Thomas Piketty

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Das Kapital im 21. Jahrhundert

Das Kapital im 21. Jahrhundert

 (10)
Erschienen am 16.05.2018
Ökonomie der Ungleichheit

Ökonomie der Ungleichheit

 (1)
Erschienen am 19.10.2016
Die Schlacht um den Euro

Die Schlacht um den Euro

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Erschienen am 12.03.2015
Das Kapital im 21. Jahrhundert

Das Kapital im 21. Jahrhundert

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Erschienen am 12.01.2015
Die Schlacht um den Euro

Die Schlacht um den Euro

 (0)
Erschienen am 23.03.2015
El Capital En El Siglo XXI

El Capital En El Siglo XXI

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Erschienen am 18.11.2014
Capital in the Twenty-First Century

Capital in the Twenty-First Century

 (0)
Erschienen am 15.05.2014
Le Capital au XXIE Siecle

Le Capital au XXIE Siecle

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Erschienen am 01.06.2014

Neue Rezensionen zu Thomas Piketty

Neu
M

Rezension zu "Ökonomie der Ungleichheit" von Thomas Piketty

Umfassend erläutert
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Umfassend erläutert

Für den wirtschaftlichen „Nicht-Fachmann“ ist es sicherlich eine hohe Hürde, sich in diesen schmalen, aber überaus akribisch recherchierten und gehaltvollen Band einzulesen.

Es dauert, bis man z.B. die P90/P10 Zahlenrelation verstanden hat und bedarf eines konzentrierten Lesens von Text und Diagrammen, um dieser einkommenssoziologischen Studie aus dem Jahre 1997 „näher zu rücken“.

Was auf den ersten Blick vielleicht „veraltet“ scheint, stellt sich im Verlauf der Lektüre aber als durchaus nicht relevant für die Bedeutung des Inhaltes Heraus.

Das breite statistische Material, mit dem der Autor die französische Gesellschaft im Blick auf ökonomische Ungleichheiten betrachtet, ist sicherlich in der Tendenz auch in der Gegenwart noch stimmig, aktuelles Zahlenmaterial könnte umgehend eingearbeitet werden und die Koeffizienten von unterem und oberem Einkommen, Lohn, Beschäftigungen außerhalb der Sozialversicherungen etc. wäre sicherlich dem Stand von 1997 gegenüber erhöht, die Relationen aber reichen auch in dieser nicht aktuellen Form des Materials aus, das Prinzip zu erkennen.

Zudem, und das ist der eigentliche Gewinn des Werkes, gelingt es Piketty ruhig und sachlich, gerade in der Frage der „Ungleichheit“ von „Kapital und Arbeit“ und die Kernfrage des „sozialen Ausgleiches“ auf zwei grundlegende Alternativen herunter zu brechen, die auch für die gegenwärtige Situation (wie seit Langem schon) sich exakt in gleichem Maß stellen.

Eine Frage, die auch im weiteren Verlauf der Darlungen von Piketty immer wieder in die reine Betrachtung des Status Qu der Datenlage eingeführt wird.

„Reine Umverteilung“ und „Effiziente Umverteilung“ sind die Stichwörter, die Picketty mit auf den Weg gibt und die er durch die verschiedenen Theorien und Thesen der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre hindurch im Auge behält.

Nur „Steuern erheben“ und damit „Gewinne“ verteilen oder in die Produktionsprozesse eingreifen und die „Aneignung der Gewinne durch die Kapitalbesitzer als solche in Frage zu stellen.

Von der Sozialversicherung bis zur Kaufkraftstärkung, von einer „echten Arbeitslosenquote“, in die Piketty dann eben für die USA auch die 2,5 Millionen arbeitsfähigen Häftlinge mit einbezieht (die in keiner Statistik der Arbeitslosigkeit dort auftauchen) bietet Piketty eine sorgsame Analyse der historischen Gründe finanzieller Ungleichheit, deren genaue Daten für das Jahr 1997 in Frankreich und eine Reihe von weiteführenden Überlegungen, wie diese Ökonomie der Ungleichheit zu verändern wäre in Richtung auf eine gerechtere Verteilung der vorhandenen Mittel.

Ohne dabei mit mahnendem Zeigefinger einen „Königsweg“ vorzuschlagen, sondern im Gesamten zu einer intensiveren (und, wie die Gegenwart zeigt, dringend nötigen) weiterführenden Diskussion durch Daten und Aufzeigen der verschiedenen Alternativen seinen gewichtigen Beitrag zu leisten.

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Rezension zu "Das Kapital im 21. Jahrhundert" von Thomas Piketty

Schwere Kost leicht verdaulich
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Der französische Wirtschaftler Thomas Piketty hat mit diesem knapp 1000 Seiten fassenden Werk eine mit einer fast erschlagenden Fülle von Belegen versehene Geschichte der Vermögensentwicklung seit dem 18. Jahrhundert vorgelegt. Der Ökonom umkreist die Frage von sozialer Gerechtigkeit bei der Akkumulation von Kapital. Anhand leicht verständlicher Beispiele und richtig gestreuten Wiederholungen analysiert Piketty verständlich den Kapitalismus über die Jahrhunderte hinweg.

Erst ganz zum Schluss bringt der Autor seine eigenen Vorschläge ein. Hauptthese von Piketty ist den modernen Kapitalismus über eine progressive Kapitalsteuer an die demokratische Kette zu legen. Ob man am Ende gleicher Meinung ist oder nicht, so bleibt das Buch eine absolute Leseempfehlung für jeden der sich an das Thema Kapital bis jetzt noch nicht ran getraut hat!

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M

Rezension zu "Das Kapital im 21. Jahrhundert" von Thomas Piketty

Sehr detaillierte und breite Darstellung nicht unbedingt neuer Inhalte
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Sehr detaillierte und breite Darstellung nicht unbedingt neuer Inhalte

Nicht erst seit kurzem ist die Verteilung des Vermögens, das Aufklappen der sogenannten „Schere zwischen Reich und Arm“, ein wichtiges, rege und kontrovers diskutiertes gesellschaftliches Thema. Das sich in der Vehemenz deutlich verschärfte seit den offenkundigen und weitreichend um sich greifenden „Mängeln des kapitalistischen Systems“ seit 2008.

Das „Geld Geld macht“ und das in einer rasanten und sich steigernden Geschwindigkeit und das somit die Anreize fallen, Geld als Investitionsmittel in und für die reale Wirtschaft zu betrachten, das führt Piketty ruhig, sachlich und verständlich noch einmal in seinem grundlegenden Werk aus, wobei er eine perspektivische Prüfung der alten Marxschen These von der „Akkumulation des Kapitals“ thematisch zu Grunde legt.

Somit wendet sich Piketty in aller Breite der Frage zu, ob entweder die „Schere“ weiter auseinandergehen wird mit der Perspektive einer immer stärkeren Konzentration des Kapitals oder ob auf der anderen Seite die vielbeschworenen „ausgleichenden Kräfte des Marktes“ die Oberhand behalten werden und zu einer harmonischen Stabilisierung auf Dauer führen werden.

Wobei, und das durchaus überzeugend begründet, Piketty´s Ergebnis die These Marx stützt.

Wird nicht gesellschaftlich und politisch gegengesteuert (Piketty vertritt hier vor allem vehement eine deutlich höhere Besteuerung der finanziellen Vermögenswerte und der überbordenden Einkommen an einzelnen Positionen in den Gesellschaften), werden finanztechnisch sich weiter verschärfende Zustände wie in den frühen Zeiten der Industrialisierung und der Entwicklung der Kapitalmärkte nicht ausbleiben.

Ein politischer Rahmen somit ist gefragt, der die alte Frage der „Aufteilung der Produktion auf Löhne und Gewinne, auf Arbeitseinkommen und Kapitaleinkommen“ wieder stark in das Zentrum der politisch vordringlich zu lösenden Konflikte rückt.

Hier, im Unterschied zwischen „Besitzer der Produktionsmittel“ einerseits und Arbeitnehmer andererseits („Ernter“ der Rendite und „Erarbeiter der Rendite“) verortet Piketty den „Kern sozialer Ungleichheit und Ursache aller Aufstände“.

Beredet und in der Sprache sehr verständlich, wenn auch teils mit vielfachen Wiederholungen und eher trocken im Ton, warnt Piketty im einem (aktuell schon faktisch vorhandenen), weiteren Verstärken der Tendenz zu einem neuen Feudalismus, der statt des Geburtsrechtes nun den Kontostand zur Scheide zwischen Herrscher und Untertanen werden lässt.

Fast im Vorbeigehen widerlegt Piketty, dabei und das nicht mit leichter Hand, liberale Grundhaltungen und all das, was unter dem Stichwort „Neo-Liberalismus“ subsumiert wurde.

Denn im Blick auf die Schere zwischen arm und reich geht es im Kern nicht um die eigene Leistung oder die eigenen Befähigungen, sich am Arbeitsmarkt zu platzieren und durchzusetzen, sondern der entscheidende Faktor ist schlicht und einfach das (in weiten Teilen bereits in der Generationenfolge vorhandene, zum Teil an besonders exponierten Stellen durch Boni und Aktienanteile sprunghaft wachsende) Vermögen einer eher kleinen Gruppe von „Teilnehmern am Markt“.

Auch wenn die Diskussion kontrovers verläuft und verschiedene Betrachtungen der Probleme und ebenso verschiedene Rezepte für Lösungen seit Jahr und Tag öffentlich vorgetragen werden, auch wenn Piketty nicht unbedingt Neues berichtet, hat er ein sehr gründliches, sehr klares und mit ebenso gewichtigen Argumenten verfasstes Grundlagen-Werk vorgelegt, an dem man in der Frage des Status Quo und der mittel- bis langfristigen Perspektiven nicht vorbeisehen kann.

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