Ein ganz besonderes Jahr

von Thomas Montasser 
4,2 Sterne bei72 Bewertungen
Ein ganz besonderes Jahr
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (58):
E

Zauberhaft, dieser verwunschene Buchladen. Als Leser benötigt man eine gehörige Portion Phantasie!

Kritisch (3):
MeaLus avatar

Nette Idee, aber sehr utopisch. Wenn der Buchhandel so funktionieren würde...

Alle 72 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Ein ganz besonderes Jahr"

Eigentlich wollte Valerie die etwas altmodische Buchhandlung ihrer spurlos verschwundenen Tante auflösen. Doch die junge Betriebswirtin hat die Macht der Bücher und die Magie der kleinen Buchhandlung mit dem Samowar unterschätzt. Jeden Tag entdeckt sie neue Schätze der Literatur und taucht immer tiefer in die zauberhafte Welt der Bücher ein. Als sie auf ein merkwürdiges Buch stößt, das nicht zu Ende geschrieben wurde, hält sie es für einen Fehldruck. Doch dann betritt ein Kunde ihre Buchhandlung, der genau dieses Buch schon lange sucht …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492306898
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:14.01.2016

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne33
  • 4 Sterne25
  • 3 Sterne11
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern2
  • Sortieren:
    Magicsunsets avatar
    Magicsunsetvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch für Menschen, die an keiner Buchhandlung vorbeigehen können, ohne sie zu betreten - und nie mit leeren Händen verlassen.
    Eine poetische Geschichte über die Macht der Bücher

    „Der Wetterumschwung hatte sich durch nichts angekündigt.“ (Zitat)

    Mit diesem Satz beginnt ein kleines Buch, das Valerie in der kleinen Buchhandlung ihrer Tante Charlotte findet. Valerie wundert sich noch darüber, dass Tante Charlotte dieses Buch überhaupt ins Regal gestellt hat, hört die Geschichte doch nach einigen Seiten auf und es folgen viele leere, weiße Seiten – eindeutig ein Fehldruck. Noch eigenartiger ist, dass eines Tages ein junger Mann die Buchhandlung betritt, einige Bücher kauft und begeistert ist, als er genau dieses Buch „Ein ganz besonderes Jahr“ entdeckt.

    Valerie, Mitte 20, hat gerade ihr BW Studium abgeschlossen, wollte noch den Master machen und ihre Karriere planen, als ihre Tante Charlotte im Alter von beinahe 80 Jahren plötzlich verschwindet und in einer Nachricht mitteilt, dass Valerie sich um das Geschäft kümmern soll. Für Valerie beginnt eine Reise in die Welt der Bücher, aber auch der Überlegungen, was sie mit einer Buchhandlung tun soll, die seit den 50er Jahren existiert, aber kaum mehr Kunden hat. Doch sie unterschätzt die Kraft der Literatur und der Bücher.

    Dieser Roman handelt von einer alten, kleinen Buchhandlung, vor allem aber von Büchern und den Menschen, die sich für Bücher begeistern und die uns im Laufe der Handlung begegnen.

    Der Autor schreibt in der dritten Person, allerdings nahe an einer personalen Erzählform, sein Hauptcharakter ist Valerie. Sie und die Buchhandlung stehen im Mittelpunkt der Handlung, die sich über ein Jahr erstreckt. Für den Spannungsbogen sorgt die Frage nach dem Verschwinden von Tante Charlotte und die Auflösung. Dennoch ist nicht Spannung das Hauptanliegen des Autors, sondern es geht um Literatur, Bücher, die Sprache und die Freude daran. Vor allem aber geht es um die kleine Buchhandlung, die versucht, neben den Einkaufszentren und großen Buchhandelsketten zu bestehen. Jeder von uns kennt wohl noch so eine Buchhandlung.

    Valerie, die Hauptprotagonistin, wächst dem Leser ans Herz und ihre Veränderung im Laufe dieses Jahres, als sie sich teilweise durch die Bestände der Buchhandlung liest.

    „Es ist ein Unterhaltungsroman. Aber er ist so erzählt, wie man Geschichten erzählen sollte.“ (Zitat, Seite 84). Dieses Zitat aus der Handlung trifft auch auf diesen Roman zu.

    Ein Buch für einen unterhaltsamen, angenehmen, entspannten Lesenachmittag, das ich allen Lesern empfehle, die nie an einer Buchhandlung vorbei gehen können, ohne sie zu betreten und „sich nur umsehen“ – und diese nie mit leeren Händen wieder verlassen.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    BeaSwissgirls avatar
    BeaSwissgirlvor einem Jahr
    Ein ganz besonderes Jahr


    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)


    Bei Büchern über Bücher kann ich nur selten wiederstehen und so durfte dieses Schätzchen hier auch bei mir einziehen.


    Der Schreibstil hat eine gewisse anspruchsvolle Art, lässt sich aber dennoch flüssig lesen.
    Gewählt wurde die auktoriale Erzählweise, was ich als sehr passend empfunden habe, da die Geschichte so einen bestimmten Charme versprüht.


    Valerie die Hauptperson mochte ich soweit ganz gerne, ehrlich gesagt lernt man sie aber auch nicht näher kennen.
    Genau so verhält es sich mit den weiteren Charakteren, die in der Geschichte eine Rolle spielen.
    Irgendwie hat es mich aber auch gar nicht gross gestört....


    Das Hauptaugenmerk liegt nämlich meiner Meinung nach ganz klar auf der Liebe zur Literatur und allem was dazugehört. Bei manchen Zitaten ging mir als eingefleischte Leseratte natürlich das Herz auf ;) und ich mochte diesen Bücher- Flair.  Leser, welche damit nicht so viel anfangen können, werden wohl bei dieser Geschichte nicht gross auf ihre Kosten kommen!
    Zeitweise geht nämlich der rote Faden etwas verloren, und die Charakterausarbeitung ist wie oben schon erwähnt nur solide, dennoch wurde es mir beim Lesen dieses Buches einfach warm ums Herz ;)


    Für Leseverrückte wie mich eine Liebeserklärung an den besonderen Zauber von Büchern.


    Ich vergebe hiermit 4,5 Sterne

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    vivreavecdeslivress avatar
    vivreavecdeslivresvor einem Jahr
    Ein ganz besonderes Jahr | Rezension

    "Hätte jemand durch das Fenster geblickt, er hätte kaum mehr gesehen als den gebeugten Rücken einer mit grosser Sorgfalt gekleideten älteren Dame, deren schneeweisser, etwas wirrer Dutt über der Kasse schwebte, von einer müden Deckenlampe in ein gnädiges Licht gehüllt."
    So begann das Buch, so ging es weiter, so war es die ganze Zeit über. In den Vordergrund trat der mir etwas fremde Schreibstil, den ich zuerst als gespickt mit unwichtigen Details empfand, welche nicht bevorzugterweise die Atmosphäre unterstützten, sondern einfach da waren. Und doch fand ich  dann irgendwann meinen persönlichen Zugang zur Sprache, dachte erst, diese hätte sich entwickelt und verändert über die Seiten, bis ich bemerkt habe, dass ich mich einfach an den etwas  gehoberen, manchmal doch hochgestochenen Schreibstil gewöhnt habe.Das Buch hatte ein wenig eine komische Stimmung. Die auktoriale Erzählsituation war stark zu spüren, der Erzähler wusste so vieles und informierte dich direkt, verbesserte sich. Für mich definitiv was Neues, die Anwesenheit des Erzählers auf dieser Ebene ständig zu spüren, ich habe ihn differenziert wahrgenommen. Und ich konnte das erste Mal den Erzähler völlig von der Protagonistin trennen und sie unterscheiden, etwas, mit dem ich manchmal ein wenig Mühe habe. Doch Valerie lernte ich schnell kennen  und doch nie so richtig.
    Valerie schreitet zu Anfang in die verstaubte und doch mit sehr viel Liebe von ihrer verschwunden Tante geführten Buchhandlung. Sie sieht ihre Aufgabe darin, den Laden aufzugeben, doch das ihr nicht gewöhnte, altmodische System mit der Abwesenheit einer digitalen Aufzeichnung und überhaupt einem Computer, war ihr so fremd, dass sie daran schnell scheiterte und dann begann, einfach Tage in der Buchhandlung zu verbringen, Freundschaften zu schliessen und ihre Liebe zu Büchern wieder- und vor allem neu zu entdecken.

    Und genau diese Liebe wird geschildert, und Valerie verhält sich anders mit den Büchern. Sie liest nicht immer, ständig, sondern sie setzt sich an die Sonne und verliert sich in einem Buch. Es ist dieses am Stück lesen, welches mich so fasziniert hatte, das Lesen an sich selbst. Diese sinnlichen Momente werden in einer völlig neuen, ansteckenden Ausführlichkeit geschildert. 

    Und während dem ganzen Buch verstärkert sich die Sehnsucht nach einem solchen Erleben von Büchern in fremden, fernen Fantasiewelten. Bis man merkt, dass man sich selbst gerade in einem Buch verloren hat, daraus auftaucht mit einem Glücksgefühl und einer noch stärker entfachten Liebe zum geschrieben Wort. So ging es mir mit dem Buch, und ich glaube, wenn ein Buch die Liebe zu Büchern, zu Buchhandlungen allgemein noch verstärkt, dann muss es ein ganz besonderes Buch sein.Und ganz besonders, ja, das ist dieses ganz besondere Jahr natürlich, wer hätte es gedacht! Und zwar, indem der Schreibstil völlig unterwartet ist, wie auch so manch anderes, das passiert und geschildert wird. Und doch ist es teilweise ein bisschen voraussehbar, aber mit einem grossen positiven Aspekt, denn es ist so gewollt vom Autor, ohne dass man diesen Willen stark spürt; er wird einem nur danach klar. 

    Die Fremdcharakterisierung von Valerie bleibt ein bisschen skizziert, geht nicht zu sehr ins Detail und  verrät keine seltenen Geheimnisse oder Angewohnheiten von Valerie, sondern erfasst sie als Person eigentlich nur, wenn sie sich im Buchladen aufhält. Aber das zeigt eine gewisse Seite von ihr, und vielleicht wird auch nicht mehr gebraucht, vielleicht muss sie nicht vollständig erfasst werden, denn wie kann man eine Person schon in einem Buch erfassen? Das Buch erzählt ausschweifend vom Buchladen, Räumlichkeiten, die sich schemenhaft vor meinen inneren Augen bilden, von eigenwilligen Nebencharakteren, die man auf Anhieb ins Herz schliesst und von Tierchen, einer Teemaschine und so ziemlich viel weiterem, die man mit dem Buch verbindet. Es ist ein Buch, das von kleinen Dingen lebt, eben erwähnten, und von Erwähnungen von tausenden anderen Bücher, die einem in einer ganz besonderen Empfehlung ans Herz gelegt wurden. Es lebt von Briefen von Menschen, die in einem Buch in einer Buchhandlung Glück auf eine andere Weise fanden und von der Mitteilung, dass wir Buchhandlungen unterstützen müssen, indem wir sie in vollen Zügen geniessen, wie auch im Buch.
    "Und so entwickelte die Buchhandlung - wie ein Kind, das gross wird und sich von den Eltern abnabelt und einen eigenen Charakter ausprägt - ihre originäre Persönlichkeit: unvorhersehbar, eigenwillig und voller Überraschungen." 
    http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2015/11/ein-ganz-besonderes-jahr-von-thomas.html

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    DangerDans avatar
    DangerDanvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Liebe zu Büchern, zur Literatur, zur Buchhandlung im Ort - wunderschön geschrieben!
    Die Liebe zu Büchern, zur Literatur, zur Buchhandlung im Ort....

    Für mich als Buchhändlerin und Buchliebhaberin war dieses Buch ein Traum. Ich arbeite auch in einem sehr kleinen Buchladen und konnte mich mit Valerie sehr schnell identifizieren. Gleich schon am Beginn des Buches schreibt der Autor wunderschöne Zeilen und man denkt sich: "Ja genau, so ist es!". Einfach wundervoll!
    Ich habe es in einem Tag ausgelesen und war gefangen in dieser wunderbaren Welt!

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    CelinaSs avatar
    CelinaSvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne Liebeserklärung an Literatur und den kleinen, gemütlichen Buchladen in der Nachbarschaft.
    Liebeserklärung an das Lesen

    Dieses Buch ist eines der Bücher, bei denen es mir unglaublich schwer fällt, eine Rezension zu schreiben. Aus dem einfachen Grund, dass ich sprachlos bin. Und zwar nicht weil das Buch furchtbar schlecht wäre, sondern aus genau dem Gegenteil: es hat mich sehr berührt, diese Geschichte zu lesen.
    Es geht darin um etwas, das mir sehr bekannt ist, nämlich die Liebe zu guten Geschichten. Sehr oft konnte ich mich in Valerie wiedererkennen, wenn sie wieder einmal für Stunden in einem Buch versinkt, ohne besonders viel von der Außenwelt wahrzunehmen.
    Besonders gefallen hat mir, wie sie sich verändert, nachdem sie den Buchladen übernimmt. Als hätten ihr die Bücher geholfen, festzustellen, was sie eigentlich will in ihrem Leben. Und auch die Idee, die hinter dem scheinbar unvollendeten Buch steckt, fand ich sehr berührend. Man merkt einfach, wie Valerie den Büchern immer mehr verfällt, ohne dabei sich selbst aus den Augen zu verlieren.
    Toll fand ich auch, dass zwar regelmäßig Bücher erwähnt werden, die ich nicht kannte, oder an die ich mich noch nicht gewagt habe, aber dass der Autor es trotzdem schafft, dies nicht überheblich wirken zu lassen. Dies mag daran liegen, dass Valerie eigentlich keine Ahnung von Literatur hat und Bücher liest, die ihr gefallen. Dass es sich dabei in erster Linie um anspruchsvolle Literatur handelt, scheint eher Zufall zu sein. So hat dieses Buch in mir den Wunsch geweckt, mich auch einmal an ein paar dieser Bücher zu machen und sie zu lesen - schon allein, weil Valeries Begeisterung sehr ansteckend ist.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    k_saras avatar
    k_saravor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Solche Geschichten können unser Gegenpool in dieser schnelllebigen Zeit sein.
    Nach diesem Buch will man Buchläden besuchen und in die Buchwelt verreisen!

    Valeries Tante hatte sich zu vielen Büchern Notizen gemacht. Aber nicht zu allen. 

    "Vielleicht gibt es ja Bücher, die so notwendig gelesen werden mussten, dass es keiner Verkaufsargumente bedurfte." [S. 35]
    Dieses Buch ist ein solches...
    Trotzdem gibt es hier meine Notizen. Zur Sicherheit! 


    Bücher stellen so viel mit uns Lesern an! 
    Sie sind so viel mehr als nur Unterhaltung! Nicht nur Wörter aus Papier. 
    Sondern Geschichten, die ein Teil von uns werden!
    Der Schreibstil des Autors hat etwas Romantisches. Packend und einlullend. Dass er Textpassagen verschiedener Bücher mit seinen eigenen Sätzen verwoben hat, finde ich bei diesem Buch sehr passend. 
    So gehören sie einfach zu der Geschichte dazu. Sie sind wie Bilder von heißen, dampfenden Pizzen, die man vor die Nase gehalten bekommt (jetzt habe ich Hunger).
    Die Protagonisten passen so sehr ins Buch, als wären sie schon immer dort gewesen. Was ja auch so ist...

    Aber ich will nicht mehr um den heißen Brei reden. Lest das Buch und ihr versteht! 

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    arunaas avatar
    arunaavor 3 Jahren
    Für alle die Bücher lieben

    Diese kleine Perle ist eine Hommage an die Literatur und die Buchhandlungen!

    Das Buch ist der Erzähler und lädt uns ein einen Blick in die Buchhandlung Ringelnatz & Co. zu wagen, deren Inhaberin Tante Charlotte einfach mal so verschwindet und ihre Nichte Valerie soll sich um alles kümmern. Was natürlich so gar nicht in ihre Lebensplanung passt ...

    Aber was macht die Buchhandlung und die Literatur mit Valerie? Was hat es mit dem Buch 'Ein ganz besonderes Jahr' auf sich?

    Lass Dich in den Bann des Erzählers ziehen und erlebe auch Deinen eigenen Wandel, wie auch immer er aussehen mag.

    Der Schreibstil ist zärtlich und voller Liebe, anders kann ich ihn nicht beschreiben.
    Ich liebe es und auch dies ist mein Monats- und Jahreshighlight!

    Kommentieren0
    63
    Teilen
    AnnieHalls avatar
    AnnieHallvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine zauberhafte Geschichte über die Liebe zur Literatur
    Die zauberhafte Welt der Bücher

    Ein ganz besonderes Jahr ist ein Roman von Thomas Montasser, erschienen 2016 im Piper Verlag.

    Als ihre Tante Charlotte plötzlich verschwindet, muss sich Valerie um deren altmodische Buchhandlung Ringelnatz & Co. kümmern. Zuerst kann die junge Betriebswirtin dem verstaubten Laden nur wenig abgewinnen, doch während sie die Buchhandlung wieder auf Vordermann bringt, taucht sie immer tiefer in die zauberhafte Welt der Bücher ein und entdeckt jeden Tag ein neues lesenswertes Buch. Als sie auf ein Buch stößt, dessen Text abrupt endet und nachfolgende Seiten leer sind, hält sie es für einen Fehldruck. Bis ein junger Mann die Buchhandlung betritt, der dieses Buch schon lange sucht.....
    Thomas Montasser hat ein wunderbares Buch über die Liebe zur Literatur und den Zauber der kleinen Buchhandlung geschrieben. Eine magische und warmherzige  Geschichte, die einen in literarische Welten eintauchen lässt, zum weiterführenden Lesen anregt und deren offenes Ende Spielraum für die eigenen Wünsche und Träume lässt.

    Ein Muss für Buchliebhaber und alle, die sich nichts Schöneres vorstellen können, als in einer kleinen Buchhandlung zu stöbern ♥

    Kommentieren0
    37
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Ringelnatz & Co ist überall

    Valerie hat soeben ihren Bachelor in Betriebswirtschaft erworben und sitzt in den Startlöchern für ihren weiterführenden Masterstudiengang. Als plötzlich ihre Tante Charlotte verschwindet. Weder weiß jemand wohin sie gegangen ist, noch was der Grund für ihr Verschwinden ist. Das einzige was die Tante hinterlassen hat, ist eine Nachricht, in der sie Valerie bittet sich um ihren Buchladen Ringelnatz & Co. zu kümmern. 
    Für die junge Frau, für die sonst nur Zahlen, Umsätze und Gewinne zählen, kann dem Laden zunächst so gar nichts abgewinnen. Antiquarische Werke stehen hier neben Kinderbüchern. Diese stehen ihrerseits wiederrum neben Klassikern der Literaturgeschichte bzw. Büchern, die, wie ihre Tante sie katalogisiert hat, das Leben verändern. Sogar ein Fehldruck befindet sich im Verkaufsraum. Ein Buch in dem lediglich die Anfangsseiten bedruckt sind, danach aber die Geschichte aufhört.
    Doch während Valerie das Durcheinander sichtet, ein Buch nach dem anderen liest und versucht den Laden wieder in Schuss zu bringen, merkt sie nicht, wie sich neben dem Geschäft auch ihr Leben neu ordnet. Und dann bekommt sie plötzlich die Gelegenheit die unvollendete Geschichte weiterzuschreiben und zu ihrer eigenen zu machen.

    Thomas Montasser hatte, für mich zumindest, einen etwas eigenen Schreibstil. Dadurch kreierte er aber auch eine ganz eigene Stimmung. Ich stellte mir den Verkaufsraum etwas dunkel, ein wenig muffig vor, der bis unter die Decke vollgestopft mit Büchern ist.  Auf dem Lesesessel, der in der Handlung erwähnt wird, wäre ich gerne gesessen und hätte auch ein Buch nach dem anderen gelesen. Ich glaube, ich hätte es nicht geschafft Ordnung in dem Geschäft zu machen.
    Gefallen hat mir auch, dass Valerie im Laufe der Zeit immer wieder auf wirklich tolle Charaktere trifft. Der Junge z.B., der eine ganz eigene Art hat Bücher auszuwählen oder der Schauspieler, der allein durch seine Anwesenheit den Umsatz in die Höhe treibt. Gerne würde ich einen von ihnen selbst kennenlernen.
    Schön ist es auch als Leser mitzuerleben wie Valerie sich im Laufe der Geschichte weiter entwickelt. Zunächst ist sie die junge, eher rationale und praktische Frau, die dann aber die Liebe zu den Büchern entdeckt. Sie merkt, dass nicht nur Zahlen sondern auch Gefühle, Stimmungen und Glück im Leben zählen.

    Fazit:
    Eine zauberhafte Geschichte, die dem Leser vor Augen führt was wirklich wichtig ist im Leben und vor allem die Herzen der Buchliebhaber höher schlagen lässt.

    Kommentieren0
    12
    Teilen
    joy67s avatar
    joy67vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Auch wenn die Idee hinter dem Buch faszinierend ist, wurden leider die Möglichkeiten, dies auszukosten, hier nicht genutzt. Schade.
    Ganz schön, aber zu oberflächlich

    Ringelnatz & Co heißt der kleine sonderbare Buchladen, dessen Besitzerin plötzlich spurlos verschwunden ist. Lediglich ein Hinweis, dass ihre Nichte Valerie sich um alles kümmern soll bleibt. Valerie, die gerade als Betriebswirtin ihre Karriere plant, beginnt sich mit dem zunächst unscheinbaren Laden zu beschäftigen. Schnell wird klar, dass ihre Tante Charlotte eine sehr eigentümliche Art hatte, den Laden zu führen.

    Dann allerdings verliert sich Valerie in der Atmosphäre des Buchladens, in den Büchern, die sie dort nach und nach entdeckt. Und sie macht einige interessante Entdeckungen und schließt ungewöhnliche Bekanntschaften.


    Das Buch ließ sich gut lesen, wenn es mich auch nicht so gefesselt hat, wie ich es mir von der Geschichte erhofft hatte.

    Durch die vielen Buchzitate wurden immer neue Momente geschaffen, die zum Nachdenken anregen konnten.

    Während viele schöne Gedanken in Ansätzen das Interesse weckten, fehlte mir jedoch meistens die Tiefe, sodass die Geschichte leider für mich viel zu oberflächlich blieb.


    Fazit: Auch wenn die Idee hinter dem Buch faszinierend ist, wurden leider die Möglichkeiten, dies auszukosten, hier nicht genutzt. Schade.

    Dennoch habe ich nicht bereut, das Buch gelesen zu haben.

    3,5 Sterne

    Kommentieren0
    3
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks