Thomas Martini Der Clown ohne Ort

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Inhaltsangabe zu „Der Clown ohne Ort“ von Thomas Martini

Naïn hat den perfekten Lebenslauf: Politikstudium, Auslandssemester in Barcelona, Assistenz bei einem Mitglied des Bundestages, schließlich das Angebot, im Europaparlament zu arbeiten. Zum Stolz seiner Familie avanciert, mehren sich die Anzeichen eines Nervenzusammenbruchs. Plötzlich sieht er sich außerstande, ohne die grüne Strickmütze seiner Großmutter das Haus zu verlassen. Fragil tastet er sich durch seine neue Lebenswirklichkeit, betäubt den kaltblütigen, seelenvollen Einbruch der Realität mehr und mehr mit Drogen und Alkohol. Doch die Fallhöhe wird immer größer, er stürzt sich ins Nachtleben, schwankt zwischen ekstatischen Phantasien und surrealen Wahrnehmungen. Zusammen mit Freunden gründet er eine internationale, internetbasierte und vermeintlich basisdemokratische Organisation, die er jedoch bald wieder sich selbst überlässt. Sein Leben ist an einem Tiefpunkt angelangt, als eines Morgens ein überdimensionales Schaf vor seinem Bett steht und mit ihm die Lösung seiner Mützenproblematik.Thomas Martinis Debütroman ist ein dunkles, abgründiges und zugleich burlesk komisches Porträt eines Träumers, der um die Verwirklichung seiner romantischen Ganzheitsvorstellungen ringt. Doch ob durch Liebe, Politik, präapokalyptische Landlust oder Drogenphantasmagorien, der Ausbruch aus der profanen Wirklichkeit will ihm nicht gelingen. In der Form eines Triptychons und mit brillanter Sprachkunst berichtet der Roman vom selbstzerstörerischen Widerstand einer jungen Generation in einer Zeit jenseits aller Utopien.

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  • Sprachlich brillant, aber ich bin mit dem Protagonisten nicht warm geworden

    Der Clown ohne Ort
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    23. March 2013 um 12:06

    Naїn könnte ein tolles Leben führen: Politikstudium, Auslandssemester in Barcelona, guter Job. Aber er schafft es nicht, weiterhin die Erwartungen seiner Eltern zu erfüllen, hat einen Zusammenbruch, trägt dauernd die grüne Strickmütze von seiner Großmutter und betäubt sich immer mehr mit Alkohol und Drogen. Auch bei einem Job im Theater und ebenso mit dem Versuch, mit seinen Kumpeln eine irgendwie politische Sozusagen-Organisation aufzubauen, scheitert er. Naїn schlittert von einem Drogenrausch in den nächsten, unterbrochen von hilflosen Beziehungsversuchen und den körperlich unangenehmen Folgen seiner Exzesse. Es wird ziemlich viel gekotzt in diesem Buch. (Was mich nicht störte, ich hatte, während ich das Buch las, eine Magen-Darm-Grippe und fühlte mich beim Lesen nicht so allein mit meinem Problem.) Und schließlich steht ein riesiges Schaf in Naїns Schlafzimmer... Ich finde es ziemlich schwierig, dieses Buch zu beurteilen. Wahrscheinlich gehöre ich altersmäßig einfach nicht in die Zielgruppe für diesen Roman. Ich kannte ja nicht einmal alle der erwähnten Drogenarten! Somit konnte ich auch nicht mit dem Protagonisten warm werden. Ich hätte ihn am liebsten kräftig durchgeschüttelt und in die nächste Entzugsklinik verfrachtet. Dass er seinen Job nicht mag, geschenkt, das passiert. Dann orientiert man sich eben um und versucht, etwas zu finden, was einem eher liegt. Aber mit Drogen wird das nun wirklich nichts. Auch die Beziehungsunfähigkeit des Protagonisten ging mir auf den Geist. So geht man einfach nicht mit Frauen um! Ich fand jedoch interessant, dass das Buch wie ein Triptychon aufgebaut ist. Der Wechsel zwischen den Beschreibungen des Berliner Alltags, politisch-philosophischen Diskussionen und den Drogentrips hat einen besonderen Reiz. Gefallen hat mir der Schreibstil. Sehr sogar. Thomas Martini hat einen äußerst gewandten Umgang mit der Sprache, spielt mit ihrem Reichtum und findet phantasievolle Formulierungen, die mir einfach Spaß gemacht haben. Ich finde einen derart komplexen Roman für ein Debüt beachtlich und werde den Autor im Auge behalten – vielleicht ist sein zweites Buch ja weniger drogenlastig…  

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