Thomas N. Friemel Sozialpsychologie der Mediennutzung

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Inhaltsangabe zu „Sozialpsychologie der Mediennutzung“ von Thomas N. Friemel

Die Forschung zur Mediennutzung fokussiert vielfach auf einzelne Individuen und die unmittelbare Rezeptionssituation. Dabei wird übersehen, dass Medienhandlungen stets in einem sozialen, sachlichen und zeitlichen Kontext erfolgen. Das vorliegende Buch zur Sozialpsychologie der Mediennutzung rückt bewusst diese Kontextualität in den Mittelpunkt der Betrachtung. Hierzu wird eine integrative Systematik von Funktionen und Effekten der interpersonalen Kommunikation über Medien entwickelt. Diese erlaubt es, die Handlungsmotive einzelner Rezipienten in Verbindung zu bringen mit Dynamiken in sozialen Gruppen und Phänomenen in der Gesellschaft. Der Autor wurde mit dieser Arbeit 2008 an der Universität Zürich promoviert.

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    Sozialpsychologie der Mediennutzung

    michael_lehmann-pape

    29. July 2013 um 11:09

      Ausgehend von der Beobachtung, dass Gespräche, der Austausch über massenmediale Phänomene zum Alltag der Menschen gehören, genau so, wie die Nutzung der Massenmedien an sich allgegenwärtig ist, geht Thomas Friemel in diesem Buch der Frage nach, wieweit vom Individuum und seiner individuellen Kommunikation über Massenmedien auf daraus sich ergebende allgemeine Dynamiken in sozialen Netzwerken geschlossen werden kann.   Eine interpersonelle Kommunikation, die der Filterung des medialen Angebotes einerseits dient, zum Verständnis der medialen Inhalte beiträgt, bis dahin, allgemein „nur“ Informationen auszutauschen (Selektion, Verarbeitung, Information).   Neben diesen Elementen der kognitiven Ebene der Kommunikation über massenmediale Phänomene verweist Friemel ganz zurecht (im Rahmen gesicherter kommunikationswissenschaftlicher Erkenntnisse) zudem auf die affektive, emotionale Seite auch dieser Form der Kommunikation (ebenso eine verarbeitende Funktion) und führt zudem die Funktion der „sozialen Positionierung“ mit in seine Betrachtungen ein.   Rezipienten wenden sich Medien auch und nicht zuletzt deswegen zu, weil sie sich von der Anschlusskommunikation einen Nutzen versprechen. Somit werden die Medien nicht „passiv“ nur „betrachtet“, sondern in der Kommunikation über die erfahrenen und erlebten Inhalte aktiv genutzt. Hier setzt Friemel seine These von der „vermuteten Beziehung zwischen Mikro- Meso- und Makroebene“ und führt im weiteren Verlauf seiner Darstellung fundiert auf, wie weit ersichtliche Zusammenhänge mit welchen Folgen herzuleiten sin.   Hierbei setzt er im ersten Teil des Buches die theoretischen Grundlagen und fasst den aktuellen Stand der Betrachtung sozialpsychologischer Aspekte der Mediennutzung zusammen. Auch Erkenntnisse aus benachbarten Forschungsrichtungen finden Eingang ins eine Darstellung (Austauschtheorie, Balancetheorie, soziale Netzwerkanalyse).   Gut vorbereitet durch diesen weiten Blick auf die Breite des Feldes geht Friemel sodann dazu über, mögliche Gesetzmäßigkeiten als integrierte Systematik von Elementen, Funktionen und Folgen einer interpersonalen Kommunikation über massenmediale Inhalte dergestalt zu betrachten, dass hier bereits immer die Mikro- Meso- und Makroebene der Kommunikation mit einfließen.   Ergebnisse, die Friemel nicht nur theoretisch nur im Raume stehen lässt, sondern anhand einer empirischen Untersuchung in und mit Schulklassen überprüft und sichert.   Immer wieder erstaunlich und in dieser speziellen Fragestellung ein profundes Ergebnis der Untersuchung, ist die Bedeutung der Peer-Group (nicht nur, aber gerade auch für Jugendliche). Eine Bedeutung, deren Weg vom individuellen Erleben über die zunächst kleinteilige interpersonale Kommunikation recht schnell bei den untersuchten Gruppen alle Funktionen der Kommunikation über massenmediale Phänomene (kognitive, affektive und soziale) breiteren Rahmen finden lässt. Die Funktionen und Effekte, die über die Mikro- und Mesoebene dann zu einer erkennbare Dynamik auch auf der Makroebene führen, sind von Friemel nachvollziehbar benannt und dargestellt.   Insgesamt argumentiert Friemel überzeugend in die Richtung von der Entstehung von „Pareto-Verteilungen“ auf der Makro Eben, mithin bildet die interpersonale Kommunikation ein sich selbst verstärkendes System, dass aus nachvollziehbaren, logischen Schritten besteht.   An sich keine unbedingt neuen Ergebnisse für Kommunikationsprozesse, wohl aber eine sehr fundierte Anwendung und Untersuchung dieser Prozesse speziell auf dem Gebiet der Sozialpsychologie  im breiten Rahmen der Massenmedien. Verständlich und schlüssig dargelegt befruchtet Friemel mit seinem Buch durchaus die weitergehende Forschung zur Funktion, Entstehung und Dynamik sozialer, massenmedialer Netzwerke.

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