit'. Doch von Anfang an...Ich muss gestehen, zuerst habe ich den Film (2008) gesehen...Dieser hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich wollte unbedingt gleich das Buch lesen, welches schon viel zu lange auf meinem SUB verweilte. Ausnahmsweise empfand ich es keinesfalls als störend, zuerst den Film gesehen zu haben. Im Gegenteil: Seine Bilder unterstützten meinen Lesefluss und bildeten wie eine Art Stütze oder Leitfaden. Denn oftmals verlor man sich etwas im Buch...Die zahlreichen sehr ausschweifenden Beschreibungen waren schön zu lesen, rissen einen aber manchmal etwas aus der Geschichte. Der rote Faden, die eigentliche Essenz der Erzählung verbarg sich manchmal in den zahlreichen Umschreibungen, wie die Nadel im Heuhaufen. Auf eine Art fand ich das entspannend, tausend schöne Worte plätscherten auf einen ein, man konnte träumen, sich die Szenen sehr bildhaft vorstellen. Auf die andere Art waren diese Ausführungen zum Teil auch sehr mühsam, da sie einem am 'Forwärtskommen' in der Geschichte hinderten. Wenn ich wissen wollte, wie es weiter geht scheute ich mich auch nicht einige Passagen grosszügig zu überspringen. Nicht immer hatte ich die Geduld die genaue Kleidungsbeschreibung des Thomas Buddenbrook mitzuverfolgen... ;) Dies meinte ich auch mit das Buch sei ein 'ziemliches Stück Arbeit'. Es gab Momente beim Lesen, da musste ich mich wirklich zum Durchhalten zwingen... umfangreich und detailliert kann echt anstrengend sein! Aber es hat sich gelohnt das Buch zu beenden. Ich bin zufrieden mit mir ;) Ich denke ich hätte es nicht aus der Hand legen können, weil ich unbedingt wissen wollte, wie dieser Familienzerfall am Ende im Buch beschrieben wurde. Sehr eindrücklich und glaubwürdig war diese ganze damalige Gesellschaftsstruktur beschrieben. All die Erwartungen, die an die Söhne und Töchter der angesehenen Familie gestellt wurden... Man ist das Glied einer Kette, an welche man sich anpassen musste. Selbstbestimmung vs. Erwartung -- das ist hier der Kernpunkt, der wirklich sehr beeindruckend zur Geltung gebracht wird. Zum detaillierten Inhalt des Buches möchte ich gar nicht viel sagen, es ist allzu berühmt und sonst: Schaut den Filmtrailer ;) Besonders gelungen finde ich übrigens die Charakterzeichnung der einzelnen (sehr zahlreichen) Figuren. Jeder war eigen und mit der Liebe zum Detail ausgeführt. So hatte ich überhaupt keine Mühe mir die Figuren bildhaft vor Augen zu führen. Nun ja was soll ich sagen: 'Buddenbrooks' ist ein sehr eindrücklicher Roman, vom Geist seiner Zeit (1901) behaftet. Diesen Einblick in eine längst vergangene Zeit fand ich besonders spannend. Eine Gesellschaftsstruktur, wie wir sie heute gar nicht mehr kennen, uns nicht mehr vorstellen können. Die Erzählung bildet einen Streifzug durch vier Generationen. Von der Geburt bis zum Tod: Der simple Gang des menschlichen Lebens. Glück und Erfolg mischen sich mit Enttäuschung und Misserfolg. Mal hoch, mal runter - bis alles ganz zu Ende ist und der Tod als oberste Instanz in die Geschichte eingreift.Schlusswort: Mein Lieblingsbuch wird es nicht, dennoch bin ich froh über die gewonnenen Eindrücke. Die Sprache Thomas Manns und seine Ausführungen sind einzigartig. Dennoch empfehle ich das Buch für alle diejenigen, die etwas Geduld haben, etwas träumen wollen, sich nicht vor vielen Worten scheuen. Aber die ganze 'Arbeit' lohnt sich definitiv! Ich verstehe warum dieses Buch auf so vielen Empfehlungslisten steht! :)

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    • 2
    Orisha

    Orisha

    04. November 2015 um 08:10
  • Super!

    Buddenbrooks
    Goalie1

    Goalie1

    17. September 2015 um 18:12

    In der Schule musste ich dieses Buch für ein Referat lesen, damals dachte ich, das ich es nie schaffe und stellte es mir total langweilig vor. 
    Ich wurde sehr positiv überrascht, diese Familiengeschichte hatte mich so gefesselt, das ich ein super Referat abgeliefert hatte. 
    Ein Klassiker, den man immer wieder lesen kann. 

  • Manns Meisterwerk

    Buddenbrooks
    Bella5

    Bella5

    Kurzinfo: "Die Geschichte des alten Lübecker Patriziergeschlechtes Buddenbrook wurde von Thomas Mann vor über 100 Jahren geschrieben und ist bis heute ein Klassiker der deutschen Literatur. Er beschreibt Aufstieg und Fall der deutschen Kaufmannsfamilie zwischen Nord- und Süddeutschland, zwischen Hochzeiten und Scheidungen, zwischen Erfolgen und Rückschlägen."Meine Einschätzung: Was kann man über Weltliteratur aus der Feder eines Thomas Mann noch schreiben ? Ist nicht schon alles gesagt worden ? Dieser Gesellschaftsroman über den Niedergang der Buddenbrooks hat es in sich: Der Leser muss sich auf den Roman einlassen, denn es gibt sehr viele hypotaktische Wendungen, Schachtelsätze und der Telegrammstil ist Manns Sache definitiv nicht. Das Buch verlangt dem Leser auch einiges an Sitzfleisch ab und ist nichts zum "Weglesen". Es gibt auch durchaus Längen in der Erzählung. Wer jedoch gewillt ist, all dies in Kauf zu nehmen, wird viel Vergnügen beim Lesen haben, denn "Buddenbrooks" ist grosses Kino in Buchform, eine Wohltat in Zeiten der Publikation von simpel geschriebener Literatur, die nicht selten als Fanfiction im Internet begann...Als Leser leidet man mit den Figuren, man erlebt die Abgründe, die Irrungen und Wirrungen quasi "hautnah" mit. Mit der Figur "Hanno" hatte ich richtig Mitleid...Die Sprache ist ein besonderes Bonbon! Inhalt und Sprache gehen Hand in Hand. Mittels der Sprache wird eine ganz besondere Atmosphäre evoziert, Mann schreibt sehr anschaulich. Soviel zum Inhalt. Die vorliegende Ausgabe kann ich aber leider nur bedingt zur Lektüre empfehlen, da das Papier der Seiten recht dünn ist. Ich musste beim Umblättern sehr vorsichtig sein. Davon abgesehen ist der Roman aber grosse Klasse!

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    • 3
  • Verfall einer Familie

    Buddenbrooks
    ErinaSchnabu

    ErinaSchnabu

    05. August 2015 um 23:30

    Die "Buddenbrooks" kannte ich bereits als Verfilmung. Die von 2008, die relativ nah an der Romanvorlage ist und eine schwarzweiße von 1959, die relativ stark davon abweicht. Beide haben mir aber sehr gefallen. Ich begeistere mich für Geschichten, die zwischen 1800 und 1930 spielen, womit Buddenbrooks perfekt in diese Zeitspanne hinein passt.Da ich schon einige Kurzgeschichten von Thomas Mann gelesen hatte und sein Werk „Felix Krull“ zu meinen Lieblingsbüchern gehört, dachte ich, dass ich es mir zur Aufgabe machen müsse, „Buddenbrooks“ zu lesen. Dabei spielte auch eine Rolle, dass Thomas Mann für „Buddenbrooks“ den Nobelpreis für Literatur bekam. Ich habe mir das Buch also vor über einem Jahr angeschafft, mich aber immer drum herum gewunden, da ich dachte, dass es zähe, langweilige Literatur sei. Auch aufgrund seines Umfangs (ca. 760 Seiten). Lustigerweise war es dann doch nicht so schlimm, wie gedacht, im Gegenteil… Aber lest selbst.InhaltDie Geschichte beginnt in den 1830ern und endet in den 1870ern. Während dieser Zeitspanne begleitet man die Lübecker Kaufmannsfamilie „Buddenbrook“ bei ihren Höhen und Tiefen und letztendlich bei ihrem „Verfall“.Während der Geschichte lernt man 4 Generationen der Familie und die einzelnen Familienmitglieder mit ihren Sorgen und Eigenarten kennen.Meine MeinungEs ist gar nicht so einfach, etwas über ein so literarisch bedeutsames zu schreiben. Thomas Mann gehört zu den Größen der deutschen Schriftsteller und hat den Nobelpreis für Literatur für dieses Werk erhalten. Zum Glück habe ich aber nichts zu kritisieren, denn negative Kritik zu üben, ist meist schwieriger, als positive und bei so einem Werk würde es sich ganz komisch anfühlen, ein schlechtes Wort darüber zu verlieren. Nicht, dass ein großer Schriftsteller nicht kritisiert werden darf…Aber ich war positiv überrascht. Wie ich ja eingangs sagte, hatte ich etwas Angst, dass „Buddenbrooks“ zäh und langweilig sein wird, auch aufgrund seines Umfanges. Dem war aber überhaupt nicht so. Ich habe jede Seite genossen!Ich konnte mich richtig in die Familiengeschichte hinein fühlen, konnte alle möglichen Personen kennen lernen und hatte nie das Gefühl, durcheinander zu kommen und mich zu fragen „Wer war hier nochmal wer?“Während des Lesens bin ich eine enge Freundin von Tony geworden, habe aber auch mit den anderen mitfühlen können, selbst Christian wurde mir sympathisch.Auch mochte ich den Stil von Thomas Mann. Sein „Verschachtelte-Sätze“-Stil, für den er bekannt ist, war bei „Buddenbrooks“ noch nicht so arg zu beobachten. Vielleicht, weil Thomas Mann während der Entstehung erst in seinen 20ern und „Buddenbrooks“ eines seiner ersten großen Werke war. Oftmals musste ich auch etwas kichern, in vielen Abschnitten herrscht, wenn es passt, ein humoristischer, vielleicht sarkastischer Unterton und Thomas Mann benutzt für seine Charaktere immer wieder dieselben Wörter, wodurch sie einen Wiedererkennungswert erhalten und manchmal auch sympathisch-schrullig wirken. So „kraust“ Christian Buddenbrook stets seine Nase, wenn er von seinen Leiden erzählt, Gerda Buddenbrook besitzt die „eng zusammenstehenden Augen mit blauen Schatten“, die Thomas Mann immer wieder erwähnt und Sesemi Weichbrodt sagt zu jedem Familienereignis „Sei glöcklich du gutes Kend“ und verteilt laut knallende Küsse auf die Stirn.Trotzdem hat man gemerkt: Thomas Mann ist, auch mit Anfang 20, ein Meister der deutschen Sprache, was das Lesen zu etwas besonderem gemacht hat.Auch spannend: Die Buddenbrooks basieren auf der Kaufmannsfamilie "Mann", in die Thomas Mann hinein geboren wurde. Viele Personen, die im Roman vorkommen, haben reale Vorbilder, was damals auch auf Empörung gestoßen ist. Die Hintergründe dazu und welche Person welchem Charakter Modell stand, kann man auf Wikipedia nachlesen. FazitEine humorvolle und doch dramatische Familiensaga einer Lübecker Kaufmannsfamilie auf sprachlich höchstem Niveau und ein absolutes Must-Read!

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  • Literarisch ein Meisterwerk

    Buddenbrooks
    Pachi10

    Pachi10

    05. August 2015 um 22:25

    Keine Frage gehört das Buch zu den Meisterwerken der deutschen Literatur, die Frage ist: Mag man die Geschichte. Die Geschichte um die reiche Familie Buddenbrook. Ich für meinen Teil hab entschieden NEIN.Eine Familienchronik oder ein Gesellschaftsroman, für mich eindeutig zu viel. Über mehrere Generationen hinweg liest man zuerst über den Aufstieg und am Ende über den Niedergang. Die einzelnen Personen sind größenteils unsymphatisch, durch Ihren Geschäftsinn und die Ansichten über Sitte und Moral, doppeldeutig. Einige wenige symphatische Figuren, die jedoch meist glücklos bleiben. Aber vielleicht war die Zeit ja damals wirklich so.Weniger als 3 Sterne traue ich mciht nicht geben, wir reden hier schließlich von Thomas Mann, ich mag die Geschichte trotzdem nicht mehr lesen.

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  • Nicht das Meisterwerk, dass es hätte sein können

    Buddenbrooks
    MissWatson76

    MissWatson76

    12. July 2015 um 19:23

    Also rein persönlich muss ich sagen, dass Thomas Mann nicht gerade mein Autor ist. Er ist mir einfach zu strikt und zu bildgewaltig und dadurch hat man das Gefühl, als ginge einem etwas von der Handlung verloren. Man ist einfach zu abgelenkt. Sein Schreibstil ist deshalb nicht schlecht, nur er ist eben nicht meins.Und gerade bei diesem Buch finde ich die negative Handlung eher überwiegend, so dass man sich einfach nicht richtig damit anfreunden kann. Die Figuren bekommen einfach nicht das Glück, dass sie verdient hätten und wenn dann wird es ihnen nicht lange gewährt. Es hinterlässt einfach ein wenig Bauchschmerzen und sicher regt es zum Nachdenken an. Aber zuwenig im positiven Sinn. Und daher ist es für mich leider nicht ein Meisterwerk, das es vielleicht hätte sein können. 

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  • Weniger ist mehr – aber dennoch lesens- und empfehlenswert!

    Buddenbrooks
    Insider2199

    Insider2199

    Weniger ist mehr – aber dennoch lesens- und empfehlenswert!Dies ist der erste Roman von Thomas Mann, an dem der nur 22-Jährige vier Jahre schrieb und 28 Jahre später den Nobelpreis für Literatur dafür erhielt. Der Autor erzählt nur wenig verschlüsselt die Geschichte seiner eigenen Familie und ihrer Stellung in der Vaterstadt Lübeck, soweit er sie nachvollziehen, in Einzelheiten überblicken konnte, ja sogar noch miterlebt hat. Verwandte, Honoratioren und markante Persönlichkeiten seiner Jugend werden integriert. Der gleiche Vorname „Thomas“ von Autor und Held des Romans kommt also nicht von ungefähr. Auch stirbt Thomas Buddenbrook im gleichen Jahr, in dem der Autor Thomas Mann geboren wurde (1875). Zum Inhalt: Erzählt wird der Niedergang der Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook über 4 Generationen hinweg (von 1835 bis 1877). Der praktisch veranlagte Johann Buddenbrook führt das angesehene Familien-Unternehmen auf den Höhepunkt. Sein Sohn Thomas, ein kluger aber physisch sehr labiler junger Mann, wirkt schon bald in der Firma mit, wohingegen der jüngere Sohn Christian und Tochter Tony dem Vater mit ihrer Verschwendungssucht große Sorgen bereiten. Als Thomas Senator wird, erreicht das gesellschaftliche Ansehen der Familie Buddenbrook seinen Höhepunkt. Doch schon lange spielt Thomas nur noch seine Rolle, innerlich ist er völlig zerrissen zwischen seiner künstlerischen Empfindsamkeit und dem bürgerlichen Leistungsdenken. Diese Zerrissenheit kostet den Senator schließlich seine Gesundheit und auch sein Sohn Hanno kann nicht verhindern, dass die Familie Buddenbrook mit ihren bürgerlichen Werten der kapitalistischen Bourgeoisie in Gestalt der aufstrebenden Familie Hagenström weichen muss. Meine Meinung: Zuerst einmal muss ich gleich all diejenigen warnen, die Thriller und spannungsgeladene Romane bevorzugen. Dieser Roman ist Nichts davon; er ist sehr handlungsarm und lebt von der Psychologie seiner Figuren und deren inneren und äußeren Konflikten sowie von der typischen Sprache Manns, die in langen, mit zahlreichen Nebensätzen angereicherten Satzkonstruktionen zum Ausdruck kommt, jedoch Lesegenuss verspricht, wenn man wie ich diesen Stil mag. Auch gibt es keine ausgearbeitete Dramaturgie – der Roman endet sehr abrupt –, ist aber dennoch, in 11 Teilen, sehr gut durchstrukturiert. Während Anfang und Schluss für mich etwas abfallen (dafür mein Sternen-Abzug), war die Mitte für mich sehr unterhaltsam, v.a. die Interaktion der drei Geschwister, die im Fokus des Romans stehen: Tony, die verwöhnte Göre - Thomas, der gefangen ist in seinen Zwängen und Pflichten und einfach nicht mehr kann - der faule, undankbare Hypochonder Christian. Auch den Konflikt der beiden Brüder Thomas und Christian, der sich immer mehr zuspitzt und beim Tod der Mutter sich wie ein Vulkan entlädt, fand ich äußerst dramatisch. Gern gelesen habe ich auch Thomas’ innere Auseinandersetzungen mit dem Tod und dem Sinn des Lebens (wo Mann sehr philosophisch wird) und die Kapitel über Thomas’ sensiblen Sohn Hanno, der den Ansprüchen seines Vaters nicht gerecht werden kann und in seiner inneren, künstlerischen Welt versinkt – vor allem der Gegensatz zwischen bürgerlicher und künstlerischer Lebensform ist ein zentrales Thema in diesem Roman: Mann schildert anschaulich den Verfall bürgerlicher Werte und die daraus resultierenden Folgen für seine Charaktere. Fazit: Ein sprachlich und thematisch sehr anspruchsvoller Roman, für den man – bei über 800 Seiten – sehr viel Geduld und Durchhaltevermögen aufbringen muss, aber ich persönlich finde es lohnt sich. Dazu tragen zum großen Teil die vier sehr interessanten Charaktere bei – Thomas (die Hauptfigur), Tony, Christian und Hanno – und natürlich die Sprachgewalt eines jungen Thomas Manns – man muss sich beim Lesen wirklich vor Augen halten, dass der Autor NUR Anfang 20 war! Einen Stern ziehe ich für die fehlende Dramaturgie ab, d.h. statt alles und jeden (auch Statisten) in allen Details zu beschreiben, hätte ich eher einen stärkeren Fokus auf die vier oben erwähnten Charaktere bevorzugt, sprich eine Kürzung der Szenen, die weniger mit der Haupthandlung zu tun haben. Aber dennoch ist der Roman lesens- und empfehlenswert!

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    • 5
  • Buddenbrooks

    Buddenbrooks
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    16. February 2015 um 11:40

    Was das Buch angeht leider noch nicht gelesen.Aber als Film schon

  • Buddenbrooks

    Buddenbrooks
    nasa

    nasa

    25. December 2014 um 14:24

    Thomas Manns Buddenbrooks gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. Er schrieb das Buch vor mehr als 100 Jahren. Dadurch sind Schreibstil und Sprache natürlich anders als unsere heute, aber trotzdem leicht zu verstehen. Ich brauchte für die Buddenbrooks zwar länger als normal, habe es aber sehr gerne gelesen. Bisher kannte ich nur die Verfilmungen von den Buddenbrooks und fand diese so unterschiedlich, aber auf ihre Art und Weise gut das ich schon seit langen den Wunsch hatte das Buch zu lesen. Nun ist es mir in die Hände gefallen und ich habe es gerne gelesen. Als erstes ist mir sofort der Unterschied zu der Verfilmung aus dem Jahr 1959 aufgefallen. Dort wird die Geschichte ziemlich frei und komprimiert wieder gegeben. Nun aber zum Buch. Am Anfang musste ich mich erst in die „alte“ Sprache einfinden. Dies ist mir ungefähr nach 50 Seiten gelungen. Danach habe ich das Buch ungern aus den Händen gelegt. Die Geschichte von der Familie Budddenbrook die ein hohes Ansehen in der Stadt Lübeck hat, fängt an mit den Jahren zu zerfallen. Es sterben die alten und die Jungen kommen an die „Macht“. Doch diese Generation ist überschattet von Scheidung, Krankheit und Versagens Ängsten. Zum Inhalt muss ich ja eigentlich nicht sehr viel schreiben, denn das Meisterwerk von Thomas Mann ist eigentlich in aller Munde. Jeder hat schon mal was von Buddenbrooks gehört, gelesen oder gesehen. Darum behalte ich es mir vor hier etwas über den Inhalt wieder zu geben. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Ich liebe die „alte“ Sprache und lese zwischendurch gerne solche Klassiker!

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  • Buchverlosung zu "Vor uns die Nacht" von Bettina Belitz

    Vor uns die Nacht
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    Hallo liebe Lovelybooks-Community!Anlässlich Weihnachten findet auf meinem Blog "Himmlischer Federtraum" (http://himmlischerfedertraum.blogspot.de/) ein Gewinnspiel zu Bettina Belitzs Vor uns die Nacht statt.Du möchtest gerne teilnehmen? Dann hinterlasse unter diesem Beitrag ein Kommentar, indem du mir dein Lieblingsbuch nennst.Weitere Infos zu den Teilnahmebedingungen oder Zusatzlosen findest du auf meinem Blog.Viel Glück,Feder Träumerin

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    • 45
  • Familiensaga, Zeitgeschichte, bitte mehr!

    Buddenbrooks
    dominona

    dominona

    13. October 2014 um 09:19

    Thomas Mann ist für viele anstrengend und ich kann verstehen, warum. Trotzdem ersetzt kein Film diese Lektüre, weil ein gutes Stück Zeitgeschichte anschaulich beschrieben wird, eingebettet in die Darstellung einer Handelsfamilie und ihren Auf- sowie Abstieg. Viele verschiedene Charaktere treffen aufeinander und jeder Leser wird seinen persönlichen Liebling finden und gespannt den jeweiligen Lebensweg mitverfolgen. Nur nicht von der Dicke des Romans abschrecken lassen, denn es lohnt sich defintiv!

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