Thomas Pierce

 3,5 Sterne bei 64 Bewertungen

Lebenslauf

Von der Kurzgeschichte zum Roman: Thomas Pierce, geboren 1982 in South Carolina, ist ein US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist. Er studierte Literatur an der University of Virginia. Nach seinem Abschluss arbeitete er als Journalist für renommierte Zeitschriften und Zeitungen wie, New Yorker, The Atlantic, Zeotrope, The Oxford American und Virginia Quarterly Review. Außerdem berichtete er schon für das National Geographic Magazine. Zu dieser Zeit fing er dann an Kurzgeschichten zu verfassen, die später als „O. Henry Prize Stories“ anthologisiert wurden. Kurze Zeit später veröffentlichte er dann seine Kurzgeschichten Sammlung „Hall of Small Mammals“, für die er mit dem 5 under 35 Award der National Book Foundation ausgezeichnet wurde. Sein Debüt als Roman-Autor gab er dann mit seinem Werk "Das Leben danach". Heute lebt der Autor zusammen mit seiner Frau und seinen Töchtern in Charlottesville, wo er kreatives Schreiben an der University of Virginia unterrichtet.

Alle Bücher von Thomas Pierce

Cover des Buches Die Leben danach (ISBN: 9783832198930)

Die Leben danach

(64)
Erschienen am 18.02.2019
Cover des Buches Die Leben danach: Roman (ISBN: B07KFPG256)

Die Leben danach: Roman

(0)
Erschienen am 18.02.2019

Neue Rezensionen zu Thomas Pierce

Cover des Buches Die Leben danach (ISBN: 9783832184506)
YukBooks avatar

Rezension zu "Die Leben danach" von Thomas Pierce

YukBook
Was kommt nach dem Tod?

Wer dem Tode nahe war, sieht seine verbleibende Lebenszeit mit ganz neuen Augen. So ergeht es Jim Byrd, Held dieses Romans, der in einer vergreisten Kleinstadt in den Südstaaten lebt. Mit 33 erleidet der Kreditberater einen kurzzeitigen Herzstillstand und bekommt ein HeartNet, einen hoch entwickelten Defibrillator, implantiert. Einerseits ist er dankbar für die zweite Chance auf ein Leben, andererseits ständig in Angst, dass das Gerät explodieren könnte. Regelmäßig checkt er auf seiner Handy-App, ob sein Herz noch schlägt.

Als Jim geschäftlich das Restaurant Su Casa Siempre aufsucht, tritt eine weitere zweite Chance in Erscheinung – in Form von Annie, seiner Jugendliebe. Auch Annie macht sich viele Gedanken über das Leben und den Tod, zumal sie ihrem Mann Anthony auf tragische Weise verloren hat. Als Jim und Annie von der Restaurantbesitzerin erfahren, dass es neben der Wendeltreppe spukt, stellen sie auf eigene Faust Nachforschungen und kommen sich dabei näher.

Was passiert, wenn man einen geliebten Menchen verliert? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Um diese Fragen kreist diese Geschichte und konfrontiert uns nicht nur mit philosophischen und religiösen Gedanken, sondern auch mit möglichen Zukunftsszenarien. Wird Annie eine High-Tech-Maschine nutzen, um ihren verstorbenen Mann wiederzusehen? Welche Auswirkungen wird dies auf ihr Leben haben? Über der ganzen Handlung schwebt immanent die Frage, ob Jim all diese Dinge tatsächlich erlebt oder sich nur einbildet. Leider hat der Roman im Mittelteil einige Längen, doch insgesamt hat er mich dank dem Humor von Thomas Pierce gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt.

Cover des Buches Die Leben danach (ISBN: 9783832184506)
julemausi89s avatar

Rezension zu "Die Leben danach" von Thomas Pierce

julemausi89
Buch der Gegensätze

Was kann man sich unter einem Buch mit dem vielsagenden Titel "Die Leben danach" wohl so alles vorstellen?

In erster Linie sollte es eine lebensbejahende Geschichte sein, hat der Protagonist Jim Byrd doch einen Herzstillstand überlebt.
Allerdings verbringt er sein weiteres Leben aber nicht damit, selbiges zu genießen, sondern eher mit der Ergründung des Todes.

Das Buch beschäftigt sich also mit einem doch eher ernsten Thema, greift dieses aber dank des lockeren Schreibstils auf eine erfrischende Weise auf. Auch finde ich die Herangehensweise, das ganze nicht auf die Esoterik-Schiene abgleiten zu lassen, mal etwas Neues.

Der Grundsatzfrage, was nach dem Tod mit uns geschieht, stellt Thomas Pierce eine beginnende Liebesgeschichte entgegen. Davon hätte ich mir leider etwas mehr versprochen. Was die Lebensbejahung unterstreichen sollte, geht doch angesichts der ständigen Beschäftigung mit dem Tod etwas unter.

Trotzdem fand ich das Buch sehr abwechslungsreich: die ernsten, manchmal fast wissenschaftlich anmutenden Passagen werden oft durch skurrile Einschübe aufgelockert.

Der Nachteil dabei ist leider, dass man gerade im Mittelteil den roten Faden vermisst und sich die Lektüre dadurch in die Länge zieht und etwas zäh wirkt.

Fazit:

"Die Leben danach" ist definitiv ein besonderes Buch, auf das man sich einlassen muss und das einen überraschen kann, wenn man es lässt; man braucht nur etwas Geduld dafür.

Cover des Buches Die Leben danach (ISBN: 9783832184506)
G

Rezension zu "Die Leben danach" von Thomas Pierce

Gise
Konstruktive Verwirrung

Jim Byrd erleidet einen Herzstillstand und ist für wenige Minuten klinisch tot. Hinterher erinnert er sich an nichts: kein Licht am Ende des Tunnels, kein jüngstes Gericht. Und so beginnt er sich zu fragen, ob es so etwas wie ein Leben danach überhaupt gibt. Als er seiner Highschool-Liebe Annie wiederbegegnet, machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach Antworten. Aber nicht nur der Tod, auch das Leben gibt ihnen Rätsel auf. Sie versuchen, alles ein bisschen besser zu verstehen.

Dieses Buch von Thomas Pierce hatte es anfangs schwer, meine Aufmerksamkeit zu bekommen. So langweilig empfindet Jim Byrd sein neugewonnenes Leben, dass ich dem kaum folgen wollte. Dennoch habe ich weitergelesen und wurde mit einer Geschichte belohnt, die zunehmend an Spannung gewann.

So außergewöhnlich ist Jims Leben mit seiner Frau Annie und deren Tochter Fisher gar nicht. Wären da nicht die Passagen über das Haus, in dem Clara und Robert gewohnt haben, auf deren Treppe mehrere Menschen einen kalten Hauch gespürt haben wollen. Und so taucht der Leser ein in die Leben der Menschen rund um dieses Haus. Man erfährt hier ein bisschen, dort ein bisschen, eine Prise Philosophie kommt noch hinzu, wobei vordergründig die Liebesgeschichte von Jim und Annie dargestellt wird. So scheinen die Handlungsfäden gar nicht zusammenzuhängen, doch das ergibt sich in einem überraschenden Schluss.

Dieses Buch spielt mit der Verwirrung des Lesers, doch wer nicht krampfhaft nach einem roten Faden sucht, wird mit einer äußerst überraschenden Geschichte belohnt. Dafür vergebe ich vier von fünf Sternen und empfehle das Buch gerne weiter.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Thomas Pierce im Netz:

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

57 Bibliotheken

5 Merkzettel

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks