Thomas Morus Utopia

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Inhaltsangabe zu „Utopia“ von Thomas Morus

Diese Hardcover-Ausgabe ist Teil der TREDITION CLASSICS. Der Verlag tredition aus Hamburg veröffentlicht in der Buchreihe TREDITION CLASSICS Werke aus mehr als zwei Jahrtausenden. Diese waren zu einem Großteil vergriffen oder nur noch antiquarisch erhältlich. Mit TREDITION CLASSICS verfolgt tredition das Ziel, tausende Klassiker der Weltliteratur verschiedener Sprachen wieder als gedruckte Bücher zu verlegen und das weltweit! Die Buchreihe dient zur Bewahrung der Literatur und Förderung der Kultur. Sie trägt so dazu bei, dass viele tausend Werke nicht in Vergessenheit geraten. (Quelle:'Fester Einband/01.03.2013')

Prototypischer Staat nach Idealvorstellungen des 16. Jahrhunderts

— cynthor

Bin immer wieder über die deutliche Verurteilung des Privateigentums erstaunt. Kommunistische Ideen im 16. Jahrhundert?

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Utopia

    buchwanderer

    08. October 2017 um 10:26

    „Zu den Göttern ist es von überallher gleich weit…“ (S.16) Zum Inhalt: Grobtextuell setzt sich Morus‘ staatsphilosophische Schrift aus 2 Teilen zusammen, wobei ersterer in einer Art Streitgespräch verpackt die Kritik an den Willkührlichkeiten europäischen Rechts-, Staats- und Gesellschaftssystemen übt, mit besonderem Augenmerk auf jene Englands, deren Zusammenhänge Sir Thomas More nur allzu gut bekannt waren. Im zweiten Teil entwirft er das sozialutopische Bild einer nach seiner Auffassung idealen Gesellschaft, die er auf der Insel Utopia ansiedelt. Im Plauderton, jedoch mit viel Esprit und Eifer schildert er reiseberichthaft seine Erlebnisse mit den in hohem Grad selbstbestimmten Einwohner einer sozialen Ordnung deren Grundfesten auf Werten wie Religionsfreiheit, Einheit der Familie, einem von der Allgemeinheit getragenen hochgeachteten Bildungsideal, dem Respekt und Ansehen des Individuums, sowie eines als Republik ausgeprägten Staatswesens getragen wird. Die Produktion der Güter ist auf jene konzentriert, deren Bedarf vorrangig ist, wodurch es dem Einzelnen möglich ist, mit einem Minimum an Arbeitszeit ein Maximum an Wertschöpfung für sich und die Gemeinschaft zu erwirtschaften, was wiederum Zeit für die individuelle Entwicklung in Sachen Wissen sowie sozialen und handwerklichen Fertigkeiten freispielt. Dabei besteht sehr wohl Arbeitspflicht für jeden Einwohner Utopias – ungeachtet seines Geschlechts –, jedoch für nur 6 Stunden täglich. Die Arbeitsaufträge werden auch in einem zeitlichen Rad immer wieder gewechselt, so dass Städter auf dem Land arbeiten und umgekehrt, was eine gegenseitige Wertschätzung der Arbeit, sowie eine breite Kompetenzenbildung fördert. Wissenschaften, Philosophie und Staatswesen werden ebenso wie Religion hoch geschätzt, darauf achtend, dass Fanatismus und Exklusivitätsallüren kein Raum gegeben wird. In der Interaktion mit den Nachbarstaaten und der Erläuterung des eigenen Strafrechtssystems wird schnell klar, das die Utopier nicht davon ausgehen, dass alle Welt stets jedem wohlgesonnen ist. Auch hier entspinnt Morus ein komplexes Gewebe an diplomatischen Regeln, rechtstaatlichen Sanktionen und Überlegungen u.a. zur Staatsräson, wie es z.B. möglich wäre Rechtsbrechern entweder eine Chance auf Rehabilitation oder eine Abschreckung zu geben, die der Schwere des Vergehens angemessen wäre. (Ein Thema, welches er im ersten Teil des Werkes anhand der Todesstrafe sowohl für Diebe, als auch für Mörder ausführt, davon ausgehend, dass dies der falsche Weg sei.) In ähnlicher Form thematisiert er auch das heiße Eisen der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Staaten. Fazit: Über Thomas Morus (um den 7. Februar 1478 in London; † 6. Juli 1535Werk ebenfalls in Londong) „Utopia“ wurde bereits viel geschrieben, geforscht und veröffentlicht, was also hier noch dazu schreiben? Was mich bewegte den Text zu lesen war… der Titel, und der Nimbus, der dieses Werk umgibt, das immerhin nicht selten als genrebegründend angeführt wird. „Utopia ist der Titel eines um 1516 veröffentlichten Romans des Humanisten Thomas Morus (Thomas More), der namensgebend für die utopische Literatur war (Originaltitel: De optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia, „Vom besten Zustand des Staates und der neuen Insel Utopia“)1) 2). In der Übersetzung von Alfred Hartmann gelingt es zum einen das Timbre Morus‘ Zeit zu erhalten, zum anderen aber auch eine Portierung der humanistischen Grundideen in die Jetztzeit zu erreichen. Und auch wenn es – wie schon der Titel besagt – eine Utopie ist, so wären Politiker, kirchliche Würdenträger und soziale Entscheidungsträger jeden Couleurs gut beraten dieses Werk als Pflichtlektüre anzusehen. Die Probleme, Zielsetzungen und einige überlegenswerte Ansätze in „Utopia“ sind keineswegs überholt, nur weil sie vor einigen hundert Jahren bereits jemand verschriftlicht hatte. Eher das Gegenteil ist der Fall. Es ist und bleibt ein beeindruckender Entwurf einer Gesellschaft deren Ideale durchaus erstrebenswert genannt werden dürfen. Ernst Bloch titulierte es einen „der edelsten Vorläufer des Kommunismus“ (Bloch 1985, S. 601)3). Hilfreich für das Textverständnis in diesem Band sind die beiden Schlusskapitel „Anmerkungen“ und „Erasmus von Rotterdam über Thomas More“.  Ersteres versucht u.a. Licht auf die von Autor verwendeten „in spielerischen Willkür aus griechischen Bestandteilen zusammengestückelten Eigennamen“ (S.185) zu werfen. Zweiteres charakterisiert die Person Morus‘ aus Sicht seines treuen Freundes Erasmus von Rotterdam.

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  • Platons Philosophenstaat 2.0

    Utopia

    cynthor

    30. May 2017 um 12:53

    Inhalt Das Buch ist in zwei Bereiche gegliedert, deren Rahmenhandlung durch eine Unterhaltung  des Seemanns Raphael mit dem englischen Staatsmann Thomas Morus gegeben ist. Zuerst diskutieren beide – mit zuweilen satirischen Untertönen – über (damals) aktuelle politische Streitthemen wie Todesstrafen auch für „leichte“ Vergehen wie Diebstahl oder über den Beraterstab des Königs Im zweiten, bekannteren, und vor allem zeitlosen(!) Teil erzählt Raphael vom Idealstaat Utopia, einem fernen Inselreich. Detailliert beschreibt er die Lebensweise der Utopier, ihre Städte und Bauernhöfe, ihre Ansichten zu den Handwerken und ihre Regierungsform. Im Anschluss werden die philosophischen Ansätze zu Schmuck, Reichtum und Privateigentum thematisiert. Das Buch endet mit einem Plädoyer für Toleranz in Glaubensfragen. Meinung Mit „Utopia“ hat Thomas Morus nicht nur das Bild (s)eines idealen Staates geschaffen, sondern eine ganze literarische Gattung neu begründet, deren Anfang Platons Philosophenstaat bildet. Während manche seiner Thesen nicht nur aus heutiger Sicht befremdlich wirken, lassen sich andere leichten Herzens unterschreiben – und machen darauf aufmerksam, wie wenig sich in den letzten Jahrhunderten eigentlich getan hat. Noch im ersten Teil fällt eine der zynischsten Bemerkungen Raphaels, der sich weigert, in den Dienst des Königs zu treten und diesen zu beraten. Da er mit seinen Ansichten isoliert dastehen würde, müsste er sie entweder anpassen, oder würde bei dem Versuch, die anderen Berater zu überzeugen, selber irre werden – also lässt er es gleich bleiben. Wenn man die heutige Diskussionskultur betrachtet, in der (vollkommen egal in welche Richtung) abweichende Meinungen isoliert und niedergeschrien werden, ist es schwer, die Mutation zum Raphael zu verteufeln. Genial ist hierbei die Methode der Utopier, erst einen Tag nach Antragstellung über eben diesen zu debattieren, was vermeiden würde, unüberlegt mit der eigenen Meinung herauszuplatzen. Auch andere kulturelle Eigenheiten der Utopier erinnern an aktuelle Debatten. Um ihre Bürger vor Verrohung zu schützen, wird der Metzgerberuf beispielsweise nur von Sklaven durchgeführt. 500 Jahre später morden und metzeln sich Jugendliche in virtuellen Welten ungehemmt nieder. Das Streben der Bürger nach Bildung, beispielsweise durch Besuchen öffentlicher Vorlesungen, klingt wie Hohn, berücksichtigt man die anhaltende Debatte allein um Schulbildung, und die aktuelle Arbeitsbelastung lässt auch kaum Zeit, sich nach dem anstrengenden Berufsalltag mit tiefschürfenden, komplexen Themen zu beschäftigen. Die strenge, aber sinnvolle Sexualmoral der Utopier gehört ebenso wie ihre Genügsamkeit und Bescheidenheit in der heutigen Konsumgesellschaft zu altmodischen Relikten mittelalterlichen Wertvorstellungen. Insbesondere utopisches Ansätze einer Art „Nudging“ (Gold wird mit Sklaverei, Perlen mit dem Kindesalter in Verbindung gebracht und damit unansehnlich gemacht) klingen auf den ersten Blick vollkommen unglaubwürdig. Auf den zweiten wäre es schön, wenn es vergleichbares auch bei uns gäbe. Das Wichtigste ist allerdings der Schluss des Romans: Raphael beschreibt die religiöse Toleranz der Utopier, das friedliche Koexistieren verschiedener Glaubensmodelle und einen ideellen Missionierungsgedanken. Dieser ist auf sachliche Argumente beschränkt, weder dürfen fremde religiöse Glaubensvorstellungen niedergemacht noch eigene Anhänger aufgehetzt werden. Eine bewundernswerte Toleranz, die aus einer Einsicht resultiert, die auch heute vielen gut zu Gesicht stünde.  Was allerdings sehr befremdlich erscheint, und auch moralisch äußerst fragwürdig, ist das Ausnutzen „unzivilisierter, barbarischer“ Nationen für den Krieg. Insbesondere das „ausbluten lassen“,  lässt die Utopier in keinem guten Licht erscheinen, und trübt die sonstige positive Sicht. Sonnige Tage und erholsame Nächte! PS: Wem der Stil meiner Rezension bzw. die Auswahl der vorgestellten Bücher gefällt, findet auf meinem Blog (https://cynthor.wordpress.com) weitere „Bücherschätze“ und auch Infos zu meinem eigenen gesellschaftskritischen Fantasy-Roman „Ethopia – Erwachen“.

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    • 5
  • Zu Besuch in Utopia

    Utopia

    Kopf-Kino

    Im Jahre 1516 verfasste Thomas More, ein im Dienste des englischen Königs Henry VIII stehender Staatsmann, das Buch 'Utopia', welches ursprünglich den lateinischen Volltitel 'De Optimo Rei publicae Statu deque nova insula Utopia Libellus vere aureaus, nec minus salutaris quam festivus' (zu deutsch: „Von der besten Staatsverfassung und von der neuen Insel Utopia, ein wahrhaft goldenes Büchlein, genauso wohltuend wie heiter“) trug. Der mittlerweile gekürzte Titel lässt bereits erahnen, dass More die Bezeichnung 'Utopie' und somit das literarische Genre der utopischen Romane maßgebend prägte. Das Werk selbst ist in zwei Teilen gegliedert: Während der erste Teil einen philosophischen Dialog, dem eine sowohl gesellschaftliche als auch politische Kritik Europas (vor allem Englands) innewohnt, beinhaltet, schildert der zweite Teil von der Republik 'Utopia'. Als Rahmenhandlung dienen die Erzählungen eines Seemanns, der als Berichterstatter fungiert, nachdem er einige Zeit in der Gemeinschaft der Utopier verbrachte. "Wozu denn ein Bündnis?, sagen sie; als ob nicht die Natur die Menschen untereinander genügend zusammenbände." Bereits die ersten Seiten verraten den gewieften Schachzug des Autors: More selbst tritt in seinem Werk als Figur auf und lernt den portugiesischen Weltreisenden Raphael Hythlodeus, welcher Amerigo Vespucci auf seinen Entdeckungsreisen in die Neue Welt begleitete, kennen und kommt mit diesem kurzerhand ins Gespräch. Indem More seinem (fiktiven) Gesprächspartner kritische Worte in den Mund legt, übt er scharfe Sozialkritik am England der Tudorzeit aus und diskutiert quasi mit sich selbst. Hierbei wird sich u.a. oftmals auf Platon bezogen. Themen der Unterhaltung sind u.a. die Todesstrafe, die damals sowohl an Dieben als auch an Mördern verübt wurde, und die Adligen, die "müßig wie die Drohnen von anderer Leute Arbeit leben" und die Bauern "bis aufs Blut schinden." Wie nun eine ideale Gesellschaft auszusehen habe, ob es ein gerechtes Staatswesen, das alle Bürger glücklich macht, geben könne und wie es dann um den Privateigentum bestellt sei, werden im zweiten Teil dank des angeblich wahren Reiseberichts des Seefahrers diskutiert. Um nicht zu viel zu verraten, erspare ich mir die Details. So viel sei jedoch gesagt: Bereits die Fragen zeigen, wie modern 'Utopia' daherkommt; viele Ideen erscheinen überraschend frühsozialistisch und sogar kommunistisch. So lehnen die Utopier beispielsweise Geld ab und fertigen aus Gold Ketten für die Sklaven, sowie Nachttöpfe an. Was zunächst skurril klingt, obliegt jedoch meist mehreren philosophischen Gedanken, die hier miteinander verwoben werden. "Wo es noch Privatbesitz gibt, wo alle Menschen alle Werte am Maßstab des Geldes messen, da wird es kaum jemals möglich sein, eine gerechte und glückliche Politik zu treiben" Obgleich einzelne Themen, wie beispielsweise die Handhabung mit Religionen, durchaus avantgardistisch behandelt werden, zeigen andere wiederum, dass auch More ein Kind seiner Zeit war, wenn zum Beispiel vom Ehebruch die Rede ist. Das Geschilderte wird somit nicht immer mit der Meinung des Lesers konform gehen können. More selbst lässt interessanterweise ab und an durchblicken, dass er nicht alles in Utopia begrüße, was schließlich zur Folge hat, dass sich der kritische Leser eine eigene Meinung bilden kann, was ich sehr begrüßte - ebenso die herrlich ironischen Momente, die das Werk (meiner Meinung nach) mitunter aufweist. "Der Verkehr mit den Behörden vollzieht sich in freundschaftlichen Formen, da keiner der obrigkeitlichen Beamten überheblich oder barsch ist. Sie heißen Väter und bewähren sich als solche." Schade fand ich, dass die Moral Utopias nicht durchleuchtet wurde, was ich aufgrund meiner Neugierde sehr bedauerte. Ein Pluspunkt stellte für mich die gute Leserlichkeit dar, da der Inhalt keinesfalls komplex, sondern eher spielerisch dargestellt wird. Ob man das Werk nun als Satire, Wegbereiter oder Kritik liest, hängt wohl vom Standpunkt des Lesers ab. Ich las es u.a. mit einem Augenzwinkern. Beeindruckend finde ich, dass More quasi die politische Philosophie mitformte, die viele Menschen beschäftigt/e und den Gedanken, dass eine bessere Welt (wie auch immer diese zu definieren ist) ohne Idealvorstellung nicht möglich sei, bis heute fortträgt.

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    • 8
  • Rezension: Utopia

    Utopia

    MissOptimismus

    20. September 2016 um 23:06

    Inhalt In diesem Roman erzählt ein Seeman seinem Freund von der Insel Utopia, auf der er selbst gewesen sei und die die ideale, friedliche Gesellschaft habe. Meine Meinung Ob Utopia so existierte, wie im Roman geschildert, bleibt offen. Morus selbst lässt alles offen. Es werden Fragen gestellt und Denkprozesse über Gesellschaften angeregt. Seine eigene Meinung muss man sich allerdings selbst bilden. Ich persönlich weiß nicht, ob mir diese Welt gefallen würde. Alles ist festgelegt: Job, Arbeitszeiten, Wohnhaus, Eigentum… Es scheint fast so, als wenn Frieden nur möglich ist, wenn dafür die Individualität aufgegeben wird. Besonders die Szene zur Partnerwahl ist mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Man bekommt gegeignete Kandidaten vorgeführt, die sich dann vollständig entblösen und man sie begutachten kann. Anschließend entscheidet man sich. Man kauft ja auch kein Tier ohne Begutachtung und im Bett will man ja keine Überraschungen erleben. Diese Auswahl findet übrigens für Mann und Frau statt. In der idealen Welt Utopia gibt es übrigens auch eine Art Sklaverei, aus der man sich angeblich befreien kann. Fazit Utopia ist mit recht ein Klassiker der Literatur und wer sich gerne mit möglichen Gesellschaftsformen beschäftigt, sollte dieses Buch lesen.

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  • Utopia - eine gerechte und gute Gesellschaft ?

    Utopia

    Stephanus

    02. February 2015 um 10:37

    Mit seinem kleinen Büchlein über die Utopier und ihre Lebensweise und Gesellschaft prangert Thomas Morus Missstände im England des 16. Jahrhunderts offen an und macht sich Gedanken über eine idealere und gerechtere Verteilung  der Ressourcen, des Reichtums, kurzum, einen anderen Staat und Gesellschaft. Utopia wird dabei durch die Erzählung des Rafael Hydlodeus geschildert, der als weitgereister Seemann diese phantastische Insel kennengelernt hat, auf der das Volk der Utopier glücklich und gut leben. Thomas Morus entwickelt in seinem Werk einen für ihn idealen Staat und stellt sich in eine Reihe der großen Staats- und Politiktheoretiker. Aus heutiger Sicht, gut 500 Jahre nach der Entstehung, wirken einige wesentlichen Teile nach wie vor sehr aktuell, andere dagegen, durch historische Erfahrungen sehr naiv, wie z.B. die große Dominanz des Staatseigentums. Etwas ambivalent erscheinen mir die Aussagen zur Religion (es wird nicht so ganz klar, was Morus wirklich will, ob ein nebeneinander verschiedener Religionen oder eine christliche Einheitsreligion) und der Außenpolitik / Kriege. Nach wie vor ein wichtiger Beitrag zur politischen Theorie, der immer noch lesenswert ist und sicher noch einige Rätsel beinhaltet.

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  • Thomas Morus - Utopia

    Utopia

    Ela1989

    23. November 2014 um 18:16

    "Utopia" ist ein philosophisches Werk in dem die ideale Gesellschaft beschrieben wird. Auf einer Insel leben alle Inselbewohner im Frieden zusammen, Gold ist nutzlos - alle Menschen sind gleichgestellt. Wer mehr hat, gibt denen, die weniger haben. Thomas Morus war der Begründer des Genres der utopischen Werke. Ich kam hauptsächlich durch einen meiner Lieblingsfilme ("Auf immer und ewigf") auf dieses Buch. Da es für die Protagonistin in dem Film eine sehr wichtige Rolle spielt. Im Großen und Ganzen kann ich zu dem Buch sagen, dass es mich jetzt nicht unbedingt vom Hocker gerissen hat, aber auch nicht total schlimm zu lesen war. Es hatte ein paar interessante Denkansätze. Insgesamt liegt es, meiner Meinung nach, ziemlich im Durchschnitt, deshalb bekommt es von mir drei Sterne.

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  • Wie sieht eine perfekte Welt aus?

    Utopia

    Miserable

    18. April 2014 um 11:02

    Die Erzählung des Raphael Hythlodeus über das legendäre Utopia wirft zahlreiche Fragen auf, die im ersten Buch versucht werden, zu beantworten. Wie müsste ein perfekter Staat organisiert sein? Demokratie oder Monarchie? Kommunismus oder Kapitalismus? Religion: Ja oder Nein? Wenn ja, welche? Im zweiten Buch, welches den Staat Utopia genauer vorstellt, wurde das Ideal verwirklicht. Die Utopianer sind mit ihrem Leben zufrieden. Alle Menschen arbeiten und erhalten ihren Lohn dafür. Sie tragen alle dieselbe Kleidung, können also nicht eifersüchtig aufeinander sein. Sie leben bescheiden und häufen Luxusgüter lediglich zum Handeln an. Kriege gewinnen sie meistens mit List; nur selten müssen eigene Utopianer kämpfen. Aber kann das alles so einfach funktionieren? Ich glaube, nein, und das aus zwei Gründen. Erstens handelt es sich bei dem Roman um eine Beschreibung Utopias. Hythlodeus beschreibt die Strukturen des Staates und das Leben der Bewohner. Ausgespart werden aber tatsächliche Handlungen. Es bleibt unklar, ob die Staatsstruktur kritiklos funktioniert und ob die Utopianer tatsächlich glücklich sind. Zweitens glaube ich, dass so ein Staat aufgrund des menschlichen Wesens nicht möglich ist. So wie die Utopianer beschrieben werden, empfinden sie solche Laster wie Eifersucht und Neid nicht. Ich denke aber, dass das nicht möglich ist. Es liegt im Wesen des Menschen, sich von anderen durch irgendetwas abheben zu wollen. So bleibt das Utopia des Thomas Morus eine Utopie, welche zwar einen perfekten Staat darstellt, aber wohl leider nicht in der Realität umzusetzen ist. Dafür ist der Mensch viel zu egoistisch veranlagt.

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  • Rezension zu "Utopia" von Thomas Morus

    Utopia

    Ines_Mueller

    03. July 2011 um 14:11

    Schon seit Ewigkeiten hatte ich es mir in den Kopf gesetzt, Thomas Morus' "Utopia" zu lesen, da ich schon viel davon gehört hatte. Nachdem ich es dann nach langem Warten endlich in der Bücherei entdeckte, habe ich es mir ausgeliehen und sofort angefangen es zu lesen. Die Sprache, die Morus verwendete ist trotz ihrer Altertümlichkeit sehr schön und vorallem ausdrucksstark. Gekonnt gelingt es ihm, die Zustände in Utopia zu beschreiben und zudem Kritik an der englischen Gesellschaft und dem Königstum im Allgemeinen zu üben. Bemerkenswert fand ich, dass Thomas Morus bereits solche Träume hatte, die für die damalige Zeit eher untypischen waren. Der Leser merkt sofort wie viel ihm an dieser Gesellschaftform der Utopier liegt und wie sehr er sich eine neue und bessere Welt wünscht. . Fazit: Eine wunderschöne Sprache machten "Utopia" zu einem wahren Lesevergnügen. Von mir gibt es vier Sterne für dieses bemerkenswerte Buch!

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  • Rezension zu "Utopia" von Thomas More

    Utopia

    Lax

    18. May 2011 um 01:44

    „Utopia“ The book by Sir Thomas More was written about five hundred years ago and criticises the societies of this time. But it is still a nice to read today, and let you think about the ideal world. Probably everyone knows the meaning of Utopia. It is the ideal place of how a society should be. Sir Thomas More was the first one, who came up with this word, that has its roots in the Greek language and means „nowhere.“ The book was published in Latin in 1516 under the editorship of Erasmus in Belgium. In the first part of the book, Sir Thomas More discusses with friends and the traveler Raphael Hythloday – which means `knowing in trifles' about the illness of European societies. Especially that the kings start wars so easily, they only care for themselves and waste money. They also talk about the harsh use of the death sentence, starvation and poverty of the common people. „...every man might be put in a method how to live, and so preserved from fatal necessity of stealing and of dying for it...but that you first make thieves and then punish them?“ It is clear that More especially criticises the English policy. That is why his book was not printed in England at this time. It is sometimes hard to follow the speaking in the first part of the book, as it is often not clear, who is speaking. But the first part of the known societies leads straight to the second part in the book. There Raphael talks about his journey with Amerigo Vespucci and his discovery of the unknown island Utopia somewhere in the new world. The exact position of Utopia is unknown. The name Utopia derives from the founder King Utopus. Sir Thomas More' s work of the ideal society is inspired by the philosopher Plato. And as More was an orthodox catholic, the Utopians only believe in one supreme god, that is called Mithras, like the deity in Romanian mythology. But the Utopians are very tolerant with other religions, as they are tolerant in almost every aspect of the community. It is a socialist community with welfare and can be seen as the first communistic life style. All people are equal, and they especially care for the elder people. There is no idleness, they just do simple work, but they think that the highest goal of every man and woman should be knowledge. „...as much time as is necessary for the improvement of their minds...“ This is also a great goal in our times. The Utopians never start wars easily or condemn other opinions. „...no force but that of persuasion...“ The book „Utopia“ was written some five hundred years ago, and though it criticises the societies of this times, it is still a nice lecture to let you think about the world woes today and you can make your own ideas of the perfect world. How would it be? „...there are many things in the Commonwealth of Utopia that I rather wish, than hope, to see followed in our goverments.“ Sir Thomas More (1478-1535) was a lawyer, scholar, writer and statesman under the reign of Henry VIII. He was an orthodox catholic and opposed Henry VIII' s separation from the catholic church in 1534, and the forming of the Anglican Church. After More refused to accept the king as the supreme head of the church of England, he was beheaded.

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  • Rezension zu "Utopia" von Thomas More

    Utopia

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. April 2011 um 15:37

    Traumhafte Weltliteratur! Meine Empfehlung: Unbedingt im Original lesen! Ist nicht so einfach, aber wunderschön. Ich liebe dieses alte Englisch.

  • Rezension zu "Utopia" von Thomas Morus

    Utopia

    Dupsi

    20. March 2011 um 19:33

    In seinem Roman beschreibt Thomas Morus eine Gesellschaft, wie sie seiner Meinung nach perfekt wäre. er wählt die Form eines Gespräches mit jemandem, der diese perfekte Gesellschaft anscheinend gesehen hat und weiß, dass es funktionieren kann. Es ist schon eine Weile her, dass ich einen Klassiker in der Hand hatte. Nachdem ich mich wieder in die Sprache reingefunden hatte. ließ sich Utopia wunderbar lesen. Morus äußert interessante Gedanken, die bestimmt Erfolg hätten, wenn sie sich denn umsetzen ließen. Aber schon allein bei der Abschaffung des Privateigentums würde die Mehrheit der Menschen nicht mitmachen. Er beschreibt die Verhältnisse treffend. rechnet mit dem Adel und dem Klerus ab, die, so wie er es beschreibt, dafür verantwortlich sind, dass ein Großteil der Bevölkerung in Armut lebt und Verbrechen wie Diebstahl begehen müssen. Interessant fand ich, dass er schieb, dass nur sechs Stunden Arbeit am Tag notwendig wären um einen Überfluss zu schaffen, wenn es die Schrere zwischen Adel und dem Rest der Bevölkerung nicht geben würde. Alles in Allem halte ich Utopia für ein sehr interessantes Buch, das diejenigen, diejenigen, das zum Nachdenken anregt, vor allem die, die sich bis jetzt nicht sosehr Gedanken um die Gesellschaft gemacht haben, in der sie leben.

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  • Rezension zu "Utopia" von Thomas Morus

    Utopia

    PrinzessinMurks

    06. April 2010 um 22:27

    Morus fabuliert über die perfekte Gesellschaft - naja die "perfekte" Gesellschaft eigentlich, denn er hält dem England seiner Zeit böse den Spiegel vor. Die detailverliebten Alltagsbeschreibungen des Landes Utopia sind kurzweilig und böse bissig. Wer sich ein wenig mit den Reaktionen der Zeitgenossen auseinandersetzt, dem wird klar: Humor und Ironie sind auf Papier immer sehr knifflig zu verstehen. Vielleicht hätte Morus schon die Anführungszeichen einsetzen sollen. Die "perfekte" Gesellschaft eben.

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  • Rezension zu "Utopia" von Thomas Morus

    Utopia

    Edmont Dantès

    23. January 2010 um 14:34

    Ich bin ein Fan dieser kleinen aber feinen Reihe im Anacondaverlag und so habe ich mir auch das Werk, das eine ganze Gattung begründet hat, zugelegt, nämlich Thomas Morus Utopia. Der Hintergrund, vor dem Morus sein Gesellschaftsbild entwirft ist ein Treffen des Autors mit einem fiktiven Begleiter Amerigo Vespuccis namens Raphael Hythlodée. Dieser schildert zuerst seine schlechten Erfahrungen mit der alten Weld des feudalen Europas um dann im zweiten Teil als Gegenmodell von der Gesellschaft der Insel Utopia zu berichten, auf der eigentlich alles perfekt ist. Im ersten Teil macht man die gleiche Erfahrung wie wohl auch beim Marx lesen: Dinge, die Morus hier berichtet lassen sich fast eins zu eins auf unseren heutigen Kapitalismus ummünzen, wenn etwa Bauern für die Schafherden von Reichen vertrieben werden und dann eine Schafseuche ausbricht und das Vermögen vernichtet. Den zweiten Teil hat mir Jan Fleischhauers Traktat "Unter Linken" etwas versaut, wobei er in seinem Grundtenor recht hat. Das ganze Leben dort klingt recht langweilig. Es kann kein Zweifel bestehen, auf dieser Insel ist alles fast perfekt geregetl, alle leben in Frieden und Wohlstand und es gibt sogar so etwas wie Demokratie. Ansonsten liest sich das ganze aber wie eine Vorhersage der DDR, wenn etwa alle die gleichen Klamotten tragen und in den gleichen Häusern wohnen. In heutigen Begriffen stelt Utopia auf jeden Fall eine höchst kommunitaristische Gesellschaft dar. Ob dort wohnen möchte, bleibt dahingestellt. Auch wenn das Werk eher kurz ist, darf man jedoch nicht einen Moment lang seinen bahnbrechenden Charakter unterschätzen. Eine Idee, für eine vollkommen andere Gesellschaft, mitten im finsteren Mittelalter. Faszinierend zu lesen.

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  • Rezension zu "Utopia" von Thomas Morus

    Utopia

    glowinggloom

    31. January 2009 um 23:18

    Thomas Morus rechnet hier, im frühen 16.Jahrhundert, mit dem Feudalstaat ab, der ungerechten Kapitalakkumulation bei Wenigen und Ausbeutung und Elend der Vielen, das durch eine unmenschliche Justiz (Todesstrafe für Diebstahl) aufrechterhalten wird.
    Für sein Utopia hat er die Vision von einem sozialistischen Wohlfahrtsstaat ohne Privateigentum.

  • Rezension zu "Utopia" von Thomas Morus

    Utopia

    M1rco

    18. June 2008 um 12:47

    Ein Buch das man meiner Meinung nach umbedingt gelesen haben muss.
    Nicht nur, weil man dann über Partywissen verfügt und erklären kann, woher das Word "utopisch" kommt, sondern weil Morus hier schon sehr früh einen "idealen Staat" beschreibt.
    Wie der Klappentext verrät, ist immer noch nicht sicher, was genau Morus mit seinem Buch "sagen" wollte - die Interpretation liegt, wie so oft, beim Leser.

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