Thomas Morgenstern Über meinen Schatten

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Inhaltsangabe zu „Über meinen Schatten“ von Thomas Morgenstern

Erfolgreich Leistungssport betreiben heißt für seinen Sport zu brennen. Die Leidenschaft für das Skispringen hat Thomas Morgenstern immer wieder die eigenen Grenzen überwinden lassen. So steht er auch wenige Wochen nach seinem schwersten Sturz wieder auf der Schanze – und am Siegertreppchen. Dennoch verkündet er kurz darauf sein Karriereende. Was hat den Ausnahmesportler zu diesem Schritt gebracht?

Stark.

— Rukhi
Rukhi

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    Über meinen Schatten
    Rukhi

    Rukhi

    18. November 2015 um 08:44

    "Selbst falsche Entscheidungen sind besser als keine. Denn aus ihnen kann man lernen. Nicht getroffene Entscheidungen sind nichts anderes als eine Flucht ohne Ziel." Dieses Wochenende (21.11.2015) geht es wieder los. Auftakt des Skisprung Weltcups der Männer. Und wie jedes Jahr frage ich mich, wo diese Jungs den Mut hernehmen, bei Wind und Wetter hunderte von Metern durch die Luft zu fliegen. Sich auf den dünnen Balken zu setzen und den zwei Holzbrettern an den Füßen und sich selbst zu vertrauen, dass nichts schief gehen wird. Aber noch viel Eindrucksvoller: auch nachdem was schief geht, nachdem man gestürzt ist und sich schwer verletzt hat, wieder aufzustehen und es nochmal zu tun. Ein Paradebeispiel für dieses Verhalten und die Person, die mich die letzten Jahre am meisten beeindruckt hat, ist Thomas Morgenstern. Er ist oft gestürzt, auch sehr schwer gestürzt, und doch immer wieder aufgestanden. Hat mit gebrochenen Fingern aber Daumen nach oben in die Kamera gelächelt und ist wieder gesprungen. Sogar eine Silbermedaille bei Olympia geholt. Als normal Mensch fragt man sich da, wie macht er das so „einfach“? Einfach wieder aufstehen, Schnee abklopfen und es nochmal versuchen. Aber so „einfach“ wie man das im Fernsehen sieht ist das gar nicht. Denn was nach seinem schwersten Sturz im Januar 2014 passiert ist, und vor allem in ihm vorgegangen ist, beschreibt Thomas Morgenstern in Form eines Tagebuchs in „Über meinen Schatten“. Und das ist wirklich, wirklich lesenswert. "Wenn ich nichts preisgeben würde, schreiben sie, was sie sich denken, haben sie mir angekündigt. Und das haben sie auch getan. […] Der „Held ohne Herz“ wurde erschaffen." Ich habe extra die Buchbeschreibung oben etwas verkürzt, da das was der Verlag da noch so schreibt das Buch als etwas darstellt, was es meiner Meinung nach nicht ist. Da werden die Diskussionen in der Boulevardpresse erwähnt, und Depression, Angst, die Fragen… alles hört sich sehr düster an. Thomas Morgenstern ist aber kein düsterer Mensch. Auch der, der nach dem Sturz in dem Buch seine Gedanken aufschreibt. Man merkt immer wieder das er ein sehr lustiger Mensch ist, ein lebensfroher Mensch, auch wenn er mit schwierigen Fragen, mit sich selbst und der Welt zu kämpfen hat. Auch wenn er teilweise im Buch erschreckend ehrlich ist, bringt seine Art Situationen zu beschreiben etwas Leichtigkeit in ein Buch, das ansonsten schwere Kost gewesen wäre. „Offenbar habe ich etwas von einem Regenwurm. Der stirbt auch nicht, wenn man ihn teilt. Also – weitermachen mit der „Regenwurmheilung“." Das Buch ermöglicht einen kleinen Einblick, in das was Hinter den Kulissen beim Skispringen so vor sich geht, ist aber auch für nicht Skisprung Interessierte sehr lesenswert. Denn irgendwie liest es sich auch einfach wie ein Roman mit einem ganz besonderen, sympathischen Helden, der nach einem besonders schwierigen Ereignis wieder aufsteht und mutig versucht, trotz aller Hindernisse, einen Weg zurück zu finden. Und den dann auch irgendwie findet, den Weg der für ihn selber der Richtige ist.   "Ich – weg, alle anderen – noch da." Danke lieber Thomas, dass du die Geschichte so offen mit uns geteilt hast. Schade, dass ich dich nicht mehr springen sehen werde, du wirst uns auf der Schanze fehlen!

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