Thomas Mann Buddenbrooks

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Inhaltsangabe zu „Buddenbrooks“ von Thomas Mann

'Es ist eine hervorragende Arbeit, redlich, positiv und reich', urteilte S. Fischers Lektor Moritz Heimann nach der Lektüre des Manuskripts über Thomas Manns ersten Roman, seinen wohl am meisten gelesenen, am meisten verbreiteten. ›Verfall einer Familie‹ – sein Untertitel scheint ihn einzureihen in eine bestimmte Gattung, aber 'der Zug zum Satirischen und Grottesken', der darin steckt, hebt ihn zugleich davon ab, gibt ihm einen eigenen Charakter, eigene Wirkung bis in die Gegenwart.

Thomas Mann erzählt nur wenig verschlüsselt die Geschichte seiner Familie und ihrer Stellung in der Vaterstadt Lübeck, soweit er sie nachvollziehen, in Einzelheiten überblicken konnte, ja sogar noch miterlebt hat. Verwandte, Honoratioren und markante Persönlichkeiten seiner Jugend werden integriert. Den meisten Raum nimmt das Leben Thomas Buddenbrooks ein, 'ein modernes Heldenleben'; sein Sohn Hanno wird einen langen Strich unter die Genealogie der Familie setzen und sich rechtfertigen mit den Worten: 'Ich glaubte. ich glaubte. es käme nichts mehr.'

In denmehr als hundert Jahren seit seinem ersten Erscheinen hat der Roman unzählige Menschen in seinen Bann gezogen und hat bis heute nichts an Charme und Aktualität eingebüßt.

Literaturgeschichte made in Germany - leider heutzutage zur Schul(qual)lektüre verkommen

— MackieMesser229

Mein absoluter Liebling der Schullektüre, und immer wieder ein Lesegenuss!

— heyanni

Mein Favorit von Thomas Mann!

— Bergbaron

Mein absolutes Lieblingsbuch von Thomas Mann. Einfach hinreißend tragisch.

— Bill777

Schon allein der Schlussstrich hat 5 Sterne verdient (lasst euch überraschen!)

— Maria0001

Hatte Angst vor diesem Buch, liest sich erstaunlich gut. Bereue es nicht es gelesen zu haben...

— Buchverrueggt

Hat mir gut gefallen

— TinaPeitisch

Zurecht ein Klassiker!

— Marjuvin

Die ersten 50 Seiten haben schon viele Menschen davon abgehalten das Buch weiter zu lesen

— LauraGa19

"Verfall einer Familie" - der Untertitel hält, was er verspricht. Faszinierende Familiengeschichte aus dem 19. Jahrhundert.

— Schokoladenteddy

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  • Einer der besten Romane Thomas Manns

    Buddenbrooks

    Maria0001

    29. May 2017 um 20:33

    Thomas Mann ist einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller - zurecht! Die Buddenbrooks erzählen die tragische Geschichte einer Familie bis zu ihrem Untergang.



    ... Die Szene mit dem Schlussstrich ist einfach unglaublich gut!

  • Streckenweise anstrengend, aber es lohnt sich

    Buddenbrooks

    HarIequin

    12. April 2017 um 23:33

    „Sei am Tage mit Lust bei den Geschäften, aber mache nur solche, daß du des Nachts ruhig schlafen kannst.“ Obwohl ich gerne Klassiker lese, war ich bei den „Buddenbrooks“  von jeher eingeschüchtert und schob den Wälzer lange Zeit vor mir her. Zum einen war dies der Länge von über 700 Seiten geschuldet, zum anderen meinen persönlichen (eher negativen)  Erfahrungen mit deutschen Klassikern. Die Buddenbrooks sind zwar nicht in die Liga meiner Lieblingsbücher aufgestiegen, dennoch bin ich froh ihnen (und auch endlich Thomas Mann) eine Chance gegeben zu haben. Der Untertitel „Verfall einer Familie“ gibt den Inhalt schon grob wieder. Die Buddenbrooks sind eine angesehene Familie in der Hanstestadt Lübeck, die im Verlauf des Romans ihr Geld und Ansehen verlieren.  Der Gesellschaftsroman spielt im 19. Jahrhundert und begleitet 4 Generationen der Buddenbrooks mit ihren Höhen und Tiefen. Meine ersten Bedenken, dass es anstrengend wird dieses Buch zu lesen, kann ich rückblickend leider nicht ganz widerlegen. Zwar war der Roman sprachlich nicht so dröge wie ich befürchtet hatte, allerdings wirft Thomas Mann immer wieder französische, plattdeutsche und bayrische Sätze in den Raum, bei denen meine Ausgabe leider keine Anmerkungen bot und ich oft das Gefühl hatte etwas zu verpassen. Ansonsten schreibt er sehr feinfühlig vom Untergang der Familie und die altertümlichen Ausdrücke machen das Buch herrlich authentisch. Die Unterteilung in Elf Teile mit mehreren Unterkapiteln erleichtern das Lesen auβerdem ungemein. Auch kann der Klassiker durch seine Subtilität und einige liebreizende Charaktere punkten. Obwohl sich manche Passagen sehr ziehen, fehlt es nicht an Überraschungsmomenten und unerwarteten Ereignissen. Die Hauptcharaktere sind interessant und individuell gestaltet. Das Hauptaugenmerk liegt auf der 3. Generation mit Tony, Tom und Christian und die Entwicklung dieser (aber generell aller Buddenbrooks) hat mir sehr gut gefallen, da alles sehr natürlich wirkte. Auch die gesellschaftlichen Verhältnisse sind interessant beschrieben. Zum einen haben wir die alteingesessene und titelgebende Familie der Buddenbrooks, zum anderen Emporkömmlinge, die sich ihren Erfolg erarbeiten müssen – konservative Vorstellungen treffen auf moderneres Gedankengut. Das Werk hat zwar seine Längen (bei denen ich mich teilweise durchkämpfen musste), trotzdem ist es einen Leseversuch allemal wert. Seinen Status als Klassiker hat es zu Recht, denn der erste deutsche Gesellschaftsroman und bringt einen guten Einblick in eine mir unbekannte Zeit. Bei näherer Betrachtung (im Unterricht o.ä.) kommen sich noch viel mehr Aspekte und Details zum Vorschein, die mir beim „unterhaltsamen“ Lesen vermutlich entgangen sind, aber ich bin ehrlich gesagt momentan nicht gewillt, es in nächster Zeit genauer zu analysieren.

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    • 3
  • Leserunde zu "Buddenbrooks" von Thomas Mann

    Buddenbrooks

    Farbwirbel

    Hallo ihr Lieben, durch die Gruppe "Verborgene Schätze 2017" fanden sich einige User zusammen, die Interesse an einer Leserunde zu Thomas Manns "Buddenbrooks - Verfall einer Familie" hatten. Die Leserunde beginnt am 13.02.2017 und jeder, der sich diesen Schinken bereits einmal vornehmen wollte, ist herzlich eingeladen. Ich freue mich auf einen regen Austausch zu Manns Werk! P.S.: Ich verlose keine Ausgabe der Buddenbrooks, musst es aber angeben, um die Leserunde zu erstellen :)

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    • 87

    HarIequin

    04. April 2017 um 22:58
    Farbwirbel schreibt Wie findet ihr das Ende? Ich finde es schade, dass die Frauen so machtlos sind. Die Männer sind tot? Dann gibt es keine Hoffnung. Ziemlich steif, aber der Zeit wohl angepasst...

    Das Frauen- & Männerverhältnis habe ich gar nicht anders erwartet, aber ich fand es auch schon schade, wie Tony immer mehr nur auf ihre Beziehungen mti Männern definiert wurde (ihre beiden (oder ...

  • Zähne, Bärte, Wetterlage

    Buddenbrooks

    Farbwirbel

    04. April 2017 um 09:42

    Dieses Werk gehört zu den großen Klassikern aus der Feder von Thomas Mann. Ein jeder ist bereits über den Roman oder aber eine der Verfilmungen gestolpert, ob er sich damit befasste, ist eine andere Frage. Ich für meinen Teil habe sehr lange gebraucht, mich zu diesem Werk zu überreden. Es steht, in der wunderbaren, nach produzierten originalen Fischer-Ausgabe in meinem Bücherregal seit nunmehr drei Jahren und endlich habe ich mich seiner angenommen. Der Roman erzählt von der Familie Buddenbrook, die sich im Handel in Lübeck etablieren konnte und zu Beginn auf dem aufstrebenden, angesehenen Gesellschaftsast der High Society sitzt. Johann Buddenbrook, Jean genannt, erbte das Kaufmannsgeschäft seines Vaters und bekommt mit seiner zweiten Frau vier Kinder: Thomas, Christian, Antonie und Clara, die Nachzüglerin. Recht schnell orientiert sich die Geschichte an den Kindern, wobei vor allem Antonie (Tony) und Thomas im Fokus stehen. Man beobachtet die Kinder beim Aufwachsen und erhält parallel einen historischen Abriss zu der Lage in Deutschland zum Vormärz und vor der Reichsgründung 1871. Die Zeit verrinnt und schon wird Thomas zum neuen Konsul herangezogen und Tony soll langsam unter die Haube kommen. In Christian zeigt sich bereits früh der Hang zum Dandy und er reist als bald in der Welt herum. Tony erhält in dieser Erzählung immer wieder den Fokus, denn sie ist ein positiver Mensch, der aber doch stets Kind bleibt und sich häufig, wenn auch oft zurecht, ungerecht behandelt fühlt, daraus jedoch ein großes Fass macht. Jean, ihr Vater, lenkt zu Beginn oft ein und später muss Thomas, als neuer Konsul, ihr die Stirn bieten. Auch Thomas rückt ab der Hälfte immer mehr in den Vordergrund, denn er übernimmt die Handelsgeschäfte und es zeichnet sich ab, dass die Familie finanziell, wie auch gesellschaftlich immer schlechter da steht. Nicht ohne Grund heißt der Untertitel 'Verfall einer Familie'. Was ist der Erfolg? Eine geheime, unbeschreibliche Kraft, Umsichtigkeit, Bereitschaft... das Bewußtsein, einen Druck auf die Bewegungen des Lebens um mich her durch mein bloßes Vorhandensein auszuüben... Der Glaube an die Gefügigkeit des Lebens zu meinen Gunsten... Gkück und Erfolg sind in uns. Wir müssen sie halten: fest, tief. Sowie hier drinnen etwas nachzulassen beginnt, sich abzuspannen, müde werden, alsbald wird alles frei um uns her, widerstrebt, rebelliert, entzieht sich unserem Einfluß.... Dann kommt eins zum anderen, Schlappe folgt auf Schlappe und man ist fertig. - S. 430 Im deutlichen Kontrast stehen dazu andere Familien, die sich empor kämpfen, wie z.B. die Hagenströms, die zwar nicht mit der selben Ehre voranschreiten, wie es die Buddenbrooks tun, damit jedoch auch mehr Erfolg einheimsen... Der Schreibstil ist sehr konkret, soll heißen, dass es deutliche, übergenaue Beschreibungen von Interieur, Landschaft und Person gibt, die es ermöglichen, ein passgenaues Bild im Kopf zu entwerfen. Dabei fallen einige Details ins Auge: So beschreibt Mann häufig die jeweilige Bartmode des Mannes, der neu dazustößt, die bereits eine Idee des Charakters zulässt. Zum anderen gibt es Beschreibungen zum Zustand der Zähne und dem generellen Gesundheitszustand. Dieser wird im Übrigen von Doktor Grabow stets mit Franzbrötchen und etwas Taube geheilt... er Roman ist in elf Teilen angeordnet, wobei ein jeder Teil meist ein Familienmitglied begleitet. Die Einteilung wirkte auf mich einladend, denn so konnte man von Etappe zu Etappe einsehen, wie lange der Zusammenbruch der Familie wohl noch währen wird. Das Wetter ist im Übrigen auch ein deutliches Indiz für den Verlauf des nächsten Teils gewesen. Durch die genauen Beschreibungen wurde mir das Buch zwischenzeitlich etwas lästig, wenn auch stets angenehm unterhaltend. Dennoch muss ich sagen, dass es für mich kein großartiger Schatz war, ich mich eher gut unterhalten fühlte, jedoch nicht in baffes Erstaunen gebracht. Würde man sich längerfristig mit dem Roman befassen, würde man sicherlich viel mehr der kleinen Indizien zum Verfall erkennen. Für mich war es teilweise sehr schade, dass so häufig gestorben wurde und gleichsam so wenig Nachwuchs kam, doch ist dies wiederum sinnig im Zusammenhang mit dem Verfall. Ich bin angetan von der politischen Auseinandersetzung innerhalb des Romans und die teilweise sehr interessanten Diskussionen, die daraus entstanden. Allen voran muss ich aber recht platt eingestehen, froh zu sein, nicht als Frau im 19. Jahrhundert leben zu müssen.

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    • 9
  • Überraschender Klassiker

    Buddenbrooks

    Lucinda4

    21. January 2017 um 10:34

    Der 700-Seiten-Wälzer war überraschend leicht und angenehm zu lesen, nachdem ich mich in die heute etwas altertümlich anmutende Sprache eingelesen hatte. Die Handlung ist interessant, aber das Buch lebt vor allem von den detaillierten Beschreibungen, die vor allem bei musikalischen Themen und beim Typhus (oder bei Rizinusöl) ein wenig ausufern. Aus heutiger Sicht erlaubt das Buch einen Blick in eine ferne, etwas fremdartig wirkende Zeit voller Sitten, Gebräuche und gesellschaftlichen Regeln, die heute nicht mehr gelten und größtenteils schon in Vergessenheit geraten sind. Die Figuren sind lebendig und sehr menschlich, voller innerer Kämpfe. Ein wirklich gutes Buch, auch heute noch.

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  • Buddenbrooks sind aktuelle Zeitgeschichte

    Buddenbrooks

    KristinaTiemann

    13. January 2017 um 10:08

    Nach langer Zeit war mir mal wieder nach einem Meisterwerk der deutschen Literatur und da ich die Brüder Mann schon immer gern gelesen habe, fiel meine Wahl auf Buddenbrooks. Thomas Mann erzählt in seinem Gesellschaftsroman meisterhaft die Geschichte des Verfalls einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie über Generationen hinweg nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in sozialer und moralischer Hinsicht. Im Hinblick auf den Verfall einer ganzen Gesellschaft am Beispiel einer einzigen Familie hat das Buch m. M. absolut nichts von seiner Aktualität eingebüßt, besonders wenn ich an Börsenspekulanten und all die Konsumenten der Unterhaltungs- und Trösterchenindustrie denke ... Die Figuren sind detailliert bis hin zu verschiedenen Sprachen bzw. Dialekten gezeichnet. Der Autor wahrt beim Erzählen trotz der vielen biografischen Anleihen eine ironische Distanz, so dass ich das Gefühl hatte, diesen Verfall zwar hautnah, aber auch mit Abstand zu erleben, spielerisch hat er Zeitgeschichte dokumentiert. Manns Beobachtungen der menschlichen Natur und Gesellschaft sind phänomenal! So etwas schriftstellerisch umzusetzen ist eine Glanzleistung, das erfordert zum schriftstellerischen Talent vor allem auch Akribie, Fleiß und Disziplin. Für dieses Buch gab es m. M. zu Recht den Nobelpreis. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, zu Buddenbrooks eine Rezension zu schreiben. Aber als ich den Roman bei LB ins Bücherregal stellen wollte, habe ich kurz in den Rezis herumgestöbert und hatte das dringende Gefühl, für den Roman eintreten zu "müssen". Einige Leser meinten, es sei zu viel Blabla und antiquiert in der Sprache. Man kann es so sehen oder anders, man kann die teils langen Beschreibungen als langatmig bewerten oder die Kunst des Erzählers bewundern. Und natürlich ändert sich Sprache jeden Tag. Ich kann von einem Buch, das Anfang des 20. Jh-s geschrieben wurde, nicht erwarten, dass es im Zeitalter von Smartphone, Facebook und SMS mit Smileys morsekurz in denglish daherkommt. Natürlich ist das nur meine persönliche Meinung, aber ich finde es sehr schade, dass unsere Sprache verarmt. Das hat wohl etwas mit dem Alter zu tun, schließlich kann man nichts vermissen, was man nicht kennt :D

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    • 3
  • Grandios Erzählung einer Familiengeschichte im 19 Jahrhundert

    Buddenbrooks

    Stephanus

    30. December 2016 um 17:03

    Aufstieg und Niedergang einer Lübecker Kaufmannsfamilie; angefangen mit dem Großvater, der das Vermögen aufbaut, über den Vater Jean, der das Erbe erhält und leicht vergrößert und es sicher durch die Stürme der Zeit bringt bis hin zum Sohn Thomas, der verzweifelt versucht die Kaufmannsgesellschaft zu erhalten und v.a. deren Größe, dabei sich jedoch aufarbeitet und angesichts der fehlenden Eignung seines einzigen Sohnes Hanno für den Kaufmannsberuf letztlich zusammenbricht und scheitert. Thomas Mann gelingt mit seinem ersten Buch ein fabelhaftes Meisterwerk und eine Familiensaga des 19. Jahrhunderts. Die Figuren sind detailliert und gekonnt ausgearbeitet und sprachlich und stilistisch ist die Handlung famos erzählt. Es fehlt nicht an Tempo und jedes Wort findet seine Platz, ohne dass eine zu große Geschwätzigkeit auftritt, so der leider viele moderne Autoren neigen. Alles in allem ein Meisterwerk und kein angestaubter Klassiker, sondern immer noch eine absolute Leseempfehlung.

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  • sehr langatmig

    Buddenbrooks

    Miii

    23. December 2016 um 21:22

    Ich hab Buddenbrooks in der Schule als Lektüre gelesen und vor Kurzem ist es mir ins Auge gesprungen, weshalb ich beschlossen habe, es mal wieder durchzublättern.Was mir direkt am Anfang aufgefallen ist und was ich auch schon zu meiner Schulzeit kritisiert hatte, waren die ellenlangen und teilweise seitenlangen Beschreibungen von Gegenständen, Personen und Umgebungen. Grade am Anfang zieht sich das wirklich so über ca. hundert Seiten, sodass man sich da wirklich durchkämpfen muss, ehe die Geschichte endlich ein wenig an Spannung gewinnt. Charaktere werden ausführlich behandelt und jedem werden mehrere Kapitel gewidmet, in denen man sie bestens kennenlernen kann. Die kindliche und auch verwöhnte Tony, der in Zwängen gefangene Thomas, der faule und auch künstlerische Christian und auch der sensible Hanno. Das sind meiner Ansicht nach die Protagonisten, auf denen sich der Fokus liegt, wobei ich finde, dass vor allem Tony eine besondere Rolle zurecht wird. Sie ist nämlich wirklich die einzige die vom ersten bis zum letzten Kapitel dabei ist. Die Handlung an sich, der Aufbau und der Verfall der Familie hingegen sind durchaus interessant und auch spannend. Würden sich viele Ereignisse nicht so zäh halten (mal ehrlich, 40 Seiten für ein Abendessen, wo es auch eigentlich zehn getan hätten, wenn man sich sparen würde, wie der Tisch aussieht und wo er genau Schönheitsfehler hat und wie alt er ist usw.?), würde der Spannungsbogen dieses Buches deutlich höher liegen. So aber finde ich, dass mehr als drei Sterne nicht drin sind. Dennoch ein schönes Buch.

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  • Tolle Figuren, aber viel Bla bla

    Buddenbrooks

    j125

    Inhalt:Im Jahr 1835 zieht die Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook in eine große Villa. Im Laufe der Jahre begleitet man die einzelnen Familienmitglieder in guten und schlechten Zeiten, sei es Krankheit, Heirat oder Tod. Der Untertitel „Verfall einer Familie“ fasst das Buch im Grunde schon gut zusammen.Meine Meinung:Der Deutsch-LK musste diesen Klassiker in der Schule lesen, dem ich aber (zum Glück) nicht angehört habe. Ich bin also eigentlich nie mit dem Buch in Berührung gekommen, bis meine Mutter es auf Empfehlung ihres Chefs gelesen hat. Ihr hat es gut gefallen und daher ist es dann auch auf meinen SuB gewandert.Zu Beginn war ich felsenfest überzeugt, dass das Buch nichts für mich ist. Die ersten etwa 80 Seiten waren mir zu langatmig, weil es endlose Beschreibungen des Hauses und der Personen gibt. Danach hat mich dann aber interessiert wie es mit den Personen weitergeht. Zwar ist mir keiner wirklich sympathisch, aber das muss auch gar nicht sein. Es genügt schon, dass sie eigensinnige und ausgereifte Charaktere sind, sodass man unbedingt wissen will, wie es ihnen ergeht.Leider hat der Spaß nicht so lang angehalten, weil es irgendwann doch wieder langatmig wurde. Zwar haben mich die Charaktere noch immer interessiert, weshalb ich auch nicht abgebrochen habe, aber ich hab nur noch quergelesen. Es gab so viel blabla in den einzelnen Sätzen, das einfach für den Fortgang der Geschichte nicht wichtig war. Ansonsten konnte man der Handlung allerdings gut folgen und ich hatte auch wenige Verständnisprobleme, was ja manchmal bei Klassikern vorkommen kann.Fazit:Tolle Figuren, aber durch das viele Blabla ist das Buch leider sehr langatmig.

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    • 3
  • Eure Lieblingsbücher der S. FISCHER Verlage

    Marina_Nordbreze

    Beglückt uns mit euren Lieblingsbüchern der S. FISCHER Verlage Buchliebhaber, Leseratten, Schmökerkönige - Wir lieben Bücher und das kann man auch sehen - volle Bücherregale wohin man sieht.  Das weckt natürlich unsere Neugierde! Macht ein Foto von euren Lieblingsbüchern aus den S. FISCHER Verlagen und postet es hier in diesem Thema. Dafür erhaltet ihr das "Lieblingsbuch"-Abzeichen im FISCHER Leseclub.  Es ist egal, ob es sich bei den Büchern um alte oder neue Titel handelt, ob ihr nur einen Lieblingstitel aus den S. FISCHER Verlagen habt oder ob ihr gleich ein ganzes Regalbrett dafür reserviert habt. Hauptsache ihr macht ein tolles Foto und lasst uns an euren Lieblingsbüchern teilhaben!  Ihr seid noch nicht Mitglied im FISCHER Leseclub? Das muss sich schnell ändern! Mehr Infos findet ihr hier.  Bitte beachtet, dass das Foto maximal 1 MB groß sein darf, damit der Upload klappt und wir einen Teil der Bilder in einem Facebook-Album vorstellen werden. Euer Abzeichen wird nach dem Hochladen nicht automatisch vergeben, sondern wir werden dies regelmäßig händisch tun.

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    • 458
  • Das war: Thomas Mann!

    Buddenbrooks

    HansiJ90

    13. February 2016 um 17:12

    Thomas Mann erstellt mit Buddenbrooks ein Gesellschafts- und Sittengemälde erster Güte. Zunächst ist der Umfang des auf Gotteslob-Seiten gedruckten Werkes noch einschüchternd, wenn man sich jedoch eingefunden hat möchte man nur noch mehr davon und wünscht sich die Seiten wären noch dünner. Besonders positiv fällt die Charakterzeichnung in diesem Werk auf aber auch der unglaublich abwechslungsreiche und experimentelle Erzählstil wussten mich zu überzeugen! Ein MUST-read der deutschen Literaturgeschichte.

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  • Buddenbrooks: Verfall einer Familie

    Buddenbrooks

    Fabula

    Man sagt, Thomas Mann erzähle mit seinem Gesellschaftsroman 'Buddenbrooks' (1901) ein wenig verschlüsselt die Geschichte seiner Familie. Es ist die Geschichte einer wohlhabenden und angesehenen Kaufmannsfamilie, wohnhaft in Lübeck, die nach der vierten Generation verfällt. Gegliedert ist der Roman in elf Teile, die zum Teil an jemanden gewidmet wurden. Mit seinen 759 Seiten ist das Buch ein 'ziemliches Stück Arbeit'. Doch von Anfang an... Ich muss gestehen, zuerst habe ich den Film (2008) gesehen... Dieser hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich wollte unbedingt gleich das Buch lesen, welches schon viel zu lange auf meinem SUB verweilte. Ausnahmsweise empfand ich es keinesfalls als störend, zuerst den Film gesehen zu haben. Im Gegenteil: Seine Bilder unterstützten meinen Lesefluss und bildeten wie eine Art Stütze oder Leitfaden. Denn oftmals verlor man sich etwas im Buch... Die zahlreichen sehr ausschweifenden Beschreibungen waren schön zu lesen, rissen einen aber manchmal etwas aus der Geschichte. Der rote Faden, die eigentliche Essenz der Erzählung verbarg sich manchmal in den zahlreichen Umschreibungen, wie die Nadel im Heuhaufen. Auf eine Art fand ich das entspannend, tausend schöne Worte plätscherten auf einen ein, man konnte träumen, sich die Szenen sehr bildhaft vorstellen. Auf die andere Art waren diese Ausführungen zum Teil auch sehr mühsam, da sie einem am 'Forwärtskommen' in der Geschichte hinderten. Wenn ich wissen wollte, wie es weiter geht scheute ich mich auch nicht einige Passagen grosszügig zu überspringen. Nicht immer hatte ich die Geduld die genaue Kleidungsbeschreibung des Thomas Buddenbrook mitzuverfolgen... ;) Dies meinte ich auch mit das Buch sei ein 'ziemliches Stück Arbeit'. Es gab Momente beim Lesen, da musste ich mich wirklich zum Durchhalten zwingen... umfangreich und detailliert kann echt anstrengend sein! Aber es hat sich gelohnt das Buch zu beenden. Ich bin zufrieden mit mir ;) Ich denke ich hätte es nicht aus der Hand legen können, weil ich unbedingt wissen wollte, wie dieser Familienzerfall am Ende im Buch beschrieben wurde. Sehr eindrücklich und glaubwürdig war diese ganze damalige Gesellschaftsstruktur beschrieben. All die Erwartungen, die an die Söhne und Töchter der angesehenen Familie gestellt wurden... Man ist das Glied einer Kette, an welche man sich anpassen musste. Selbstbestimmung vs. Erwartung -- das ist hier der Kernpunkt, der wirklich sehr beeindruckend zur Geltung gebracht wird. Zum detaillierten Inhalt des Buches möchte ich gar nicht viel sagen, es ist allzu berühmt und sonst: Schaut den Filmtrailer ;) Besonders gelungen finde ich übrigens die Charakterzeichnung der einzelnen (sehr zahlreichen) Figuren. Jeder war eigen und mit der Liebe zum Detail ausgeführt. So hatte ich überhaupt keine Mühe mir die Figuren bildhaft vor Augen zu führen. Nun ja was soll ich sagen: 'Buddenbrooks' ist ein sehr eindrücklicher Roman, vom Geist seiner Zeit (1901) behaftet. Diesen Einblick in eine längst vergangene Zeit fand ich besonders spannend. Eine Gesellschaftsstruktur, wie wir sie heute gar nicht mehr kennen, uns nicht mehr vorstellen können. Die Erzählung bildet einen Streifzug durch vier Generationen. Von der Geburt bis zum Tod: Der simple Gang des menschlichen Lebens. Glück und Erfolg mischen sich mit Enttäuschung und Misserfolg. Mal hoch, mal runter - bis alles ganz zu Ende ist und der Tod als oberste Instanz in die Geschichte eingreift. Schlusswort: Mein Lieblingsbuch wird es nicht, dennoch bin ich froh über die gewonnenen Eindrücke. Die Sprache Thomas Manns und seine Ausführungen sind einzigartig. Dennoch empfehle ich das Buch für alle diejenigen, die etwas Geduld haben, etwas träumen wollen, sich nicht vor vielen Worten scheuen. Aber die ganze 'Arbeit' lohnt sich definitiv! Ich verstehe warum dieses Buch auf so vielen Empfehlungslisten steht! :)

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    • 2

    Orisha

    04. November 2015 um 08:10
  • Super!

    Buddenbrooks

    Goalie1

    17. September 2015 um 18:12

    In der Schule musste ich dieses Buch für ein Referat lesen, damals dachte ich, das ich es nie schaffe und stellte es mir total langweilig vor. 
    Ich wurde sehr positiv überrascht, diese Familiengeschichte hatte mich so gefesselt, das ich ein super Referat abgeliefert hatte. 
    Ein Klassiker, den man immer wieder lesen kann. 

  • Manns Meisterwerk

    Buddenbrooks

    Bella5

    Kurzinfo: "Die Geschichte des alten Lübecker Patriziergeschlechtes Buddenbrook wurde von Thomas Mann vor über 100 Jahren geschrieben und ist bis heute ein Klassiker der deutschen Literatur. Er beschreibt Aufstieg und Fall der deutschen Kaufmannsfamilie zwischen Nord- und Süddeutschland, zwischen Hochzeiten und Scheidungen, zwischen Erfolgen und Rückschlägen." Meine Einschätzung: Was kann man über Weltliteratur aus der Feder eines Thomas Mann noch schreiben ? Ist nicht schon alles gesagt worden ? Dieser Gesellschaftsroman über den Niedergang der Buddenbrooks hat es in sich: Der Leser muss sich auf den Roman einlassen, denn es gibt sehr viele hypotaktische Wendungen, Schachtelsätze und der Telegrammstil ist Manns Sache definitiv nicht. Das Buch verlangt dem Leser auch einiges an Sitzfleisch ab und ist nichts zum "Weglesen". Es gibt auch durchaus Längen in der Erzählung. Wer jedoch gewillt ist, all dies in Kauf zu nehmen, wird viel Vergnügen beim Lesen haben, denn "Buddenbrooks" ist grosses Kino in Buchform, eine Wohltat in Zeiten der Publikation von simpel geschriebener Literatur, die nicht selten als Fanfiction im Internet begann... Als Leser leidet man mit den Figuren, man erlebt die Abgründe, die Irrungen und Wirrungen quasi "hautnah" mit. Mit der Figur "Hanno" hatte ich richtig Mitleid... Die Sprache ist ein besonderes Bonbon! Inhalt und Sprache gehen Hand in Hand. Mittels der Sprache wird eine ganz besondere Atmosphäre evoziert, Mann schreibt sehr anschaulich. Soviel zum Inhalt. Die vorliegende Ausgabe kann ich aber leider nur bedingt zur Lektüre empfehlen, da das Papier der Seiten recht dünn ist. Ich musste beim Umblättern sehr vorsichtig sein. Davon abgesehen ist der Roman aber grosse Klasse!

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    • 3
  • Verfall einer Familie

    Buddenbrooks

    ErinaSchnabu

    05. August 2015 um 23:30

    Die "Buddenbrooks" kannte ich bereits als Verfilmung. Die von 2008, die relativ nah an der Romanvorlage ist und eine schwarzweiße von 1959, die relativ stark davon abweicht. Beide haben mir aber sehr gefallen. Ich begeistere mich für Geschichten, die zwischen 1800 und 1930 spielen, womit Buddenbrooks perfekt in diese Zeitspanne hinein passt. Da ich schon einige Kurzgeschichten von Thomas Mann gelesen hatte und sein Werk „Felix Krull“ zu meinen Lieblingsbüchern gehört, dachte ich, dass ich es mir zur Aufgabe machen müsse, „Buddenbrooks“ zu lesen. Dabei spielte auch eine Rolle, dass Thomas Mann für „Buddenbrooks“ den Nobelpreis für Literatur bekam. Ich habe mir das Buch also vor über einem Jahr angeschafft, mich aber immer drum herum gewunden, da ich dachte, dass es zähe, langweilige Literatur sei. Auch aufgrund seines Umfangs (ca. 760 Seiten). Lustigerweise war es dann doch nicht so schlimm, wie gedacht, im Gegenteil… Aber lest selbst. Inhalt Die Geschichte beginnt in den 1830ern und endet in den 1870ern. Während dieser Zeitspanne begleitet man die Lübecker Kaufmannsfamilie „Buddenbrook“ bei ihren Höhen und Tiefen und letztendlich bei ihrem „Verfall“. Während der Geschichte lernt man 4 Generationen der Familie und die einzelnen Familienmitglieder mit ihren Sorgen und Eigenarten kennen. Meine Meinung Es ist gar nicht so einfach, etwas über ein so literarisch bedeutsames zu schreiben. Thomas Mann gehört zu den Größen der deutschen Schriftsteller und hat den Nobelpreis für Literatur für dieses Werk erhalten. Zum Glück habe ich aber nichts zu kritisieren, denn negative Kritik zu üben, ist meist schwieriger, als positive und bei so einem Werk würde es sich ganz komisch anfühlen, ein schlechtes Wort darüber zu verlieren. Nicht, dass ein großer Schriftsteller nicht kritisiert werden darf… Aber ich war positiv überrascht. Wie ich ja eingangs sagte, hatte ich etwas Angst, dass „Buddenbrooks“ zäh und langweilig sein wird, auch aufgrund seines Umfanges. Dem war aber überhaupt nicht so. Ich habe jede Seite genossen! Ich konnte mich richtig in die Familiengeschichte hinein fühlen, konnte alle möglichen Personen kennen lernen und hatte nie das Gefühl, durcheinander zu kommen und mich zu fragen „Wer war hier nochmal wer?“ Während des Lesens bin ich eine enge Freundin von Tony geworden, habe aber auch mit den anderen mitfühlen können, selbst Christian wurde mir sympathisch. Auch mochte ich den Stil von Thomas Mann. Sein „Verschachtelte-Sätze“-Stil, für den er bekannt ist, war bei „Buddenbrooks“ noch nicht so arg zu beobachten. Vielleicht, weil Thomas Mann während der Entstehung erst in seinen 20ern und „Buddenbrooks“ eines seiner ersten großen Werke war. Oftmals musste ich auch etwas kichern, in vielen Abschnitten herrscht, wenn es passt, ein humoristischer, vielleicht sarkastischer Unterton und Thomas Mann benutzt für seine Charaktere immer wieder dieselben Wörter, wodurch sie einen Wiedererkennungswert erhalten und manchmal auch sympathisch-schrullig wirken. So „kraust“ Christian Buddenbrook stets seine Nase, wenn er von seinen Leiden erzählt, Gerda Buddenbrook besitzt die „eng zusammenstehenden Augen mit blauen Schatten“, die Thomas Mann immer wieder erwähnt und Sesemi Weichbrodt sagt zu jedem Familienereignis „Sei glöcklich du gutes Kend“ und verteilt laut knallende Küsse auf die Stirn. Trotzdem hat man gemerkt: Thomas Mann ist, auch mit Anfang 20, ein Meister der deutschen Sprache, was das Lesen zu etwas besonderem gemacht hat. Auch spannend: Die Buddenbrooks basieren auf der Kaufmannsfamilie "Mann", in die Thomas Mann hinein geboren wurde. Viele Personen, die im Roman vorkommen, haben reale Vorbilder, was damals auch auf Empörung gestoßen ist. Die Hintergründe dazu und welche Person welchem Charakter Modell stand, kann man auf Wikipedia nachlesen. Fazit Eine humorvolle und doch dramatische Familiensaga einer Lübecker Kaufmannsfamilie auf sprachlich höchstem Niveau und ein absolutes Must-Read!

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