Thomas Mohr

 4 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor*in von Anders ermittelt: Mord beim ESC, Die Schützen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Truman Capote wurde 1924 in New Orleans geboren; er wuchs in den Südstaaten auf, bis ihn seine Mutter als Achtjährigen zu sich nach New York holte. Mit neunzehn Jahren erhielt er für seine Kurzgeschichte Miriam den »O.-Henry-Preis«. 1948 erschien sein Roman »Andere Stimmen, andere Räume«, der als das sensationelle Debüt eines literarischen Wunderkindes gefeiert wurde. 1949 folgte die Kurzgeschichtensammlung »Baum der Nacht«, 1950 die Reisebeschreibung »Lokalkolorit«, 1951 der Roman »Die Grasharfe«. Das 1958 veröffentlichte »Frühstück bei Tiffany« erlangte auch dank der Verfilmung mit Audrey Hepburn große Berühmtheit. 1965 erschien der mehrmals verfilmte Tatsachenroman »Kaltblütig«, 1973 »Die Hunde bellen« (Storys und Porträts), 1980 »Musik für Chamäleons« (Erzählungen und Reportagen). Postum wurden 1987 - unvollendet - der Roman »Erhörte Gebete« und 2005 das neu entdeckte Debüt »Sommerdiebe« veröffentlicht. Truman Capote starb 1984 in Los Angeles. Die Herausgeberin Anuschka Roshani studierte Verhaltensbiologie und Germanistik in Berlin und besuchte anschliessend die Henri-Nannen-Schule in Hamburg. Danach war sie sieben Jahre lang Redakteurin und Reporterin im Kultur- und Gesellschaftsressort des »Spiegel«. Seit 2002 lebt sie in Zürich, wo sie als Redakteurin für »Das Magazin« des »Tages-Anzeigers« arbeitet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Thomas Mohr

Neue Rezensionen zu Thomas Mohr

Cover des Buches Anders ermittelt: Mord beim ESC (ISBN: 9783896562593)
books09s avatar

Rezension zu "Anders ermittelt: Mord beim ESC" von Thomas Mohr

books09
Perfekt für Eurovision-Fans

Jeder, der bereits vor dem ESC mit Vorentscheiden beschäftigt ist, Euroclubs besucht oder das Finale niemals ohne Käseigel schaut - kurzgesagt jeder, der sich als großen Eurovision-Fan bezeichnen würde - sollte dieses Buch lesen. Thomas Mohr ist genau der richtige Autor für dieses Buch, weil es nahezu keinen größeren Experten dieser Veranstaltung gibt.

Die Songs und KünstlerInnen sind zwar alle fiktiv, aber es kommt dennoch ESC-Stimmung auf, wenn man mitfiebert, wer die Teilnahme von der Schwedin Lissi Sander sabotieren möchte. Außerdem ist das Ende auch wirklich nicht vorhersehbar, da es einige Wendungen gibt. Davon abgesehen mochte ich Gunnar und den Raben Khan sehr, weil sie die Handlung etwas auflockern und zeigen, wie verrückt Eurovision-Fans manchmal - im positiven Sinne - sind.

Insgesamt kann ich das Buch aber auch denjenigen empfehlen, welche bislang noch nichts mit der Gesangsshow am Hut haben. Nach Beenden von „Mord beim ESC“ wird man allerdings selbst als Nicht-Fan die größte Unterhaltungsshow der Welt anschauen und gefallen am Eurovision Song Contest finden. 

Gerne mehr davon!

Wunderbar lässt es sich mit Alain de Botton über Marcel Prousts Weltsicht nachdenken. Erhellende Ausführungen aus dem Leben Prousts ergänzen das literarische Material der Recherche und füllen Lücken aus, die den Lesenden wohlmöglich geblieben sind. Gerne hätte ich noch mehr davon gelesen. 

Lediglich das immer wieder angedeutete Format eines Ratgebers wirkt etwas bemüht. Das hätte es nicht gebraucht.

Cover des Buches Anders ermittelt: Mord beim ESC (ISBN: 9783896562593)
DerMedienbloggers avatar

Rezension zu "Anders ermittelt: Mord beim ESC" von Thomas Mohr

DerMedienblogger
Unterhaltsame Krimilektüre über den ESC!

Der seit 1956 jährlich ausgestrahlte europäische Musikwettbewerb „Eurovision Song Contest“, kurz ESC, gehört für mich persönlich zu den stetigen Jahreshighlights. Jedes Mal aufs Neue bin ich fasziniert davon, neue Künstler*innen kennenzulernen und sie auf dem Weg vom nationalen Finale bis hin zur großen Finalbühne zu begleiten.  Es ist eine Veranstaltung, bei der eigene Regeln gelten, hinter der eine große Community steht und in der das Besondere, Andersartige gefördert wird. Zusammen zelebriert man den Zusammenhalt eines großen Europas, wie er auch im echten Leben sein könnte. Als ich davon erfuhr, dass ein eigener Kriminalroman vor der Kulisse des ESC existiert, war mein Interesse selbstverständlich sofort geweckt. Ob Autor Thomas Mohr meine gespannte Erwartungshaltung einhalten konnte?


Die Euphorie des Autors für die musikalische Sendung kann man förmlich durch die Zeilen hindurch spüren. Indem er geschickt nationale Künstler*innen etabliert, die stimmig die Essenz der jährlichen Einreichungen aus den jeweiligen Teilnahmeländern aufgreifen, entwirft er einen fiktiven ESC mit dem Austragungsort Hamburg im Jahr 2018. Dabei ist die zentrale Ermittlerfigur nicht mit den Regeln des Wettbewerbs vertraut und muss erst in das Szenario eingeführt werden, sodass der Krimi auch für Leser*innen geeignet ist, die kein Vorwissen entgegenbringen. Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen, sodass man schnell den Zugang zum Roman finden kann. 

Mohr macht sich den ungewöhnlichen Schauplatz zunutze, indem er seinem Publikum einen spannenden Blick hinter die Kulissen ermöglicht und von den konformen Elementen des Kriminalromans abweicht. Dabei ist der ESC und umher entstehende mediale Aufruhr zwar die Quelle der folgenden entsprießenden Handlung, gewinnt aber nicht zu sehr an Oberhand, als dass er thematisch das Buch dominieren würde. Der Autor verliert sich nicht in der detailgetreuen Darstellung, um in seinen Leser*innen ebenfalls die Begeisterung für die Show zu wecken, sondern beweist sich des Konstruierens eines unterhaltsamen Kriminalfalls fähig. 

Die überschaubare Schar an Protagonisten erweist sich, dem allgemeinen Image des Grand Prix entsprechend, als auffällig schräg und eigen. Anders ist zwar ein taffer, junger Kommissar, der zugleich, seinem Namen alle Ehre bereitend, in vielerlei Hinsicht mit dem Üblichen bricht. Seine Ausarbeitung ist nur eingeschränkt gelungen, denn seine Motivationen sind nicht immer ganz schlüssig, seine eingeleiteten Handlungsschritte erscheinen teilweise unprofessionell und er bleibt ein bis zum Schluss recht eindimensionaler Charakter, der der Leser*in den Einblick in sein Innenleben bis zu einem gewissen Grad verwehrt. Der ihm als Watson-Figur zur Seite gestellte Laie Gunnar ist ein individueller und absurd überzeichneter Zeitgenosse, der die Rolle des enthusiastischen Fans einnimmt. Das ihm sofortig entgegengebrachte Vertrauen von Anders erschien mir unglaubwürdig; nichtsdestotrotz ergänzen sie sich zu einem ungleichen Team, das man vergleichbar in keinem weiteren Genrevertreter auffindet.

Der Fall mag zwar nicht vor nervenaufreibender Spannung trotzen, birgt aber einen unvorhersehbaren und unterhaltsamen Handlungsbogen, der in ein würdiges und das Potenzial des Szenarios ausschöpfendes Finale mündet. Insgesamt ist „Anders ermittelt“ also ein kurzweiliges Leseabenteuer, in dem sich der Autor den Traum von einem Kriminalroman über den ESC selbst erfüllt und man diese Begeisterung spüren und nachempfinden kann. Hinter dem wirklich furchtbaren und potenzielle Leseinteressent*innen eher abschreckenden Cover verbirgt sich eine amüsante Geschichte, die ich hiermit gerne weiterempfehle.


„Anders ermittelt: Mord beim ESC“ ist eine unterhaltsame Krimilektüre, deren Handlung überzeugend in das große Showevent als Szenario eingebettet ist, dabei aber nicht zu sehr im Vordergrund steht. 

Daher vergebe ich gerne vier von fünf möglichen Sternen. 

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

14 Bibliotheken

3 Merkzettel

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks