Der Sommer der Pinguine

von Thomas Montasser und Isabel Pin
4,0 Sterne bei30 Bewertungen
Der Sommer der Pinguine
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Positiv (22):
KatMas avatar

ein wunderschönes, charmantes Büchlein, das auch zum Nachdenken über unsere Rolle als Mensch anregt

Kritisch (3):
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Ein modernes Märchen für leseliebende Menschen mit viel Fantasie.

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Inhaltsangabe zu "Der Sommer der Pinguine"

Eine kleine Buchhandlung im Londoner Stadtteil Mayfair. Mrs. Annetta Robington hat sich in einem faszinierenden Buch über Pinguine festgelesen und darüber die Zeit vergessen. Beim Verlassen des Ladens macht sie plötzlich eine unglaubliche Entdeckung: Der Buchhändler ist ein Pinguin! Der alte Herr dementiert, gibt dann aber doch zu: Ja, er ist ein Pinguin – einer von vielen, die meist unerkannt unter den Menschen leben.
Ein Cellist mit buschigen Augenbrauen, ein Portier in vollendeter Haltung, ein Opernbesucher im Frack … Nun sieht Mrs. Robington allerorten Pinguine.
Als das Geheimnis der liebenswerten Species aufzufliegen droht, ist Mrs. Robingtons große Stunde gekommen. Mit einem raffinierten Plan setzt sie alles daran, die Vögel zu retten … Eine herzerwärmende Geschichte mit zauberhaften Illustrationen von Isabel Pin.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783458363460
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:143 Seiten
Verlag:Insel Verlag
Erscheinungsdatum:11.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    KatMas avatar
    KatMavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: ein wunderschönes, charmantes Büchlein, das auch zum Nachdenken über unsere Rolle als Mensch anregt
    „Der Mensch sieht nur, was er erwartet“

    Das kleine Büchlein erzählt die Geschichte der Annetta Robington, die in einer Buchhandlung der britischen Hauptstadt erfährt, dass Pinguine mitten unter uns Menschen leben. Der Buchhändler selbst ist ein Spheniscidae, er bittet Mrs Robington, die Erkenntnis für sich zu behalten. Nach Überwindung des 1. Schreckens beobachtet die Hauptprotagonistin ihre Mitmenschen genauer und erkennt noch mehrere Pinguine. Sie schließt die Wesen in ihr Herz und es fällt ihr fällt im Laufe des Buches auch zu, sich tatsächlich für das Geheimnis der liebenswerten Tiere einzusetzen.

    Das charmante Buch bringt uns die Pinguine näher und stellt die These auf, dass der Mensch viele seiner Errungenschaften (seien es Entdeckungen von Kontinenten oder Erfindungen) nur von den Spheniscidaen abgeschaut hat oder zumindest später dran war als sie. Wobei der Pinguin durchaus als Parabel dienen kann.

    Sehr aufgewertet wird das Buch durch die tollen Illustrationen.

    Mein Lohn als Leser ist es unter anderem auch, mich mit den schwer ertragbaren ethnischen Wahrheiten, wie wir als Mensch mit den Tieren umgehen, auseinanderzusetzen. Diese Passagen bringt Thomas Montasser so humorvoll an den Leser, dass das Buch nichts von seiner Liebenswürdigkeit verliert. Die Geschichte ist fantasievoll, sehr unterhaltsam und sprachlich ein Genuss.

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    Sireadhs avatar
    Sireadhvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein kurze Lektüre mit viel Witz und Charme, welche den Pinguin als zivilisiertes Wesen noch vor dem Menschen darstellt.
    Die Spheniscidae und ihr Leben unter den Menschen

    Als Annetta Robington die kleine Buchhandlung im Londoner Stadtteil Mayfair betritt, weiß sie noch nicht, dass dieser Besuch und insbesondere der ältere Buchhändler hinter dem Tresen ihr Weltbild auf entscheidende Weise verändern wird. Auf den ersten Blick hin meint sie nämlich, statt eines älteren Herren mit dunklem Tweedjacket, einen Pinguin zu erkennen! Doch auch nach einem weiteren Blick ändert sich dieser Eindruck nicht. Der Buchhändler - Sir Basil Snow - bittet sie daraufhin darum, diese Erkenntnis für sich zu behalten, zum Wohle seiner Art, den Spheniscidae. Auch bei anderen Gelegenheiten meint Mrs Robington nun überall Pinguine zur erkennen: Sei es als Concierge des Inn, in welchem sie nächtigt oder der zweite Geiger des Wagner Stücks, im der Theater am Abend. Verwirrt aber auch neugierig versucht die eigentliche Geographielehrerin aus dem kleinen Örtchen Great Missenden herauszufinden, was es eigentlich mit den Pinguinen auf sich hat und schließt diese mehr und mehr ins Herz. Als dann ausgerechnet in ihrem Heimatort alte Briefe auftauchen, die die Wahrheit über die Spezies der Spheniscidae aufzudecken drohen, setzt Annetta alles daran, um dies zu verhindern.


    Ein sehr humorvoll geschriebenes Buch, das den Pinguin als überaus kultiviertes und zivilisiertes Wesen darstellt, von welchem der Mensch die meisten Errungenschaften abgekupfert hat. Der Schreibstil ist zuweilen durchaus komplex, aber wertet das Buch ungemein auf. Auch die Illustrationen, die gezielt eingebracht werden, unterstützen die Vorstellung der Ereignisse rund um Mrs Robington sehr gut. Zu Beginn jedes Kapitels wird dann wieder ein fiktiver Lexikon-Beitrat eingestreut, der die Geschichte der Pinguine mit viel Witz und dennoch sachlich erklärt. Zudem machen die detaillierten Beschreibungen der britischen Hauptstadt und deren Bewohner einem teilweise wirklich Lust, den nächsten Urlaub auf die große Insel zu planen. Das Ende des Büchleins ist dann leider doch etwas abrupt und lässt den Leser etwas verwirrt zurück, was durchaus hätte vermieden werden können.

    Dennoch eine wirklich gute Lektüre, die es auf ihren 144 Seiten schafft, den Leser mit viel Witz und Charme zu verzaubern und ihm Lust auf einen Tag in einem kuscheligen, englischen Cottage macht. 

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    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach zauberhaft!
    Eine zauberhafte Geschichte

    Annetta Robington fährt nicht oft von Great Missenden nach London, doch dieser Besuch wird ihr Leben verändern. Aufmerksamer als sonst bummelt sie durch die Stadt und plötzlich stellt sie seltsames fest: Der nette Buchhandler hat doch Flügel statt Armen und die Nase sieht mehr aus wie ein Schnabel. Und auch der Concierge in dem Hotel, in dem sie Zuflucht sucht, scheint kein Mensch zu sein, sondern ein Pinguin. Sie erfährt, dass Pinguine schon lange versteckt unter uns Menschen leben und sich gut eingerichtet haben. Doch als ihr verborgenes Leben droht öffentlich zu werden, tut Annetta Robington alles, um das Geheimnis zu schützen. Kann sie dafür sorgen, dass die Pinguine weiter unerkannt Leben können?
    „Der Sommer der Pinguine“ ist ein zauberhaftes kleines Buch, geschrieben von Thomas Montasser und illustriert von Isabel Pin. Die Geschichte, die zunächst abwegig klingt, ist so liebevoll geschrieben und führt einen in eine wunderbare Welt der Fantasie. Zwischen die Erlebnisse von Annetta werden immer wieder Passagen von wissenschaftlichen Büchern eingefügt, die die Weltsicht der Pinguine erklären, um dem Menschen die Deutungshoheit wieder zu entreißen. Denn wer könnte ernsthaft glauben, dass Amerika erst vor einigen hundert Jahren von Menschen „entdeckt“ wurde? Hier wurde vom Menschen die gesamte Geschichte umgeschrieben. Diese kleinen liebevollen Details machen die Geschichte von Thomas Montasser so lesens- und liebenswert, dass man das Buch gar nicht mehr aus Hand legen mag.
    Der Autor Thomas Montasser hat es geschafft, eine Geschichte zu schreiben, die zwar völlig unrealistisch wirkt, aber einen ganz eigenen Zauber hat. Ich würde gerne in der Welt von Annetta Robington leben, einmal durch die Encyclopädia Penguinica blättern und eine neue und kritische Sicht auf die Menschen gewinnen. Doch auch die Kritik bringt der Autor mit einem Augenzwinkern an den Leser, so dass dieses Buch ernst und humorvoll zu gleich ist, eine große Lesefreude mit viel Tiefe. Ein wunderbares Buch, nicht nur für den Sommer. 

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    SigiLovesBookss avatar
    SigiLovesBooksvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wirklich wundervolles Lesevergnügen, das sowohl Humor als auch viel Tiefgang besitzt und dabei durch brillanten Wortwitz überzeugt! 5*
    Fantasie und Sprachwitz in vollendeter Form - mit viel "Tiefgang"

    Dieser kleine Sommerroman, der mit einem fabelhaften Cover in der Insel-Bücherei (2018, gebunden) erschienen ist, dürfte so manches Literaturherz erfreuen. Meines war jedenfalls sehr erfreut und der Autor gehört für mich fortan zu meinen Lieblingsautoren, da mir bereits vorangegangene Werke sehr gefallen haben, besonders in sprachlicher Hinsicht, der Schreibstil von Thomas Montasser ist einerseits "federleicht", andererseits versteht er es, "eine zweite Geschichte hinter der Geschichte" sehr brillant dem Leser vor Augen zu führen... Lesegenuss ist garantiert!


    Mrs. Robington, ihres Zeichens pensionierte Lehrerin aus dem (eigentlich kleinen) Great Missenden, verbringt einen beschaulichen Tag in einer Buchhandlung in London und da sie Bücher über alles liebt, vergisst sie die Zeit... Ihre Aufmerksamkeit erregt der ältere Buchhändler, der ihr beim zweiten Hinsehen wie ein Exemplar der Spezie Pinguin erscheint (eine großartige Illustration von Isabel Pin, die auch an anderen Buchstellen eingeflochten sind, erhöht hier noch das Lesevergnügen). Mrs. Robington geht nicht fehl in dieser Annahme - und erfährt von dem sympathischen Mr. Basil Snow, dass es durchaus weitere Pinguine verschiedenster Couleur gibt, die friedlich unter den Menschen leben. Doch nicht nur das: Er leiht ihr ein Buch aus, das ihre Sicht auf die Welt nachhaltig verändern soll...

    So lernt sie - die Kernthematik des Buches treffend - der man nur zustimmen kann und die lautet:

    "Der Mensch sieht nur, was er erwartet" (Zitat)

    demzufolge weitere Spezies der Gattung Pinguine kennen, die sich gerne als Pastoren (Eselspinguine, denen eine große Empathiefähigkeit anhaftet),  Orchestermusiker (Haubenpinguine) und als Mitarbeiter in der gehobenen Gastronomie (unerkannt) betätigen. Bedenkt man obiges Zitat, so ist auch klar, dass dieses ebenfalls eine wichtige Rolle im Roman spielt:

    "Wer ist schon der, als der er scheint" (Zitat S. 78)

    Da Mrs. Robington eine der sehr wenigen Menschen ist, die demzufolge "genauer hinschauen", öffnet sie uns nach und nach die Augen für - ja, wofür? Ich würde sagen, "für die kleinen Wunder dieser Welt". Der Neugierde stets Raum gebend, will sie den Pinguinen helfen, die jüngst aufgetauchten Briefe von Sir Anthony Arlington, einem berühmten Polarforscher, der als einziger Mensch die Sprache der Pinguine verstand, in den Besitz des Buchhändlers zu verbringen - um die weitere Existenz der gefiederten Mitmenschen nicht zu gefährden... Hierbei hilft ihr ein excellenter Plan, der am Ende mehr als aufgeht und durch den eine alte Liebe - wer weiß? - vielleicht wieder "aufflammt" ;)

    Besonders gefallen haben mir der Sprachwitz und die literarische Virtuosität von Thomas Montasser: Die grandiosen Wortschöpfungen wie "Ehrpusseligkeit" und "Nebelkerzenwerferei" bzw. Wörter, die vom Aussterben bedroht sind (was sie wiederum mit so mancher Tierart gemein haben), erneut aus der Tiefe hervorzuholen. Die "Royal Penguin Society", die bedeutenden Werke der Pinguine wie das Lexikon Penguini und die "Encyclodedia Penguinica, die der Vermenschlichung der Literatur entgegensteht, fand ich auch mehr als köstlich. Den Werken entnehmen kann man durchaus wenig heldenhafte Taten des homo sapiens, die sich auf unserem Planeten abspielen (Vermüllung der Meere, Verklappung von Öl, Überfischung etc.), die so manchen Schmunzler auch dazu bringen, erstmal schlucken zu müssen... Man könnte in den niedergeschriebenen Worten von Iceberger, um dessen Werke (pinguinischer Art) es hier zuweilen geht, auch einen Aufruf sehen, seinen "ökologischen Fußabdruck", den jeder Mensch auf der Erde hinterlässt, wohl zu bemessen, sorgsam mit der Umwelt und den Mitgeschöpfen umzugehen. Mir war Mrs. Robington von Beginn an sehr sympathisch, auch ein Bewohner in Great Missenden, den man am Ende etwas näher kennenlernt, gibt der Geschichte, die zuweilen etwas parabelhaftes hat, einen weiteren Spannungsbogen.... Die Pinguine selbst, Mr. Basil Snow, Pastor Williams und der 2. Geiger in der "Royal Albert Hall" sorgen hier für literarischen Tiefgang, Humor und interessante Wendungen.

    Fazit:

    Ein großes Lesevergnügen, das jedoch etwas Fantasie - und einen tieferen Blick in das Gelesene voraussetzt. Eine etwas märchenhafte, sehr unterhaltsame, skurrile, witzige Geschichte, die dennoch viele Bezüge zur "rauen Wirklichkeit" schafft und zum Nachdenken anregt. Mir hat sie überaus gefallen und ich freue mich schon auf weitere Romane von Thomas Montasser: Von mir eine absolute Leseempfehlung, die volle Punktezahl und 5* am Literaturfirmament, ganz besonders für die brillante und wundervolle Sprache, in der der Roman geschrieben ist!

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    julemausi89s avatar
    julemausi89vor 3 Monaten
    Ein zauberhaftes Büchlein

    Thomas Montasser hat nicht viel Raum gebraucht, um in seinem kleinen Büchlein seine Botschaft zu vermitteln:

    Man sieht immer nur, was man sehen möchte. Und nur wer mit offenem Herzen durch die Welt läuft, entdeckt auch ihre Geheimnisse und lernt es, seine Mitmenschen zu verstehen.

    Mrs Robington befindet sich auf einem Kurztripp nach London, als sie plötzlich in einer kleinen Buchhandlung einem Pinguin gegenübersteht. Bald erfährt sie, dass die Pinguine schon seit Jahrhunderten unerkannt unter den Menschen leben. Bis eine Entdeckung für Aufsehen sorgt und droht, das Geheimnis der Pinguine aufzudecken.

    Das Buch liest sich wie ein modernes Märchen. Man muss etwas Fantasie mitbringen, um sich in diese Geschichte hineinzuträumen. Aber soviel sei gesagt: es lohnt sich.

    Der Schreibstil ist so schön leicht und enthält auf den wenigen Seiten gleichzeitig so viele Informationen, dass man förmlich dazu gedrängt wird, zwischen den Zeilen zu lesen und sich das Ungesagte, Unausgesprochene vorzustellen.

    Wie bei jedem Märchen wird man zum Schluss mit einer rumdum gelungenen Geschichte belohnt und einem Ende, das zum Nachdenken anregt.

    Fazit:
    Ein kleines modernes Märchen, dass das Kind in einem weckt.

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    Sporchies avatar
    Sporchievor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ungewöhnliche Frackträger und eine bezaubernde Dame
    Märchen für Erwachsene

    Annetta Robington eine liebenswerte Geographielehrerin hat man nach den ersten paar Seiten sofort ins Herz geschlossen. Ihr Leben birgt nicht mehr viel Abwechslung  - zwischen Schule, Kirchenchor und Bücher hat sie ihr kleines bescheidenes Glück gefunden.

    Das ändert sich eines Tages schlagartig als sie einen kleinen Buchladen in Mayfair betritt.

    Der freundliche Buchhändler entpuppt sich als Pinguin und nicht nur er gehört dieser besonderen Spezies an, sondern plötzlich sieht sie weitere als  Portiere, Geistliche und Geigenspieler 
    Während Annetta versucht das Geheimnis, der unter uns Menschen lebenden Sphenisci zu bewahren, taucht sie selbst wieder in ein schon fast vergessenes Erlebnis ein. 

    Als nun durch wiederentdeckte Briefe eines berühmten Polarforschers das Geheimnis der Pinguine entdeckt zu werden droht ist rasches Handeln geboten. 

    Eine märchenhafte durchaus skurille Geschichte von Thomas Montasser - die bereichert wird durch die liebevollen Zeichnungen von Isabel Pin.

    Rundum ein gelungenes modernes Märchen  das aber auch  nachdenklich macht. Und den Blick fürs "Schützenswerte" schärft.

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    unfabulousvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine zauberhafte Geschichte, die mit Pinguinen und einem wundervollen Erzählstil punktet. In der Welt gibt es viel zu entdecken!
    Unerwartete Entdeckungen

    Mrs. Annetta Robington ist für einen Abstecher in London und stellt in einer Buchhandlung überrascht fest, dass der Buchhändler ein Pinguin ist. Und das ist gar nicht so außergewöhnlich, denn er ist einer von vielen Pinguinen, die - eigentlich unerkannt - unter den Menschen leben.

    Ganz am Anfang habe ich mich etwas schwer getan, in die Geschichte hineinzufinden. Die Sprache wirkt ein wenig altertümlich und vornehm, aber genau das passt zu den Pinguinen! Dass sie überhaupt auftauchen ist auch wirklich seltsam und ungewohnt, aber doch eine sehr süße Idee. Und ich kenne Jemanden, der mich ehrlich gesagt immer an einen Hamster erinnert ;-) Also so abwegig finde ich den Gedanken gar nicht. In der Welt gibt es viel zu entdecken. Man sollte also nicht immer alles so hinnehmen, wie es auf dem ersten Blick scheint. Es gibt oft mehr zu entdecken, wenn man genauer hinsieht. Auch wenn es vielleicht nicht unbedingt Pinguine sind, aber es gibt doch so einiges, was man sonst vielleicht verpasst.

    Das Buch ist immer wieder mit kleinen Zeichnungen untermalt, die ich auch alle sehr schön finde. Ich hätte die Zeichnungen nicht unbedingt während des Lesens gebraucht, da war ich so gefangen von der Geschichte selbst. Sie sind aber wunderschön und haben auch, obwohl es immer mal wieder kleinere Abweichungen zum Text gab, ganz wunderbar zur Geschichte gepasst.

    Ich fand dieses Büchlein ganz zauberhaft und obwohl es so dünn ist, enthält es doch eine ganz wichtige Botschaft: Menschen sehen oft nur das, was sie erwarten zu sehen, aber die Welt beinhaltet doch so viel mehr.

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    SusanneSH68s avatar
    SusanneSH68vor 3 Monaten
    Pinguine - very britisch

    Mrs. Annetta Robington besucht in London eine Buchhandlung. Sie liest sich in einem Buch über Pinguine fest. Dann macht sie eine unglaubliche Entdeckung: der Buchhändler ist ein Pinguin. Ihr Besuch in der großen Stadt dauert dann länger als geplant, und sie entdeckt mehr Pinguine, die unter den Menschen leben. Und ganz nebenbei findet sie auch eine verlorene Liebe wieder.

    Dieses Buch ist ein heiteres, modernes Märchen. Man muss sich darauf einlassen, dann bereitet es große Freude. Der englische Erzählstil macht das Buch zu einem sehr britischen Vergnügen. Auf sehr unterhaltsame, liebevolle Weise wird dem Leser nähergebracht, wie wichtig es ist, die Erde zu schützen. Neben der Erzählung gibt es in dem liebevoll gestalteten Buch auch noch zahlreiche Illustrationen, die dieses Büchlein insgesamt zu einem besonderen Buch machen.

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    typomanins avatar
    typomaninvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein modernes Märchen für leseliebende Menschen mit viel Fantasie.
    Der Sommer der Pinguine

    Verlag: Insel Verlag

    Seitenzahl: 144 Seiten

    Cover: Passend zum märchenhaften Inhalt ist die kolorierte Illustration. Im Innern folgen weitere Illustration, jedoch in schwarz-weiß. Durch die typischen englischen Gebäude, weiß man gleich, dass es in London spielt. Und auch die Hauptcharaktere sind abgebildet. Die Schrift von Autor, Titel etc. hätte ich mir noch etwas weicher vorstellen können.

    Rezension:
    Zusammenfassung auf der Rückseite:
    »Eine kleine Buchhandlung im Londoner Stadtteil Mayfair. Mrs. Annetta Robington hat sich in einem faszinierenden Buch über Pinguine festgelesen und darüber die Zeit vergessen. Beim Verlassen des Ladens macht sie plötzlich eine unglaubliche Entdeckung: Der Buchhändler ist ein Pinguin! Der alte Herr dementiert, gibt dann aber doch zu: Ja, er ist ein Pinguin – einer von vielen, die meist unerkannt unter den Menschen leben. Ein Cellist mit buschigen Augenbrauen, ein Portier in vollendeter Haltung, ein Opernbesucher im Frack … Nun sieht Mrs. Robington allerorten Pinguine. Als das Geheimnis der liebenswerten Species aufzufliegen droht, ist Mrs. Robingtons große Stunde gekommen. Mit einem raffinierten Plan setzt sie alles daran, die Vögel zu retten … Eine herzerwärmende Geschichte mit zauberhaften Illustrationen von Isabel Pin.«

    Mich hat tatsächlich die Sprache fasziniert, mit vielen Adjektiven gespickt und wirklich märchenhaft. Kein Buch, was man einfach so schnell runterliest, sondern Hasen für Happen. Dafür die beiden Sterne. Was ich vermisst habe, war eine spannende Handlung. Am Anfang war es noch interessant, aber mit der Zeit mehr und mehr verwirrend, wer jetzt Mensch ist, wer Pinguin, wer wen wie erkennt und warum. Ich finde, man hätte mit der Idee, dass Pinguine unter uns leben noch mehr machen können, mehr Witz und mehr Spannung hineinbringen. Schade, aber aufgrund der Sprache eben doch auch ganz nett zu lesen.

    Fazit:
    Ein modernes Märchen für Menschen, die sich mal wieder von einer Geschichte verzaubern lassen wollen. Aber Vieles ist dann doch sehr oder zu skurril.

    Lieblingszitate:
    »Die menschliche Literatur räumt den Pinguinen seit je eine tragende Rolle ein, ja, sie mag als geradezu sinnbildlich für den uralten Menschheitstraum gelten, ein Pinguin zu sein.«

    »Die meisten Menschen sehen nur, was sie erwarten. Aber die Welt ist doch viel mehr als nur das Erwartbare, nicht wahr?«

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    heinokos avatar
    heinokovor 3 Monaten
    Ganz große Schreibekunst

    Ganz große Schreibekunst

     

    Stellen Sie sich Folgendes vor: Ein gemütliches Kaminzimmer, weiches Licht, dicker weich-flauschiger Teppich, darauf Sie im Schneidersitz, vor Ihnen in einem alten großen Ledersessel ein gut gekleideter, gepflegt wirkender älterer Herr mit weißen Haaren und Goldrandbrille. In wohlgesetzten Worten und gestenreich erzählt er Ihnen eine Geschichte, ein Märchen wie es scheint. Er macht Pausen, ändert das Erzähltempo je nach Geschehen, er blickt verwundert, wenn er Unglaubliches berichtet, schiebt sachliche Beschreibungen ein, wo er sie für erforderlich hält und an manchen besonderen Stellen blitzt der Schalk in seinen Augen auf. Immer aber sind seine Worte wohlgesetzt, die Sätze gar trefflich geraten… Genauso fühlte ich mich beim Lesen dieses wunderbaren kleinen, feinen Geschenkbandes, entrückt und verzaubert.

     

    Die überaus liebenswerte Mrs. Annetta Robington vergisst beim Schmökern  in einer kleinen Buchhandlung in London Ort und Zeit – und macht eine unglaubliche Entdeckung: Der rücksichtsvolle Buchhändler ist ein Pinguin! Und nicht nur ihn, auch den Cellisten im Konzert, den Portier im Hotel, und noch so manch anderen sieht Mrs. Robington plötzlich mit anderen Augen und erkennt in ihnen ebenfalls Pinguine. In ihr reift ein raffinierter Plan, diese besondere Spezies von Lebewesen zu retten, und sie wächst über sich selbst hinaus.

     

    Was für eine unglaublich schöne, bestechend „sorgfältige“, oder sollte ich sagen, „sorgsame“ Sprache. Allein schon für diesen überaus gepflegten Sprachstil liebe ich das Büchlein. Dazu kommt die feine Schilderung der sehr englischen Kulisse und der sehr englischen Denk- und Handlungsweise speziell von Mrs. Robington, die man jederzeit in einem der Filme rund um den Ermittler Barnaby wiederzufinden meint. Die liebenswert zauberhaften Zeichnungen von Isabel Pin passen perfekt zum Erzählstil. Dass uns Pinguine den Spiegel vorhalten, uns in unserer Beschränktheit entlarven und dies alles mit einem stillen Lächeln – das ist ganz große Schreibekunst.

     


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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Insel_Verlags avatar
    Der freundliche Pinguin von Nebenan

    Als Mrs. Annetta Robington einen kleinen Buchladen im Londoner Stadtteil Mayfair besucht, traut sie ihren Augen nicht: Der Buchhändler ist ein Pinguin! In Thomas Montassers modernem Märchen Der Sommer der Pinguine entdeckt die sympathische Protagonistin, dass die flugunfähigen Vögel nicht nur am südlichen Polarkreis, sondern schon seit vielen Jahren unerkannt unter den Menschen überall auf der Welt leben ...

    Eine herzerwärmende Geschichte mit zauberhaften Illustrationen von Isabel Pin

    Worum geht’s genau?
    Die Geographielehrerin Annetta Robington aus dem kleinen Städtchen Great Missenden nordöstlich von London verschlägt es an einem spätsommerlichen Tag in die britische Hauptstadt. Dort entdeckt sie ein lange behütetes Geheimnis: Unter den Menschen leben seit Jahrhunderten unerkannt auch zivilisierte Pinguine, die als Buchhändler, Portiere oder Geistliche arbeiten und abends wie selbstverständlich die Oper besuchen. Als plötzlich ein Stapel Briefe des berühmten Polarforschers Sir Anthony Arlington auftaucht, der das Geheimnis der Pinguine zu lüften droht, setzt Annetta alles daran, um die freundlichen Vögel zu retten …
    Der Sommer der Pinguine ist ein heiteres, modernes Märchen in englischem Erzählstil, das von hinreißenden Zeichnungen der Illustratorin Isabel Pin begleitet wird.

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    Über den Autor: Bevor Thomas Montasser das Schreiben für sich entdeckte, war er als Journalist und Universitätsdozent und Leiter einer kleinen Theatertruppe tätig. Heute schreibt Montasser Sachbücher, Romane und Kinder- und Jugendbücher. Mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt der Autor in München, wo er am liebsten Swing hört, alte Bücher liest und im Freien frühstückt.

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