Thomas Montasser Das Glück der kleinen Augenblicke

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Inhaltsangabe zu „Das Glück der kleinen Augenblicke“ von Thomas Montasser

Es gibt diese Tage im Leben, die alles verändern. Jeder erlebt sie, einige erkennen sie sogar. Einen solchen erlebt die für einen kleinen Londoner Literaturverlag tätige Lektorin Marietta Piccini, als ihr plötzlich durch einen Zufall auf den Stufen der London Library ein herrenloses Manuskript in die Hände fällt, das ihr ausnehmend gut gefällt.
Es ist die Geschichte von Paul Swift, eines jungen Mannes, der durch eine kleine Unbedachtsamkeit scheinbar alles Unglück der Welt auf sich gezogen hat. Was immer er tut, das Schicksal wendet sich in jeder nur denkbaren Weise gegen ihn. Was immer ihm aber widerfährt – er ist mit dem Talent gesegnet, stets das Gute darin zu sehen! Zunehmend fasziniert liest die Lektorin den Roman und erkennt, dass der Unglückswurm, der dieses Manuskript verloren hat, niemand anderer sein kann als der Held der Geschichte! Also setzt Marietta alle Hebel in Bewegung, um den unbekannten
Autor aufzuspüren. Anhand von Hinweisen in dem Manuskript macht sie sich auf die Suche und erlebt am Ende eine wunderbare Überraschung …
Ein wundervoll poetisches Werk, in dem die Geschichten mehrerer Menschen raffiniert miteinander verknüpft und wir in ein ebenso lustvolles wie tiefsinniges Spiel mit der
Literatur gelockt werden.

Ein bezauberndes, höchst poetisches Buch, das mir sehr gut gefallen und mir im Urlaub zufällig auf die Füße gefallen ist – zum Glück!

— FrauTinaMueller

Ein Buch der leisen Töne und mit sympathischen Charakteren.

— Alexlaura

Süß und schön zu lesen... konnte mich aber nicht ganz überzeugen und das Ende war viiieell zu kurz!!

— Alina97

Nette kleine Geschichte

— raveneye

Dieses Buch war für mich eine richtig tolle Überraschung. Ich habe es gewonnen und hätte es im Laden vermutlich nicht gekauft :)

— BeaSurbeck

Eine kleine, warmherzige und amüsante Geschichte für Zwischendurch.

— Bücherwurm

Eine Geschichte in der Geschichte... Schöner Roman für Buchliebhaber und Optimisten wie mich!

— JuLe_81

Wundervolles Buch über Suchen und Finden von Glück.

— Booky-72

Ein Roman zum Abtauchen mit Charme und Laissez-faire.

— tinstamp

Ein paar wunderbare Anmerkungen zum glücklichen Leben

— AnneMayaJannika

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  • Das Glück der kleinen Dinge .... von Thomas Montasser

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    Nele75

    04. December 2017 um 23:20

    Als der Lektorin Marietta Piccini eines Tages ein Manuskript sozusagen in die Hände fällt, ahnt sie noch nicht, dass sich dadurch einiges für sie ändern wird. Denn es ist das beste Manuskript, was sie jemals gelesen hat. Doch wer hat es geschrieben? Marietta macht sich auf, den Verfasser dieses Manuskripts zu suchen und ahnt noch nicht im Geringsten, was sich alles für sie ändern wird......Als ich mit dem Lesen dieses Buches begonnen habe, hat es erstmal einige Zeit gedauert, bis ich mich an diesen besonderen Schreibstil gewöhnt hatte. Der Autor Thomas Montasser erzählt hier die Geschichte von der Hauptfigur Marietta Piccini in "Das Glück der kleine Dinge" in einem sehr ruhigen Tonfall. Doch nach und nach, mit jeder gelesenen Seite, habe ich mich immer mehr in der Geschichte zurechtgefunden. Auch das Ende war für mich ungewöhnlich, hat allerdings auch zur Geschichte gepasst und war  - nach der letzten gelesenen Seite - sehr stimmig. Für mich war "Das Glück der kleinen Dinge" ein außergewöhnliches, ruhiges, lesenswertes Buch, welches mich trotz seiner "leisen" Erzählung unglaublich überrascht hat und welches vom ersten Augenblick an ein besonderes Buch war.

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  • Das Glück der kleinen Augenblicke

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    FrauTinaMueller

    14. September 2017 um 13:54

    Es ist tatsächlich so: Das Glück liegt in den kleinen Augenblicken, Momenten, den Dingen, die uns erfreuen wie z. B. ein Schmetterling, der auf einer Blume sitzt und uns mit seinen wunderschönen Farben verzaubert. Unsere Kinder, die uns vorleben, ganz den Moment zu genießen, wenn sie z. B. mit ihren Freunden spielen oder im Garten viele Tiere entdecken und beobachten. In Thomas Montassers neuem Buch “Das Glück der kleinen Augenblicke” geschieht das und noch viel mehr. Marietta Piccini, freie Lektorin einem kleinen Verlag, findet eines Tages ein unvollendetes Manuskript. Leider ohne Autorenname. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als den Autor in London zu suchen und dabei entwickelt die italienische Literaturliebhaberin ein geradezu detektivisches Talent der Extraklasse ;-). „Es gibt diese Tage im Leben, die alles verändern. Jeder erlebt sie, einige erkennen sie sogar. Bei manchen aber sind es Tage, an denen plötzlich jede Kleinigkeit von unvorstellbarer Bedeutung zu sein scheint. Einen solchen Tag erlebte – zumindest kam es ihr selbst so vor – Marietta Piccini in jenem denkwürdigen August vor einigen Jahren.“ Marietta und auch das Verlegerehepaar – die Thorntons –  sind gleichermaßen begeistert von dem Manuskript des unbekannten Autors und wollen es auf alle Fälle veröffentlichen. Doch können sie vorher noch den mysteriösen, talentierten Schriftsteller ausfindig machen? Das Buch beschreibt, wie Marietta den unbekannten Autor aufspüren möchte und wird unterbrochen von Seiten aus dem wundervollen Manuskript des Autors. Parallel dazu folgen wir dem “unbekannten” Autor (dem Leser ist er sehr wohl bekannt natürlich!) durch seinen Alltag. Thomas Montasser gelingt es ganz wunderbar, die Geschichten all dieser Menschen zu einem bezaubernden Ganzen zu formen, dass den Leser einfach nicht loslässt! Auch das Ende finde ich durchaus gelungen! “Paul Swift lehnte sich zurück. Nichts bereitete ihm mehr Vergnügen als die Anfänge von Geschichten zu schreiben. Sie waren das schönste Abenteuer, das man als Schriftsteller erleben konnte. Noch war alles neu, noch kannte man nicht einmal alle Figuren. ”   Fazit: Ein bezauberndes, höchst poetisches Buch, das mir sehr gut gefallen und mir im Urlaub zufällig auf die Füße gefallen ist – zum Glück! Von Thomas Montasser habe ich bereits schon “Ein ganz besonderes Jahr” sowie “Monsieur Jean und sein Gespür für Glück” verschlungen! Ein weises, herzliches Buch, das glücklich macht und dass ich sehr gerne gelesen habe. Ein absolutes Must-have für Bücher- und Literaturliebhaber und ein ganz kleiner feiner Buchschatz! Absolut empfehlenswert!!!!

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  • Das Glück der kleinen Augenblicke

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    BeaSwissgirl

    12. June 2017 um 22:01

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)Da mich schon ein anderes Buch des Autors begeistern konnte war ich sehr gespannt auf dieses wunderschöne Buch hier.Der Klappentext klang nämlich total vielversprechend und liess mein Leseratten- Herz höher schlagen......Der Schreibstil ist sehr poetisch, philosophisch angehaucht mit vielen langen verschachtelten Sätzen, dies muss man sicher mögen. Ich finde dass es aber sehr gut zum Stil der Geschichte passt.Da auch immer wieder aus dem Manuskript erzählt wird, sind diese Abschnitte in roter Farbe geschrieben, so ergibt sich nie ein Durcheinander und man behält problemlos den Überblick.Die Charaktere sind in ihrer Art eigentlich Alle ganz liebenswert und sie waren mir auch überhaupt nicht unsympathisch, dennoch konnten sie mich leider zu wenig für sich einnehmen.Vom Plot an sich bin ich begeistert und die Geschichte beginnt auch extrem vielversprechend und endet wirklich schön. Irgendwie hat sich der Autor aber meiner Meinung nach unterwegs mehrere Male verzettelt.Der rote Faden und der ganze Charme gingen immer wie mehr verloren und die Geschichte fing an mich zu langweilen!Eine wunderschöne Idee, leider aber für meinen Geschmack mässig umgesetzt!Sehr schade...Ich vergebe 3 Sterne

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  • DAS GLÜCK DER KLEINEN AUGENBLICKE hat mich beeindruckt und bewegt

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    BeaSurbeck

    01. June 2017 um 14:46

    Das Glück der kleinen Augenblicke – Thomas Montasser Inhaltsangabe / Klappentext: Es gibt diese Tage im Leben, die alles verändern. Jeder erlebt sie, einige erkennen sie sogar. Einen solchen erlebt die für einen kleinen Londoner Literaturverlag tätige Lektorin Marietta Piccini, als ihr plötzlich durch einen Zufall auf den Stufen der London Library ein herrenloses Manuskript in die Hände fällt, das ihr ausnehmend gut gefällt.Es ist die Geschichte von Paul Swift, eines jungen Mannes, der durch eine kleine Unbedachtsamkeit scheinbar alles Unglück der Welt auf sich gezogen hat. Was immer er tut, das Schicksal wendet sich in jeder nur denkbaren Weise gegen ihn. Was immer ihm aber widerfährt – er ist mit dem Talent gesegnet, stets das Gute darin zu sehen! Zunehmend fasziniert liest die Lektorin den Roman und erkennt, dass der Unglückswurm, der dieses Manuskript verloren hat, niemand anderer sein kann als der Held der Geschichte! Also setzt Marietta alle Hebel in Bewegung, um den unbekannten Autor aufzuspüren. Anhand von Hinweisen in dem Manuskript macht sie sich auf die Suche und erlebt am Ende eine wunderbare Überraschung … Meine Meinung:Hätte ich das Buch in einer Buchhandlung gesehen und die Inhaltsangabe gelesen wäre das Buch nicht mit mir nach Hause gegangen. Mein Glück war das ich es bei einem Gewinnspiel gewonnen habe und dort zwischen, mir, vier unbekannten Büchern auswählen konnte. Ich habe mich für "Das Glück der kleinen Augenblicke" entschieden ohne zu wissen um was es letztendlich geht. Das Cover hat mir einfach gefallen:)Inzwischen habe ich das Buch gelesen und ich habe festgestellt manchmal muss man einfach mutig sein und auch einmal zu einem Buch greifen das einen vielleicht nicht so anspricht. Ich hätte nie und nimmer gedacht das mir dieses Buch so gefallen würde, das es letztendlich sogar eines meiner Highlights von 2017 werden würde. Die Geschichte um die Lektorin Marietta hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen und gefesselt. Ich konnte regelrecht spüren wie sehr sie in ihrer Arbeit aufgeht, wie sehr sie Bücher liebt und wie einsam sie im Grunde ihres Herzens war. Als sie dann dieses bewegende Manuskript gefunden hat ändert sich alles, auch sie selbst. Auch ihr Arbeitgeber ist von dem Manuskript überzeugt, allerdings gibt es da dieses winzige Problem - Marietta weiß nicht von wem das Buch ist, aber sie ist so verliebt in diese Geschichte das alle Hebel in Bewegung setzt um diesen jungen Mann zu finden. Die Geschichte wird in zwei, farblich abgesetzten Handlungssträngen, erzählt. Auf der einen Seite begleitet man Marietta auf der Suche nach dem Autoren dieses Manuskriptes und auf der anderen Seite liest man die bewegende Geschichte die der Autor geschrieben hat. Von Anfang an umgab dieses Buch einen Zauber den man nur selten spürt. Die Geschichte fesselt einen wie ein 5 Sterne Thriller und man kann sich dem Charme des Buches kaum entziehen. Eine Geschichte die mitten ins Herz trifft und die auch zum Nachdenken anregt. Muss man wirklich immer alles so schlecht sehen??? Interpretieren wir Glück falsch??? Ich kam wirklich zu dem Schluss das es wirklich diese kleinen stillen Momente sind die das Glück ausmachen.Das Cover hat mir richtig gut gefallen, allerdings fand ich passte  es nicht so ganz zu der ruhigen, stillen, charmanten und zauberhaften Geschichte. Allerdings wurde es durch die Innengestaltung wieder wett gemacht. Mein Fazit: Für mich war das Buch die Überraschung schlechthin - ich hätte nicht damit gerechnet das mich die Geschichte so in den Bann ziehen würde. Auch das offene Ende (ich mag offene Enden eigentlich gar nicht) fand ich hier passend. Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.

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  • warmherzig

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    Bücherwurm

    29. May 2017 um 03:36

    Ein Buch um ein Manuskript! Und schon schlägt mein Leserherz höher!"Das Glück der kleinen Augenblicke" von Thomas Montasser ist ein warmherziger, amüsanter und lockerer Roman mit einem Hauch Mystik. Völlig unpassend finde ich allerdings das Coverbild!Es handelt von einem jungen Verlag und einer angestellten Lektorin oder Bücheragentin. Sie liest eingereichte Manuskripte, trifft sich mit dem Verleger des Kleinstverlages und diskutiert den Inhalt: Verlegbar? Interessant? Verbesserungsvorschläge? Oder gleich ablehnen, da nicht in das Verlagskonzept passend?Anfangs war ich fast ärgerlich! So viele interessante Anfangskapitel, von denen ich nun nie erfahren werde, wie die Geschichten enden! Bis der jungen Dame ein Manuskript in die Hände fällt, dessen Autor keiner kennt.  Scheinbar hat er das Manuskript kurz vor Beendigung des Plots verloren.Neugierig liest sie die ersten Kapitel und ist absolut begeistert! Um abzukürzen: Jeder, der das unvollendete Buch liest ist verzaubert, jeder fordert eine Veröffentlichung, einzig der Autor ist nicht aufzufinden!So liest man als Leser des Buches einmal den Plot des unvollendeten Buches, als auch die fiktive, reale Geschichte der Suche nach dem Autor.Man hat sozusagen gleich zwei Romane in einer Geschichte, wobei ich das erste Mal sagen muss: Ich könnte nicht sagen, welche der beiden Geschichten spannender und interessanter wäre, denn beide haben mich völlig gepackt.Ich sollte eigentlich andere Bücher lesen, aber ich konnte dieses nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe manchmal Tränen gelacht, dann war ich wieder atemlos vor Spannung, berührt und gerührt und kann nur sagen: Es ist ein Buch, das mich so völlig aus meinem Leben riss, mich versinken ließ und mich wunderbar unterhielt.Ich kann nicht umhin zu bemerken, dass der gesuchte Autor eine gewisse Ähnlichkeit mit Paul Potts hat: Ein Unglücksrabe sondergleichen! Viel Vergnügen!

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  • Das Leben ist, wie es ist

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    AnneMayaJannika

    11. April 2017 um 13:24

    Cover/Bilder: Eine Frau liegt auf einer Wiese und liest ein Buch (so wie wir alle)Zum Buch:Marietta Piccini ist Lektorin in einem kleinen, sehr persönlichen Verlag. Eines Tages wird ihr auf der Straße mit den Worten "das haben sie verloren" ein Manuskript zu gesteckt. Marietta beginnt zu lesen und entdeckt die Poesie in der Geschichte von Paul Swift, der eigentlich ein Unglücksrabe ist, dieses aber gar nicht so empfindet. Sie würde das Buch so gerne veröffentlichen, aber es fehlt das Ende und leider auch der Autor. Der Verleger schlägt vor, das sie entweder den Autor sucht oder das Buch selbst zu Ende schreibt.Letzteres steht für Marietta außer Frage, also macht sie sich auf eine Abenteuerliche Suche nach dem Autor Paul Swift (wenn er denn so heißt) und stellt fest, das sie anscheinend immer ein wenig zu spät ist. Was für ein Pech.Meine Meinung:Das ist mein erstes Buch von Thomas Montasser. Das ist mein erstes Buch aus dem Thiele Verlag. Ich habe mich ein klein wenig wie die Hauptfigur Marietta Piccini gefühlt, die in einem kleinen Verlag arbeitet, das es wirklich etwas besonderes ist. Und nun lag dieses kleine und feine Buch in meinen Händen. Ein kleiner Schatz und ich durfte daran Teil haben und alles Positive in und aus dieser Geschichte aufsaugen.Auf der Internetseite des Thiele Verlags fand ich folgendes: "Der Thiele Verlag macht Bücher für ein literarisch anspruchsvolles Publikum, das den Wunsch hat, den manchmal allzu vollen Alltag hinter sich zu lassen, um sich die Zeit zu nehmen, die Schönheit des Lebens zu genießen oder wieder neu zu entdecken."Genau so habe ich mich gefühlt, neu inspiriert. Während des Lesens sind bei uns zu Hause immer wieder "Dinge" passiert, über die ich mich ganz furchtbar hätte aufregen können. Und musste ich an die Paul Swift denken, dem alles Schreckliche der Welt innerhalb kürzester Zeit passiert und habe mir selbst gesagt "wir sind gesund, wir haben ein Dach über dem Kopf, wir haben arbeit - das da gerade ist kein Weltuntergang". Und ehrlich - es wirkt. Es geht wirklich, vielleicht nicht vom Choleriker zum "Ooohm-Guru", aber ein wenig Gelassenheit und Ruhe kann man tatsächlich gezielt finden. Aber eigentlich geht es ja nicht um die Gelassenheit, sondern um Worte, um Sätze und um Bücher. Marietta umschreibt so wundervoll die erste Begegnung mit einem Buch. Wie die ersten Sätze wirken oder wie sie einen verwirren können. Als Marietta ihrem Verleger ein neues Buch vorstellte fragte er, ob es der Anfang des Textes sei, denn es höre sich an wie eine Stelle mitten aus der Erzählung. Hundert Informationen auf zehn Zeilen, kann der Autor das alles am Ende auffangen? (Seite 17)Es muss eine Gabe sein, ein gutes Buch zu erkennen und das dann auch weiter geben zu können, damit sich noch mehr an der Geschichte erfreuen können, denn auf Seite 10 wird o treffend festgetellt, wie hart das Geschäft mit dem Schreiben ist: Experten schätzen, dass von tausend geschriebenen Romanen einer veröffentlich wird, bei den Erzählungen sind es noch weniger, von Gedichten ganz zu schweigen.Doch selbst diese ernüchternden Zahlen sind freilich nur die Spitze des Eisbergs, denn sie beziehen sich naturgemäß auf die Werke, deren Autoren überhaupt den Mut gefunden haben, sie bei Verlagen einzureichen, und die verrückt genug waren, ein Fünkchen Hoffnung zu hegen, ihr Opus könne einen Menschen auf diesem Erdenrund interessieren. Den Verleger zumindest. Thomas Montasser lässt uns an seine Gedanken teil haben und auch der Aufbau der Geschichte, das Buch im Buch, ist wunderbar verwoben und man kann hervorragend eintauchen in die Geschichte von Paul Swift, dem kleinen Mädchen, Marietta, dem Verleger Ehepaar Thornten und Dylan.Auf der Rückseite des Buches steht gleich als Erstes 'Eine Liebeserklärung an die Literatur', das hat mich zwar ein wenig abgeschreckt, denn es klang so hochtrabend, fast schon arrogant, aber es verdient diese Bezeichnung definitiv, denn es ist eine wundervolle Geschichte über das Leben mit Büchern, das Leben mit Glück und das wunderbare Geschenk der Freundschaft. Ich bin froh, dass dieses Buch einen Verlag und Verleger gefunden hat.Fazit: Wunderbar zum Lesen, verschenken und weiterempfehlen!

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  • Für Positiv-Denker

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    Patno

    06. April 2017 um 18:48

    "Das Glück der kleinen Augenblicke" ist ein poetischer Roman von Thomas Montasser, erschienen im Februar 2017 beim Thiele Verlag. Die junge Lektorin Marietta Piccini arbeitet für einen kleinen Literaturverlag in London. Eines schönen Tages findet sie zufällig ein Manuskript auf den Stufen der Bibliothek, von dem sie ganz hingerissen ist. Auch ihr Verlagschef meint, dass dieses Buch ein "Kassenschlager" werden könnte. Leider ist der Verfasser des Manuskriptes unbekannt und das Ende der Geschichte fehlt auch noch. Beim Lesen wird Marietta schnell klar, dass der Autor wohl seine eigene Geschichte aufgeschrieben hat. Er ist Paul Swift, der Unglücksrabe, der ständig vom Pech verfolgt wird und nun auch sein Manuskript verloren hat. Marietta versucht mit den kleinen Hinweisen in der Geschichte, den unbekannten Autor aufzuspüren. Thomas Montasser hat einen sehr intelligenten Schreibstil. Seine Wortwahl ist exzellent. Es ist ein stilles, nachdenkliches Buch, dessen Botschaft mir schon recht schnell klar wurde. Doch irgendwie hat mich die Geschichte einfach nicht fesseln können. Paul Swift ist ein Mensch, der in allem Negativen auch das Positive sehen kann. Mit einer unglaublichen Gelassenheit fügt er sich seinem Schicksal, hadert nicht und hat für jeden Verständnis. Manchmal wollte ich ihn beim Lesen wachrütteln und ihm sagen, er solle sich doch endlich einmal wehren und Klartext reden. Mir war Paul einfach zu positiv, wirkte auf mich lethargisch und langweilig. Vermutlich liegt das an meinem temperamentvollen Wesen. Eigentlich ist es ein gefühlvoller, literarisch geschriebener Roman, der Positives Denken vermittelt. Für mich war es halt nur etwas zu viel des Guten und ich habe auch ein paar Spannungsmomente vermisst. Ich bin jedoch überzeugt, dass andere Leser ganz hingerissen sein werden.

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  • Leserunde zu "Das Glück der kleinen Augenblicke" von Thomas Montasser

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    ThieleVerlag

    Es gibt diese Tage, die alles verändern. Einen solchen erlebt Marietta Piccini, die Lektorin eines kleinen Londoner Verlags: An einem sonnigen Tag im August findet sie das beste Manuskript, das sie jemals gelesen hat.   Es ist die Geschichte von Paul Swift, eines jungen Mannes, der scheinbar alles Unglück dieser Welt auf sich gezogen hat. Zugleich ist er jedoch mit der Gabe gesegnet, in allem, was ihm widerfährt, das Gute zu sehen.  Marietta macht sich auf die Suche nach dem unbekannten Autor und erlebt am Ende eine wunderbare Überraschung.  Thomas Montasser legt mit seinem neuen Roman ein wundervoll poetisches Buch vor, in dem die Geschichten mehrerer Menschen raffiniert miteinander verknüpft werden.  Normalerweise ist er sehr zurückhaltend, er hat nicht mal einen FB-Account. Aber für Lovelybooks macht er jetzt zum ersten Mal eine Ausnahme: Thomas Montasser begleitet die Leserunde und freut sich auf eure Fragen und Anmerkungen! Wir verlosen 25 Exemplare des neuen Romans von Thomas Montasser. Schreibt uns einfach, welchen kleine Dinge Euch glücklich machen!

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  • Leben ist Glück!

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    indescribably_

    02. April 2017 um 22:14

    Das Glück der kleinen Augenblicke erschien im Februar 2017 im Thiele und Brandstätter Verlag und wurde von Thomas Montasser geschrieben. Cover: Das Cover zeigt eine junge Frau die unbeschwert auf der Wiese liegt und gemütlich ein Buch ließt. Ihr Kleidchen sieht fröhlich aus und das komplette Cover wirkt frei von unnötigen Gedanken. Ich finde es passt gut zum Titel da es zeigt, was für Augenblicke wir als glücklich betrachten sollten. Denn genau das reicht manchmal einfach aus und nicht mal solche Momente wie das Mädchen auf dem Cover kann nicht jeder auf unserer Welt wahrnehmen. Inhalt: Die Geschichte handelt von einer jungen Frau namens Marietta die in London lebt und als freie Lektorin in einem kleinen Verlang angestellt ist. Eines Tages findet sie ein Manuskript welches nicht zu Ende geschrieben wurde und der Autor zudem unbekannt ist. Marietta hatte nicht die Absicht das unvollendete Manuskript ihrem Chef vorzustellen doch durch einen Zufall passierte dies doch. Ihr Chef war sehr beeindruckt von dieser Geschichte und auch seine Frau fand das Manuskript atemberaubend. Die beiden Verleger waren sich schnell einig, diese Geschichte musste unbedingt veröffentlicht werden. Das Ehepaar ließ sich jeweils ein, deren Meinung nach, passendes Ende einfallen. Jedoch waren beide am Ende eher unpassend und das Manuskript blieb ohne Ende. Marietta versuchte den Autor auf viele Wegen ausfindig zu machen, doch leider gelang ihr dies nicht. Im Endeffekt bestand ihr Chef, das Werk unter ihrem Namen zu veröffentlichen und Marietta heftete an das Ende, ein für sie passendes Schlusswort, in ihrem Namen an. Inhalt des Manuskripts: Die Geschichte fängt mit einem Mädchen an, welches an den Wochenenden ihren Vater besucht und dazu den öffentlichen Bus nutzt. Die kleine beschreibt die Menschen, welche ihr jedes mal aufs Neue auffallen und immer wieder, genau wie sie, diesen Bus nutzen. Aber eigentlich geht es in dieser Geschichte garnicht hauptsächlich um das Mädchen sondern um einen Mann namens Paul. Dieser ist leider ein großer Pechvogel. Das würde man zumindest behaupten wenn man nur die Punkte aufzählen würde die ihm widerfahren sind. Aber eigentlich geht es darum, wie Paul es schafft in den negativen Situationen immer nur das Positive zu sehen. Meine Meinung: Dieser Roman ist sehr bewegend. Er lässt einen über vieles nachdenken. Zum Beispiel darüber, das wir uns einfach über jeden Tag freuen sollten, den wir überlebt haben. Denn alles was passiert kann man irgendwie wieder in eine gute Richtung lenken und nichts ist aussichtslos wenn wir es nicht so sehen. Solange wir also abends satt in unserem Bett liegen und ein Dach über dem Kopf haben, sollten wir darüber glücklich sein. Das Buch lehrt uns Leser, wie wir in kleinen Dingen die Freude sehen sollten. Und damit hat der Autor auch vollkommen Recht. Man muss das Glück nicht suchen sondern lernen, es zu sehen. Wie man so schön sagt: „Schlimmer geht immer!“. Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm. Er wirkt so frei und ich habe mich einfach wohl gefühlt als ich das Buch gelesen habe. Jedes mal als ich es aufs Neue in die Hand nahm, kam es mir wie ein Stück Zuhause vor. Ich fand sowohl die Handlung der Geschichte als auch die Personen darin sehr authentisch und echt. Alles in Allem ein sehr gelungener Roman und der Autor wurde mir durch diesen auch sehr sympathisch. Bewertung: 4 von 5 Sternen!

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  • Das Glas ist immer halb voll

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    tinstamp

    16. March 2017 um 16:08

    Marietta ist Lektorin im kleinen Literaturverlag „Millefeuille“ in London. Sie liebt ihre Arbeit und vertieft sich in jede Niederschrift, die ihr zugeschickt wird. Zuhause hat sie sogar eine eigene Sammlung aller unveröffentlichter Manuskripte. Durch Zufall fällt ihr eine unvollendete Geschichte in die Hände, deren Autor ihr unbekannt ist. Alle Personen, die das Manuskript lesen, sind vom Roman begeistert und ihr Chef, John Thornton, hat endlich wieder eine Geschichte gefunden, die zum Bestseller werden könnte. Doch wer steckt hinter den Zeilen? Marietta macht sich auf die Suche, was sich schwieriger erweist, als sie dachte. Außerdem hat sie das Gefühl, dass hinter dem Pechvogel Paul aus dem Manuskript der Autor selbst stecken könnte.....Was für ein poetisches und zu Herzen gehendes Buch - ein echter Lesegenus! Für bibliophile Menschen wie mich, ist das genau der Stoff, der uns zum Träumen bringt, denn der Fokus liegt eindeutig beim Thema Literatur. Mit wenigen Sätzen nahm mich die Geschichte gefangen. Interessant ist es, dass es hier eine Geschichte in der Geschichte gibt. Beide sind farblich voneinander getrennt, was zum besseren Verständnis führt. Ich hatte auf jeden Fall keinerlei Schwierigkeiten diese auseinanderzuhalten und mochte die beiden Settings sehr.Unser Protagonist aus dem Manuskript ist ein wahrer Pechvogel, der aber immer wieder etwas Positives aus seinen Erlebnissen mitnimmt. Er sieht das Gute, was mir bei manchen Begebenheiten wirklich schwer gefallen wäre.... Hier erlernt man Gelassenheit!Während Marietta versucht den Autor zu finden, wandelt auch sie sich, denn eigentlich hat sie kaum die sogenannten "typischen Eigenschaften", die man den Italienern so nachsagt. Sie ist introvertiert und schüchtern und verbringt ihre Freizeit mit der Nase in den Manuskripten. Sie hat kaum Freunde und kennt auch London noch immer nicht wirklich. Das ändert sich vollkommen, als sie sich auf die Spuren von Paul Swift macht, dem Alter Ego aus dem Roman. Sie fährt Bus und lernt so Teile Londons kennen, die sie noch nicht kennengelernt hat. Ebenso macht sie sich Gedanken, wer der Schriftsteller sein könnte....Natürlich spekuliert man als Leser die ganze Zeit wie die Geschichte in der Geschichte ausgehen könnte und ob Marietta den Unbekannten findet...... mehr kann und will dazu nicht sagen ;)Es geht um Rückschläge, die jeder Mensch in seinem Leben erfahren muss. Der Roman zieht aber den Leser nicht nach unten, sondern erinnert immer wieder an die kleinen Augenblicke des Glücks....an die Dinge, die man positiv aus dem Geschehen mitnehmen kann. Vorallem die kleinen Weisheiten, die sich im Buch verstecken, sind einfach zauberhaft. Obwohl die Geschichte in London spielt hat sie etwas französisches.....mich erinnert es an die Romane von Nicolas Barreau.Schreibstil:Der Schreibstil von Thomas Montasser ist sehr poetisch und ruhig. Auch seine Figuren sind verträumte und eher realitätsferne Menschen, die sich der Kunst der Worte widmen. Ich fand die Geschichte und den Schreibstil sehr charmant. Er erinnerte mich an die typischen französischen Romane mit diesem speziellem Flair.Die Kapitel sind eher kurz gehalten. Beide Handlungen werden in der 3. Person und in der Gegenwart erzählt.Fazit:Eine bezaubernde und sehr poetische Geschichte, die uns zeigen will, dass das Glas immer halb voll ist und man erstärkt aus Niederschlägen hervorgehen kann. Das Thema Literatur ist dabei das Tüpfelchen auf dem i, das jedem Büchersüchtigen das Herz erwärmt. Ein Roman zum Abtauchen mit Charme und Laissez-faire.

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  • Ein Hoch auf alle Schriftsteller

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    katha_dbno

    13. March 2017 um 11:48

    Rezension auf Buntes TintenfässchenDas Erste, was mir aufgefallen ist, waren die schöne Formulierung und Verknüpfung der Wörter zu einem Gesamtgebilde. Die Sprache ist poetisch, verschnörkelt (im Sinne von ausschweifend) und teilweise sehr verschachtelt. Der nachdenkliche, pointierte Erzählton hat mich sehr an Romane von Nicolas Barreau und Valérie Tong Cuong erinnert, sodass er sich in meinen Augen zu einem "typischen Thiele-Verlag-Stil" (bzw. Hoffmann & Campe) entwickelt. Ich persönlich mag diese Art sehr gerne, denn sie zeugt von der Wortgewandtheit eines Autors, welche das Aushängeschild eines literarischen Werkes ist. Dieser Roman lebt definitiv von der Sprache. Dessen sollte man sich beim bzw. vor dem Lesen bewusst sein. Denn wenngleich durchaus durch Mariettas "Ermittlungsarbeit" etwas passiert, ist die Handlung insgesamt nicht sehr spannungsgeladen. Der Roman gehört eher zur "philosophischen" Sorte. Aufgrund der Verschachtelung bzw. Überlagerung verschiedener Erzählebenen ist er sehr komplex, allerdings gewährleistet die farbliche Abhebung der eigentlichen Handlung vom Geschehen des Manuskripts die Übersichtlichkeit. Durch die Kombination fällt es auch gar nicht großartig auf, dass es im Grunde nur sehr wenige zentrale "real" existierende Personen gibt: Marietta, ihr Verleger John Thornton und dessen Frau Violet sowie (zumindest teilweise) Mariettas Nachbar Dylan. Der sagenumwobene Romanautor bleibt ein Phantom, an dessen Stelle sein fiktiver Alter Ego Paul Swift tritt. Paradoxerweise ist es ausgerechnet Paul, der am umfassendsten charakterisiert wird. Man erfährt viel über seine Mentalität, seine Vorlieben und Macken. Darauf basierend lernt man die anderen Akteure kennen, denn sie erkennen sich teilweise in ihm wieder (z.B. "drehen" Paul und John beide "Däumchen"). Dieses subtile Hindeuten auf das Identifikationspotenzial von fiktiven Charakteren fand ich großartig. Dennoch muss ich gestehen, dass mir die Figuren nicht wirklich unter die Haut gegangen sind. Sie sind zwar allesamt liebenswerte, leicht träumerische, realitätsferne Persönlichkeiten, was ich durchaus mag, aber keine von ihnen konnte mich fesseln. Vielleicht fehlten mir dazu einfach ein paar Ecken und Kanten.Ich hatte allerdings auch den Eindruck, als würden weniger die Personen im Vordergrund stehen, als vielmehr deren Überlagungen und Weltanschauungen (das meinte ich oben mit "philosophisch"). Durch diese wird der Roman zu einer Liebeserklärung in zweierlei Hinsicht: zum einen an die zahlreichen Autoren, die unermüdlich und mit Leidenschaft ihre Geschichten schreiben und nicht aufgeben, selbst wenn ihre Manuskripte nicht veröffentlicht werden. Eben diese unveröffentlichten Zeilen sind es, die in Thomas Montassers Geschichte eine tragende Rolle spielen und zum roten Faden werden. Sei es, weil die sorgfältigt getippten Worte eines anonymen Autors Marietta, John Thornton und Violet in Atem halten, oder weil Marietta sich eine Bibliothek unveröffentlichter Entwürfe zusammengestellt hat (in der ich nur zu gerne einmal stöbern würde) -im Buch jedenfalls ist das geschriebene Wort omnipräsent. Und wo könnte sich ein Buchliebhaber besser aufgehoben fühlen, als in einer solchen literaturliebenden (fiktiven) Gesellschaft?Zum anderen ist es eine Liebeserklärung an das Unglück, an Rückschläge, an die Momente im Leben, in denen alles schief geht und man einfach nur frustriert aufschreien möchte. Das mag zunächst befremdlich klingen, aber wenn man den Roman gelesen hat, dann macht diese Aussage durchaus Sinn. Im Endeffekt kommt es nämlich immer darauf an, wie man mit der Situation (oder in diesem Fall eher Pechsträhne) umgeht: resigniert man oder versucht man, das Positive darin zu sehen? Paul Swift, der Protagonist des Manuskripts, verkörpert genau diese Einstellung. Seine Freundin verlässt ihn? Nun gut, dann beweist das nur, dass sie vielleicht einfach nicht zueinander gepasst haben und er nur weitere Jahre einer Beziehung gewidmet hätte, die früher oder später zerbrochen wäre. Sämtliche seiner Schallplatten wurden auf der einen Seite zerkratzt? Sehr ärgerlich, aber immerhin ist die B-Seite noch intakt. Endlich schenkt er wieder Liedern Aufmerksamkeit, die er sich viel zu selten angehört hat. Manche mögen ihn als unverbesserlichen Optimisten abtun, aber ich für meinen Teil kann nicht leugnen, dass seine Haltung etwas Inspirierendes hat. Ich wünschte, ich wäre in der Beziehung genauso wie er. Eben aufgrund dieser Erkenntnis war die Geschichte letzlich lesenswert.FazitDas herausragendste Merkmal des Romans ist seine malerisch formulierte, wortgewandte Prosa und der Fokus auf das Thema Literatur, wodurch ich als Buchliebhaberin mich sofort "zu Hause" gefühlt habe. Leider fehlte mir jedoch der intensive emotionale Bezug zu den Figuren, welcher meiner Begeisterung einen kleinen, aber entscheidenden Dämpfer verpasst hat.

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  • Das Glück der kleinen Augenblicke

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    bookgirl

    10. March 2017 um 16:33

    Inhalt Es gibt Tage, die das ganze Leben verändern. Einen solchen erlebt die Lektorin Marietta Piccini, als sie zufällig ein Manuskript in die Hand gedrückt bekommt, welches ihr ausnehmend gut gefällt. In diesem geht es um die Geschichte von Paul Swift, einem jungen Mann, der vom Unglück verfolgt wird, sich aber trotz allem eine positive Sicht auf die Dinge bewahrt hat. Auch der Londoner Literaturverlag, für den sie arbeitet, möchte unbedingt das Buch verlegen, gäbe es da nicht das Problem, dass der Autor unbekannt ist. Anhand von im Manuskript enthaltenen Hinweisen geht Marietta auf die Suche und erlebt am Ende eine wunderbare Überraschung.  Meine Meinung Nur wenige Menschen gehen durchs Leben mit einer Einstellung wie Paul Swift und könnten sich doch eine große Scheibe von ihm abschneiden. Er geht durch den strömenden Regen, wird beklaut, von seiner Verlobten verlassen – und trotzdem sieht er nur das Gute und verweilt nicht lange bei dem, was nicht so gut läuft. Thomas Montasser hat mit Paul einen Charakter geschaffen, den man manchmal gerne in die Arme genommen und gedrückt hätte, auch wenn er einen dann wahrscheinlich mit fragendem Blick angesehen hätte, weil für ihn doch alles gut ist. Es mag sein, dass andere diese Einstellung naiv finden, aber ich habe für positiv gestimmte Menschen sehr viel übrig, sodass Paul mich sehr berührt hat. Doch es geht nicht nur um Paul, sondern natürlich auch um das Manuskript, in dem er der Hauptakteur ist. Als die Lektorin Marietta dieses in die Hand gedrückt bekommt, ahnt sie nicht, was dieses mit ihrem Leben anstellen wird. Sie ist es, die den Autor ausfindig machen muss, was eine schier unmöglich zu bewältigende Herausforderung darstellt. Wenn ihr dies nicht gelingt, muss sie jedoch noch etwas schlimmeres (zumindest in ihren Augen) machen. Was genau? Darauf möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, um nicht zu spoilern. Genauso wenig möchte ich jetzt schon verraten, ob es ihr gelingt den Autor zu finden, denn das würde das geniale Ende verderben. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch. Mir ging es manchmal ein wenig zu detailliert von statten, sodass es zu ein paar Längen kam. Trotzdem vergebe ich gerne 4 Sterne. Fazit "Das Glück der kleinen Augenblicke" ist die Geschichte von einem Pechvogel, der dennoch nie vergisst das Gute im Leben zu sehen. Ein Buch welches vor allem die Lesen sollten, die sich über Kleinigkeiten aufregen und für die das Glas immer halb leer ist.

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  • Die kleinen versteckten Weisheiten machen das Buch zu einem Schatzkästchen

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    jutscha

    08. March 2017 um 17:26

    Marietta ist freiberufliche Lektorin bei einem kleinen, aber feinen Verlag in London. Sie liebt ihre Arbeit. Eines Tages drückt ihr ein Mann in der Stadt ein Manuskript in die Hand, nachdem ihr der Wind ein paar Blätter durch die Luft gewirbelt hat, weil er glaubt, sie habe es verloren. Bevor sie die Verwechslung aufklären kann, ist der Mann weg. Sie liest es, und findet, es ist das beste Manuskript, das sie je gelesen hat. Es handelt von dem jungen Schriftsteller Paul Swift, der das Unglück magisch anzuziehen scheint. Doch er hat die seltene Gabe, selbst im größten Pech noch etwas Gutes zu sehen. Marietta macht sich auf die Suche nach dem ihr unbekannten Autor und erlebt am Ende eine wunderbare Überraschung.Der Autor hat es geschafft, mich als Leserin vollkommen in den Bann der Geschichte zu ziehen, und zwar von Beginn an. Die Sprache ist leicht verständlich, der Schreibstil flüssig und fesselnd. Obwohl im Buch eine zweite Geschichte erzählt wird, nämlich die im gefundenen Manuskript, ist es keineswegs verwirrend, denn die Geschichten sind farblich voneinander abgesetzt. Auch war es mir problemlos möglich, mich in die Protagonistin hinein zu versetzen. Der Verlauf der Geschichte ist absolut nicht vorhersehbar. Jedes Kapitel gibt Antworten, wirft aber auch neue Fragen auf, so dass ich unbedingt weiter lesen wollte um herauszufinden, was als nächstes passiert, und das macht eine gute Geschichte für mich aus. Es ist definitiv eine der berührendsten und schönsten Geschichten, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Vor allem die kleinen Weisheiten, die überall im Buch versteckt sind, fand ich ganz wunderbar. Ich finde, dass sich der Roman mit keiner anderen Geschichte vergleichen lässt, sondern etwas ganz besonderes ist. Ich kann das Buch daher absolut und ohne Einschränkungen weiterempfehlen. Für mich ist es klare 5 von 5 Sternen wert.

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  • Rezension zu "Das Glück der kleinen Augenblicke" von Thomas Montasser

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    Rosen-Rot

    08. March 2017 um 11:00

    Die Lektorin Marietta Piccini findet auf der Straße ein Manuskript. Sie weiß nicht von wem es stammt, aber sie fängt an es zu lesen.Es ist die Geschichte von Paul, der ein echter Pechvogel ist, aber trotzdem in allem das Gute sieht. Marietta will nun unbedingt den Autor des Manuskripts finden und macht sich auf die Suche.Das Buch ist wirklich sehr schön geschrieben. Marietta will den Autor finden und erlebt dabei verschiedene Dinge. Dadurch beginnt sie, sich zu verändern.Auch als Leser fängt man an nachzudenken. Man fragt sich plötzlich selbst, ob man sich immer über alles aufregen muss, oder ob man nicht selbst auch anfangen sollte, sein Leben anders zu sehen und zu versuchen, selbst eine so positive Einstellung zu bekommen wie Paul. So kann man aus dieser Geschichte viel für sich selbst mitnehmen.Das Buch ist wunderschön geschrieben, wenn es auch manchmal ein wenig schwierig zu lesen war. Besonders schön ist aber, dass es zum Nachdenken anregt.

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  • Glücksmomente erkennen

    Das Glück der kleinen Augenblicke

    Steffi153

    08. March 2017 um 10:49

    Marietta Piccini ist Lektorin bei einem kleinen Verlag. Die junge Frau ist ein wahrer Bücherwurm und liebt die Welt der Literatur. Eines Tages findet sie ein herrenloses Manuskript auf den Stufen der Bibliothek und lässt sich von dessen Geschichte des Paul Swift mitreißen, der durch eine kleine Unachtsamkeit in die größtmögliche Pechtsträhne gerät - und trotzdem nie die Zuversicht und den Mut verliert. Motiviert und neugierig begiebt sich die Lektorin auf die Suche nach dem unbekannten Autor und lässt sich von der Geschichte des Manuskripts auch in der Wirklichkeit beeindrucken.Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Allein sein Aufbau ist etwas besonderes, es ist quasi ein Buch im Buch versteckt (die Realität, darin das Manuskript), die Übergänge sind deutlich erkennbar durch die unterschiedliche Farbgebung des Textes.Der Text hat etwas malerisches, erhabenes, poetisches an sich. Durch den Satzbau und der Verwendung z. b. der ganzen Namen der Protagonisten Marietta Piccini und Paul Swift bleibt man etwas in der Beobachterrolle und kann sich nicht so leicht in die Charaktere heineinversetzen. Trotzdem entwickelt man Sympathien und fühlt sich als Teilhaber am Ganzen. Durch die bereits oben beschriebene Art des Textes hat die Geschichte eine gewisse Behaglichkeit, die Szenen fließen bedächtig dahin. Wer gerne Bücher in einem Rutsch durchliest, wäre hier falsch beraten. Man benötigt etwas mehr Zeit, fühlt sich aber nicht gehetzt sondern kommt tatsächlich etwas zur Ruhe und bekommt dafür besondere Augenblicke geschenkt, die einen selbst vielleicht sogar positiver stimmen.Protagonist Paul tut einem als Leser wirklich Leid und trotzdem bewundert man ihn. Er ist einem sofort sympathisch. Seine Pechsträhne zieht sich durch sein ganzes Leben, trotzdem behält er seinen Optimismus und zeigt einem, wie besonders schon kleine Augenblicke sein können und wie man allein durch diese Augenblicke Glück erfährt. Er lässt sich nicht runterziehen sondern macht immer weiter. Ein faszinierender und bewundernswerter Charakter.Marietta ist eine sympathische Frau. Introvertiert und doch stark, wenn sie sich für etwas einsetzt. Ich finde sie als Protagonistin sehr sympathisch, ihre Art sich für etwas einzusetzen und ihr "Fieber", mit dem sie den Autor des besonderen Manuskript sucht ist mitreißend.Insgesamt ein wirklich schönes Buch, das sich für ruhige und besonnene Lesestunden anbietet und mit dem man "kleine Augenblicke des Glücks" kennenlernen und erkennen-lernen kann.

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