Thomas Mullen

 4.3 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von Darktown, Die Stadt am Ende der Welt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Thomas Mullen

Erfolgreicher Einstieg, etablierter Autor: Thomas Mullen ist 1974 in Rhode Island geboren. Er studierte am Oberlin College in Ohio und ist heute hauptberuflich als Schriftsteller tätig. Sein erster Roman erschien auf Englisch im Jahr 2006 und trägt den Titel "The Last Town on Earth". Die deutsche Übersetzung "Die Stadt am Ende der Welt“ erschien 2007. Gleich sein erstes Buch wurde ein voller Erfolg und zählt bis heute zu den beliebtesten Werken des Autors. Für den Roman wurde Mullen unter anderem mit dem James Fenimore Cooper Prize ausgezeichnet und das Buch bekam von USA Today den Titel „Best Debut Novel“ verliehen. Ähnlich beliebt ist beispielsweise „Darktown“ von 2015, das 2018 auch auf Deutsch erschien. Es war das NPS Best Book of the Year und zudem für den Los Angeles Times Buchpreis, den Southern Book Prize, den Indies Choice Book Award sowie zwei  CWA Dagger Awards nominiert.

Mullen ist verheiratet und hat zwei Kinder. Gemeinsam mit seiner Familie lebt er in Atlanta, Georgia.

Neue Bücher

Darktown

 (17)
Neu erschienen am 12.11.2018 als Hardcover bei DuMont Buchverlag.

Darktown

 (1)
Neu erschienen am 26.10.2018 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Alle Bücher von Thomas Mullen

Darktown

Darktown

 (17)
Erschienen am 12.11.2018
Die Stadt am Ende der Welt

Die Stadt am Ende der Welt

 (12)
Erschienen am 11.10.2008
Darktown

Darktown

 (1)
Erschienen am 26.10.2018
The Revisionists

The Revisionists

 (0)
Erschienen am 23.10.2012
The Many Deaths of the Firefly Brothers

The Many Deaths of the Firefly Brothers

 (0)
Erschienen am 08.02.2011
Darktown

Darktown

 (0)
Erschienen am 09.02.2017
The Last Town on Earth

The Last Town on Earth

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Erschienen am 31.07.2007
The Many Deaths of the Firefly Brothers

The Many Deaths of the Firefly Brothers

 (0)
Erschienen am 26.01.2010

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Neue Rezensionen zu Thomas Mullen

Neu

Rezension zu "Darktown" von Thomas Mullen

Authentisch, spannend, beeindruckend
Lilli33vor 8 Tagen

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten

Verlag: DuMont Buchverlag (12. November 2018)

ISBN-13: 978-3832183530

Originaltitel: Darktown

Übersetzung: Berni Mayer

Preis: 24,00 €

auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Authentisch, spannend, beeindruckend


Inhalt:

Atlanta, Georgia, 1948. Auf Druck von oben werden die ersten acht farbigen Polizisten in den Dienst genommen. Sie sollen für Recht und Ordnung in den farbigen Vierteln der Stadt sorgen, haben aber weit weniger Befugnisse als ihre weißen Kollegen, von denen sie zudem schikaniert werden. Weder die weiße noch die schwarze Bevölkerung nimmt sie ernst. 


Als eine farbige junge Frau ermordet wird, haben die weißen Cops kein Interesse zu ermitteln. Den schwarzen ist es untersagt. Doch zwei von ihnen wollen das nicht einfach hinnehmen und machen sich heimlich auf die Suche nach dem Mörder. Dabei mischen sie den korrupten Polizeiapparat gehörig auf.


Meine Meinung:

Thomas Mullen hat einen großartigen Gesellschafts- und Kriminalroman geschrieben. Er konnte mich von Anfang an fesseln und wurde von Seite zu Seite spannender. Mein Kopfkino lief zur Höchstleistung auf. Auf mich wirkte die Erzählung sehr authentisch - kein Wunder, beruht sie doch zum Teil auf wahren Begebenheiten. Zum Beispiel war es den farbigen Polizisten nicht erlaubt, das Polizeihauptquartier zu betreten. Sie mussten aus einem Kellerraum des Y.M.C.A. heraus agieren. Um Weiße zu verhaften, mussten sie ihre weißen Kollegen rufen, die oft genug nichts unternahmen. 


Besonders gelungen fand ich die Charakterisierung der verschiedenen Protagonisten, zwischen denen die Erzählperspektive wechselt. Da gibt es den Sohn des Reverends, der eher sanft und absolut gesetzestreu ist. Sein Kollege scheut sich nicht, auch mal hart zuzupacken und eine Schlägerei zu riskieren. Auf der anderen Seite haben wir den korrupten Cop, der keine Gelegenheit auslässt, die Farbigen zu demütigen und zu schikanieren, aber auch den jungen Weißen, der sich der Ungerechtigkeit sehr wohl bewusst ist und versucht zu helfen. 


Durch die Ermittlungen stochern die Beamten in einem üblen Nest der Korruption, das weitläufiger ist, als man vermutet. Dadurch erhält der Kriminalfall eine ungeahnte Spannung.


Es ist schockierend, über den blinden Hass zwischen den Rassen zu lesen. Und noch schockierender ist es, dass dieser Hass auch heute noch in manchen Köpfen existiert.


Fazit:

Thomas Mullen zeichnet ein authentisches Bild der Südstaaten-Gesellschaft in den 1940er Jahren, verknüpft mit einem spannenden Kriminalfall. Für mich ein absolutes Lese-Highlight. Ich kann nur eins empfehlen: Lesen!


★★★★★

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Rezension zu "Darktown" von Thomas Mullen

Brilliant
Paulaavor einem Monat

INHALT:

Atlanta, 1948: Auf Druck von oben sieht sich das Police Department gezwungen, die erste Einheit farbiger Polizisten in seiner Geschichte aufzustellen. Acht Männer, die in 'Darktown', dem streng abgegrenzten Viertel der farbigen Einwohner, für Recht und Ordnung sorgen sollen. Die Situation ist alles andere als einfach: Ihre weißen Kollegen begegnen den Beamten mit tiefer Feindseligkeit. Sie dürfen nicht vom Polizeipräsidium aus arbeiten, haben keine Erlaubnis, weiße Verdächtige zu verhaften. Und selbst die farbige Bevölkerung begegnet ihnen mit Misstrauen. Als eine junge farbige Frau tot aufgefunden wird, scheint das niemanden zu interessieren – bis auf Lucius Boggs und Tommy Smith, zwei Cops der neuen Einheit, die sich gemeinsam auf die Suche nach der Wahrheit machen. Zwischen zwielichtigen Alkoholschmugglern, scheinheiligen Puffmüttern, korrupten Gesetzeshütern und unter permanenter rassistischer Unterdrückung riskieren Boggs und Smith ihre neuen Jobs – und ihr Leben –, um den Fall zu lösen.
›Darktown‹ ist ein hochatmosphärisches, komplex erzähltes und mitreißendes Krimi-Epos, eine kluge literarische Erkundung der Themen Rassismus, Korruption und Gerechtigkeit.

COVER:

Das Cover ist nichts Besonderes und lenkt somit auch nicht vom grandios Inhalt des Buches ab. Ich finde es daher sehr gut gewählt.

SCHREIBSTIL:

Ein etwas anspruchsvollerer Schreibstil, der sich aber sehr flüssig lesen lässt.

MEINUNG:

Eine tolle und mitreißende Geschichte, die mich sehr fesseln konnte. Es ist erschreckend wie rassistisch die Menschen früher alle waren. Umso mutiger ist es von den schwarzen Polizisten im Buch ihrer Arbeit trotz allem nach zu gehen.
Vor allem Boggs und Smith kriegen Probleme mit einem weißen Polizist weil sie sich vermehrt für unschuldig Angeklagte stark machen.
Die Geschichte ist sehr komplex und erzählt wird aus mehreren Perspektiven, was mir sehr gut gefallen hat, da man so die Seite der „Schwarzen“ und auch die Seite der „Weißen“ kennen lernt.
Lesen sollte diesen Roman auf jeden Fall jeder, der sich schon einmal mit Rassismus auseinander gesetzt hat. Ich finde allerdings dass die Geschichte nichts für schwache Nerven ist, da es einige Gewaltszenen gibt die sehr detailreich beschrieben sind und mich persönlich schockiert haben.
Ich empfehle das Buch wirklich jedem und wünsche mir das der Rassismus endlich von unserer Welt verschwindet!

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Rezension zu "Darktown" von Thomas Mullen

Polizeiroman mit historischem Bezug
stefanbvor einem Monat

„Das Böse schlägt einem hier förmlich ins Gesicht, es gibt kein Geheimnis dabei. Es sonnt sich vor unseren Augen und fällt über dich her, sobald du dich ihm näherst.“ [284]

Darktown ist eine Mischung aus klassischem Polizeikrimi und einem historischen Roman und nimmt den Leser mit ins Atlanta des Jahres 1948. Die erste Einheit farbiger Polizisten nimmt den Dienst auf. Doch der Job ist kein leichter und sie spüren von allen Seiten Feindseligkeit.
Die beherrschenden Themen des Buches sind Rassismus und Korruption. Dem Autor Thomas Mullen gelingt es geschickt die historischen Fakten in einen spannenden, aufwühlenden und interessanten Roman zu verpacken, der sich aufgrund des flüssigen Schreibstils sehr gut lesen lässt. Atmosphärisch dicht geschrieben, packt der Roman, konfrontiert den Leser mit rassistischer Unterdrückung und vermittelt ein Bild der damaligen Zeit. Es ist schier unglaublich, wie wenig Rechte, wie viel Hass, Feindseligkeit, Rassismus den farbigen Einwohner und damit auch der ersten farbigen Einheit entgegenschlägt. Wortwörtlich. Selbst ein Mord an einer farbigen Person lässt die weißen Polizisten nicht über den Tellerrand schauen. Viel zu tief sitzen Hass und Rassismus fest verankert in den Köpfen fest.

Wobei man sich fragen könnte, worin der Unterschied zu heute liegt?

Sie „hatten nichts anzubieten. Keinen Schutz, keine Gerechtigkeit. Alles was sie hatten, war die vage Aussicht auf eine Zukunft, in der so etwas nicht mehr passierte. Doch das schien unwahrscheinlich, ja absurd.“ [375]

Der komplexe Roman, stimmungsvoll eingefangen, weckt Emotionen beim Lesen. Dazu tragen auch die gut herausgearbeiteten Charaktere bei, die interessant und vielschichtig dargestellt werden.
Mich persönlich hat der Roman gepackt. Er liefert einen Einblick in eine vergangene Zeit und zeigt leider, dass die Themen immer noch brandaktuell sind.

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