Thomas Montasser Monsieur Jean und sein Gespür für Glück

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Inhaltsangabe zu „Monsieur Jean und sein Gespür für Glück“ von Thomas Montasser

Unerwartet und unfreiwillig stolpert Monsieur Jean, Concierge in einem berühmten Zürcher Luxushotel, in den Ruhestand. Er fragt sich, was er mit dem Rest seines Lebens noch anfangen soll, bis er sein kleines Notizbuch in die Hand nimmt, in das er stets diskret die Wünsche und Geheimnisse der Hotelgäste und Angestellten notiert. Zu viele Dinge, die noch nicht an ein gutes Ende geführt wurden, warten auf jemand, der dies ändern könnte: Also greift Monsieur Jean mit dem ihm eigenen Gespür für Menschen in das Schicksal jener ein, denen das besondere Talent für Glück bisher fehlte ...

ein Buch mit viel Gefühl, ohne in den Kitsch abzudriften. Wirklich lesenswert!

— Valabe
Valabe

Es müsste mehr solcher Menschen wie Monsieur Jean "mit besonderem Talent für Glück" geben :) Absolute Leseempfehlung mit viel Herz und 5*

— SigiLovesBooks
SigiLovesBooks

So ein schönes Buch - herzensgut und liebevoll ist er, der Monsieur Jean <3 http://irveliest.wordpress.com

— Irve
Irve

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  • Monsieur Jean und seine Liste der Wünsche...

    Monsieur Jean und sein Gespür für Glück
    SigiLovesBooks

    SigiLovesBooks

    24. July 2017 um 16:31

    Dieser zauberhafte Roman "Monsieur Jean und sein Gespür für Glück" von Thomas Montasser erschien als TB im Atlantik-Verlag; Gruppe Hoffmann & Campe. Das verführerische Cover symbolisiert bereits, worum es in dieser Geschichte geht: Um das Finden eines "Häppchens vom Glück", das sich jeder Mensch wünscht..."Monsieur Jean", wie ihn alle nennen, hat 43 Jahre als Nachtportier oder Concierge im Nobelhotel "Tour du Lac" in Zürich/Schweiz gearbeitet, als er in den Ruhestand entlassen wird...Er ist ein ausgesprochener Menschenfreund und -kenner, einfühlsam und er erkennt die Wünsche der Gäste, bevor diese sie geäußert haben. Er beschließt nun, seit Kurzem in Pension, sein Notizbüchlein zu Rate zu ziehen, in dem er die Wünsche aufgeschrieben hat und wie zuvor auch, anderen Menschen eine Freude zu machen und ihrem Glück einen kleinen "Anschub" zu geben...So freut sich z.B. die Concierge des Hauses, in dem er wohnt, "Madame Fuchs", über auf ihrer Fensterbank abgelegten Moosröschen; Sophie, die fleißige und strebsame Mitarbeiterin im Service des Hotels, die jedoch oft unter schmerzenden Füßen leidet; Anastasia Beljanina, die das kleine Bistrot übernimmt, in dem vormals Jaques, ein guter Freund von Monsieur Jean, seine Gäste bediente - und weitere Figuren, denen wir im Roman begegnen. Eine Person wird sogar neu in das Notizbuch aufgenommen, da es Monsieur Jean sehr an ihn selbst in jungen Jahren erinnert, als er von Frankreich in die Schweiz einreiste... einen jungen Taschendieb, dessen Schicksal sich ebenfalls wenden sollte, nachdem Jean Picard ihm eine Lektion fürs Leben erteilte...Besonders charmant sind die Zettel, die der nette alte Herr verteilt und so dafür sorgt, dass zwei alte Ballerinas, die beide im Hotel wohnen und seit Jahrzehnten kein Wort miteinander sprachen, wieder "zu reden haben" ;) Madame Dupont und Marlene Weiß...Mit sprachlich unerhörter und dennoch sehr sensibler Kraft und Ausdrucksstärke beschreibt Thomas Montasser auch die Gegensätze des Lebens bei Nacht, in der Monsieur Jean ja lebte und arbeitete - und seinen Wechsel zum Tag, der wesentlich lauter, hektischer und aufdringlicher ist; der aber auch ungewohnte Klänge in sich birgt, die ihm neu sind: Kinderlachen beispielsweise... Er liebt auch die Musik und die Oper, die er in seiner Kindheit kennenlernte und legt sich beim Zeitunglesen gerne Puccini oder Rossini auf, da die Oper für ihn der Inbegriff des Ausdrucks menschlicher Gefühle ist...Der Roman liest sich auch wie ein Spaziergang durch Zürich, in dem man immer wieder auf Bekannte trifft, "in dem eigentlich aber nur der eine Chance hat, der es bereits geschafft hat" und man lernt natürlich die Orte kennen, die Monsieur Jean so sehr liebt, z.B. den Blumenmarkt. Unser (oft sich selbst unsichtbar machender) Held hat eine Gabe, anderen Menschen Mut und Selbstvertrauen zu geben, sie dahingehend zu motivieren, an ihren Zielen festzuhalten, dass es eine Freude ist. Man kann nicht anders, als vor ihm den Hut zu ziehen und ihn sehr zu mögen.Zentrale Themen dieses wirklich bezaubernden Romans sind Freundschaft, Liebe, Hilfsbereitschaft, Loyalität, aber auch Poesie und Menschlichkeit, die Jean Picard oder Giacomo Picolli anderen Menschen zuteil werden lässt und versucht, durch ein kleines "Anschubsen" deren Glück möglicher zu machen. Wen wundert es, dass derart Beschenkte diesem alten Herrn ebenfalls sehr gerne "aus der Patsche" helfen? Am Ende fügt sich das meiste in einem großen Fest in Anas Café - sehr zur Freude der Anwesenden und natürlich des Gönners, Monsieur Jean.Der Schreibstil des Autors ist wie die Geschichte selbst, beschwingt und heiter, dennoch auch mit melancholischen Untertönen besetzt, die jedoch das farblich-sprühende Gesamtbild wie einen Blumenstrauß, den man betrachtet, nicht zu verdunkeln vermag. Den Stil zeichnet auch für mich sehr positiv aus, dass Thomas Montasser es vermag, knappe Schilderungen bedeutsamer Taten eine starke Emotionalität zu geben, die diesen Taten innewohnt. Fazit:Eine zauberhafte Geschichte über einen sehr netten älteren Herrn, der es sich zur Aufgabe macht, andere  Menschen zu ihrem Glück zu verhelfen und mit der ich schöne Lesestunden genoss: Man kann sich nur wünschen, dass es viele "Monsieur Jeans" geben sollte, womöglich würde die Zahl glücklicher Menschen rapide ansteigen! Mit einem augenzwinkernden Dankeschön vergebe ich die volle Punktezahl und 5*.

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  • Dem Glück auf die Sprünge helfen...

    Monsieur Jean und sein Gespür für Glück
    UlrikeG-K

    UlrikeG-K

    13. April 2017 um 00:10

    Um es vorwegzuschicken - "Monsieur Jean und sein Gespür für Glück" ist einer der schönsten Romane, die ich in den letzten Jahren gelesen habe!Es geht ein Zauber von ihm aus, der schwer zu beschreiben ist und dem ich mich zu keiner Zeit entziehen konnte noch wollte.Die Charaktere, allen voran Monsieur Jean, werden so zart und einfühlsam gezeichnet, sind so voller Charme und Liebenswürdigkeit, dass man sie sofort ins Herz schließen muss und den sehnsüchtigen Wunsch verspürt, ihnen in der Wirklichkeit zu begegnen, denn sie machen die Welt nicht nur ein kleines Stückchen besser, fröhlicher, lebenswerter!Ein Märchen? Vielleicht! Der Autor lässt es jedenfalls in seinem Buch Wirklichkeit werden....Wir begegnen Monsieur Jean, einem älteren Herrn, der beschlossen hat, dem Glück auf die Sprünge zu helfen. Seinem eigenen? Weit gefehlt! Er ist ein bescheidener Mensch, verlangt nicht nach mehr, auch wenn ihm in seinem doch recht einsamen Leben nach der Pensionierung vielleicht etwas fehlt. Aber das weiß er nicht einmal selbst, ahnt es höchstens vage.Unser Monsieur Jean liebt die Menschen und versteht sie wie kein anderer! Als Concierge in einem großen Züricher Hotel hatte er viele Jahre lang die Möglichkeit, sie beobachten, zu studieren. Er kennt sie und weiß um ihre heimlichen Wünsche und Sehnsüchte, ihre Traurigkeiten und ihre Verzagtheit, ihre Sorgen und Nöte.Nach seiner Pensionierung aus heiterem Himmel macht er sich auf, einer Handvoll von ihnen zu einem schöneren, freundlicheren, erfüllten Leben zu verhelfen, - freilich ohne dass sie davon wissen.Er braucht keinen Dank, möchte im Hintergrund bleiben.Und das gelingt ihm auch beinahe, - aber eben nur beinahe!Denn auch seine Schützlinge haben ein großes Herz, und einige von ihnen merken recht bald, wer hinter den wunderbaren Veränderungen in ihrem Leben steckt.Ja und dann - lacht endlich auch unserem so überaus liebenswerten und großherzigen Monsieur Jean das Glück. Zur großen Freude des Lesers!Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden über den Roman, der leicht wie eine laue Sommerbrise das Herz des Lesers berührt und erwärmt und ein Lächeln auf sein Gesicht zaubert. Noch lange nachdem er das bezaubernde kleine Meisterwerk aus der Hand gelegt hat...

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