Thomas Olde Heuvelt Hex

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Inhaltsangabe zu „Hex“ von Thomas Olde Heuvelt

The greats of fiction Stephen King and George R. R. Martin lead the fanfare for HEX, so be assured that Thomas Olde Heuvelt's debut English novel is both terrifying and unputdownable in equal measure. Whoever is born here, is doomed to stay until death. Whoever comes to stay, never leaves. Welcome to Black Spring, the seemingly picturesque Hudson Valley town haunted by the Black Rock Witch, a seventeenth-century woman whose eyes and mouth are sewn shut. Blind and silenced, she walks the streets and enters homes at will. She stands next to children's beds for nights on end. So accustomed to her have the townsfolk become that they often forget she's there. Or what a threat she poses. Because if the stitches are ever cut open, the story goes, the whole town will die. The curse must not be allowed to spread. The elders of Black Spring have used high-tech surveillance to quarantine the town. Frustrated with being kept in lockdown, the town's teenagers decide to break the strict regulations and go viral with the haunting. But, in so doing, they send the town spiraling into a dark nightmare.

Interessante Geschichte aber nicht so gruselig wie ich erhofft hatte

— Cambridge
Cambridge
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    Hex
    Cambridge

    Cambridge

    11. August 2016 um 16:38

    Der kleine Ort Black Spring ist verflucht. Eine richtige Hexe, die im 17. Jahrhundert dort erhängt wurde, wandelt mitten unter den Einwohnern. Soweit tut sie niemandem etwas. Sie läuft durch die Stadt oder taucht bei irgendwem im Haus auf und steht da schon mal tagelang rum. Ihre Augen und ihr Mund wurden ihr bei staatlichen Untersuchungen 1967 zugenäht, damit sie niemandem mit einem Blick verfluchen kann oder jemand ihr Flüstern hört. Damit haben sich alle arrangiert. Das lästigste an dem Fluch ist eher, dass keiner der Einwohner länger als ca. zwei Wochen den Ort verlassen kann. Das kann tödlich enden. Steve wurde schon in Black Spring geboren. Seine Frau kommt von außerhalb, hat sich an das Leben mit der Hexe, ihr Name ist Katherine, gewöhnt. Sie haben zwei Söhne, Matt, 13 und Tyler, 16. Tyler geht außerhalb der Stadt zur Schule, er hat eine Freundin, die nichts von dem Geheimnis um die Hexe weiß. Sie möchte nach der Highschool mit ihm nach Europa für mehrere Wochen. Und Tyler würde auch gerne auf ein anderes College gehen als auf eins, wo er jeden Abend nach Hause fahren kann bzw. muss. Dinge, die unmöglich für ihn sind. Er möchte raus aus dieser Enge des verfluchten Ortes und mit dem Geheimnis an die Öffentlichkeit gehen. Er erhofft sich eine Art Rettung. Heimlich arbeitet er an einer Website. Ein paar Freunde helfen ihm dabei. Sie spielen Katherine einen Streich. Doch langsam läuft das ganze aus dem Ruder. Dinge geschehen und jeder glaubt, die Hexe ist langsam nicht mehr so friedfertig wie sonst. Doch ist es wirklich Katherine, die an allem üblen schuld ist? Als ich den Klappentext las, war ich sofort neugierig. Die Hexe ist schon etwas furchteinflößend. Eine reale tote Person mit zugenähten Augen und Mund, die plötzlich in deinem Wohnzimmer steht oder auch gerne mal im Schlafzimmer und dort abhängt ist schon ein wenig gruselig. Das ganze wird zu Beginn des Buches mit Humor genommen. So wirft z.B. Steves Ehefrau einfach ein Handtuch über sie, damit sie sie nicht sehen müssen. Auch gibt es ein ausgefeiltes Überwachungsprogramm, eine App, die Sichtungen von ihr meldet und Szenarien, die die Einwohner ausführen, sobald ein Tourist sich plötzlich der Hexe gegenüber sehen sollte. Das ließ mich die Story um eine herumwandelnde Hexe nicht als ganz so gruselig empfinden. Nach und nach wird es etwas unheimlicher, was aber daran liegt, das die menschliche Natur fiel schlimmer ist als jede übernatürliche Kraft. Gut gefallen hat mir, wie eindringlich der Autor das Leben der Menschen unter diesem Fluch darstellt. Man kann sich arrangieren, aber irgendwie ist man doch eingesperrt. Man kann mit Außenstehenden nicht darüber reden und das Geheimnis belastet. Als dann die Jugendlichen verständlicherweise eine kleine Rebellion starten, eskaliert die Situation in dem Ort. Der Schluss ist dann etwas seltsam und lässt mich nicht ganz befriedigt zurück. Aber bei solchen Storys ist der Schluss immer ein Problem. Insgesamt habe ich mich recht gut unterhalten gefühlt. Ich hätte mir etwas mehr Horror gewünscht, denn gegruselt habe ich mich nicht. Die Hexe kann einem fast leidtun, ihr wurde einst großes Unrecht widerfahren und ob und wie sie als Geist empfindet, bleibt im Dunklen. Eindringlich geht der Autor auf die Empfindungen der Hauptperson Steve ein. Seine Handlungen werden geprägt von seiner Sorge um seine Familie, wie widersprüchlich sie auch sein mögen. Er ist mir ein wenig zu selbstgefällig für meinen Geschmack, und letztendlich trägt er Mitschuld an dem, was zum Schluss geschieht. Aber seine Sorgen und Gedanken als Elternteil kann ich gut nachvollziehen. Gefallen hat mir das Nachwort des Autors. Mal sehen, was er als nächstes schreibt.

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