Thomas Piketty Ökonomie der Ungleichheit

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Inhaltsangabe zu „Ökonomie der Ungleichheit“ von Thomas Piketty

Thomas Piketty, Autor des Weltbestsellers Das Kapital im 21. Jahrhundert gibt hier eine Einführung in die wirtschaftlichen Zusammenhänge hinter dem Phänomen der ungleichen Einkommensverteilung. Kurz und prägnant erklärt er, wie Ungleichheit entsteht, wie Ökonomen sie messen, in welchem Missverhältnis Arbeitseinkommen und Kapitalerträge zueinander stehen und welche Möglichkeiten die Politik hat, diese Lücke zu schließen.

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    Ökonomie der Ungleichheit

    michael_lehmann-pape

    07. November 2016 um 12:32

    Umfassend erläutertFür den wirtschaftlichen „Nicht-Fachmann“ ist es sicherlich eine hohe Hürde, sich in diesen schmalen, aber überaus akribisch recherchierten und gehaltvollen Band einzulesen.Es dauert, bis man z.B. die P90/P10 Zahlenrelation verstanden hat und bedarf eines konzentrierten Lesens von Text und Diagrammen, um dieser einkommenssoziologischen Studie aus dem Jahre 1997 „näher zu rücken“.Was auf den ersten Blick vielleicht „veraltet“ scheint, stellt sich im Verlauf der Lektüre aber als durchaus nicht relevant für die Bedeutung des Inhaltes Heraus.Das breite statistische Material, mit dem der Autor die französische Gesellschaft im Blick auf ökonomische Ungleichheiten betrachtet, ist sicherlich in der Tendenz auch in der Gegenwart noch stimmig, aktuelles Zahlenmaterial könnte umgehend eingearbeitet werden und die Koeffizienten von unterem und oberem Einkommen, Lohn, Beschäftigungen außerhalb der Sozialversicherungen etc. wäre sicherlich dem Stand von 1997 gegenüber erhöht, die Relationen aber reichen auch in dieser nicht aktuellen Form des Materials aus, das Prinzip zu erkennen.Zudem, und das ist der eigentliche Gewinn des Werkes, gelingt es Piketty ruhig und sachlich, gerade in der Frage der „Ungleichheit“ von „Kapital und Arbeit“ und die Kernfrage des „sozialen Ausgleiches“ auf zwei grundlegende Alternativen herunter zu brechen, die auch für die gegenwärtige Situation (wie seit Langem schon) sich exakt in gleichem Maß stellen.Eine Frage, die auch im weiteren Verlauf der Darlungen von Piketty immer wieder in die reine Betrachtung des Status Qu der Datenlage eingeführt wird.„Reine Umverteilung“ und „Effiziente Umverteilung“ sind die Stichwörter, die Picketty mit auf den Weg gibt und die er durch die verschiedenen Theorien und Thesen der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre hindurch im Auge behält.Nur „Steuern erheben“ und damit „Gewinne“ verteilen oder in die Produktionsprozesse eingreifen und die „Aneignung der Gewinne durch die Kapitalbesitzer als solche in Frage zu stellen.Von der Sozialversicherung bis zur Kaufkraftstärkung, von einer „echten Arbeitslosenquote“, in die Piketty dann eben für die USA auch die 2,5 Millionen arbeitsfähigen Häftlinge mit einbezieht (die in keiner Statistik der Arbeitslosigkeit dort auftauchen) bietet Piketty eine sorgsame Analyse der historischen Gründe finanzieller Ungleichheit, deren genaue Daten für das Jahr 1997 in Frankreich und eine Reihe von weiteführenden Überlegungen, wie diese Ökonomie der Ungleichheit zu verändern wäre in Richtung auf eine gerechtere Verteilung der vorhandenen Mittel. Ohne dabei mit mahnendem Zeigefinger einen „Königsweg“ vorzuschlagen, sondern im Gesamten zu einer intensiveren (und, wie die Gegenwart zeigt, dringend nötigen) weiterführenden Diskussion durch Daten und Aufzeigen der verschiedenen Alternativen seinen gewichtigen Beitrag zu leisten.

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