Hex

von Thomas Olde Heuvelt 
3,8 Sterne bei92 Bewertungen
Hex
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Positiv (55):
Shoseki_no_Yumes avatar

Mein Lesehighlight 2017

Kritisch (7):
Majainwonderlands avatar

Leider kann ich "Hex" nicht weiterempfehlen. Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam und die Charaktere sind keine Sympathieträger. :/

Alle 92 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Hex"

Black Spring ist ein beschauliches Städtchen im idyllischen Hudson Valley. Hier gibt es Wälder, hier gibt es Natur - und hier gibt es Katherine, eine dreihundert Jahre alte Hexe, die den Bewohnern von Black Spring gelegentlich einen kleinen Schrecken einjagt. Dass niemand je von Katherine erfahren darf, das ist dem Stadtrat von Black Spring schon lange klar, deshalb gelten hier strenge Regeln: kein Internet, kein Besuch von außerhalb oder Katherines Fluch wird sie alle treffen. Als die Teenager des Ortes jedoch eines Tages genug von den ständigen Einschränkungen haben und ein Video der Hexe posten, bricht in Black Spring im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453319066
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:16.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    RolandKas avatar
    RolandKavor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ein gemächlicher Aufbau - der mich gegen Ende ziemlich erschüttert hat.
    Anders als erwartet...

    Als großer King Fan - fühlte ich mich gleich zuhause (Familie Grant, die Stadt ) all das könnte auch aus dem nächsten King Roman sein. Was folgt ist ein sachter Aufbau der Atmosphäre und ein spannendes "World-Building" wie man so schön sagt. 
    Und dann - ganz plötzlich wird ein abstruser Albtraum auf den Leser losgelassen der bis zum Ende nicht mehr aufwachen lässt.

    Thomas Olde Heuvelt schreibt mit einer Gnadenlosigkeit und Endgültigkeit, die ich bei Stephen King in den letzten Büchern manchmal vermisste. Dabei werden moralische Fragen beantwortet, bei der wahrscheinlich jeder die nahe liegenste Antwort geben würde. 
    Aber was geschieht mit einem Menschen der die Entscheidung treffen muss: Wer muss sterben - wer soll Leben?

    Eine schaurig schöne Definition des wahren Bösen!
    Danke für eine Geschichte - die mich nicht so schnell losgelassen hat - bitte mehr davon =)

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    Vaniis avatar
    Vaniivor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Für mich war es das Horror-Highlight im August!
    Hex von Thomas Olde Heuvelt

    Zum Buch:
    AutorIn: Thomas Olde Heuvelt
    Titel: Hex
    Originaltitel: Hex
    Deutsche Übersetzung von Julian Haefs
    Seitenzahl: 429 Seiten
    Verlag: Wilhelm Heyne Verlag, 2017
    Softcover

    Eigentlich mag ich Horrorgeschichten gar nicht. Ich bin da einfach zu zart besaitet und grusel mich viel zu schnell. Aber hin und wieder BRAUCH ich einen richtigen Horrorschocker und so viel mir HEX in die Arme.

    Wie auch viele andere auch fand ich die Idee einer „modernen“ Hexe ziemlich cool und aufregend.

    Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht.
    Ich mochte das kleine Dörfchen und wollte mehr darüber und die Bewohner erfahren, dementsprechend hat mir dieser lange Einstieg bevor die richtige Action losgeht, sehr gefallen – und ich mochte auch den Schreibstil sehr!

    Der Gedanke das eine 350-Jahre alte Hexe mit zugenähtem Gesicht aus heiterem Himmel in meinem Wohnzimmer auftaucht… reicht mir schon mal als Schreckensfaktor. ^^
    Aber es bleibt natürlich nicht dabei.

    Fazit:

    Für mich war HEX ein super Horrorroman den ich gerne weiterempfehlen würde.

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    Serkalows avatar
    Serkalowvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Überraschend.
    Mehr "Needful Things" als "Blair Witch" und verdammt gut.

    Die Grundidee der Geschichte, die der Klappentext vermittelt, sprach mich sofort an.
    Zwei Aspekte hielten mich allerdings lange Zeit davon ab, zum Buch zu greifen. Wie die treuen Leser meines Blogs wissen, mag ich einfach keine (ok, mit ganz wenigen Ausnahmen) Geschichten mehr, die in den USA spielen. Vor allem dann nicht, wenn sie von europäischen Autoren stammen.
    Das Zweite war tatsächlich die Vielzahl an schlechten Kritiken.

    Letzteres ist aber oft auch ein Grund für mich dann doch zum Werk zu greifen (ich fühle mich da irgendwie provoziert) und so habe ich »Hex« endlich gelesen und ... war von Anfang an begeistert.

    Ja, Heuvelt lässt sich Zeit. Am Anfang der Story steht eine, für manchen Leser vielleicht zu ausführliche, lange Exposition. Die wichtigsten Protagonisten und der Ort werden anschaulich detailliert eingeführt. Genau hier, begann aber schon meine Begeisterung. Das, was der Klappentext für mich versprach, wurde hier eingehalten.

    Die »Hexen« Thematik in der Neuzeit.
    Wie geht man im Zeitalter des Internet und der sozialen Medien, mit einer Hexe, mit einem Fluch um, ohne dass die gesamte Welt Schlange steht, die Sensation in Augenschein zu nehmen und zu begutachten. Denn genau das, muss, so sagt es die Chronik, verhindert werden.
    Niemand darf von der Hexe erfahren.

    Der Autor zeigt also zunächst ein beschauliches Örtchen, in dem die Leute sich mit dem Anblick der seit dreihundert Jahren toten Hexe mit ihren vernähten Augen und Lippen längst gewöhnt haben.
    Wenn ihr z.B. ein Scheuertuch über den Kopf gehangen wird, da sie das abendliche Familienidyll sonst zu sehr stört ... oder die Jugendlichen sie in einem ausgeklügelten Streich gegen eine Laterne laufen lassen ... dann ist das eher skurril und lustig, denn schauderhaft.

    Allerdings ist es genau das, was die Leute und der Ort im Umgang mit »ihrer« Hexe charakterisiert.
    Für sie ist die Hexe allenthalben etwas Skurriles, mit dem man sich eben arrangieren muss, wenn man in Black Spring lebt.
    An eine wirkliche Bedrohung glaubt hier offensichtlich niemand mehr so richtig und nur der Klappentext lässt den Horror-Fan erahnen, dass die Sache natürlich nicht gut ausgeht. (Wem so eine ausführliche Exposition zu lang ist, der sollte tatsächlich die Finger von dem Buch lassen, was viele negative Rezensionen wohl vermieden hätte.)

    Ja, der Gruselfaktor hält sich in Grenzen, die Gänsehaut lässt eher auf sich warten, was in der Geschichte aber nur konsequent und schlüssig ist.

    Sobald die Hexe dann einmal »losgelassen« ist und die Bewohner ihr wahres Antlitz offenbaren, bricht wirklich die, im Klappentext versprochene, Hölle los und diese hat es in sich.

    Am Ende des »Showdowns« saß ich mit einem vergleichbaren Gefühl da, dass ich nach dem Anschauen von Michael Hanneckes »Das weiße Band« hatte.
    Langsam, ja beinah beschaulich erzählt und mich mit der Wucht eines ins Gesicht geschlagenen Vorschlaghammers zurücklassend.

    Dieser Vergleich zeigt auch, dass »Hex« keine »Blair Witch« Variante ist. Dass es weniger um den übernatürlichen Grusel denn um den zwischenmenschlichen geht. Auf dieser Erzählebene ist »Hex« eher mit Kings »Needful Things« vergleichbar, als mit diversen »Hexen-Horror-Werken« (vor allem filmischen).

    Im Nachwort erfuhr ich dann, dass der Autor die Story nur für den internationalen Markt in die USA verlegt hat, was ich schade finde. Nicht nur, weil er verspricht, dass das niederländische Original einen anderen Schluss hat, sondern weil ich als Europäer auch wieder bei dieser Geschichte ständig das Gefühl hatte, dass diese gut auch auf unserem Kontinent spielt.

    Vielleicht kommt ja eines Tags eine »Directors Cut« Fassung heraus, ich würde es begrüßen.

    Dennoch bleibt »Hex« für mich eine der literarischen (positiven) Überraschungen diesen Jahres.


    5 begeisterte Sterne.

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    KruemelGizmos avatar
    KruemelGizmovor 3 Monaten
    Rezension zu Hex

    Das kleine, idyllisch gelegene Städtchen Black Spring hat ein Problem, namens Katherine.

    Denn Katherine ist eine dreihundert Jahre alte Hexe, die den Bewohnern schon mal einen Schrecken einjagt, aber vor allem ihr Leben stark einschränkt. Niemand außerhalb der Stadt darf was von der Hexe erfahren und so gelten sehr strenge Regeln, wie eingeschränkter und überwachter Internetzugang, Besuch ist nur selten und unter Auflagen möglich. Die Regeln sollen verhindern, dass sie der Fluch der Hexe trifft. Aber die Teenager des Ortes können und wollen sich mit den Einschränkungen nicht mehr abfinden und wollen mit Videos und anderen Beweise an die Öffentlichkeit gehen. Ihr Vorhaben setzt furchtbare Dinge in Gang und in Black Spring bricht die Hölle los…

     

    Hex stammt aus der Feder von Thomas Olde Heuvelt.

     

    Die dreihundert Jahre alte Hexe Katherine hat das Leben der Bewohner in Black Spring fest im Griff. Am Anfang scheint es noch recht spielerisch und wirkte auch etwas witzig, wie die Bewohner schon mal mit ihrer Hexe umgehen um das Leben mit ihr zu ertragen. Aber im Laufe der Geschichte nimmt die zuerst nur unterschwellig zu spürende Bedrohung durch die Ereignisse immer mehr zu, bis sie sich in einem grausamen Finale entladet. Dies Atmosphäre, die der Autor in diesem Buch geschaffen hat, konnte mich wirklich in seinen Bann ziehen und trieb die Geschichte für mich gekonnt weiter.

     

    Die Protagonisten empfand ich gut dargestellt und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn hier und da schon mal ein Klischee dabei bedient wird. Die Entwicklung, die die Gemeinde als Gesamtheit durchlebt war erschreckend zu lesen, aber wozu Menschen, allen voran als Gruppe, fähig sind, wurde hier für mein Empfinden gut herausgearbeitet.

     

    Auch wenn zum Schluss, sich die Ereignisse fast schon überschlagen und sie für mich etwas zu konstruiert wirkten, konnten sie mich trotzdem für sich einnehmen und passten gut in das Gesamtbild dieser Geschichte.

     

    Hex war für mich nicht ein wirklicher Horror-Roman, dafür fehlte es für meinen Geschmack  wirklich am Gruselfaktor, aber es konnte mich durch die dichte und bedrohliche Atmosphäre begeistern.

     

    Mein Fazit:

    Ein toller Roman, der mich mit seiner Geschichte und vor allem mit seiner dichten und bedrohlichen Atmosphäre begeistern konnte.


    Kommentare: 6
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    lui_1907s avatar
    lui_1907vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Dorf, ein Fluch, eine Hexe und eine angespannte Stimmung
    Knusper, knusper knäuschen

    Inhalt
    Black Spring ist ein beschauliches Städtchen im idyllischen Hudson Valley. Hier gibt es Wälder, hier gibt es Natur - und hier gibt es Katherine, eine dreihundert Jahre alte Hexe, die den Bewohnern von Black Spring gelegentlich einen kleinen Schrecken einjagt. Dass niemand je von Katherine erfahren darf, das ist dem Stadtrat von Black Spring schon lange klar, deshalb gelten hier strenge Regeln: kein Internet, kein Besuch von außerhalb oder Katherines Fluch wird sie alle treffen. Als die Teenager des Ortes jedoch eines Tages genug von den ständigen Einschränkungen haben und ein Videos der Hexe aufnehmen, bricht in Black Spring im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los ...

    Das Buch „Hex“ fand ich zum Anfang sehr unheimlich und beklemmend – ich stellte mir abends diese Hexe mit ihren zugenähten Mund und Augen vor und bekam richtig Angst. Die Geschichte wie die Bewohner mit dem Fluch (jeder der einmal im Dorf lebt, kann dieses nicht mehr verlassen, sonst begeht er Selbstmord) umgehen war interessant und weckte Konflikte. Dadurch wirkte der Roman zum Teil auch sehr real. Man hatte also nie den Eindruck man liest ein Märchen mit der bösen Hexe.

    Dann gibt es noch die Clique rund um Tyler (dieser hat heimlich einen Blog  (welcher nicht öffentlich ist) in dem er seine Erfahrungen rund um Black Spring teilt) – sie machen verschiedene „Versuche“ wie die Hexe reagiert.  Jaydon jedoch überspannt den Bogen und fängt an die Hexe zu verletzten (anfassen ist nämlich auch verboten). Dadurch wurde der Spannungsbogen sehr groß –was passiert als nächstes? Leider muss ich sagen, dass das Ende dann doch irgendwie etwas verpuffte – hatte ich es mir doch grusliger vorgestellt.

    Was mir jedoch auch noch gut gefiel, war der gesellschaftliche Fokus. Wie reagieren die Menschen? Wer hat Schuld an allem? Dies kommt vor allem am Ende sehr hervor.

     

    Fazit: Grusel-Buch mit kleinen Abstrichen


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    Lalemeers avatar
    Lalemeervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: starkes Buch, langatmig aber das Ende lohnt alle Mal!!!!
    Hex....

    In dem Buch geht es um eine "Hexe" die seit über dreihundert Jahren schon in Black Spring lebt und "umhergeistert"

    die Bewohner leben praktisch mit ihr, und die Kinder wachsen mit dieser Hexe auf und müssen sich alle an Regeln halten damit das Idyll nicht gestört wird, denn eine Prophezeiung besagt dass der Tag an dem die Hexe die Augen öffnet der letzte Tag des Örtchens sein wird...

    besonders genial finde ich dass altes und neues miteinander kombiniert wird, die Hex App und die jugendlichen, die Eltern mit ihren Ängsten, die Snobs die nichts wahrhaben wollen und so weiter

    puuuuh bin immernoch etwas aufgewühlt vom krassen Ende dieses Buches. Aber ich muß gestehen es ist richtig genial geschrieben, zwischendurch meinte ich es doch etwas langatmig aber dann hat es mich schon wieder gepackt. Das letzte drittel fand ich spitzenmäßig, alles hat sich gedreht, alle Ansichten, auch meine.
    Eine Verfilmung würde ich Hammer finden.

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    nini_pagavor 4 Monaten
    Verliebt in seine eigene Prämisse

    Ich liebe die Prämisse! Die Idee, eine Hexe aus dem 17. Jahrhundert in einem moderenen Ort herumspuken zu lassen, und diese dann per App zu überwachen, finde ich super! Genauso ging es wohl auch dem Autor, denn lange, bevor etwas passiert, suhlt er sich in dieser Prämisse. Lässt die Hexe mal hier und mal da erscheinen, kostet alle Gegebenheiten aus, die damit zu tun haben. Der Schreibstil ist schrecklich. Ich wusste manchmal nicht, wer gemeint ist, oder wessen Perspektive ich gerade lese, dass hat mich manchmal fast abbrechen lassen, aber ich habe dann doch durchgehalten. Das wirklich interessante an dem Buch ist, wie sich der Horror lkangsam wendet und nicht mehr die Hexe den Schrecken des Dorfes ausmacht, sondern seine Bewohner. Das Ende war mir dann doch etwas zu dick aufgetragen leider. 

    Es ist jetzt schon einige zeit her, dass ich das Buch gelsen habe, und ich muss sagen, dass ich immer noch manchmal schaudere, wenn ich in einen dunklen Raum gehe, da ich mir vorstelle, dass dort eine Hexe mit zugenähten Augen und Mund steht...

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    B
    Buchwurm05vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Verwirrender Anfang. Einige Längen. Streckenweise sehr spannend. Der Schluss naja, aber eigentlich logisch. Habe mehr erhofft.
    Verwirrender Anfang

    In Black Spring geht seit 300 Jahren eine Hexe um. Katherine van Wyler taucht unerwartet immer wieder auf. Auch in den Wohnungen der Einwohner. Es gelten strenge Regeln. Kein Fremder darf sie sehen. Wer einmal nach Black Spring gezogen ist, wird nie mehr von dort fort kommen. Eine Prophezeiung besagt, sollte die Hexe jemals ihre zugenähten Augen öffnen, wird dies der letzte Tag für Black Spring sein. Alles geht seinen Lauf bis 4 Jugendliche beginnen mit der Hexe zu experimentieren....

    Was sich gut anhört entpuppt sich als eher mittelmäßig. Die ersten 20 bis 30 Seiten waren sehr verwirrend. Die Hexe taucht plötzlich auf, es passiert etwas und die Einwohner schauen nur. Hier wäre evtl. eine kleine Einführung besser gewesen. Nach und nach versteht man das aber besser. Streckenweise war das Buch sehr langatmig. Dann konnte ich es auch mal wieder nicht aus der Hand legen. Der Schluss ist eine logische Konsequenz zu den Ereignissen. Ich wusste nach Beendigung des Buches aber erst einmal nicht was ich davon halten soll. Alles in allem ganz nett. Ich habe aber schon besseres gelesen. 

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    Ellaa_s avatar
    Ellaa_vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Viel verschenktes Potential.. das Ende glänzt mit Horror. Der Rest eher mit Langatmigkeit.
    Insgesamt doch eher enttäuschend.

    Inhaltsangabe:
    Black Spring ist ein beschauliches Städtchen im idyllischen Hudson Valley. Hier gibt es Wälder, hier gibt es Natur - und hier gibt es Katherine, eine dreihundert Jahre alte Hexe, die den Bewohnern von

     Black Spring gelegentlich einen kleinen Schrecken einjagt. Dass niemand je von Katherine erfahren darf, das ist dem Stadtrat von Black Spring schon lange klar, deshalb gelten hier strenge Regeln: kein Internet, kein Besuch von außerhalb oder Katherines Fluch wird sie alle treffen. Als die Teenager des Ortes jedoch eines Tages genug von den ständigen Einschränkungen haben und ein Video der Hexe posten, bricht in Black Spring im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los ...

    Meine Meinung:
    Das Buch hält leider nur bedingt das was es verspricht, ich wurde leider ein wenig enttäuscht.. 🤔

    Cover: Das Cover ist in 3 Abschnitte gegliedert. Oben sieht man eine Person in einem Wald stehen. Die Person steht mit dem Rücken zu uns. Der Wald wurde in schwarz/weiß gehalten, unten läuft dieser schwarz aus, wodurch der Rest des Covers auch schwarz ist- düster und passend. Die Mitte bildet der Titel: "Hex" in einem knalligen gelb/orange. Toller Eyecatcher. Unten sind ein paar Meinungen von Lesern abgebildet.
    Alles in allem sieht das Cover sehr Gut und stimmig aus.

    Schreibstil: Der Schreibstil ist für mich völlig in Ordnung gewesen- lebhaft so dass ich mir viele Szenen bildlich vorstellen konnte, jedoch anfangs ziemlich untief.. viele Charaktere waren für mich dadurch nicht greifbar.
    Vor allem Dialoge sind hier massenhaft vertreten, einerseits toll (Informationen werden ausgetauscht) andererseits auch ziemlich spannungshemmend.
    Erst nach ca. 300 Seiten kam für mich etwas Spannung an.
    Besonders gut gefallen mir die Sichtwechsel, so hat man den Überblick über die Geschehnisse des Dorfes.

    Kapitel: Ich muss sagen das mir der Anfang überhaupt nicht gefiel- ich bin schlecht in die Geschichte hineingekommen- es war für mich persönlich sehr verwirrend.. der massenhafte Humor, war für mich eher fehl am Platz und ich überlegte oft, ob ich das Buch nicht doch lieber abbrechen sollte..
    Ständig wird alles mit unwitzigen, überflüssigen Humor abgetan, so dass man die Geschichte gar nicht für voll nimmt. Horror? Wohl kaum am Anfang vertreten. (Natürlich soll das so sein- ist mir aber besonders bitter aufgestoßen).

    Andererseits war ich beeindruckt wie gut die Geschichte aufeinander aufbaut. Ohne den Anfang würde das Ende nicht so toll hervorstechen, aber es zog sich wirklich ziemlich arg dahin.. sehr schade! Nimmt dem Buch echt seinen Glanz am Ende.
    Weniger ist manchmal definitiv mehr!
    Das Buch zeigte erst nach ca 300 Seiten  etwas vom Horror der uns erwartet.. davor ein dahinplätschern der Ereignisse.

    Der Schluss und das Ende waren echt erstklassiger Horror. Manche Szenen waren echt sehr krass & erschreckend.. Gänsehaut. 😍 mir gefiel es sehr Gut. Black Spring wurde zur Horrorstadt schlecht hin (Und gibt es wirklich). Nur warum kommt der Grusel der einen das Blut in den Adern gefrieren lässt, erst so spät? ..

    Idee: Ich finde es Gut, dass in diesem Buch wieder einmal das Versagen der menschlichen Rasse im Vordergrund steht: Überheblichkeit, Blutrausch, übereifrige Entschlüsse die gezogen werden.. und das was den menschlichen Verstand vollkommen außer Gefecht setzen kann: Angst.
    Sehr gelungen und hat mir das Buch dann doch schmackhafter gemacht.

    Das eine Hexe im Vordergrund steht gefällt mir natürlich besonders gut. 😇 und schnell zeigt sich auch, dass die Hexe nicht das Einzige ist, wovor sie sich fürchten müssen..

    Charaktere:  Für mich persönlich war es, trotz vieler Sichtwechsel, dann aber doch die Familie Grant die im Mittelpunkt steht. Sie sind eine klassische Durschnittsfamilie- und werden ordentlich erschüttert. 

    Schade ist lediglich, dass die Charaktere eher durch ihre Fehler und schlechten Entscheidungen in den Vordergrund rücken. Daher konnte ich mich mit vielen nicht identifizieren.
    Auch ihre Regeln und Grenzen sind total überzogen und zeigen bald große Defizite und Schwächen..
    Trotzdem habe ich manche Charaktere wie zum Beispiel Tyler ziemlich gerne mitverfolgt.
    Aber auch Steve- seine Sicht der Dinge war am interessantesten mitzuverfolgen.
    An einigen Stellen hätten die Chataktere jedoch etwas tiefgründiger ausgearbeitet werden können..
    Insgesamt würde ich jedoch sagen, sind die Charaktere solide. Jedoch gibts da viel Potential! 


    Mein Fazit: Ich kann dem Buch leider nur 3/5 Sternen geben. :/ ich hatte echt mehr von dem Buch erwartet.. leider kann der Horror zum Schluss das Ganze nichtmehr raushauen.. da war viel verschenktes Potential! 

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    Amilyns avatar
    Amilynvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Der Schluss ist ein bisschen drüber, aber der Rest ist sowohl lustig als auch unheimlich und absolut originell
    Ene mene ...

    Das Städtchen Black Spring im Hudson Valley wird seit über 300 Jahren von einer blinden Hexe heimgesucht. Schon lange haben die Einwohner gelernt, damit zu leben und ihr Schicksal vor Außenstehenden für sich zu behalten, denn würde ihr Geheimnis entdeckt werden, würde man versuchen, der Hexe die Augen zu öffnen - und damit die Stadt und all ihre Bewohner ins Verderben stürzen. Doch ein paar Jugendliche rebellieren. Und der Wahnsinn beginnt.

    Hach ja, das war doch mal wieder richtig schön unheimlich. Zu Beginn zeigt sich die Geschichte von seiner lustigen Seite. Thomas Olde Heuvelt hat sich zum Einen eine sehr originelle und skurrile Art und Weise einfallen lassen, wie die Hexe in diesem Ort stattfindet und zum Anderen seinen Figuren ein paar flotte Sprüche in den Mund gelegt. Die ersten 90 bis 100 Seiten könnte man denken, man habe sich im Genre geirrt: "Der beste Horror-Roman, den ich seit Jahren gelesen habe!", wird George R. R. Martin auf dem Cover zitiert und auch der Meister himself, Stephen King, kann nur von HEX schwärmen, aber Horror ...? Nein, schon fast eher Slapstick.

    Aber dann wird es so langsam gruselig, und zwar in dem Sinne, dass ich das Buch abends ohne Festtagsbeleuchtung im ganzen Haus nicht mehr lesen konnte. Trotzdem hauen die Figuren immer noch mal den ein oder anderen Spruch raus, und bis man dann wirklich wie festgetackert auf der Couch herumsitzt und mit sich diskutiert, ob man den Gang über den dunklen Flur wagen soll, hat man kaum mitbekommen, dass der Horror schon längst begonnen hat. Natürlich wird jeder von anderen Dingen geängstigt. Gerade, was Horror angeht, kauert der Eine schon längst unterm Bett, während der Andere sich noch gähnend fragt, was eigentlich gerade so spannend sein soll. Für mich jedoch war es genau das Richtige (horrormäßig natürlich).

    Der gebürtige Niederländer Thomas Olde Heuvelt hat HEX bereits in seinem Heimatland herausgebracht und sich dazu entschieden, seine Geschichte für den amerikanischen Markt umzuschreiben. Das wirkt jedoch nicht unpassend. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sich die Figuren besonders "holländisch" verhalten, muss aber natürlich sagen, dass ich nicht wirklich weiß, was genau ein typisch holländisches Verhalten ist. Ich kann aber nach vielen Büchern von Amerikanern sagen, dass es sich nicht falsch angefühlt hat. Der holländische Einfluss ist jedoch zu erkennen, wurde der Ort vor über 300 Jahren, als der Fluch der Hexe ihren Ursprung nahm, von niederländischen Siedlern gegründet und zumindest den Nachnamen war das anzumerken, was mir sehr gut gefallen hat. Das einzige Problem hatte ich damit, dass etwa ab der Mitte Black Spring immer als Dorf bezeichnet wurde und sich viel auf dem Dorfplatz abgespielt hat, was für mich den Eindruck einer amerikanischen Kleinstadt, die (für deutsche und sicher auch holländische Verhältnisse) trotz allem noch sehr groß ist, in ein kleines gedrungenes Dorf mit Kopfsteinpflaster verwandelt hat. Hat aber gut zur Entwicklung des Romans gepasst. Wer weiß? Vielleicht war es Absicht.

    Heuvelts Schreibstil, seine Figuren (man folgt hauptsächlich der amerikanischen Durchschnittsfamilie Grant) und das Setting haben mir sehr gut gefallen, die Atmosphäre natürlich sowieso. Das Schicksal der Familie Grant und auch das der Nebencharaktere hat mich entsprechend auch nicht kalt gelassen, als die Geschichte eine sehr abrupte Wendung nahm, die konsequent war, aber gerade durch den doch immer noch mal wieder auftretenden Witz doch recht unerwartet.

    Ebenfalls konsequent waren die Ereignisse kurz vor Schluss, mir jedoch trotzdem an einigen Stellen ein bisschen drüber. Heuvelt schafft es aber, kurz vor dem "Was soll das denn jetzt?"-Gedanken die Kurve noch zu kriegen. An einer Stelle hatte ich noch die Befürchtung, es laufe doch wieder darauf hinaus, wie alle solche Geschichten enden lassen, doch auch da hat der Autor einen richtig schönen Haken geschlagen. Das Ende selbst fand ich großartig.

    Fazit: Wer auf einen Hororschocker hofft und sich am Anfang etwas veräppelt vorkommt, sollte auf jeden Fall dranbleiben! Mich hat die Geschichte jedenfalls eiskalt erwischt, Pastewka-Folgen schauen zum Runterkommen inklusive. Wie Thomas Olde Heuvelt die Hexe in diese Geschichte integriert hat, ist so originell, dass man es unbedingt selbst lesen muss. Obwohl mir der Schluss an manchen Stellen etwas zu abgespaced war, mochte ich dieses Buch unheimlich (hö hö) gerne und vergebe 4,5****.

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