Thomas Mann Der Erwählte

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Inhaltsangabe zu „Der Erwählte“ von Thomas Mann

Die Legende vom Papst Gregorius ist Thomas Mann früher, als er selbst erinnerte, bekannt geworden: Im Wintersemester 1894/1895 als Hospitant in den Vorlesungen des Münchner Germanisten Wilhelm Hertz über Hartmann von Aue. Auf diesen im Inzest gezeugten 'christlichen Ödipus' mit der 'Kraft der Reue zur Vergebung jeglicher Sünde' stieß er dann wieder, auf der Suche nach einem Stoff 'zur Verarbeitung als groteske Puppenspiele' für seinen Helden Adrian Leverkühn, 'in dem alten Buch ›Gesta Romanorum‹'; erst da, im Oktober 1945, wurde er sich, den Legendenstoff im entstehenden Doktor Faustus zusammenfassend, des Reizes der Eigengestaltung bewußt; der Faust-Tragödie sollte nach antikem Beispiel das Satyrspiel - 'dieses in Gott vergnügte Büchlein' - folgen.

Unter Nutzung aller Mittel, 'die der Psychologie und Erzählkunst in sieben Jahrhunderten zugewachsen sind', formte, ja stilisierte er 'ein zeitlich ziemlich unbestimmtes übernatio-nalabendländisches Mittelalter mit einem Sprachraum, wo das Archaische und das Moderne, Altdeutsche, Altfranzösische, gelegentlich englische Elemente sich humoristisch mischen'.

Ritter- u. Klosterleben, Inzest u. Abstinenz, Hybris u. Buße: herrliche Rezeption der Gregorius-Legende in typisch Mannschem Stil. Göttlich!

— Krinkelkroken

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  • Thomas Mann | DER ERWÄHLTE

    Der Erwählte

    Bookster_HRO

    26. September 2017 um 09:18

    INHALT: Thomas Manns vorletzter Roman DER ERWÄHLTE spielt im Mittelalter und handelt von den seltsamen Lebens- und Leidenswegen des Titelhelden Gregorius. In Sünde gezeugt (seine Eltern waren Geschwister – Pfui!), wird er als Säugling auf dem Meer ausgesetzt und von einem Inselfischer gefunden. Seine Kindheit und Jugend verbringt er in einer Pflegefamilie, die er für seine eigene hält, und unter den Fittichen des ansässigen Abtes, der ihn nach siebzehn Jahren über seine Herkunft aufklärt. Völlig irritiert und entrüstet macht sich Gregorius auf, seine Eltern zu finden. In seiner Heimatstadt Brügge verliebt er sich in die dortige verwitwete Herzogin, nimmt sie zur Frau und zeugt zwei Töchter. Doch die Herzogin (wie soll es anders sein?) ist seine Mutter – Doppelpfui! Als die beiden ihre Sünde erkennen, fliehen sie in extreme Buße: Die Mutter/Gattin/Tante geht in die Ferne und pflegt Kranke; der Sohn/Gatte/Neffe lässt sich auf einer winzigen, kahlen Insel anketten und verharrt in absoluter Einsamkeit weitere siebzehn Jahre lang. Dort verkommt er zu einer Art Gollum. In Rom stirbt zu dieser Zeit der Papst und ein neuer kann wegen üblen Streitigkeiten nicht gefunden werden. Da erscheint zwei Geistlichen unabhängig voneinander die Stimme Gottes, die ihnen sagt, wo der nächste Papst zu suchen sei. Sie machen sich auf und finden in Gregorius den Erwählten. Sie päppeln ihn auf, bringen in nach Rom und verfrachten ihn auf den Heiligen Stuhl. Nach vielen Jahren seiner mildtätigen Regentschaft bittet eine alte Frau um eine Audienz. Es ist (Ihr ahnt es schon) seine Mutter oder Ex-Frau … wie auch immer. Sie beichtet ihm ihr sündiges Leben und weil er jetzt ja sozusagen den heißesten Draht zum Oberboss hat, spricht er sie frei, und sich selbst gleich mit, und seine Töchter auch noch, und – Halleluja! – alle leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. FAZIT: Der Roman ist in einem märchenhaft-mittelalterlichen Stil geschrieben, was ich zur Geschichte passend aber furchtbar anstrengend fand. Es gibt sehr poetische Szenen (die Bußzeit auf dem Felsen im See etwa, oder die Prophezeiung des neuen Papstes), aber manche Absätze waren einfach viel zu überladen. Story minus Stil = drei Sterne. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • eBook Kommentar zu Der Erwählte von Thomas Mann

    Der Erwählte

    Ute Buchler

    21. November 2016 um 01:31 via eBook 'Der Erwählte'

    Das Buch hat mich mit seiner Geschichte und der Sprache tief beindruckt. Es macht Spaß es zu lesen und dabei die dem Mittelhochdeutschen angelehnte Sprache zu genießen. Beim Lesen muß man mitdenken. Sprache wird zum Erlebnis. Das ist Literatur. Deshalb lohnt es sich auch nicht, das meiste moderne Preiträgergeschwafel zu lesen. Es ist nur banal.

  • Frage zu "Sie hatte nur Liebe und Güte für mich" von Theodor Fontane

    Sie hatte nur Liebe und Güte für mich

    m.buschenhagen

    Ich suche Literatur zur "Güte" eines Menschen. Gut sein etc.. Nicht nur christlich.

    • 7
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