Thomas Olde Heuvelt

 3.7 Sterne bei 140 Bewertungen
Autor von Hex, HEX und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Thomas Olde Heuvelt

Thomas Olde Heuvelt wurde 1983 in Nijmegen, Niederlande, geboren. Er studierte Englisch und Amerikanistik an der Radboud Universität Nijmegen und an der University of Ottawa in Kanada, wo er ein halbes Jahr lang lebte. Seine Kurzgeschichte »The Day the World turned upside down« wurde mit dem Hugo Award ausgezeichnet, andere Kurzgeschichten wurden für den Hugo Award und den World Fantasy Award nominiert. Sein Horrorroman »Hex« landete in den Niederlanden auf der Bestsellerliste.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Thomas Olde Heuvelt

Cover des Buches Hex (ISBN: 9783453319066)

Hex

 (138)
Erschienen am 16.10.2017
Cover des Buches Echo (ISBN: 9783453320987)

Echo

 (0)
Erscheint am 08.03.2021
Cover des Buches Echo (ISBN: 9783837152241)

Echo

 (0)
Erscheint am 08.03.2021
Cover des Buches HEX (ISBN: 9780765378811)

HEX

 (2)
Erschienen am 04.04.2017

Neue Rezensionen zu Thomas Olde Heuvelt

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B

Rezension zu "Hex" von Thomas Olde Heuvelt

Ein Horrorroman par excellence
buecher_traumerinvor 2 Monaten

Bisher habe ich noch nicht viel mit dem Horror-Genre zu tun gehabt, aber ich wurde tatsächlich sehr positiv überrascht. Zu Beginn habe ich mich noch etwas schwer getan mit dem Schreibstil und der Geschichte allgemein, aber ich glaube ich war da einfach noch nicht ganz auf Horror eingestellt. Wer weiß...
Die zweite Hälfte des Buches habe ich in kurzer Zeit verschlungen, denn es wurde so spannend und gruselig, dass ich es schwer aus der Hand legen konnte.
Es geht um den kleinen Ort, Black Spring in der Nähe von New York. Seit Jahrhunderten ist die Stadt und ihre Einwohner verflucht, denn sie können den Ort nicht länger als einen kurzen Zeitraum verlassen, andererseits werden sie verrückt und bekommen Selbstmordgedanken. Die Hexe Katherine de Wyler, die mit einem der ersten Schiffe nach Amerika kam ist die Black Rock Witch. Ihre Augen wurden vor langer Zeit zugenäht und ihre Lippen ebenfalls versiegelt, doch trotzdem konnte sie immer noch ihre Unruhe in der Stadt stiften. Die Einwohner konnten damit leben, sobald sie es erstmal erfahren haben, auch wenn es ein Schock war, natürlich. 
Das Wichtigste jedoch: Du darfst nie und unter keinen Umständen die Nähte der Hexe entfernen, denn die Prophezeiung besagt, dass es sich dann um den letzten Tag  von Black Spring handeln wird...


Tja, was soll ich zu der Geschichte sagen? Zu Beginn wird dem Leser erst einmal die Stadt und deren Bewohner nahegelegt. Wie sie sich verhalten, wie sie mit der Hexe leben und auch, wie neue Bewohner von dem Fluch erfahren...
Später bekommt man einen Einblick in die "Mächte" der Hexe und was passiert, wenn man gegen die Regeln verstoßt. Nichts für schwache Nerven, wenn ihr mich fragt. Vor allem aber zum Ende hin wird die Geschichte unglaublich spannend und gruselig zugleich. Man möchte aufhören zu lesen, weil es einerseits so schrecklich ist und andererseits auch weiterlesen, weil man das Ende erfahren will...
Für alle die noch nicht viele Horrorbücher gelesen haben, es gibt kein Happy End... was ich (auch wenn ich bereits Filme gesehen und ein Horrorbuch gelesen habe) fälschlicher Weise lange annahm und irgendwo auch gehofft habe. Tja, manchmal klappt es halt nicht sich an der eigenen Hoffnung festzuhalten.


Mein Eindruck: 
Auch wenn ich zunächst in den Schreibstil und die Erzählperspektive kommen musste - in den Kapiteln wird immer von einem auktorialen Erzähler berichtet, der sich immer auf verschiedene Charaktere ausrichtet -  hat mich das Buch fesseln können und ich wurde auch langsam warm, umso spannender es wurde, desto weniger habe ich damit irgendwelche Probleme gehabt.
Die Geschichte hat mir sowieso sehr gefallen und das Cover ist auch echt gelungen. Was mir aber hier besonders gefallen hat war die Danksagung. Thomas Olde Heuvelt ist ein niederländischer Schriftsteller und ursprünglich spielt die Geschichte auch nicht in Black Spring, sondern in einem niederländischen Dorf. Jedoch beschreibt er, dass die Charakterzüge der Menschen in Black Spring noch immer dieselben haben, wie in der Originalen Version. Aber auch das Ende ist nun anders. Olde Heuvelt erzählt, dass er die Chance hatte seine erste veröffentlichte Version im Englischen noch einmal umzuschreiben und da hat er sich neben dem neuen Setting auch für ein neues Ende entschieden. Da mir das Buch so gut gefallen hat, möchte ich nun gerne die originale Version lesen und herausfinden, wie sich das Dorf verhält und wo er ursprünglich den Schlussstrich gezogen hat. Insgesamt 4,5/5 Sterne, eben für dieses grandiose Ende. 


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Rezension zu "Hex" von Thomas Olde Heuvelt

Nordischer King
94momolinovor 4 Monaten

Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Die Geschichte ist originell und kein typisches „Hexen-Horror-Buch“. Es ist das erste Buch des Autos. Für mich ist er ab sofort auf dem gleichen Rang wie Stephen King. Kann ich nur weiterempfehlen!! 

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Rezension zu "Hex" von Thomas Olde Heuvelt

Die Hex' geht um …
chumavor 8 Monaten

… in dem kleinen Örtchen Black Spring in Upstate New York – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Katherine ist dreihundert Jahre alt, ihre Augen und ihr Mund sind zugenäht, ihre Hände in Ketten gelegt. Nur die Einheimischen wissen von ihr und dem Fluch, der auf Black Spring liegt. Es gelten strenge Sicherheitsvorschriften, um die Einwohner vor ihrem Fluch zu schützen. Oberste Regel: Sprich niemals mit Ortsfremden über die Hexe und wer einmal in Black Spring lebt, der kann niemals wieder fort. Doch dann testet eine Gruppe Jugendlicher ihre Grenzen aus, sie gehen zu weit und der Fluch der Hexe bricht mit aller Härte über das Städtchen herein.

Der 1983 in den Niederlanden geborene Thomas Olde Heuvelt veröffentlicht bereits seit 2002 Romane, Kurzgeschichten und Novellen. 2015 erhielt er den Hugo Award. Nur zwei Jahre zuvor brachte er in den Niederlanden seinen fünften Roman »Hex« heraus, den er dann später für die internationale Veröffentlichung nochmal komplett überarbeitete, Schauplätze verlegte und tatsächlich auch das Ende neu schrieb.

Heuvelt ist es gelungen, das klassische Hexenthema zeitgemäß und neu zu interpretieren. Dabei beginnt der Roman alles andere als gruselig, vielmehr gibt es zahlreiche Szenen, die mich wirklich schmunzeln ließen, denn um die Hexe vor Außenstehenden zu verbergen greifen die Einwohner auf etliche Tricks und Kniffe zurück. Der Kreativität sind da kaum Grenzen gesetzt. Potenzielle Neueinwohner werden radikal abgeschreckt und Katherines Status via HEX-App verfolgt, damit jeder stets weiß, wo sie gerade herumsteht. Da werden Spüllappen über die Hexe geworfen und Rentnergrüppchen um sie herumdrapiert, damit sie vor neugierigen Blicken geschützt ist und man seinem Alltag in Ruhe nachgehen kann.

Der leichte Ton verändert sich im Verlauf der Handlung allerdings spürbar und der Autor hebt die Spannungen, die in Black Spring unter der Oberfläche brodeln, sehr gut hervor. Eingefahrene Machtverhältnisse und Missbrauch dieser Macht, der Drang der Jugend nach Freiheit und Selbstbestimmung, die stete Last des Geheimnisses, die schwer wiegt und jeden Einzelnen niederdrückt sowie die Verzweiflung, die daraus geboren wird. Man spürt das Unheil nahen, der Druck ist zu groß und muss sich zwangsläufig entladen. Als das dann schließlich geschieht, konnte mich Heuvelt richtig fesseln. Der Ton ist nun dauerhaft düster, der Horror greifbar und spürbar. Es wird einem bewusst, dass diese Geschichte nicht gut ausgehen kann. Das letzte Drittel des Buches spiegelt den Wahnsinn, der über den Ort und seine Bewohner hereinbricht, deutlich wieder.

Der Autor verbindet klassische Horrorelemente sehr gut mit dem Dunklen, dem Bösen, das jedem von uns innewohnt. Man stellt sich unwillkürlich die Frage, wer hier eigentlich der wahre Unheilsbringer ist: Die Hexe oder die Menschen von Black Spring? Um eine Antwort darauf zu finden, sollte man diesen Roman lesen.

Mir persönlich war das Ende dann leider zu überzogen, ohne näher darauf einzugehen. Heuvelt hat mich auf den letzten Seiten verloren und enttäuscht zurückgelassen. Auch der Einstieg war hier und da ein wenig zäh. Der Mittelteil hingegen konnte mich überzeugen, sodass »Hex« insgesamt eine lesenswerte und spannende Lektüre darstellte.

Fazit

Mit der Lektüre von »Hex« bekommt man eine stellenweise gruselige und düstere Geschichte serviert, die mit Humor, Spannung und auch kritischen Tönen garniert ist, mit dem Ende aber leider ein wenig zu dick aufträgt und damit schwer im Magen liegt. Wer zwischen den Zeilen zu lesen vermag, der wird allerdings sogar bittere Wahrheiten und Tiefgründigkeiten entdecken können. Augen auf!

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