Thomas Morus

 3.8 Sterne bei 130 Bewertungen
Autor von Utopia, Der utopische Staat und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Thomas Morus

Thomas Morus (1478-1535) war ein englischer Staatsmann, Humanist und Schriftsteller. Er wurde in London als Sohn eines Richters geboren, studierte in Oxford und wurde selbst Richter und Mitglied des Parlaments. Als sein König Heinrich VIII. mit der katholischen Kirche brach, verweigerte Morus ihm seine Gefolgschaft, wurde verhaftet und enthauptet. 1935 wurde er als Märtyrer des Katholizismus heiliggesprochen. Thomas Morus ist die bedeutendste Gestalt des englischen Humanismus. Von ihm stammt der Begriff der Utopie: Sein Hauptwerk, "Utopia", ist der erste moderne Staatsroman.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Utopia

Neu erschienen am 15.06.2020 als Taschenbuch bei BoD – Books on Demand.

Utopia

Neu erschienen am 25.05.2020 als Taschenbuch bei BoD – Books on Demand.

Utopia

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Neu erschienen am 17.04.2020 als Taschenbuch bei epubli.

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Cover des Buches Utopia (ISBN: 9783717524564)

Utopia

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Erschienen am 15.10.2018
Cover des Buches Der utopische Staat (ISBN: 9783499450686)

Der utopische Staat

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Erschienen am 01.06.1960
Cover des Buches Utopia (ISBN: 9783752941753)

Utopia

 (1)
Erschienen am 17.04.2020
Cover des Buches Utopia (insel taschenbuch) (ISBN: 9783954183180)

Utopia (insel taschenbuch)

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Erschienen am 30.06.2013
Cover des Buches Utopia (ISBN: 9783750481749)

Utopia

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Erschienen am 15.06.2020
Cover des Buches Utopia (ISBN: 9783751937429)

Utopia

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Erschienen am 25.05.2020
Cover des Buches Kassette Morus/Erben (ISBN: 9783717590088)

Kassette Morus/Erben

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Erschienen am 30.09.2004
Cover des Buches Utopia (ISBN: 9783863522100)

Utopia

 (0)
Erschienen am 01.09.2018

Neue Rezensionen zu Thomas Morus

Neu

Rezension zu "Utopia" von Thomas Morus

Gesellschaft im Wandel
traum_taenzerinvor einem Jahr

Den Inhalt an sich möchte ich gar nicht bewerten. Doch das Buch regte sehr zum Nachdenken an. Die für mich zentrale Frage lautete: Darf man wirklich die Menschen zu ihrem Glück zwingen? 
Ich habe das Buch gedanklich dem Unterhaltungsgenre zugeordnet. So klappte es mit dem Lesen, ohne nach jedem Kapitel inne zu halten und ausführlich darüber nachzudenken, welch weitreichenden Konsequenzen so ein Wandel hätte. 

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Rezension zu "Utopia" von Thomas Morus

Ein Bild der idealen Gesellschaftsform
Frau_J_von_Tvor einem Jahr

Ich habe "Utopia" in Auszügen in einem Geschichtsseminar gelesen und war danach neugierig auf die komplette Erzählung.

Thomas Morus entwirft in seinem Roman das Bild einer idealen (utopischen) Staats- und Gesellschaftsform.
Was mich an dieser Erzählung besonders überrascht hat, ist der flüssige, teils satirische und für unsere Verhältnisse moderne Sprachstil. Denn man muss bedenken, dass dieses Werk im 16. Jahrhundert entstanden ist.
Über Utopien und utopische Gedanken kann man viel philosophieren und denken wie man möchte, DIE ideale Staats- und Gesellschaftsform wird es wohl nie geben.
Dennoch finde ich Morus' Gedanken zu diesem Thema sehr spannend und auch unterhaltend. Er gibt dem Leser viele Denksanstöße und überrascht nicht nur sprachlich, sondern auch gedanklich mit vielen noch heute aktuellen Themen.

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Rezension zu "Utopia" von Thomas Morus

Gattungsschöpfer
buchwanderervor 3 Jahren

„Zu den Göttern ist es von überallher gleich weit…“ (S.16)

Zum Inhalt:

Grobtextuell setzt sich Morus‘ staatsphilosophische Schrift aus 2 Teilen zusammen, wobei ersterer in einer Art Streitgespräch verpackt die Kritik an den Willkührlichkeiten europäischen Rechts-, Staats- und Gesellschaftssystemen übt, mit besonderem Augenmerk auf jene Englands, deren Zusammenhänge Sir Thomas More nur allzu gut bekannt waren.

Im zweiten Teil entwirft er das sozialutopische Bild einer nach seiner Auffassung idealen Gesellschaft, die er auf der Insel Utopia ansiedelt. Im Plauderton, jedoch mit viel Esprit und Eifer schildert er reiseberichthaft seine Erlebnisse mit den in hohem Grad selbstbestimmten Einwohner einer sozialen Ordnung deren Grundfesten auf Werten wie Religionsfreiheit, Einheit der Familie, einem von der Allgemeinheit getragenen hochgeachteten Bildungsideal, dem Respekt und Ansehen des Individuums, sowie eines als Republik ausgeprägten Staatswesens getragen wird. Die Produktion der Güter ist auf jene konzentriert, deren Bedarf vorrangig ist, wodurch es dem Einzelnen möglich ist, mit einem Minimum an Arbeitszeit ein Maximum an Wertschöpfung für sich und die Gemeinschaft zu erwirtschaften, was wiederum Zeit für die individuelle Entwicklung in Sachen Wissen sowie sozialen und handwerklichen Fertigkeiten freispielt. Dabei besteht sehr wohl Arbeitspflicht für jeden Einwohner Utopias – ungeachtet seines Geschlechts –, jedoch für nur 6 Stunden täglich. Die Arbeitsaufträge werden auch in einem zeitlichen Rad immer wieder gewechselt, so dass Städter auf dem Land arbeiten und umgekehrt, was eine gegenseitige Wertschätzung der Arbeit, sowie eine breite Kompetenzenbildung fördert.

Wissenschaften, Philosophie und Staatswesen werden ebenso wie Religion hoch geschätzt, darauf achtend, dass Fanatismus und Exklusivitätsallüren kein Raum gegeben wird. In der Interaktion mit den Nachbarstaaten und der Erläuterung des eigenen Strafrechtssystems wird schnell klar, das die Utopier nicht davon ausgehen, dass alle Welt stets jedem wohlgesonnen ist. Auch hier entspinnt Morus ein komplexes Gewebe an diplomatischen Regeln, rechtstaatlichen Sanktionen und Überlegungen u.a. zur Staatsräson, wie es z.B. möglich wäre Rechtsbrechern entweder eine Chance auf Rehabilitation oder eine Abschreckung zu geben, die der Schwere des Vergehens angemessen wäre. (Ein Thema, welches er im ersten Teil des Werkes anhand der Todesstrafe sowohl für Diebe, als auch für Mörder ausführt, davon ausgehend, dass dies der falsche Weg sei.) In ähnlicher Form thematisiert er auch das heiße Eisen der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Staaten.

Fazit:

Über Thomas Morus (um den 7. Februar 1478 in London; † 6. Juli 1535Werk ebenfalls in Londong) „Utopia“ wurde bereits viel geschrieben, geforscht und veröffentlicht, was also hier noch dazu schreiben?

Was mich bewegte den Text zu lesen war… der Titel, und der Nimbus, der dieses Werk umgibt, das immerhin nicht selten als genrebegründend angeführt wird. „Utopia ist der Titel eines um 1516 veröffentlichten Romans des Humanisten Thomas Morus (Thomas More), der namensgebend für die utopische Literatur war (Originaltitel: De optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia, „Vom besten Zustand des Staates und der neuen Insel Utopia“)1) 2). In der Übersetzung von Alfred Hartmann gelingt es zum einen das Timbre Morus‘ Zeit zu erhalten, zum anderen aber auch eine Portierung der humanistischen Grundideen in die Jetztzeit zu erreichen. Und auch wenn es – wie schon der Titel besagt – eine Utopie ist, so wären Politiker, kirchliche Würdenträger und soziale Entscheidungsträger jeden Couleurs gut beraten dieses Werk als Pflichtlektüre anzusehen.

Die Probleme, Zielsetzungen und einige überlegenswerte Ansätze in „Utopia“ sind keineswegs überholt, nur weil sie vor einigen hundert Jahren bereits jemand verschriftlicht hatte. Eher das Gegenteil ist der Fall. Es ist und bleibt ein beeindruckender Entwurf einer Gesellschaft deren Ideale durchaus erstrebenswert genannt werden dürfen. Ernst Bloch titulierte es einen „der edelsten Vorläufer des Kommunismus“ (Bloch 1985, S. 601)3).

Hilfreich für das Textverständnis in diesem Band sind die beiden Schlusskapitel „Anmerkungen“ und „Erasmus von Rotterdam über Thomas More“.  Ersteres versucht u.a. Licht auf die von Autor verwendeten „in spielerischen Willkür aus griechischen Bestandteilen zusammengestückelten Eigennamen“ (S.185) zu werfen. Zweiteres charakterisiert die Person Morus‘ aus Sicht seines treuen Freundes Erasmus von Rotterdam.

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