Thomas Pletzinger Bestattung eines Hundes

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Inhaltsangabe zu „Bestattung eines Hundes“ von Thomas Pletzinger

Der Kulturjournalist Daniel Mandelkern steckt in einer Zwickmühle: seine Frau Elisabeth ist auch seine Chefin bei der Wochenzeitung, für die beide arbeiten. Und weil sich ihre Ehe gerade in der Krise befindet, schickt sie ihn an den Luganer See, damit er ein Porträt des mysteriösen Kinderbuchautors Dirk Svensson verfasst. Mandelkern ahnt dabei nicht, dass er in eine rätselhafte und tödliche Dreiecksgeschichte hineingezogen werden wird, die ihn nach New York, Brasilien und auf die Nachtseite der modernen Welt führt. Eine hochspannende Reise, von Thomas Pletzinger mit großer sprachlicher Finesse, atmosphärischer Dichte und ungeheurer Rasanz in Szene gesetzt.

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    Bestattung eines Hundes

    Eiseisbaby

    19. October 2013 um 15:25

    Bestattung eines Hundes ist definitiv eines der besten Bücher der jüngeren Gegenwartsliteratur. Nicht weil es international, spannend, schnell und brilliant geschrieben ist, sondern weil es in jedem Satz, in jedem Zitat, in jeder Konstruktion die Intelligenz und Akribie des Autors offenbart und dennoch keinem Leser den Zugang versperrt. Da stört es auch nicht, dass die Figuren manchmal einen Tick zu cool und artifiziell aufschlagen und man hintenraus etwas kürzen hätte können. Im Zweifel ist das von Thomas Pletzinger genau so gewollt. Also: Kaufen und Bücherschrank aufwerten, sofort.

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  • Rezension zu "Bestattung eines Hundes" von Thomas Pletzinger

    Bestattung eines Hundes

    jandrees

    29. March 2011 um 17:51

    "Als wir das erste Mal miteinander schliefen war ich überrascht von ihrem Pornogesicht." Thomas Pletzinger hat einen interessant beobachtenden Helden fürs Debüt erfunden: Daniel Mandelkern ist Mitte 30, infantil, intellektuell und schwer verwirrt: Daniel Mandelkern ist studierter Ethnologe und Kulturjournalist. "Ethnologie ist eine Wissenschaft, es geht um das Auge eines Fremden auf Menschengruppen", erklärt er im Buch. Für eine Wochenzeitung soll er den öffentlichkeitsscheuen Kinderbuch-Bestsellerautor Dirk Svensson am Luganer See (auf der italienischen Seite) besuchen, mit dem Auge eines Fremden auf einen Menschen blicken, als teilnehmender Beobachter. "Was man nicht festhält, verschwindet." Das Ganze schaut erst mal nach Urlaub aus, nach Erholung vom Streit mit Elisabeth, seiner Freundin und Wochenzeitungs-Chefin, nach freier Zeit. Svensson lädt Daniel auf eine Bootsreise ein, gemeinsam mit einer schönen jungen Frau, ihrem Sohn und einem dreibeinigen Hund ("wie wegretuschiert"). Die Geschichte schneidet, Daniels Gedanken folgend, nun zwischen den Erlebnissen am bzw. auf dem See, Erinnerungen an Elisabeth und einem Reisetagebuch Svenssons, der 2001 in New York lebte, Brasilien bereiste und schmutzige Hahnenkämpfe suchte. Das sind etliche Themen, viele Ebenen. Aber alles wird eins, ein Blick, Daniels Blick, während es kreist, in seinem Kopf. Daniel beobachtet (am See), erinnert sich (Elisabeth in Hamburg), liest (das Reisetagebuch). Unheil zieht auf, aber es lässt die Dinge klarer werden. In dem Reisetagebuch häufen sich Todesfälle. Und im Roman werden vorher komplizierte Handlungen, zum Leben erweckt, verständlich. Am See überschlagen sich die Ereignisse, gruselig: Daniel leidet an einer Fischvergiftung. Etwas sträubt sich in ihm. Was ist es genau? Sein Übergeben ist ein "Nicht-einverstanden-sein" mit der Situation, ganz klar, aber fort kann er jetzt unmöglich, einen Rückzieher machen: Die Redaktion wartet auf diesen Artikel. - Was hilft im Chaos? Ordnung! Daniel Mandelkern ist sammelwütig, wie es sich für einen Ethnologen gehört. Er notiert die Pflegeartikel in Svenssons Badezimmer, Zeitungsüberschriften ("Risiko Kaiserschnitt"), sammelt Quittungen, sieben Postkarten, das bemalte Reisebuch-Cover, das auf Seite 163 abgedruckt wird: eine Achterbahn, Typ Cyclone, dazu Svenssons Schrift: "Erzählen hilft nicht. AUFHÖREN!". Daniel transkribiert typische Bestsellerautorenfragen, die er Svensson beim Kochen stellt: "Nehmen Sie in der Abgeschiedenheit dieses Hauses überhaupt Notiz vom Erfolg ihres Buches?" - "Ich lese keine Zeitungen, Mandelkern, ich besitze keinen Fernseher." Und er denkt nach: Über einen Kollegen, der zur gleichen Zeit einen Text über Urin und Moral (der Dopingskandal) ersinnen muss, über Tuuli, die alleinerziehende Mutter und Mätresse des Kinderbuchautors, über ihren Sohn, und über die Frage: "Ist das, was Svensson erzählt, erfunden?" Er hat 16.000 Zeichen für das Portrait und vier Tage, um sich nebenbei klar zu werden: "Wer ist Daniel Mandelkern?" Wer bin ich? - Das Reisetagebuch: Junge Menschen tragen in New York Shirts mit "Super-Gay "-Aufdruck, "einer kriegt das Koks, einer kriegt Tuuli", auf CNN (im Hintergrund) rauchen die Türme des World Trade Centers. Paaaarty! Der Kulturteil, für den Daniel Mandelkern schreibt, stellt einen Kinderbuchautor vor, aufwändig präsentiert, als sei Svensson der Wiedergänger von Bert Brecht. "Bestattung eines Hundes" handelt auch vom Spaß haben, obwohl längst Ernsthaftigkeit angesagt wäre. Thomas Pletzinger ist als Schriftsteller übrigens versiert genug, dem Leser keinen Spaß zu nehmen, während er über die Infantilisierung unserer Mitt-Dreißiger räsoniert (die Kinderbücher lieben, siehe "Harry Potter" als Erwachsenenausgabe mit ernstem Titelbild). Anyway: Wenn der Autor den Finger mahnend erhebt, kann das manchmal auch der Mittelfinger sein. Das ist erfrischend und der Autor vermeidet Oberflächlichkeit nicht nur, indem er weibliche Körperkonturen beschreibt. Er vermeidet Oberflächlichkeit, weil er, ethnologisch geschult wie sein Held, hinschauen, entdecken, beschreiben kann. "Bestattung eines Hundes" ist ein toller Roman, abwechslungsreich, ein bisschen avantgardistisch, mal PopPopPop, dann wieder Feuilletonzitat und Seminararbeit, dabei permanent blühend wie das Terrassenbäumchen auf dem schönen KiWi-Cover. Einmal haben Thomas Pletzinger und sein Kollege Saša Stanišić ("Wie der Soldat das Grammophon repariert") über das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig geschrieben. Es ging um den alten Vorwurf, Absolventen wie Thomas oder Saša würden blutarm über ihr eigenes Leben, nach Lehrbuchschema etc. schreiben. Stimmt: Die meisten Bücher, die Leipzig verlassen, folgen einem gut erdachten Bauplan. Zeitebenen werden nach absurden Mustern hintereinandergesetzt. Thomas Pletzinger hat in New York und Hamburg studiert, wie sein gleichaltriger Romanheld. "Bestattung eines Hundes" folgt einem Bauplan. Aber was ist daran verwerflich? Goethe hat über sich selbst geschrieben, selbstverständlich und ein Roman wie "Wahlverwandtschaften" ist (auch) Reißbrettliteratur. Es soll sogar Rockstars geben, die Lieder über sich, über ihre Welt verfassen, Stichwort "My Generation" oder auch (My) "Umbrella" (Ella ella eh eh eh), immer die gleichen Akkorde greifend. Jeder verdammte Kinofilm folgt einem identischen Muster - Ausnahmen gibt es quasi nicht. Maler malen Selbstportraits. Graffitikünstler taggen ihre Personality an Großstadtwände. Aber ständig halten es Leser mit Theodor W. Adorno und seiner Minima Moralia, wo steht: "Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen." Meinetwegen. Nein... Das war, glaube ich mich zu erinnern, doch völlig anders gemeint. Thomas Pletzinger darf das, er darf "ich" sagen. Auch im nächsten und übernächsten, in allen Romanen. Wenn jemand wie er "ich" sagt, ist das "uns" gleich mit ausgesprochen. Applaus.

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  • Rezension zu "Bestattung eines Hundes" von Thomas Pletzinger

    Bestattung eines Hundes

    Greta

    17. October 2010 um 15:08

    achtung, hier hat sich jemand gedanken gemacht. darüber, wie man eine komplexe geschichte erzählen kann unter hinzunahme eines eher eigenen erzählstils (z.b. diese talentiert beobachteten details, in den text eingeschoben zwischen zwei klammern, eine davon auf, die andere zu). . in diesem buh, äh, buch (dreihundertnochwas seiten, arroganter höckerschwan auf dem cover), geht es um einen studierten ethnologen (hauptcharakterzüge: beobachtungsgabe, feinfühligkeit, libido), der sich in den journalismus verirrt hat. seine chefin ist nebenbei auch seine ehefrau (problematisches problem), sie heißt elisabeth (nicht ohne grund) und ist sehr, sehr, sehr schön (SCHÖN eben). erhaben und willensstark ist sie (wie ein schwan, der buchcoverschwan ist sie aber nicht), eher groß ist sie und schlank, aber hat dafür erstaunlich große brüste (das ist schon wichtig) und dauernd will sie geschlechtsverkehr (wie praktisch). seine chefinnenfrau zwingt den protagonisten, ein porträt über einen aktuell sehr angesagten kinderbuchautor zu schreiben (schrieb "die geschichte von leo und dem nichtviel"), wohnhaft in lugano. da soll er hin, der ehemannjournalist (denkt über scheidung nach, innerlichst), und mit teilnehmender beobachtung und gezielten fragen mehr über den mysteriösen bestsellerautor herausfinden. bis zu dem punkt ist das buch sogar sehr erträglich (pletzingers einklammerungen sind manchmal sogar niedlich "(zutrauliche spatzen sind komplimente)"). . doch dann rückt der mysteriöse kinderbuchautor in den fokus, seine lebens- und leidensgeschichte, seine ménage à trois (hust) mit der ebenfalls in lugano anwesenden finnin tuuli und einem gewissen felix, der aber schon tot ist (alkohol spielt in dem buch übrigens eine hauptrolle). tuuli wiederum ist eine, so findet der protagonist, sehr, sehr, sehr schöne frau (betont KLEIN). folglich eine zierliche schönheit, zart und blond und mit kleinen brüsten (zur wiederholten beachtung) und einer abartigen anziehungskraft. der leser muss beim lesen nach lugano, nach new york, nach brasilien, nach berlin, zurück nach lugano, nach hamburg, nach habichvergessen. ich (als leser verkleidet), war ab der mitte des buches schon ganz betäubt von so viel LEBEN in bewegung, innen und außen, pathetisch (verzeihung): als säße man in einem bergwerk, in dem gefühle abgebaut werden, der autor wohnt da vermutlich, immer tiefer wird da geschürft, so viel zerkratzt und kaputt gefühlt zwischen zwei buchdeckeln, ab seite 256 ist das FOLTER (eben!). . nur von lua, dem dreibeinigen hund (buchtitelhund), hätte ich gern mehr gelesen. sein tod und seine bestattung am ende haben mich dann aber schon nicht mehr interessiert (SCHADE).

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  • Rezension zu "Bestattung eines Hundes" von Thomas Pletzinger

    Bestattung eines Hundes

    *Arienette*

    20. August 2009 um 20:32

    Klappentext: Im Streit verlässt Daniel Mandelkern die großzügige Altbauwohnung im Hamburger Generalsviertel und Elisabeth, seine Frau und Chefin. Sie hat ihm den Auftrag erteilt, den öffentlichkeitsscheuen Autor Dirk Svensson am Luganer See zu besuchen und für von ihr verantworteten Kulturteil der Wochenzeitung zu interviewen. Äußerst widerwillig macht Mandelkern sich auf den Weg, hofft aber, dass ihm die Distanz helfen wird, sich klar zu werden über sein Leben, seine Liebe und die Zukunft seiner Ehe. Schon bei der Ankunft am See ahnt er, dass am Ende seiner Reise mehr stehen wird als das Autorenporträt, das Elisabeth erwartet. Denn Mandelkern ist nicht der einzige Gast. Mit ihm besteigen eine schöne junge Frau und ihr Sohn das Boot, mit dem Svensson und sein dreibeiniger Hund in Lugano anlegen. Es folgen vier Tage in Svenssons Welt, in denen Daniel Mandelkern sich und sein Leben mit anderen Augen zu sehen lernt. Er wird hineingezogen in eine tödliche Dreiecksbeziehung und in ein Manuskript, das er im Gästezimmer findet und das ihn nach New York, Brasilien und tief in das rätselhafte Leben des Dirk Svensson führt. »Bestattung eines Hundes« erzählt von den Mittdreißigern unserer Tage, die an vielen Orten der Welt gewesen sind, ohne irgendwo zu Hause zu sein, die viel ausprobiert haben, ohne eine Berufung zu finden, die große Pläne geschmiedet haben und nun kleine Lösungen finden müssen. Die alte Geschichte von der Sehnsucht nach Glück und Liebe, Thomas Pletzinger erfindet sie neu, mit einem genauen Blick, sprachlicher Finesse und atmosphärischer Dichte Der Autor: Thomas Pletzinger, 1975 in Münster geboren, aufgewachsen in Hagen, Studium der Amerikanistik in Hamburg. Dort und in New York arbeitete er für Verlage und Literaturagenturen. nach einem zweiten Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig lebt er jetzt als Autor und Übersetzer in Berlin und schreibt an einer Dissertation über den amerikanischen Dichter Gerald Stern. Pletzinger hat verschiedene Stipendien und Preise erhalten, u. a. gewann er 2005 den Prosanova-Literaturwettbewerb, 2006 den MDR-Literaturpreis und war Max-Kade-Stipendiat beim International Writing Program der University of Iowa. "Bestattung eines Hundes" wurde mit dem Förderpreis zum Rheinischen Kulturpreis ausgezeichnet. Meine Meinung: Mir hat das Buch gut gefallen - der Schreibstil von Pletzinger hat mir zugesagt. Das Buch ist immer wieder in Absätze unterteilt, welche aber Sinn ergeben und so ein wenig den Lesefluss stören. Mandelkern wird von seiner Frau und Chefin Elisabeth nach Lugano geschickt, um den Kinderbuch-Autoren Svensson zu interviewen. Der Aufenthalt dort wird länger als geplant, das Interview immer wieder verschoben. Mandelkern, der privat Probleme mit seiner Frau hat, hat nun genügend Zeit, über seine Ehe nachzudenken. Pletzinger schreibt immer mal "aus der Zeit gefallen" - auch Mandelkern ist "aus der Zeit gefallen", d. h. der Aufenthalt in Lugano ist wie ein anderes Leben, es eröffnen sich neue Perspektiven für sein eigenes Leben. Im Haus von Svensson findet Mandelkern ein Manuskript, das Astroland-Manuskript, welches von Svenssons Aufenthalt in New York (um den 11. September 2001), Brasilien und Finnland erzählt. Außer Mandelkern befinden sich noch Tuuli, ihr Sohn, Svensson und ein dreibeiniger Hund. Kiki kommt am Schluss noch dazu. Ein lesenswertes Buch!

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  • Rezension zu "Bestattung eines Hundes" von Thomas Pletzinger

    Bestattung eines Hundes

    SydneyManson

    01. May 2008 um 18:24

    Habe die ersten ca.30 Seiten des Buches gelesen und ich muss sagen, es gefällt mir durch den Schreibstil überhaupt nicht. Die kurzen Passagen sind Momentaufnahmen. Desweiteren werden in diese kurzen Momentaufnahmen noch in Klammern Gedanken und ähnliches eingeschoben. Es kommt kein richtiger Lesefluss für mich zustande, da alles sehr abgehackt wirkt. Dieses Buch ist geeignet für Leute die gerne ausgewöhnliche Schreibstile lesen und denen abgehackte Momentaufnahmen gefallen. Für mich war dieses Buch leider nichts.

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  • Rezension zu "Bestattung eines Hundes" von Thomas Pletzinger

    Bestattung eines Hundes

    Lesebienchen

    22. April 2008 um 11:15

    Der Roman "Bestattung eines Hundes" erzählt eine Geschichte von Liebe, Verlust und Erinnerung. Daniel Mandelkern, Ethnologe und Behelfsjournalist, wird von seiner Frau, seiner Vorgesetzten, beauftragt, am Luganer See eine Porträt über den erfolgreichen Kinderbuchautor Dirk Svensson zu verfassen. Mandelkern selbst befindet sich zu diesem Zeitpunkt sowohl in einer beruflichen als auch privaten Krise. Seine Dissertation hat er abgebrochen, das Arbeitsverhältnis mit seiner Frau führt zunehmend zu Spannungen und zum Verschwinden ihrer Liebe. Mandelkern begibt sich an den Luganer See und verweilt 4 Tage im Haus von Svensson. Während dieser Zeit wird er zunehmend in Svenssons Vergangenheit und in eine schicksalshafte Dreiecksgeschichte verwickelt. Er findet dessen unvollendete Autobiographie und lernt die rätselhafte Tuuli und deren Sohn kennen. Der Roman teilt sich in zwei Erzählstränge, die sich nach und nach überlappen. Eine Erzählebene beschreibt in einer Art Reportage- bzw. Notizstil die Geschichte um Mandelkern. Mandelkern, schreibt die Dinge auf und ordnet sie, um sie zu verstehen. So ist auch seine Geschichte angelegt. Chronologisch geordnet werden seine Notizen aneinandergereiht. Im Kontrast dazu steht die zweite Erzählebene um Dirk Svensson. Hierbei handelt es sich um eingeschobene längere Abschnitte wichtiger Erlebnisse Svenssons, die dieser selbst verfasst hat. Über allem steht jedoch Lua, der dreibeinige Hund. Der Titel "Bestattung eines Hundes" durchzieht den gesamten Roman und beschreibt nicht nur den langsamen Tod des Hundes und treuen Begleiters Svenssons, sondern gleichzeitig auch die Auseinandersetzung und des Versuch des Abschlusses mit der Vergangenheit.

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  • Rezension zu "Bestattung eines Hundes" von Thomas Pletzinger

    Bestattung eines Hundes

    strabo2001de

    21. April 2008 um 10:01

    Ein freiberuflicher Journalist, der einen Kinderbuchautor interviewen soll und der sich über das Verhältnis zu seiner Frau im unklaren ist, die gleichzeitig seine Auftraggeberin ist. Der vorgenannte Autor, der sich mit seiner Lebensgefährtin und einem alten dreibeinigen Hund in einer besseren Ruine am Luganer See vergräbt. Erzählt wird wechselnd jeweils aus der Perspektive der beiden Männer. Dabei wendet der Autor unterschiedlich Stile an, die durchaus die unterschiedlichen Charaktere der Hauptpersonen unterstreichen. Zunächst fürchtete ich, daß sich unser guter Autor hier etwas viel vorgenommen hätte. Ich hatte Gefühl, die Story wäre ein wenig überladen (es war tatsächlich ein unterschwelliges Gefühl). Es gab auch am Anfang und im Mittelteil durchaus einige Längen. Trotzdem hat mich der Roman immer mehr gepackt. Und es gab auch Passagen, die mich emotional berührten, so daß das Gefühl eines besonderen Leseerlebnisses zurück bleibt.

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  • Rezension zu "Bestattung eines Hundes" von Thomas Pletzinger

    Bestattung eines Hundes

    Kate

    16. April 2008 um 20:49

    Eines der besten Bücher das ich in letzter Zeit gelesen habe
    UND ich lese viel

  • Rezension zu "Bestattung eines Hundes" von Thomas Pletzinger

    Bestattung eines Hundes

    Marry

    16. April 2008 um 18:38

    Der außergewöhnliche Schreibstil und die Zurückhaltung von Informationen bis zum Schluss machen das Buch sehr spannend und lesenswert. Es war wirklich ein Genuss, das Buch zu lesen. Ich kann es nur jedem empfehlen, sich darauf einzulassen!

  • Rezension zu "Bestattung eines Hundes" von Thomas Pletzinger

    Bestattung eines Hundes

    Feverbrain

    08. April 2008 um 18:43

    Eine richtig gute Überraschung! Zu empfehlen, obwohl der Schreibstil ungewöhnlich, aber auch gerade deswegen erfrischend ist. Die Geschichet lässt sicht kaum zusammfassen und ist sehr vielschichtig. Man kann aus verschiedensten Blickwinklen auf das Buch gucken. Im Grunde ist es aber eine (andere) Liebesgeschichte zwischen verschiedenen Menschen.

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