Thomas Mann Mario und der Zauberer

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Inhaltsangabe zu „Mario und der Zauberer“ von Thomas Mann

Gereiztheit, eigentümlich Bösartiges bestimmte von vornherein die Atmosphäre bei diesem Ferienaufent-halt in Norditalien, Mitte der zwanziger Jahre; 'diese Leute. machten soeben etwas durch, so einen Zustand, etwas wie eine Krankheit., nicht sehr angenehm, aber wohl notwendig'; das ungute Gefühl wird sich steigern und, nicht nur für die Gäste, durch die alles übersteigernde Gestalt und Wirkung des Zauberers Cipolla, 'dieses allzu Sicheren', zum tragischen, letztendlich jedoch befreienden Ende führen. Mit dem Bemerken, 'wer zu gehorchen wisse, der wisse auch zu befehlen, und ebenso umgekehrt; der eine Gedanke sei in dem anderen einbegriffen, wie Volk und Führer ineinander einbegriffen seien, aber die Leistung, die äußerst strenge und aufreibende Leistung, sei jedenfalls seine, des Führers und Veranstalters, in welchem der Wille Gehorsam, der Gehorsam Wille werde', verlockt und verblendet dieser 'Typus des Scharlatans, des marktschreierischen Possenreißers' sein Publikum und hypnotisiert es zu einer 'trunkenen Auflösung der kritischen Widerstände'. In Mario, dem jungen Kellner, glaubt er, sich steigernd, schließlich ein Opfer gefunden zu haben, das er aufs tiefste demütigen, ja vergewaltigen kann, ohne mit der Würde des Menschen rechnen zu müssen. Wie stark die 'politisch-moralische Anspielung, in Worten nirgends ausgesprochen', aus dieser Erzählung bereits bei ihrem ersten Erscheinen 1930 wirkte, spiegelt sich in Julius Babs Rezension: 'Wenn Mussolini etwas von Kunst verstände, müßte er diese Novelle in Italien verbieten lassen.'

Interessante Verschleierung der Kritik am Nationalsozialismus.

— SamyQueen

Wir mussten es für den Deutschunterricht lesen und mir hat es deshalb nicht gefallen, weil man wirklich sehr viel analysieren muss!

— smileymary

mit dem Ende hätte ich definitiv nicht gerechnet..

— MoWilliams

Hm, regelrecht ein wenig langweilig und irgendwie passt der Titel nur bedingt zum Inhalt.

— Bibliomania

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  • Ein tragischer Zauberabend

    Mario und der Zauberer

    Bibliomania

    15. August 2016 um 13:52

    Familie Mann macht Urlaub in Italien. Nach dem Krankheitsfall eines seiner Kinder und den Umzug in ein anderes Hotel, fühlt sich die Familie in ihrer neuen Unterkunft sichtlich wohl. Sie machen Urlaub am Strand und besuchen eines Abends zusammen mit den Kindern einen Zauberabend. Mit dabei ist Mario, der Kellner ihrer alten Unterkunft, den besonders die Kinder ins Herz geschlossen haben. Der Abend plätschert vor sich hin, ist etwas eigenartig, hat teilweise wenig mit Zauberei als eher mit Wortspielen zu tun. Es wird spät und später. Familie Mann wird nervös, sie wollen die Kinder im Bett sehen, doch dann tritt Mario auf die Bühne.Eine fast schon eher Novelle, die mit dem Titel ziemlich wenig zu tun hatte. Man erwartet, dass Mario einen größeren Anteil an dem Abend hat. Dass er eine wirkliche Rolle spielt. Ich fand das Büchlein leider auch ein wenig langweilig, muss ich gestehen. Gut, dass es nur 107 Seiten hatte...

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  • Mario und der Zauberer

    Mario und der Zauberer

    PaulTemple

    Thomas Manns Novelle, eine Parabel über den Faschismus aus dem Jahr 1930, glänzt wieder einmal mit sprachlicher Finesse per Exellance. Inhaltlich hat mich die Erzählung über eine italienische Urlaubsreise, deren tragischen Höhepunkt die mysteriöse Darbietung des Hypnotiseurs Cipolla bildet, nicht soooooo begeistert zurückgelassen, wie es bei vergleichbaren Erzählungen des Zauberers der Fall war. 

    • 4

    Cridilla

    14. December 2015 um 02:30
  • Rezension zu "Mario und der Zauberer" von Thomas Mann

    Mario und der Zauberer

    rkuehne

    22. March 2010 um 14:32

    Gleich zu Beginn der Erzählung „Mario und der Zauberer“ merkt man, das Thomas Mann eines wirklich konnte, er konnte mit Worten umgehen und wahrlich galant und unterhaltend erzählen. Auch wenn seine Sätze sich ein ums andere Mal ungewohnt verschachteln, verwendet Mann eine Sprache, die einen zwangsläufig an den Ort des Geschehens und in die Erzählung zieht. Zudem verwendet Mann zahlreiche Begriffe, wie die „stumpfsinnige Sonne“ die einen an so manchen stumpfen Strandurlaub erinnern und die zeigen, dass im Umgang mit Sprache keine unterschiede zwischen altmodischen und neuen Vokabeln gemacht werden muss, sondern vielmehr ein Unterschied zwischen guten und schlechten Autoren. Zum Inhalt: Die deutsche Familie des Erzählers fährt nach Italien in den Sommerurlaub und sieht sich dort zunächst den diffusen Diskriminierungen der langsam nationalistischer werdenden Italiener ausgesetzt. Man wechselt das Hotel und findet Ruhe in einem etwas kleineren Ort, wo fast alles nach Wunsch verläuft, bis Plakate in dem Ort eine außergewöhnliche Zaubershow anpreisen. Gemeinsam mit den beiden Kindern besucht man den Auftritt des Künstlers Cavaliere Cipolla. Dieser ist jedoch viel weniger ein Zauberer, als vielmehr ein Hypnotiseur und bringt nach und nach eine Reihe von Besuchern in seinen Bann. Auf dem Höhepunkt wird der Kellner Mario, zu dem die Kinder bereits Freundschaft geschlossen haben, von Cipolla hypnotisiert, was soweit führt, dass Mario Cipolla auf die Wange küsst und als er aus seiner Trance aufwacht den Zauberer vor Scham erschießt. Man kann sicher jede Menge in die Erzählung hineindeuten und einiges kommt möglicherweise erst, wenn man ein paar Tage den Stoff hat sacken lassen, aber die Gefahr der Hypnose oder der Betäubung einer ganzen Masse, die in den 30er Jahren ohnehin über der gesamten Bevölkerung hing, wird durch den scheinbar allmächtigen Cipolla gut wiedergegeben, so stark, dass letztlich nur eine Befreiung durch einen Mord möglich ist. Grundsätzlich ist „Mario und der Zauberer“ eine wirklich runde Erzählung, der es ggf. ein wenig an der nötigen dramatischen Kurve fehlt. Da mir jedoch bei solchen Werken immer die Befürchtung mitschwingt, nicht alles verstanden und interpretiert zu haben, bleibt nach der Lektüre eine seltsame Lücke, die nicht mehr als drei Punkte zulässt.

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  • Rezension zu "Mario und der Zauberer" von Thomas Mann

    Mario und der Zauberer

    Amarok

    10. December 2009 um 22:00

    Thomas Mann beschreibt in dieser Novelle einen Italienbesuch einer Familie in den zwanziger Jahren. Dieser Urlaub wird zu einem erlebnisreichen und bunten Ereignis, dass leider viel zu bunt, verschachtelt und dadurch leider auch langatmig beschrieben wird.

  • Rezension zu "Mario und der Zauberer" von Thomas Mann

    Mario und der Zauberer

    EllenFranziska

    12. March 2009 um 00:22

    Mein erstes und letztes Buch von Thomas Mann.... Leider nichts für mich

  • Rezension zu "Mario und der Zauberer" von Thomas Mann

    Mario und der Zauberer

    SabrinaSara

    08. July 2008 um 17:48

    gewöhnungsbedürftig, jedoch nicht ohne

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